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	<title>Spontis &#187; szene</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Gothic Friday Dezember - Subkultur in eurer Stadt</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 14:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[lokal]]></category>
		<category><![CDATA[SubKultur!]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>

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		<description><![CDATA[In welcher Stadt lebt Ihr und wo kommt Ihr eurer schwarzen Leidenschaft nach? Berichtet von Cafés, in denen Ihr euch mit Freunden trefft und erzählt von den schwarzen Perlen der Kneipenkultur in Eurer Stadt. In welchem Club finden schwarze Partys statt oder habt Ihr sogar das Glück, einen rein schwarzes Etablissement zu eurem Dunstkreis zu zählen? Trefft Ihr euch sogar auf dem lokalen Friedhof, an öffentlichen Plätzen, in Parks oder an anderen Punkten der Stadt? Dehnt die Suche aus und blickt über den Tellerrand! Vielleicht gibt es ja auch typische Treffpunkte für Mitglieder anderer Subkulturen. Wo geht Ihr einkaufen? Gibt es in Eurer Stadt vielleicht eine Szene-Laden, in dem Ihr gelegentlich das Angebot der Auslage prüft?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="firstHeading"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" rel="shadowbox[sbpost-13199];player=img;" title="Gothic Friday 199x199"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-8731" title="Gothic Friday 199x199" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" alt="Gothic Friday 2011" width="133" height="133" /></a>»<em>Die Würfel sind gefallen!</em>«</p>
<p>Es war ein spannendes Finale. Wenige Stunden vor Ende der <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-dezember-die-abstimmung-uber-dein-thema/">Abstimmung</a> über das <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-dezember-nenn-uns-dein-thema/">Dezember-Thema</a> des <a href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic Friday</a> roch es nach einem Unentschieden zwischen »Subkultur in Eurer Stadt« und dem Thema »Dein Gothic Friday«. Letztendlich hat sich aber die Lust an der lokalen Erkundung der eigenen Szene durchgesetzt. Damit hat ASRianerin den Gewinnervorschlag gemacht und wird nicht etwa mit Preisen überschüttet, sondern mit Arbeit. Mitgefangen, mitgehangen! Neben der Tatsache, einen Beitrag abliefern zu müssen, obliegt ihr auch die inhaltliche Mitarbeit am Resümee, das im Januar 2012 erscheinen wird.</p>
<p>»Subkultur in eurer Stadt — Hier komme ich her, hier gehe ich hin.« Die Aufgabe des letzten Gothic Friday ist eindeutig. In welcher Stadt wohnst Du und wo gehst Du hin, um Gleichgesinnte zu treffen, Deine Musik zu hören oder Konzerte und Events zu besuchen? Für die meisten dürfte das eine ganz besondere Herausforderung darstellen, denn einige kommen sicherlich aus kleineren Städten und Gemeinden, deren Angebot an schwarzer Subkultur eher überschaubar ist. Es scheint daher unausweichlich, seine Führung durch die lokale Szene auf größere Städte und Ballungszentren in unmittelbarer Umgebung auszudehnen.<span id="more-13199"></span></p>
<p><strong>Wo geht ihr hin, wo kommt ihr her?</strong></p>
<p>In welcher Stadt lebt Ihr und wo kommt Ihr eurer schwarzen Leidenschaft nach? Berichtet von Cafés, in denen Ihr euch mit Freunden trefft und erzählt von den schwarzen Perlen der Kneipenkultur in Eurer Stadt. In welchem Club finden schwarze Partys statt oder habt Ihr sogar das Glück, einen rein schwarzes Etablissement zu eurem Dunstkreis zu zählen? Trefft Ihr euch sogar auf dem lokalen Friedhof, an öffentlichen Plätzen, in Parks oder an anderen Punkten der Stadt? Dehnt die Suche aus und blickt über den Tellerrand! Vielleicht gibt es ja auch typische Treffpunkte für Mitglieder anderer Subkulturen. Wo geht Ihr einkaufen? Gibt es in Eurer Stadt vielleicht eine Szene-Laden, in dem Ihr gelegentlich das Angebot der Auslage prüft?</p>
<p>Selbstverständlich könnt Ihr auch Eurem Unmut Luft machen. Wo sollte man Eurer Meinung nach nicht hingehen? Wo ist der Schein heller als der schwarze Inhalt? In welche Teile der Stadt sollte man lieber nicht in voller Montur gehen, wo werden Vorurteile und Klischees gelebt? Wir möchten Eure Stadt und Euer Umfeld kennenlernen, aus schwarzer Sicht.</p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn Ihr auf euren Streifzügen ein paar Bilder machen würdet, um eurer Stadt, euren Läden und Clubs ein Gesicht zu geben. Wie immer, soll der Kreativität keine Grenzen gesetzt werden. Nutzt die Zeit bis zum <strong>13. Januar 2012,</strong> um Euren Beitrag zu verfassen, Eure E-Mail einzureichen oder mit den Unterstützern in Kontakt zu treten. Der Zeitraum ist, wie angekündigt, bewusst großzügig gewählt, um den Feiertagen und dem Jahreswechsel Rechnung zu tragen. Wir freuen uns über jeden Beitrag!<br />
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		<title>Bedingungslos unter sich - The Inner Circle</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 19:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Gothic]]></category>
		<category><![CDATA[Mülheim]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>
		<category><![CDATA[The inner Circle]]></category>
		<category><![CDATA[TIC]]></category>

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		<description><![CDATA[»Schwarze Seelen, Kinder der Nacht, freut euch an dem, was für Euch vollbracht.« Als ich meinen Posteingang öffnete und von der Eröffnung eines neuen schwarzen Clubs las, brodelte sogleich die übliche Skepsis durch meine Adern. Wieder so ein Club der zwanghaft darauf ausgerichtet ist Umsatz durch ein möglichst breit gefächertes Szene-Angebot zu generieren? Wieder so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/TIC-Banner.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13161];player=img;" title="TIC Banner"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13168" title="TIC Banner" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/TIC-Banner-300x77.jpg" alt="" width="300" height="77" /></a>»<em>Schwarze Seelen, Kinder der Nacht, freut euch an dem, was für Euch vollbracht.</em>« Als ich meinen Posteingang öffnete und von der Eröffnung eines neuen schwarzen Clubs las, brodelte sogleich die übliche Skepsis durch meine Adern. Wieder so ein Club der zwanghaft darauf ausgerichtet ist Umsatz durch ein möglichst breit gefächertes Szene-Angebot zu generieren? Wieder so eine Vermischung von allen möglichen Richtungen die sich nur irgendwie unter den schwarzen Schirm pressen lassen? Das Ruhrgebiet glänzt durch solche Angebote, eine Differenzierung findet man selten, man ist schon froh, die ein oder andere Motto-Party zu erwischen. Gelegentlich erwische ich mich sich sogar dabei, Entfernungen von 200km auf mich zu nehmen, um wieder mal in das einzutauchen, was ich selbst und »Szene« versteht.</p>
<p>Das Projekt <a href="http://www.tic-club.de/hp/">»The Inner Circle</a>«, der einem neuen Club seinen Namen verlieh, wurde ins Leben gerufen, um genau das zu ändern. Am 17. Dezember 2011 eröffnet er in Mülheim an der Ruhr seine dunklen Pforten. Leidenschaft, Mut, Enthusiasmus und Idealismus sind die Zutaten für diesen gewagten Schritt. Doch was steckt dahinter?  Ich sprach mit Christian Kirsch, einem der Geschäftsführer des TIC-Clubs, über die Hintergründe dieser Entscheidung:<span id="more-13161"></span></p>
<blockquote><p>Wir haben das Projekt "The Inner Circle" angestoßen, weil das Angebot für die Schwarze Szene in unserer Umgebung nicht gerade zufriedenstellend war. Vor allem hatten wir (wie viele andere auch) keine Lust mehr, mit der Cyber-Neon-Fraktion vermischt zu werden. Gothic ist keine Karnevalsveranstaltung. Auf diversen Einzelveranstaltungen, an denen wir beteiligt waren, wurden wir außerdem in den letzten Jahren sehr häufig darauf angesprochen, ob wir nicht mal was Festes machen könnten. Also haben wir gesucht, gefunden und umgebaut. Dabei ist nun eine Location herausgekommen, wo wir selber gerne hingehen würden. Und das war ja der Gedanke, der uns überhaupt auf die Idee brachte.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/EroeffnungFlyer.jpg" rel="shadowbox[sbpost-13161];player=img;" title="EroeffnungFlyer"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13169" title="EroeffnungFlyer" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/12/EroeffnungFlyer-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Dass er damit so einigen zurückgezogenen Szenegängern aus der sprichwörtlichen schwarzen Seele spricht, brauche ich nicht zu erwähnen. Ich erinnere mich an die Diskussion zu <a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/pamphlet-fur-eine-uberfallige-trennung-cyber-und-gothics/">einem Artikel</a>, in dem ich die Ausdifferenzierung der Szenen forderte. Neidisch blicke ich in anderen Regionen der Republik, in der sich ähnliche Konzepte bereits etabliert haben und hoffe natürlich, das der Club und sein Programm genug Resonanz erhält, um positiv in die Zukunft blicken zu können.  Ein Beitrag darüber schien also unausweichlich.</p>
<p>Stichwort Programm, was den Besucher erwartet, habe ich ebenfalls von Christian erfahren:<em> »Der Samstag wird mit »Serious Dark« grundsätzlich tiefschwarz. Natürlich wird im T.I.C. auch elektronische Musik zu hören sein, aber Neu-EBM, Noise oder Hardcore-Industrial-Veranstaltungen stehen nicht zur Diskussion. Der Freitag wird mit verschiedenen Themen aufwarten, aber stark Metal-lastig sein. Sonntags wird es mittelalterlich bei Met und Wein.«</em></p>
<p>Zugegeben, ganz ohne Mischung kommt selbst der schwärzeste Club nicht aus, denn wenn wir ehrlich sind, ist doch der Kern der Szenegänger, die sich hoffnungslos dem Gothic-Rock oder Dark-Wave verschrieben haben, verschwindend gering. Und etwas anderes, so versicherte mir Christian, soll es am Samstag nicht geben. Sehr passend finde ich den Satz, der auch auf der <a href="http://www.tic-club.de/hp/">Webseite</a> zu lesen ist: »<em>Das T.I.C. ist eine Gothic-Location. Also seid Euch bitte darüber im Klaren, dass es etwas bedeutet, dieser Szene anzugehören. Ihr seid die Kinder der Nacht, gleichhin, welche Richtung Ihr eingeschlagen habt.</em>«</p>
<p>Was erwartet die Kinder der Nacht? Die Location selbst trägt einen gewichtigen Anteil am »Wohlfühl-Faktor«, das musste ich immer wieder feststellen, denn das Auge isst bekanntlich mit. Der alte Westbahnhof in Mülheim schien die ideale Ausgangsbasis für ein dunkles Refugium. Aufwendige Umbauarbeiten sollen aus dem alten Gebäude einen dunkel-düstere Vorzeigelocation gemacht haben. Christian Kirsch über den alten Bahnhof:</p>
<blockquote><p>Das T.I.C. hat eine Grundfläche von insgesamt ca. 1200 m². Dies beinhaltet neben der Haupthalle einen Außenbereich und ab Sommer 2012 auch eine große Terrasse. Mauern und Decken der Halle sind in schwarz und grau gehalten. An den Seiten rechts und links von der Tanzfläche gibt es leicht erhöhte Podeste mit Couchen und flachen Tischen aus Massivholz. An der Decke hängen Kronleuchter, an den Wänden Kerzenhalter. Die zentrale Tanzfläche ist überdacht von einer Sternförmigen Lichtkonstruktion. Überall in der Halle sind natürlich Barhocker und Stehtische vertreilt, einige davon sind alte Weinfässer. Insgesamt gibt es über 120 Sitzplätze. Die Theken der Haupthalle sind 10 und 6 Meter lang. Über eine Treppe geht es runter in den Essensbereich, der mit Esstischen und Stühlen bestückt ist.</p></blockquote>
<p>Mich hat es überzeugt, meine Neugier ist geweckt. Der kurzen E-Mail mit der Bitte um Verbreitung bin ich gerne nachgekommen, die Antworten auf meine Fragen festigten den Entschluss. Der innere Kreis erfüllt einen elitären und in gewisser Weise auch arroganten Anspruch der nötig ist, um das zu schützen, was man selbst als wertvoll empfindet. Äußere Toleranz weitet den Horizont, innere Intoleranz schützt ein Gefühl. Das abschließende Wort überlasse ich Christian, auf die Frage hin, ob ein solcher Einstieg nicht schwer sei, antwortete er: »<em>Schwer ist so ein Einstieg immer, da hast Du natürlich Recht. Aber wir setzen darauf, dass die Szene begreift, dass man im T.I.C. bedingungslos unter sich sein kann. Im inneren Kreis eben. Eine feste Anlaufstelle, die man jedes Wochenende besuchen kann. Und zwar ohne vorher stundenlang das Programm von einem der Neon-Tempel zu durchsuchen, ob man als Goth an einigen Tagen des Monats als Gast erwünscht ist.</em>«</p>
<p>Wir sehen uns:</p>
<p><strong>TIC-Club</strong><br />
Sandstraße 162 (Am alten Westbahnhof)<br />
45473 Mülheim a. d. Ruhr</p>
<p>Samstag, 17. Dezember 2011 um 20:00 Uhr heißt es dann: »Serious Dark«. Eintritt ab 18 Jahren, 5 Euro Mindestverzehr.<br />
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</ul>
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		<title>Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 16:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Zeitzeugen]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit es den Gothic Friday gibt, erzählt jeder von sich selbst und seinen Gedanken über Gothic und die schwarze Szene. Wir haben uns für diesen Monat gedacht, dass wir den Kreis im Oktober mal etwas erweitern. Denn oftmals ist es interessant, was Andere zu den Fragen denken, die wir uns alle gestellt haben. Ein persönliches Interview mit einem (anderen) Goth ist die beste Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" rel="shadowbox[sbpost-12832];player=img;" title="Gothic Friday 199x199"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-8731" title="Gothic Friday 199x199" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" alt="Gothic Friday 2011" width="133" height="133" /></a>Während draußen die Blätter von den Bäumen rieseln und in bunten Farben den bevorstehenden Herbst einläuten, sitzen in den stürmischen Tagen die ein oder anderen im Schein einiger Kerzen oder Grablichter zusammen und unterhalten sich über die neusten musikalischen Wunderwerke, reden über die, die nicht da sind oder tauschen sich über gemeinsame Interessen und Vorlieben aus. Manche sinnieren über den Sinn der eigenen Existenz und philosophieren darüber was war, was ist und was noch kommen mag. Plötzlich geistert eine Frage durch den Patchouli geschwängerten Raum: »<em>Was ich Dich schon immer mal fragen wollte: Würdest du Dich als Teil der Szene betrachten?</em>«</p>
<p>Seit es den <a href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic Friday</a> gibt, erzählt jeder von sich selbst und seinen Gedanken über Gothic und die schwarze Szene. Wir haben uns für diesen Monat gedacht, dass wir den Kreis im Oktober mal etwas erweitern. Denn oftmals ist es interessant, was Andere zu den Fragen denken, die wir uns alle gestellt haben. <strong>Ein persönliches Interview mit einem (anderen) Goth</strong> ist die beste Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren.<span id="more-12832"></span></p>
<p><strong>Worum geht es also?</strong></p>
<p>Bittet einen Goth(ic), Waver, Batcaver, Schwarzromantiker oder einfach einen Menschen in schwarz, den ihr selbst als Mitglied einer der schwarzen Subkulturen zuordnen würdet, um ein Interview. Ob es sich dabei um eine Freundin oder einen Freund, einen Bekannten, einen anderen Blogger oder bisherige Kommentatoren eurer Gothic-Friday-Beiträge handelt, das ist euch überlassen. Es wäre aber schön, wenn es jemand wäre, der bislang noch nicht oder nur selten zu Wort gekommen ist, damit wir alle etwas über den Rand dieses Blogger-Projektes hinausschauen können.</p>
<p>Menschen in Schwarz? Wir haben gelernt, das viele um uns herum, die man leicht in eine optische, szenelastige Schublade stecken könnte, sich nicht in eine solche einordnen lassen wollen. Die Frage: »<em>Bist du ein Gothic?</em>« wird von vielen, die man als solche betrachtet, vehement verneint. Zu Recht, denn Äußerlichkeiten alleine führen nicht zwangsläufig zu einer Szenezugehörigkeit. Die Beweggründe sind individuell, verwischen über die Ränder einer Subkultur und innerhalb der Szene und führen zu einem sehr differenzierten, manchmal auch diffusen Bild.</p>
<p><strong>Ablauf</strong></p>
<p>Nehmt euch also einen interessanten Gesprächspartner zur schwarzen Brust und führt mit ihr/ihm ein Interview. Seid offen und habt Spaß dabei. Seid direkt, aber respektiert auch, wenn jemand eine eurer Fragen nicht beantworten will.</p>
<p>Stellt zuerst euren Interviewpartner vor. Danach könnt ihr ihm <strong>bis zu 10 Fragen</strong> stellen — per E-Mail oder in einem direkten Gespräch. Die folgenden <strong>5 Fragen geben wir euch vor</strong>. Sie sollen sich wie ein schwarzer Faden durch alle Teilnehmer-Interviews ziehen, so dass wir am Ende auch ein Resümee finden können. Hier sind unsere 5 Fragen — die Formulierung könnt ihr natürlich passend für euren Stil und euer Interview etwas ändern.</p>
<ol>
<li>Warum trägst Du schwarz?</li>
<li>Hast Du viele Freunde, die auch »schwarz« sind oder bewegst Du Dich eher in einem »bunten« Umfeld?</li>
<li>Besucht du außerhalb von Festivals oder Konzerten auch andere kulturelle Veranstaltungen mit schwarzem Charakter (Lesungen, Ausstellungen, Museen), oder steht für Dich nur die Musik im Vordergrund?</li>
<li>Siehst Du Dich selbst als Goth(ic)?</li>
<li>Was würdest du Dir in oder für die schwarze Szene wünschen, damit sie (noch mehr) deinen Vorstellungen entspricht? Was stört Dich, was fehlt?</li>
</ol>
<p><strong>Bis zu 5 weitere Fragen könnt ihr euch zusätzlich selbst ausdenken</strong> — manchmal ergeben sie sich auch aus dem Gesprächsverlauf. Auf der englischen Seite Juliet’s Lace findet eine ganz interessante »<a href="http://julietslace.blogspot.com/2011/08/goth-challenge.html">Goth Challenge</a>« statt, die euch Anregungen zu möglichen Fragen liefern könnte. Außerdem findet ihr auf Spontis einige Interviews mit interessanten Menschen: <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/dunkle-vergangenheit/schwarze-zeitzeuge-nick-aus-norwich/">Nick aus Norwich</a>, <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-zeitzeugen-rosa-aus-new-england/">Rosa aus New England</a>,  <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/schwarze-zeitzeugen-melissa-aus-london/">Melissa aus London</a>, ein Interview mit dem <a title="Interview: Eine elektronische Nacht - Düster beseelt nach Hause schweben" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/interview-eine-elektronische-nacht-duster-beseelt-nach-hause-schweben/">DJ M. Synthetic</a> über »Die Elektronische Nacht« oder auch mit <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/wgt-interview-mit-cornelius-brach/">Cornelius Brach vom WGT</a>.</p>
<p><strong>Wie ihr euer Interview aufzeichnet und dann veröffentlicht</strong> — darin könnt ihr kreativ sein bzw. es ist auch abhängig davon, welcher Art der Veröffentlichung euer Gesprächspartner zustimmt. Das solltet ihr natürlich vorher abklären. Ihr könnt es im schriftlichen, klassischen Interview-Stil als Blogbeitrag online stellen, aber auch als Audiomitschnitt präsentieren oder sogar per Video aufzeichnen und in YouTube + Blog hochladen. Idealerweise solltet ihr aber ein <strong>Bild eures Gegenübers</strong> ergattern um dem Befragten ein Gesicht zu verleihen, vielleicht stöbert derjenige auch für euch in seinen Archiven und stellt euch ein Bild zur Verfügung.</p>
<p>Alle bis zum <strong>21. Oktober 2011</strong> veröffentlichten Interviews-mit-einem-Goth nehmen an der <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-gewinne-gewinne-gewinne/">Verlosung im 2. Halbjahr </a>teil. Teilnehmer ohne Blog schicken ihr Interview per Mail an einen der Unterstützer oder an Spontis selbst. Spätere Einsendungen werden natürlich gleichermaßen berücksichtigt und erscheinen ebenfalls im Rahmen dieses Projektes.<br />
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</ul>
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		<title>Gothic Friday September - Resümee</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 21:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Gothic]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Gothic (D)ein Lebensstil? Ein schweres Thema, vielleicht das Schwierigste bis jetzt. Selbst Blogger, die sonst nicht um Worte verlegen sind, gerieten bei dieser Frage ins Stocken. Dennoch haben sich insgesamt 24 Teilnehmer damit auseinander gesetzt. Das ist eine höhere Beteiligungsquote als bei den letzten 4 Gothic Fridays – kann es sein, dass ihr so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" rel="shadowbox[sbpost-12794];player=img;" title="Gothic Friday 199x199"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-8731" title="Gothic Friday 199x199" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-199x199-e1317501383844.png" alt="Gothic Friday 2011" width="133" height="133" /></a>Ist Gothic (D)ein Lebensstil? Ein schweres Thema, vielleicht das Schwierigste bis jetzt. Selbst Blogger, die sonst nicht um Worte verlegen sind, gerieten bei dieser Frage <a href="http://blog.opus-mentis.de/?p=2931">ins Stocken</a>. Dennoch haben sich insgesamt <strong>24 Teilnehmer</strong> damit auseinander gesetzt. Das ist eine höhere Beteiligungsquote als bei den letzten 4 Gothic Fridays – kann es sein, dass ihr so tiefsinnig-analytische Themen bevorzugt? Wir hätten da noch ein paar… ;o))</p>
<p>Zudem waren wir ja auch ein bisschen gemein – ganz unabsichtlich natürlich -  beinhaltete die Frage doch eigentlich gleich 2 Fragen:</p>
<p>1. Kann Gothic ein Lebensstil sein?<br />
2. Ist Gothic dein Lebensstil?</p>
<p>Selbst in diesen 2 Fragen stecken einige weitere Fragen, je nach dem wie stark man dazu in die Tiefe geht. Ihr habt reflektiert, philosophiert, Schaubilder skizziert, negiert und vor allem viel diskutiert. Wir sind wirklich überwältigt! Diese Fülle mussten wir erst mal ordnen — das ist auch der Grund, warum wir erst einen Tag später mit dem Resümee um die dunkle Ecke kommen. Auf jeden Fall ist wohl klar, dass keiner von uns mehr leichten Fußes oder Sinnes auf die Frage: Was ist Gothic? – <em>Ein Lebensstil!</em> antwortet, ohne die Antwort für sich selbst genau erklären zu können. Ob der Andere diese Erklärung verdient hat, ist dann auch noch mal eine andere Sache.<span id="more-12794"></span></p>
<p><strong>Resümee 1: Kann Gothic ein Lebensstil sein?</strong></p>
<p>Die Einen verneinen das, wie z.B. <a href="http://green-finch.de/2011/09/gothic-friday-september-ist-gothic-dein-lebensstil/">Celina</a> und begründen <em>„auch Gothics stehen auf, gehen zur Arbeit und essen zu Mittag und machen das, was andere auch machen.“ </em>Das stimmt zwar, aber letztendlich sind Gothics auch nur Menschen und leben daher wie andere Menschen: aufstehen, Nahrungsaufnahme sichern durch Geld verdienen, essen, schlafen. Selbst wenn wir Vampire wären, würden sich nur die Tages– zu den Nachtzeiten verschieben – nicht aber dieser Lebensablauf bzw. die Lebensweise.</p>
<p>Aber auch <a href="../../schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-ist-gothic-ein-lebensstil-katharina/">Katharina</a> ist nicht der Ansicht, dass Gothic ein Lebensstil sein kann: <em>„Nach mei­ner Gothic-Definition ist der Kern Musik und Klei­dung. Der Rest ist außer­halb ent­stan­den, selbst die Gothic-Literatur und –Filme gab es ja schon vor unse­rer Sub­kul­tur. Aber das sind schöne Ergän­zun­gen, ebenso wie andere Inter­es­sen z.B. geschicht­li­che, eso­te­ri­sche oder phi­lo­so­phi­sche und aus die­sen Grund­la­gen kann man einen Lebens­stil inspi­riert vom Gothic entwickeln.“ </em></p>
<p>Es ist also immer eine Frage der Definiton. Wie auch <a href="http://der-schwarze-planet.de/gastbeitrag-razorblade-der-schwarzbunte-mann/">r@zorbla.de</a> feststellt: <em>„<strong>Was ein Lebensstil ist hat also mindestens einen so hohen Interpretationsspielraum wie der Gothic-Begriff als solches.</strong> Daher ist eine allgemeingültige Aussage meiner Meinung nach gar nicht möglich.“ </em></p>
<p>Dennoch ist die Mehrheit der Teilnehmer der Meinung, dass Gothic ein Lebensstil ist. <a href="http://www.otranto-archive.de/gothic-friday/gothic-friday-ist-gothic-mein-lebensstil/">Karnstein</a> definiert ihn und alles was sich darunter subsumiert als persönlichen <strong>Geschmack</strong><em>:</em> <em>„Ja, Geschmack nicht nur in Sachen Kleidung und Musik, sondern durchaus auch insofern als dass man sich für morbide Themen interessiert oder gerne auf Friedhöfen spazieren geht. Aber dennoch letztlich Geschmack, und keine Einstellung die durch spirituelle oder politische Ansichten und Werte definiert wird.“</em> So sieht auch <a href="http://der-schwarze-planet.de/gothic-friday-september-ist-gothic-mein-lebensstil/">Shan Dark</a> den Geschmack als zentral für die Ausprägung des Lebensstils an und grenzt diesen von Lebenseinstellung ab, denn <em>„Einstellungen orientieren sich an unseren Werten, z.B. Gerechtigkeit, Toleranz oder Ordnung. „Gothic“ ist aber kein Wert, also kann es keine Lebenseinstellung sein. (…) Je nach Wesensart, Geschmack und Einstellung sieht der Lebensstil aber bei jedem Gruftie anders aus. DEN (einzig-wahren) Gothic-Lebensstil gibt es nicht, nur gewisse Gemeinsamkeiten oder Parallelen.“</em></p>
<p><a href="http://haascore.de/gothic-friday-09-ist-gothic-dein-lebensstil/3662/">Simone</a> beschreibt den Gothic-Lebensstil sehr schön als <em>„ein roter Faden, der sich überall hindurchzieht … in Alltag, Vorlieben, Tätigkeiten, mal mehr mal weniger ausgeprägt bei jedem Einzelnen.“ </em><a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-gothic-als-lebenseinstellung-merlyn/">Merlyn</a> vermutet, <em>„dass wir ja alle irgendwo gleich ticken wenn es bei­spiels­weise um den Musik­ge­schmack oder die düs­tere Ästhe­tik geht. (…)ein wenig haben wir ver­mut­lich alle gemein­sam.“ </em>Auch <a href="http://blog.opus-mentis.de/?p=2931">Guldhan</a> bescheinigt: „<em>Goth vermag es Stil zu sein. Definitiv. Energisch verteidigt und elitär. Womöglich auch »Stil gewesen zu sein« (…)“ </em>auch wenn er den Begriff „Gotik“ und die damit assoziierten Inhalte dem mit ‚th’ vorzieht. Auch einige andere haben ein Problem mit dem Begriff „Gothic“, bevorzugen eher den Begriff Waver oder Grufti oder wollen sich überhaupt gar nicht in eine wohlgemerkt nur begriffliche Schublade pressen (lassen). Karnstein spricht diese „Etiketten-Phobie“ in seinem Beitrag an und fordert, dass man doch besser über dem Begriff stehen möge, weil es letztendlich auf den (gelebten) Inhalt ankommt: <em>„weil es eben nur ein Wort ist, dass den ohnehin vorhandenen Status Quo beschreibt, und keine Vorgabe in welche Richtung man sich zu verändern hätte.“ </em></p>
<p>Einige Teilnehmer näherten sich der Frage zum Lebensstil über die <strong>Definition: Was ist Gothic überhaupt?</strong> <a href="http://life-of-a-maehnenwolf.blogspot.com/2011/09/gothic-friday-09-ist-gothic-dein.html">maehnenwolf</a> zum Beispiel, der das — wie wohl uns allen — sehr schwer fällt <em>„Vor allem, da sich jeder, wirklich jeder einzelne Mensch, etwas ganz eigenes, persönliches, wunderschönes daraus erschaffen kann.“</em> <a href="http://www.sabrina-kirnapci.com/gothic-friday-ist-gothic-dein-lebensstil">orphi</a> sieht Gothic nicht als Lebensstil, sondern als Subkultur, als Szene und einen Treffpunkt für Gleichgesinnte. Sie zitiert dazu einen hervorragend passenden Ausspruch von Karl Jaspers:</p>
<p>„<em>Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde.</em></p>
<p><em>Gothic ist eine Subkultur mit eigenen Veranstaltungen, Treffpunkten und Künstlern (Musiker, Schriftsteller, Fotografen, Kleinkunst, Mode usw.). Gothic ist die Vorliebe für eine bestimmte Art von Musik, für ein bestimmtes Ambiente, für eine spezielle Art der Ästhetik. Der Lebensstil hingegen ist wohl vornehmlich durch die Umstände und natürlich durch das Lebensgefühl und die Lebenseinstellung bedingt. Bildung, Geld, Beruf, Familienstand, selbst gesetzte Prioritäten und Ziele – hat alles nichts mit Gothic zu tun. In der Szene laufen Leute mit den unterschiedlichsten Lebensumständen und Lebensstilen rum. Es gibt keinen direkten Zusammenhang.“</em></p>
<p>Auch <a href="http://der-schwarze-planet.de/gothic-friday-september-ist-gothic-mein-lebensstil/">Shan Dark</a> kommt zu dem Schluss, dass es eine Trennung zwischen Lebensstil und Szene gibt. Aber sie interpretiert die Inhalte von Gothic in den Lebensstil hinein und nicht in die Szene, da diese mittlerweile über „Gothic“ hinaus geht: <em>„Ich komme zu dem persönlichen Schluss, dass man den Gothic-Lebensstil und die schwarze Szene getrennt betrachten muss. Der Lebensstil ist nicht aus der schwarzen Szene </em><em>hervorgegangen</em><em> – sondern er entsteht aus einer inneren Motivation heraus, aus einem Konglomerat von Gedanken, Vorlieben, Interessen, Werten und persönlichem Geschmack. (…)Das heißt im Umkehrschluss: Wer in der schwarzen Szene ist, muss nicht unbedingt einen Gothic-Lebensstil führen.“</em></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-ist-gothic-dein-lebensstil/">Robert</a> sieht das ähnlich und formuliert es noch mal aus einem etwas anderen Blickwinkel<em>: „Ich denke, der per­sön­li­che Geschmack für Dinge außer­halb des Main­streams drängt uns in eine zunächst gewollte Form der Iso­la­tion, in der wir aber den­noch bestrebt sind, uns mit Gleich­ge­sinn­ten auszutauschen. (…) Der Lebens­stil ist »schwarz«, aber man muss nicht zu einer Szene gehö­ren. Gleich­ge­sinnte für sein per­sön­li­ches Puz­zle aus Inter­es­sen und Vor­lie­ben fin­det man über­all, vor­aus­ge­setzt, man möchte über­haupt sei­nen Stil mit jeman­dem teilen. “</em></p>
<p>Zu diesem Schluss kommt auch Guldhan: „<em>Nachträglich zusammengefasst, ist die Szene kein Garten Eden. Es hängen dort keine verbotenen Früchte. Jeder kann jederzeit hinein, jeder kann jederzeit heraus und das auflesen, was in bequemer Bodennähe über die Landschaft wuchert.<br />
Mag sein, dass man eine bestimmt Lebensauffassung an den Tag legen muss, um dabei nicht nur seiner Reisegruppe hinterher zu eilen. Eine bestimmte Mentalität, um innezuhalten. Den Klappstuhl aufzustellen und auch einmal für interessante Früchte auf die hohen Apfelbäume zu klettern. Letzten Endes muss dieses aber noch nicht einmal eine konkrete Einstellung sein, auch keine spezielle Lebensführung, sondern nur ein Gespinst aus übereinstimmenden Verknüpfungen. Wie sie überall und nirgends anzutreffen sind.“</em></p>
<p><strong>Resümee 2: Ist Gothic mein Lebensstil?</strong></p>
<p>Je nachdem, ob man den Begriff und die Inhalte von „Gothic“ nun auf seinen Lebensstil oder auf die Szene bezieht und anwendet, ergeben sich bei den Teilnehmern unterschiedliche Antworten auf die 2. Frage.</p>
<p>Für das Resümee lassen wir einige Teilnehmer zur Lebensstil-Frage ihr JA, NEIN oder ES IST MEHR ALS DAS! mit einem kurzen Zitat begründen. Vollständig ist die nachstehende Aufzählung jedoch nicht, weil auch nicht jeder sich so eindeutig positioniert hat und die Antworten auch im Gesamtkontext des jeweiligen Artikels zu sehen sind.</p>
<p><strong>Ja</strong></p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/gothic-friday-september-ist-gothic-d-ein-lebensstil">Stoffel</a> „Die Möglichkeit meine Individualität ausleben zu dürfen (…) Jap, Gothic ist (m)ein Lebensstil. Ich fühle mich in dieser schwarz(-bunten) Szene wohl und habe meinen Platz gefunden … ich bin angekommen sozusagen.“</p>
<p><a href="http://mellenoire.wordpress.com/2011/09/21/projekt-gothic-friday-die-frage-im-september/">Melle Noire</a> „ Ich würde schon sagen, daß mein Lebensstil größtenteils schwarzer Natur ist – ich kann mich mit dem Thema Gothic sehr stark identifizieren und finde mich selbst oft darin wieder, fühle mich in dunkler Gesellschaft gut aufgehoben.“</p>
<p><a href="http://www.sabrina-kirnapci.com/gothic-friday-september-gastbeitrag-von-grabesmond">Grabesmond</a> „Was ich definitv sagen kann ist, dass sich sehr viele Aspekte, wie oben beschrieben, wie ein roter Faden durch mein Leben ziehen. Mein Freund meinte einmal zu mir, dass ich für ihn noch einer der rar gesäten Gruftis bin. Eben, weil ich so viele Klischees liebe und lebe. Nicht aus dem “Zwang” heraus, sondern einfach weil ich sie mag.“</p>
<p><a href="http://traumverliebt.de/?p=603">Graf Blackage</a> „Es kam einfach mit der Zeit. Der Geschmack musste sich in irgendeiner Art ausbreiten.“</p>
<p><a href="http://traumverliebt.de/?p=598">Schmetterding</a> „Vielleicht mag es nach Außen hin nicht so aussehen, aber mit jedem Konzert, jedem Festival, jedem WGT, jedem Treffen mit Freunden, jedem Gespräch, wird mir klarer, dass ich genau so leben möchte. Schwarz. Gruftig. Ich habe in Zuhause für mein Zuhause gefunden.“</p>
<p><strong>Nein</strong></p>
<p><a href="http://www.rock-rendezvous.de/?p=9776">Sibel</a> „In meinen Augen ist man ein Goth, wenn man sich auch so fühlt. Auch ohne sich als solcher zu kleiden oder sein Zimmer als solches eingerichtet zu haben. Jedoch fühle ich mich nicht so, weswegen ich auch keiner bin… Ein Goth in den Augen anderer zu sein ist leicht. Man muss sich nur als solcher kleiden. Aber ein Goth zu “sein”, ist –zumindest für mich– schon schwerer…“</p>
<p><a href="http://www.sabrina-kirnapci.com/gothic-friday-ist-gothic-dein-lebensstil">orphi</a> „Nein! Gothic ist nicht mein Lebensstil, nicht mein Lebensgefühl und auch keine Lebenseinstellung. (…) Hätte es Gothic in meinem Leben nicht gegeben, würden mein Lebensgefühl und meine Lebenseinstellung ebenso aussehen wie jetzt. Es gibt keinen direkten Zusammenhang.“</p>
<p><strong>Es ist mehr als das!</strong></p>
<p><a href="http://werturteilsfrei.wordpress.com/2011/09/05/gothic-friday-im-september/">tobikult</a> „Ich bin mehr als ein Gothic und die Gothic-Szene hat meine Lebenseinstellung nicht geprägt.“</p>
<p><a href="http://www.leoaspekt.de/wordpress/?p=4823">Altgruftipunk</a> „Vermutlich gibt es Gothics, die sich spezielle „Gothic“-Ver­haltensweisen eigens angewöhnen, bei mir war es umgekehrt: Diese New Waver (später Dark Waver), ihre Musik und ihre Marotten – die haben mich damals angezogen, weil ich das mochte, schön fand, selbst so war. Im Nachhinein kommt mir das Schwarzkitteltum vor wie für mich erfunden. Mein Lebensstil ist geprägt vom Schwarzkitteltum, aber längst nicht nur. Dafür gibt „Gothic“ zu wenig her.“</p>
<p><a href="http://green-finch.de/2011/09/gothic-friday-september-ist-gothic-dein-lebensstil/">Celina</a> „Man sollte sich darüber keine allzu großen Gedanken machen. Man sollte leben, wie man leben möchte, anziehen, was man anziehen möchte und eben tun, was man tun möchte (…)“</p>
<p><a href="http://www.derkarl.de/2011/09/11/ist-gothic-mein-lebensstil/">der_Karl</a> „Es ist mir eigentlich fast egal, solange ich als Individuum respektiert werde, so wie ich bin. Das allerdings ist unter Leuten, die sich selbst als Gothic bezeichnen würden, bislang am ehesten der Fall gewesen.“</p>
<p><a href="http://der-schwarze-planet.de/gastbeitrag-razorblade-der-schwarzbunte-mann/">r@zorbla.de</a> „Grundsätzlich wähle ich meinen Lebensstil nicht bewußt nach irgendeinem Schema aus. Müßte ich eine Bezeichnung finden, würde ich schwarzbunt dazu sagen (…). Es ist so: Mein Lebensstil enthält Gothic, aber eben nicht ausschließlich.<strong> </strong>Vielleicht noch nicht einmal überwiegend – das sieht jeder irgendwie anders.“</p>
<p><a href="http://haascore.de/gothic-friday-09-ist-gothic-dein-lebensstil/3662/">Simone</a> „Gothic ist wie vieles andere, eine Schublade in die ich Dinge hinein sortiere, mir ab und an etwas herauskralle, damit herumlaufe und es irgendwo wieder hinlege. Aber da gibt es noch so viele andere Schubladen!“</p>
<p><a href="http://life-of-a-maehnenwolf.blogspot.com/2011/09/gothic-friday-09-ist-gothic-dein.html">maehnenwolf</a> „Ich bin kein Vollblutgrufti! (…) Mein Leben setzt sich aus vielen Dingen zusammen und die oben genannten gehören, unter anderem, dazu, sind aber nicht so prägend, dass ich mich einem voll hingeben würde oder überhaupt wollte. (…) Denn da ist definitiv mehr!“</p>
<p><a href="http://dointheunstuck.blogspot.com/2011/09/gothic-friday-9-ist-gothic-dein.html">TKindchen</a> „Dinge, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ich auch <span style="text-decoration: underline;">ohne das Gruftidasein</span> an den Tag legen würde, wären unter anderem; mein Vegetarierdasein. Ich würde auch weiterhin Musik hören können, dazu gibt es noch viel zu viele schöne Genres. Natürlich würde diesbezüglich eine große Lücke zurückbleiben, aber ich könnte mich arrangieren. Ich hätte genau die gleichen Freunde, wie jetzt. Denn wir sind alle, jeder einzelne, ganz unterschiedliche Individuen, aber im Kern doch gleich. Für mich spielte die Szeneangehörigkeit deshalb noch nie eine Rolle. Ich würde mich mit Sicherheit auch dann noch mit mystischen Themen beschäftigen und das Fantasygenre bevorzugen. Ich wäre genauso aufgeschlossen, quirlig und humorvoll, wie ich es jetzt bin. Abschließend kann ich also sagen, dass ich mich nicht auf einen Lebensstil festlege[n kann].</p>
<p><a href="http://www.mr-bilderwelten.de/blog/ist-gothic-dein-lebensstil/">Marcus Rietzsch</a> „Vor vielen Jahren wurde ich einmal gefragt, was für mich persönlich die „schwarze Szene“ und seine „Mitglieder“ auszeichnet. (…) Sinn für Ästhetik, Hang zur Melancholie und – der wichtigste Punkt – ein Gegenpol zur bunten Konsum– und Spaßgesellschaft. Deshalb fühle ich mich in dieser Szene durchaus gut aufgehoben und in gewisser Weise heimisch, gehe aber auch sehr gerne „auf Reisen“. Wenn ich meinen persönlichen Lebensstil in einem Wort ausdrücken müsste, würde ich deshalb eher „alternativ“ wählen…“</p>
<p><a href="../../schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-laut-grell-schnell-katrin/">Katrin</a> liefert einen ganz ausgefallenen Beitrag in Wort und Bild (künstlerisches Selbstportrait). Mit einem kurzen, treffenden aber auch interpretationsoffenen Gedicht sagt sie:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Es ist keine Frage der Ein­stel­lung, keine Frage des Stils.<br />
Es ist Frei­raum. Ich sein.<br />
Nicht mehr. Und doch soviel.“</p>
<p><strong>Unser Resümee zum Resümee</strong></p>
<p>Wer sich nun in diesem Resümee allgemeingültige Antworten erhofft hat auf die Fragen: Was ist Gothic? Was ist ein Gothic-Lebensstil? Was macht einen Goth aus? den müssen wir leider enttäuschen. Das kann nach wie vor jeder nur für sich selbst beantworten, seine eigene Wahrheit finden und seine eigene „Definition“. Wirklich zu verallgemeinern geht es nach unserer Meinung nicht, auch wenn viele Teilnehmer eine handfeste Vorstellung davon haben, was für sie zu einem düsteren oder Gothic-Lebensstil gehört und auch wenn es in den Beiträgen viele Gemeinsamkeiten gibt. Aber um wirklich eine Essenz herauszupressen, dazu sind die Erkenntnisse in den Beiträgen doch zu unterschiedlich — das trauen wir uns nicht zu.</p>
<p>Sehr hilfreich könnten aber diese beiden grandiosen <strong>Schaubilder zur Debatte „Ist Gothic ein Lebensstil?“</strong> sein, die man – sollte man mal in die Verlegenheit kommen, zu diesem Thema vor geneigtem Publikum zu referieren – ganz ungeniert präsentieren kann. Natürlich mit Verweis auf ihre beiden genialen Erschafferinnen:</p>
<p><a href="../../schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-ist-gothic-dein-lebensstil-asrianerin/">ASRianerin</a> – Das Subkulturen-Dreieck der wechselseitigen Beeinflussung von Einstellung, Gefühl und Stil vom © Forschungszentrum für Gruftologie</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Subkulturdreieck-ASRianerin-300x190.png" rel="shadowbox[sbpost-12794];player=img;" title="Subkulturdreieck-ASRianerin-300x190"><img class="alignnone size-full wp-image-12809" title="Subkulturdreieck-ASRianerin-300x190" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Subkulturdreieck-ASRianerin-300x190.png" alt="Subkulturdreieck-ASRianerin-300x190" width="300" height="190" /></a></p>
<p><a href="http://www.sabrina-kirnapci.com/gothic-friday-september-gastbeitrag-von-grabesmond">Grabesmond</a> – Was Gothic für mich bedeutet</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Schaubild-Gothic-von-Grabesmond.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12794];player=img;" title="Schaubild-Gothic-von-Grabesmond"><img class="alignnone size-medium wp-image-12810" title="Schaubild-Gothic-von-Grabesmond" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Schaubild-Gothic-von-Grabesmond-300x198.jpg" alt="Schaubild-Gothic-von-Grabesmond" width="300" height="198" /></a><br />
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		<title>Gothic Friday: Ist Gothic (D)ein Lebensstil? (ASRianerin)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 14:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ASRianerin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist immer wieder spannend und erfrischend zugleich, wenn Beiträge zum Gothic Friday in meinem dafür eingerichteten Postfach landen. Zum einen das zufriedene Lächeln, weil wieder jemand teilgenommen hat und zum zweiten die aufgerissenen Augen und hochgezogenen Augenbrauen beim Betrachten des Inhalts. Immer wieder schaffen es auch bereits etablierte Teilnehmer, für Überraschungen zu sorgen, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" rel="shadowbox[sbpost-12709];player=img;" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-12635" title="Gothic Friday Gastbeitrag 133x133" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Gothic-Friday-Gastbeitrag-133x133.png" alt="" width="133" height="133" /></a><em>Es ist immer wieder spannend und erfrischend zugleich, wenn Beiträge zum <a href="http://www.spontis.de/gothic-friday/">Gothic Friday</a> in meinem dafür eingerichteten Postfach landen. Zum einen das zufriedene Lächeln, weil wieder jemand teilgenommen hat und zum zweiten die aufgerissenen Augen und hochgezogenen Augenbrauen beim Betrachten des Inhalts. </em></p>
<p><em>Immer wieder schaffen es auch bereits etablierte Teilnehmer, für Überraschungen zu sorgen, so auch ASRianerin, die sich auf pseudowissenschaftliche Pfade begibt, um dem <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/gothic-friday-september-ist-gothic-dein-lebensstil/">September-Thema</a> des Gothic Friday gerecht zu werden. </em><em>Ich habe versucht, alle von ihr vorgegebenen Rahmenbedingungen einzuhalten, habe ein Schaubild wie gewünscht eingefügt und auch für entsprechende Fußnoten gesorgt. </em></p>
<p><em>Ich entlasse den geneigten Leser nun in die kundigen Hände von Frau Doktor ASRianerin vom Forschungszentrum für Gruftologie.<span id="more-12709"></span></em></p>
<h3>Ist Gothic (d)ein Lebensstil?</h3>
<h6>Eine pseudowissenschaftliche Untersuchung, erstellt vom Forschungszentrum für Gruftologie</h6>
<p><strong>Was ist Gothic?</strong></p>
<p>Diese Frage wird nicht nur von Außenstehenden gestellt, denen es schwer fällt eine Intention hinter dem Ganzen zu erkennen, sondern auch von Anhängern der Szene selbst. Aber eine genaue Antwort darauf gibt es nicht. Nichtsdestotrotz versuche ich hier eine Antwort zu geben und zeige euch meine ganz persönliche Ansicht auf.</p>
<p>Als erstes muss ich sagen, gefallen mir die Wörter „Lebensgefühl“, „Lebenseinstellung“ und „Lebensstil“ überhaupt nicht. Darum würde ich über all das „Leben“ weglassen.</p>
<p>Für mich ist es einfach zu weit führend. Auch wenn ich zu denen gehöre, die das Gruftiedasein (laut Aussage einiger anderer) relativ extrem auslebt, so würde ich es niemals gänzlich mit einem umfassenden „Lebensgefühl“ oder Ähnlichem in Verbindung bringen. Für mich persönlich klingt das <em>leicht</em> fanatisch, denn auch wenn man sich in dieser Subkultur wohlfühlt und sich auslebt, so bestimmt sie nicht das ganze Leben. Und das ist auch gut so. Denn es gibt Dinge außerhalb der Subkultur, die Einstellung, Stil und Gefühl beeinflussen. Nur überwiegt (manchmal?) der Einfluss der Subkultur.</p>
<p>Also bleiben nur noch die Worte „Stil“, „Gefühl“ und „Einstellung“ übrig.</p>
<p>Stil ist etwas, was wir nicht nur in Form unserer Kleidung tragen. Es gibt natürlich auch einen bestimmten Musikstil, der essentiell ist. Immerhin hat die Musik alles voran getrieben und sie ist auch heute noch einer der wichtigsten Bestandteile des Ganzen.</p>
<p>Auch Gefühl spielt eine Rolle. Und hier zeigt sich auch, warum das Wort „Lebensgefühl“ für mich zu weit führen würde: Es gibt ja noch andere Dinge, die mit der Subkultur nichts zu tun haben, die Gefühle in mir wecken und <em>„die sich auf den Körper, die Psyche und das Verhalten (…) auswirken“ </em>((Quelle: Aus meinem heißgeliebten Psychologieordner der FOS)). Ich kann allerdings eben so wenig abstreiten, dass beispielsweise die Musik ein positives Gefühl in mir weckt, selbst wenn sie traurig sein sollte. Um es mal mit etwas Kitsch zu würzen: Ein Gefühl des „Angekommen-Seins“.</p>
<p>Ebenso bin ich der Meinung, dass auch Einstellungen zu dem Ganzen gehören. Und zwar aus einem einfachen Grund: Weil wir immer in einem bestimmten Umfeld bestimmte Einstellungen entwickeln. Die (sozialen) Einstellungen sind <em>„erworbene, relativ beständige Bereitschaften auf bestimmte Objekte kognitiv, gefühlsmäßig und verhaltensorientiert zu reagieren.“</em> ((Ref:1)) Die Erworbenheit dieser Einstellungen lassen sich bspw. Mit der Theorie des Modelllernens nach Bandura erklären. Aber das würde jetzt zu weit führen, darum hier nur ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_am_Modell">kleiner Link</a> zur Orientierung.</p>
<p><strong>All” diese Dinge beeinflussen sich gegenseitig</strong></p>
<div id="attachment_12714" class="wp-caption alignright" style="width: 300px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Subkulturdreieck.gif" rel="shadowbox[sbpost-12709];player=img;" title="Subkulturdreieck"><img class="size-medium wp-image-12714" title="Subkulturdreieck" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Subkulturdreieck-300x190.gif" alt="" width="300" height="190" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Das ASRi’sche Subkulutrdreieck der wechselseitigen Beeinflussung © Forschungszentrum für Gruftologie</p></div>
<p>Wenn ich z.B. einen bestimmten Song, einer bestimmten Band höre,dann entsteht darauf hin ein bestimmtes Gefühl (z.B. Wut) welches dann eine bestimmte Einstellung gegenüber einem Objekt zur Ursache hat.</p>
<p>Wenn ich eine bestimmte Einstellung habe (ich lehne z.B. eine bunte Spaßgesellschaft ab), dann hat das Einfluss auf meinen Stil (ich versuche mich durch schwarze Kleidung abzulenken) und das wiederum hat Einfluss auf mein Gefühl (zum Beispiel ein positives, da man sich den Schritt der bewussten Abkehr „gewagt“ hat). Wenn ich ein bestimmtes Gefühl in mir trage (zum Beispiel Melancholie), dann hat auch das Auswirkungen auf meinen Stil (Klischee olé, man schreibt bspw. Ein Gedicht darüber) und das hat dann auch wieder Einfluss auf meine Einstellung gegenüber einem Objekt (hier könnte es zum Beispiel sein, dass ich dadurch erkannt habe, Melancholie anzunehmen, statt sie wegzuschieben).</p>
<p>Das könnte man nun ewig so fortführen. Das ist aber nur ein Teil des ASRi’schen Subkulturendreiecks.</p>
<p>Es kommen auch noch Einflüsse aus dem Individuum selbst hinzu. Wichtig ist hier die subjektive Wahrnehmung (die natürlich auch wieder von äußeren Dingen beeinflusst wird.)</p>
<p>Wenn man eine ablehnende Haltung gegenüber der Gesellschaft hat, dann fühlt man sich nicht in ihr wohl. Aber das ist subjektiv. Denn es gibt Menschen, die kein Probleme damit haben. Genauso ist der Musikgeschmack und der Kleidungsgeschmack rein subjektiv. Und Emotionen ja sowieso.</p>
<p>Diese Dinge werden durch die Musik, die Möglichkeit sich auszuleben und natürlich durch die Szene selbst, also ihrer Mitglieder, beeinflusst oder unterstützt. Von daher gibt es für mich nicht die Frage, ob es ein Lebensstil ist oder nicht. Für mich ist eher die Frage: In welchem Rahmen liegen Stil, Einstellung und Emotion?</p>
<p>Denn dieses Dreieck könnte man ja mit den obigen, schwammigen Erklärungen sicher nicht nur auf Gothic beziehen. Es muss also für jede Subkultur spezifische Dinge in diesen Bereichen geben, die sie ausmachen. Und genau das ist der Knackpunkt. Gefühle sind schwer zu beschreiben, also sind sie eher mäßig geeignet (ich persönlich finde nur, dass es wichtig ist, dass man dieses Gefühl des „Angekommen-Seins“ spürt).</p>
<p>Ich denke aber, dass Stil und Einstellung Dinge beinhalten, mit denen es möglich ist die verschiedenen Kulturen zu unterscheiden, einen Rahmen zu bilden. Bei „Stil“ könnte man sicher viele Dinge zusammentragen, bei denen wir uns einig sind, dass diese Dinge „typisch Goth“ sind. Bei Eintellungen wird es da schwieriger. Ich konnte was das betrifft z.B. entdecken, dass für die Menschen dieser Subkultur Prestige, die man mit überteuerten Gegenständen ausdrückt, völlig ohne Belang ist. Hier ist natürlich meine subjektive Wahrnehmung der „normalen“ Gesellschaft wichtig: Da hatte ich immer den Eindruck, dass es dort sehr wichtig ist ein teures Handy oder Auto zu haben und natürlich auch damit anzugeben. Das ist mir in der Subkultur nie untergekommen. Selbst wenn die Klamotten u.U. teuer sein mögen, so habe ich es noch nie erlebt, dass jemand dadurch im Ansehen gestiegen ist, wenn er sie angezogen hat.</p>
<p>Aber wie gesagt, bei den Einstellungen ist es schwierig zu sagen: “<em>Das ist goth!</em>“ da man hier doch die Einflüsse aus anderen Bereichen spürt.</p>
<p>Mit diesem Rahmen, der beschreibt, welche Einstellung und welcher Stil „goth“ ist, geht es mir auch nicht darum Dogmen zu definieren, an die sich jeder zu halten hat, wenn er mitspielen will. Aber ich denke doch, dass man in der Szene am liebsten unter Seinesgleichen ist. Das bedeutet ja auch nicht, dass alle 1:1 das selbe Denken und mögen müssen, aber dass sie sozusagen eine gleiche Basis haben. Denn ich denke das ist etwas, was uns verbindet aber uns dennoch die Möglichkeit lässt uns zu unterscheiden.<br />
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		<title>Gothic Friday September - Ist Gothic (D)ein Lebensstil?</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 18:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothic Friday]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensstil]]></category>
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		<description><![CDATA[Aber gehören für Euch zum Goth-Sein überhaupt eine besondere Lebenseinstellung, ein anderer Lebensstil und Lebensführung? Manchen von Euch mag die Musik völlig genügen, andere Bereiche des Lebens sind nicht ‚betroffen’. Wieder andere werden sich vielleicht zum ersten Mal fragen: Lebe ich tatsächlich anders als andere? Reflektiert und ergründet euch! Es gilt auch bei diesem Gothic Friday: Jeder spricht für sich und hat für sich recht. Niemand kann und sollte darüber urteilen, ob ihr jetzt Goth genug seid, denn einen Konsenz zum ultimativ-schwarzen Lebensstil gibt es nicht. Wir würden uns auch nicht anmaßen, darüber zu urteilen, denn den ‚Super-Goth’ gibt es bekanntlich nicht. Aber was ist da anders und warum? Wir sind gespannt, ob und welche und wie viele Schnittmengen es da gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-133x133.png" rel="shadowbox[sbpost-12516];player=img;" title="Gothic Friday 133x133"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-full wp-image-8722" title="Gothic Friday 133x133" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/01/Gothic-Friday-133x133.png" alt="Gothic Friday 2011" width="133" height="133" /></a>Da sind wir uns wohl hier (fast) alle einig: Gothic ist mehr als Mode, Fotografiert-Werden, Musik und Party. Aber wie viel mehr? Von vielen kommt als Antwort auf die Frage, was Gothic eigentlich ist, häufig die Aussage: „Ein Lebensstil.“ Manche antworten auch mit „Lebenseinstellung“. Was auch nicht ganz falsch ist, denn <em>„Lebenseinstellung ist (…) im Gegensatz zum </em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensstil"><em>Lebensstil</em></a><em>, der das »Wie« der persönlichen Lebensgestaltung verdeutlicht und damit die materialistische Ausgestaltung näher definiert, das »Weshalb« zu verstehen, welches Antwort auf die Frage gibt, warum wir einen bestimmten Lebensstil leben.“</em> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenseinstellung">http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenseinstellung</a> Der individuelle Lebensstil ist also die Folge der persönlichen Lebenseinstellung. Der Lebensstil ist die Art wie ihr lebt aufgrund der Werte, die ihr im Leben verfolgt und die euch wichtig sind. Er ist so individuell und einmalig wie jeder Mensch selbst und wird sich kaum bei zwei Gothics gleichen, höchstens vielleicht annähern.<span id="more-12516"></span></p>
<p><em>»Mit dem Lebensstil sind Attribute verbunden, die einen Menschen von anderen abgrenzen oder mit anderen verbinden. So kann ein Lebensstil Teil einer Kulturbewegung sein, sogar Ausdruck eines politischen Protests. Er kann aber auch den Genuss und die Lebensfreude verkörpern und dabei unpolitisch sein.« </em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensstil">http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensstil</a></p>
<p>Aber gehören für Euch zum Goth-Sein überhaupt eine besondere Lebenseinstellung, ein anderer Lebensstil und Lebensführung? Manchen von Euch mag die Musik völlig genügen, andere Bereiche des Lebens sind nicht ‚betroffen’. Wieder andere werden sich vielleicht zum ersten Mal fragen: Lebe ich tatsächlich anders als andere? Kann sein, dass es euch noch nie aufgefallen ist, dass ihr dem noch nie eine Bedeutung zugemessen habt, weil ihr „einfach so seid“. Ihr nehmt es nicht mehr wahr, weil es schon in Fleisch und Blut übergegangen ist.</p>
<p>Reflektiert und ergründet euch! Es gilt auch bei diesem Gothic Friday: Jeder spricht für sich und hat für sich recht. Niemand kann und sollte darüber urteilen, ob ihr jetzt Goth genug seid, denn einen Konsenz zum ultimativ-schwarzen Lebensstil gibt es nicht. Wir würden uns auch nicht anmaßen, darüber zu urteilen, denn den ‚Super-Goth’ gibt es bekanntlich nicht. Aber wir können euren bisherigen Kommentaren entnehmen, dass viele doch andere Ansichten und Motivationen haben als Otto Normalbürger, die euren Alltag, die Lebensplanung sowie eure Freizeit bestimmen. Aber was ist da anders und warum? Wir sind gespannt, ob und welche und wie viele Schnittmengen es da gibt.</p>
<p>Ihr merkt schon, diesen Gothic Friday wird es ernst und persönlich. Aber wir wollen etwas mehr Fleisch an den abgelutschten Knochen des Goth-Daseins bringen. Zugleich sollt ihr euch nicht in die Ecke gedrängt fühlen, dass Goth jetzt unbedingt ein Lebensstil für euch sein muss. Dazu habt ihr sicher eine eigene Meinung und könnt aus Erfahrung und/oder der Überlegung heraus Dafür oder Dagegen argumentieren.</p>
<p>Der <a title="Video: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/video-wer-hat-angst-vorm-schwarzen-mann/">letzte Artikel über ein Video zur Gothic-Szene</a> hat es gezeigt: Viele können sich mit dem gezeigten nicht anfreunden, habe eine andere Sichtweise oder Meinung und finden das meiste für sich sowieso absurd. Wir hoffen, ihr nehmt die Energie mit und fasst in Worte, was für euch Gothic nun ausmacht. Es ist leicht zu sagen, was man nicht richtig findet, es ist schwer zu sagen, was man selbst richtig findet. Gerade weil man denkt, auch nicht die richtigen Worte zu finden. Stellt euch der Herausforderung! Es geht nicht um die ultimative Antwort, sondern nur um DEINE Sicht der Dinge. Nur so können die Suchenden nach Antworten finden und vielleicht einmal den nächste Generation von dem verkörpern, was ihr unter Gothic versteht.</p>
<p><strong>Ist Gothic für Dich ein Lebensstil?</strong></p>
<p>JA: Warum, was ist Deine Lebenseinstellung dahinter? Was macht Deinen persönlichen Gothic-Lebensstil aus, wie ist er?</p>
<p>NEIN:  Warum? Dafür wirst Du Deine Gründe haben — erzähle sie uns.</p>
<p>Ihr habt bei dieser sicher nicht einfachen Gothic Friday-Frage aber immerhin einen Vorteil: ihr habt Zeit zum Überlegen! Ihr könnt sie in aller Ruhe und Tiefe angehen. Im Gegensatz zu anderen, die in der Disko das Mikrofon in den Hals gesteckt bekommen um in 3 Sätzen diese doch sehr schwierige Frage zu beantworten.</p>
<p>Macht Euch Gedanken und lasst sie in Worte fließen bis zum 23. September 2011<br />
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		<title>Video: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Con-Club]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn der erste Eindruck tatsächlich der wichtigste sein sollte, dann hat die folgende Darstellung der Gothic-Szene keine Chance ernst genommen zu werden, denn die eröffnet mit O-Tönen überraschter Menschen, die gefragt werden, was Gothic ist. »Ohhh. Dunkle Nacht, Finsterheit, Grusel, Grusel, Grusel!« — »Gothic? Ist das die wuchtige Sängerin, die da so einen bekannten Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Wer-hat-Angst-vorm-schwarzen-Mann.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12468];player=img;" title="Wer hat Angst vorm schwarzen Mann"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12472" title="Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Wer-hat-Angst-vorm-schwarzen-Mann-300x160.jpg" alt="" width="300" height="160" /></a>Wenn der erste Eindruck tatsächlich der wichtigste sein sollte, dann hat die folgende Darstellung der Gothic-Szene keine Chance ernst genommen zu werden, denn die eröffnet mit O-Tönen überraschter Menschen, die gefragt werden, was Gothic ist. »<em>Ohhh. Dunkle Nacht, Finsterheit, Grusel, Grusel, Grusel!</em>« — »<em>Gothic? Ist das die wuchtige Sängerin, die da so einen bekannten Titel herausgebracht hat?</em>« — »<em>Ich kenn ein kleines Küken, dass heißt Gothic…</em>«  Wir betrachten die Dinge aber nicht so oberflächlich und fragen uns:  Ist dieser Anfang nicht vielleicht genau der richtige? Ist diese naive Herangehensweise an eine 30 Jahre lang gewachsene Subkultur nicht unvoreingenommener, als Berichte die nur darauf abzielen ein möglichst breites Publikum durch billige Effekthascherei und einen dramaturgisch ausgefeilten Aufbau anzusprechen? Und wenn ja, warum ist das so?</p>
<p>Das Video beginnt damit festzustellen, wie sich der Bürger von Nebenan diese Subkultur vorstellt, was er davon gehört hat und welche Eindrücke und Worte er damit verbindet. Ein solcher Beginn zeigt, wie das was wir als Lebenseinstellung, Musikrichtung oder Modeerscheinung erleben, von anderen und völlig Unbeteiligten wahrgenommen wird. Was das Video so angenehm macht, ist die Tatsache, dass hier nicht stundenlang im Schnittraum gearbeitet wird, um den Inhalt auf »Boulevard-Niveau« herabzusenken und ihn für ein Publikum aufzubereiten, dass nichts wissen will, sondern einfach nur unterhalten werden möchte. <span id="more-12468"></span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PlLZ-TlJncE">http://www.youtube.com/watch?v=PlLZ-TlJncE</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PlLZ-TlJncE"><img src="http://img.youtube.com/vi/PlLZ-TlJncE/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Okay, den jungen Mann, der seiner Ansicht nach zur Szene dazugehört »<em>Gehörst du dazu? Ja, ich lauf nur jetzt grad” nicht so rum, in meiner Freizeit schon.</em>« lassen wir einfach ein Stückchen mitlaufen, vielleicht möchte er einfach irgendwo dazugehören und wer weiß, vielleicht erkennt er ja den tieferen Pfad dieser Freizeitbeschäftigung. Auch die im folgenden gezeigte Discothek in Gera lassen wir gepflegt außer Acht und spulen schnell vor, damit uns Düster-Techno nicht die Grablichter ausbläst. Die beiden Damen, die als Cybergoth bezeichnet werden erklären das Phänomen ihrer leuchtend bunten Erscheinung so: »<em>Cybergoth sind einfach diese Neongoth, die leuchten auch im Dunkeln (lacht) Das ist einfach, wir verkörpern die Zukunft. Weil es wird irgendwann ein Apokalypse geben und einen dritten Weltkrieg und so werden wir dann alle rumrennen mit Gasmaske, also einfach nur verstrahlt. Wir sind einfach die Zukunft. Wie sind Neon. Wir leuchten!</em>« Klingt also Slogan doch gar nicht so verkehrt: »Wir sind Neon. Wir leuchten.« und erinnert mich stark an: »<em>Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos!</em>«.</p>
<p>Ich denke, dass dieser Bericht auf eine ganz unbekümmerte Art darstellt was Tatsache ist und wie wichtig es geworden ist, einen Anlaufpunkt zu kreieren, an dem potentielle Jung-Goten Antworten auf die Fragen bekommen, die sie beschäftigen. »Das ist nicht mehr meine Szene!« schießt dem ein oder anderen durch den Kopf, vor allem dann, wenn man selbst an einem vielleicht etwas verklärten Blick in die eigenen Vergangenheit festhält. Hätte man mich 1988 gefragt, warum ich Depeche Mode toll finde, ein T-Shirt von The Cure trage und auf schwarzen Halbschuhen mit Stahlkappe durch die Gegend laufe, wären meine Antworten ähnlich plump ausgefallen. Viel schlimmer noch: Als Goth oder eine Szene zugehörig fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, das kam erst viel später, als mir willige Szeneangehörige die Augen öffneten.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=CKxBmS2Uk3w">http://www.youtube.com/watch?v=CKxBmS2Uk3w</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=CKxBmS2Uk3w"><img src="http://img.youtube.com/vi/CKxBmS2Uk3w/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Im zweiten Teil besuchen wir das WGT und begeben uns auf eine illustre Reise der Spontanantworten. »<em>Sie gehören nicht zur Gothic-Szene, wie ich sehe.</em>« — »<em>Neee</em>.« — »<em>Was sagen Sie denn zum Gothic-Festival in Leipzig?</em>« — »<em>Joaaa, gefällt mir sehr gut, ich komm jedes Jahr.</em>« — »<em>Ach, sie sind so ein stiller Teilhaber, ein Zuschauer?</em>« — »<em>Nein. Ich komm einfach gern hier die Leute anschauen.</em>« Wo sollen wir das einordnen? Erinnert mich an die älteren Herren, die mit braunem Hut, hellblauer Jacke und Bundfaltenhose am Rand der Baustelle stehen und den Bauarbeitern beim Baggern zuschauen. Sollte mich irgendwer in 30 Jahren mit schwarzen Klamotten am örtlichen Weiher sehen, wie ich anderen beim Füttern der Tiere zuschaue, steinigt mich, ich habe es verdient.</p>
<p>Bleiben wir bei den Fakten. Der Videobericht bringt ein steifen und recht oberflächlichen Blick auf das, was wir Szene nennen würden, zeichnet sich aber dadurch aus, darzustellen und nicht durch Schnitt, lächerliche Sprecher und stundenlange Nachbearbeitung einen Hauch von Unterhaltung zu erzeugen. Und ohne eine Zielgruppenbewertung vorzunehmen, ich finde, er zeigt uns, woran wir sind. Ob wir wollen oder nicht, so ist das mit »unserer« Szene. Nehmen wir das ein oder andere mit Humor, aber hören wir damit auf, jeden Schwachsinn zu tolerieren der uns zugetragen wird. Und hören wir damit auf, uns in beinahe schon arroganter Art und Weise über den Nachwuchs und seine Auswüchse zu echauffieren ohne etwas dagegen zu unternehmen oder dafür zu tun, dass es besser wird.</p>
<p>(Vielen Dank an Katrin für den Linktipp)<br />
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		<title>Zeit ist käuflich: Die Dr. Martens &quot;Broken In&quot; Kollektion</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 11:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hintergründe]]></category>
		<category><![CDATA[Szene im Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Boots]]></category>
		<category><![CDATA[Broken In]]></category>
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		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[szene]]></category>
		<category><![CDATA[Underground]]></category>

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		<description><![CDATA[Szeneveteranen wissen: Ein Blick auf die Martens verrät etwas über den Erfahrungsschatz des Trägers. Neu, frisch und ungetragen? Nein, so dürfen waschechte Martens einfach nicht aussehen. Leute, die ein solches paar anhaben, werden kritisch beäugt und schnell als Mitläufer oder Modeopfer abgestempelt. Die Laufstege in den Modemetropolen machen es schließlich vor: Ehemalige Arbeiterstiefel sind angesagt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Getragene-Martens.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12411];player=img;" title="Getragene Dr. Martens"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12412" title="Getragene Dr. Martens" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Getragene-Martens-e1314265715684-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a>Szeneveteranen wissen: Ein Blick auf die Martens verrät etwas über den Erfahrungsschatz des Trägers. Neu, frisch und ungetragen? Nein, so dürfen waschechte Martens einfach nicht aussehen. Leute, die ein solches paar anhaben, werden kritisch beäugt und schnell als Mitläufer oder Modeopfer abgestempelt. Die Laufstege in den Modemetropolen machen es schließlich vor: <a title="Rebellion und Mode - Dr. Martens" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/rebellion-und-mode-dr-martens/">Ehemalige Arbeiterstiefel</a> sind angesagt, wer trendy und cool sein möchte, trägt welche, setzt sie noch mit engen Röhrenhosen oder Leggings in Szene und stolziert damit über die 5th Avenue um bei Tiffanys noch Schmuck zu kaufen. Sie versprühen den Hauch Underground den sich die breite Masse wünscht, werden assoziiert mit den 80ern oder einzelnen Musikrichtungen oder Jugendszenen. Martens sind Status-Symbole für ein vermeintliches Zusammengehörigkeitsgefühl. Kernsanierte Altbauwohnungen in angesagten, ehemals verrufenen Stadtteilen können ähnlichen Zwecken dienen.</p>
<p>Menschen, deren Martens so aussehen wie seit Jahren getragen, die verschlissen sind und voller Narben und Abschürfungen, sind Veteranen. »<em>These Boots are made for walking, and that’s just what they’ll do. One of these Days these Boots are gonna walk all over you.</em>« (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=yRkovnss7sg">Videoboots</a>) Was dieses Paar Schuhe alles erlebt haben muss! Wilde Konzerte in viel zu engen Clubs mit Bands, die damals keiner kannte und heute weltberühmt sind. Stundenlange Tanzexzesse in den Dicotheken dieser Welt, von denen die meisten heute geschlossen sind und später zu Legenden wurden. Unzählige Schritte durch ferne Länder und Städte durch Staub, Matsch, Wasser und Schnee. Ja, wer ein solches paar Martens trägt, der hat was zu erzählen, seine Schuhe haben etwas zu erzählen. <span id="more-12411"></span></p>
<p>Getragene Martens muss man sich hart verdienen. Wer cool sein will muss leiden. Wie war das denn damals? Das dicke und unbarmherzige Leder der Schuhe drückte, es zwickte und rieb an den Füßen. Es hinterließ nicht selten märchenhafte <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=29080">Blutspuren</a> in den Strümpfen und brachten weit gereiste Träger an den Rand der Verzweiflung.  Dicke weiße Tennissocken waren nicht etwa ein Modetrend, sondern dienten dem Komfort in neuen Martens. Wer durchhielt, wurde belohnt. Mit einem Schuh, der furchtbar bequem war und durch die Arbeit des Fußes eine nahezu perfekte Passform angenommen hatten. Andere Träger mit der gleichen Größe passten sie häufig nicht. Das Leder war weich und geschmeidig, durchtränkt von Schweiß und dann wieder getrocknet, geputzt und poliert und anschließend wieder versaut. Sie wurde solange getragen, bis das Material aufgab und sich in seine Bestandteile auflöste.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27610604" width="640" height="385" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Glücklicherweise gibt es die findigen Geschäftsleute von Dr. Martens die nun dem Träger die Arbeit abnehmen. Die Modelle der »Broken In« Kollektion werden maschinell verschlissen und in aufwendiger Handarbeit geschmeidig gemacht.  Ein Schuh für Menschen, die erkannt haben, das getragene Martens »echter« sind als neue, die aber zu faul sind, selbst dafür zu sorgen: »<em>The “Broken-In” Collection has been treated to a multi step wearing-in process to give you a head start to this long-standing ritual. Although the boots retain the features of the original 1460 8-eye boot, they have the appearance of being lived-in and loved for years.</em>«</p>
<p>Zeit ist käuflich. Status Symbole sind wichtiger als Inhalte. Was nützt ein getragener »Kult«-Schuh ohne die Geschichten die er zu erzählen hat? Ohne die Erlebnisse die der Träger darin gemacht hat?  Wo sind die Tränen, die auf dem Leder abperlten, wo sind die Brandlöcher und Verfärbungen vom Tanz in verrauchten Discotheken? Wo sind die tiefen Narben von den Schritten die man damit ging? Sicher, für einen Schuh geht diese Geschichte zu weit, es ist und bleibt eben ein Schuh. Erfahrungen können anstrengend sein, Zeit muss dafür verschwendet werden — warum also nicht Schuhe kaufen, die suggerieren, dass man die Erfahrungen bereits gemacht hat? Es ist bequemer. Ein Abbild von dem, was unsere heutige Lebensweise ausmacht.</p>
<p>(Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/joeandsarah/">Divine in the Daily@flickr.com</a> | <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC-by-na</a>)<br />
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