3 Februar

Szenenzugehörigkeit - Hardliner oder Mainstream?

von Robert ForstKategorie: Schwarze Szene2 Kommentare

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Den Einstieg in eine Szene vollzieht sich  immer auf die gleichen Wege. Man findet die Musik gut und folgt dem Genre oder einem bestimmten Künstler, Geschwister, Freunde oder Mitschüler gehören bereits einer Szene an, oder ein bestimmter Kleidungsstil animiert dazu diesem auf den Grund zu gehen. Wie weit man jedoch in die Szene abtaucht, hängt von vielen umgebenden Faktoren und der eigenen Überzeugung ab, dem aufgebrachten Willen und der Faszination. "Aber Robert Smith sah ich zum ers­ten mal. Seine Art sich zu zei­gen, sich zu bewe­gen, zu klei­den, sein Stil, alles an ihm erschien anbe­tungs­wür­dig. Seine Fri­sur und sein Make-up, das war es was wir wollten». Prin­zi­pi­ell kann man den Grad der Zuge­hö­rig­keit in Grup­pen ein­tei­len, ich weiß, nie­mand der wirk­lich in der Szene ist, lässt sich gerne Kate­go­ri­sie­ren, aber manch­mal hilft es still und heim­lich einen Schritt zurück­zu­tre­ten und sich das ganze Bild anzuschauen.

Die Zuge­hö­rig­keit zu den ein­zel­nen Grup­pen ver­än­dert sich in der Regel im Laufe der Zeit, Ein­stiegs­al­ter und Dauer der Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit, sowie das soziale und beruf­li­chen Umfeld kön­nen hier eine ent­schei­dene Rolle spie­len.  Ich kenne nur ganz wenige Men­schen, die ihrer Jugend­szene das ganze Leben auf dem glei­chen Level treu blei­ben, auf den sie ein­mal gelebt haben.

Dis­kus­sio­nen über die Echt­heit der Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit defi­nie­ren sich mei­ner Mei­nung nach durch völ­lig irre­le­vante Maß­stäbe. Wirk­lich Echt ist nur der, der keine Rolle annimmt, son­dern ein­fach nur ist wer er ist. Sich die Haare zu schnei­den, wenn sie den ande­ren bis zum Hin­tern rei­chen, Theo­lo­gie zu stu­die­ren, wenn die Freunde ihre Zeit im Puff ver­brin­gen, Johan­nes­beer­saft zu trin­ken wäh­rend andere sich mit Tequila zuschüt­ten. Zu wis­sen, was man will und sel­bi­ges auch durch­zu­set­zen.

Ich behaupte, jeder schwarze lässt sich auf diese Art ein­ord­nen, ver­lässt man die Szene, so bleibt man jedoch sicher­lich unter den Sym­pa­thi­san­ten, die sich auf irgend­eine Art und Weise mit der Szene iden­ti­fi­zie­ren. Sei es Musik­ge­schmack, Inter­es­sen oder Klei­dungs­stil. Auf­fäl­lig ist, das die meis­ten Hard­li­ner unter den Jugend­li­chen zu fin­den ist, ältere Sze­n­e­mit­glie­der sind dort sel­ten zu fin­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Dezember

Subkultur! - Gothic

von Robert ForstKategorie: SubKultur!4 Kommentare

Highgate Cemetery, LondonEigent­lich kenn­zeich­net die­ses Wort in der Form Gotik einen Bau­stil alter Gemäuer die in der rela­tiv kur­zen Epo­che von 1150 bis 1500 haupt­säch­lich Kir­chen geprägt hat. Der Köl­ner Dom ist zum Bei­spiel so ein goti­scher Bau. Das der Begriff Gothic mit Bau­sti­len die­ser Zeit zu tun hat bezwei­fele ich doch sehr stark. Den Ursprung hat die­ses Wort im ita­lie­ni­schen gotico das soviel wie fremd­ar­tig und bar­ba­risch bedeu­tet und von einem Kunst­theo­re­ti­ker Names Gior­gio Vesari als Schimpf­wort miss­braucht wurde, um sei­ner­zeit seine Gering­schät­zung für Bau­ten in die­sem Stil zu äußern.
Fremd­ar­tig cha­rak­te­ri­siert die Gothic Szene schon mal ganz gut aber bar­ba­risch? Nein, das ist Unsinn genau wie die 1000 ande­ren Gerüchte die die­sem Begriff hin­ter­her­geis­tern. Neben vie­len ande­ren Schrift­stel­lern schrieb auch Edgar Allan Poe Schau­er­ro­mane, die im eng­li­schen als Gothic Novel bezeich­net wur­den und damit ein Genre für Romane bezeich­nen. Da kom­men wir der Sache natür­lich schon näher, so könnte man den Klei­dungs­stil und die even­tu­elle Ver­wen­dung von wei­ßer und schwar­zer Schminke in die Kate­go­rie schau­er­lich einordnen.

Die eigent­li­che Bedeu­tung der heu­ti­gen Ver­wen­dung die­ses Wor­tes ver­dankt es aber der Musik, denn wie die meis­ten Sub­kul­tu­ren iden­ti­fi­zie­ren sich die meis­ten Men­schen über die Musik. Im Januar 1978 benannte sich die Band War­saw in Joy Divi­sion um. Auf die Frage eines BBC Repor­ters, wel­che Stil­rich­tung Joy Divi­sion denn bedie­nen würde, ant­wor­tete der Mana­ger A. Wil­son dann »gothic music«. Ver­mut­lich war Wil­son begeis­ter­ter Leser von Edgar Allen Poe. So kam es dann, dass Joy Div­sion die erste Gothic Band waren.
Die Jugend ende der 70er Jahre, brannte sowieso wie die zu kurze Zünd­schnur einer Dyna­mit­stange, wit­ter­ten doch viele eine musi­ka­li­sche Revo­lu­tion die die Punk-Bewegung aus­löste. Anfang der 80er war dann die euro­päi­sche Musik­land­schaft eine bro­deln­der Fluss aus Lava in dem unab­läs­sig neue Musik­stile und Spiel­ar­ten empor­rag­ten.
Musik von The Cure, Chris­tian Death und Bau­haus setz­ten sich von der schnel­len und lau­ten Punk­mu­sik ab und spiel­ten melan­cho­lisch und düs­ter klin­gende Stü­cke, die zusam­men mit Ihren haupt­säch­lich schwar­zen Out­fits Stil­prä­gend waren.

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22 Oktober

Nietengürtel oder eine Niete als Gürtel (3)

von Robert ForstKategorie: Schwarze Szene7 Kommentare

Jetzt ist es genau eine Woche her, da habe ich eine E-Mail an einige der größ­ten Shop­be­trei­ber geschickt um her­aus­zu­fin­den, ob das Pro­blem mit min­der­wer­ti­gen Nie­ten­gür­teln bekannt ist und ob es in die­sem unse­ren Land noch ent­spre­chen­des gibt. Ins­ge­samt schrieb ich an 9 Shops und habe 4 Ant­wor­ten erhal­ten, das sind immer­hin 44%.  The Clash waren die schnells­ten uns schick­ten bereits 1 Stunde nach dem Ver­sand der E-Mail eine Ant­wort, Dark Fashion Shop schrieb mir wei­tere 3 Stun­den spä­ter eine Ant­wort. Das hätte ich bis dahin nicht erwar­tet! Dark Ages schickte am nächs­ten Tag (Don­ners­tag) eine Nach­richt und Unlicht einen wei­te­ren Tag spä­ter (Freitag).

Die ande­ren Adres­sa­ten X-Tra-x, Nix-Gut, Voo­doo­ma­niacs, Dunkelwelt-Laden und der t4cstore ant­wor­te­ten bis jetzt nicht. Posi­tiv ist, das alles Shops von denen ich eine Ant­wort ins­ge­heim erwar­tet habe auch ant­wor­te­ten, die Geschwin­dig­keit war jedoch auch für mich sehr über­ra­schend. Zum eigent­lich Pro­blem äußer­ten sich die ange­schrie­be­nen wie folgt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »