11 Juli

Gothic Friday Juli - Symbol und Sinnbild (Katharina)

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Gothic Friday 2011Im Rah­men des Gothic Fri­day, bin wie­der ein­mal sehr froh, eine treue Lese­rin als Teil­neh­me­rin begrü­ßen zu kön­nen. Mit dem Juli-Thema »Sym­bol und Sinn­bild« traf ich bei Katha­rina, die als Aus­zu­bil­dende des Graveur-Berufs eine über­aus aus­ge­prägte Affi­ni­tät für Sym­bole besitzt, genau ins schwarze — wobei die­ses Wort­spiel schon wie­der mehr­deu­tig zu ver­ste­hen ist, ganz ähnlich wie bei der Sym­bo­lik. Katha­rina nutzte ein paar freie Tage um sich Gedan­ken über das Thema zu machen und schickte mit den Bei­trag und alle dazu­ge­hö­ri­gen Bil­der per E-Mail. Ich habe ledig­lich für die Form und den Ein­bau der Bil­der gesorgt.

Der Gothic-Friday fei­ert im übri­gen Berg­fest und wird bald mit der Ver­lo­sung einen klei­nen Höhe­punkt set­zen. Mit der zwei­ten Jah­res­hälfte beginnt dem­nach auch die Zäh­lung der Lose neu, so dass Katha­rina bei­spiels­weise, die glei­chen Chance wie die ande­ren Teil­neh­mer erhält, die sich hof­fent­lich wie­der aus­dau­ernd und zahl­reich ein­fin­den wer­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Schwarze Symbolik: Die Fledermaus

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Darstellung einer grossen VampirfledermausTiere haben in der Gothic-Szene eine lange Tra­di­tion, die meis­ten davon wer­den als Schmuck in Form von Rin­gen, Anhän­gern, Hals­ket­ten oder Ohr­rin­gen getra­gen und lan­den auch nicht sel­ten als Form von Kör­per­kunst­wer­ken auf der Haut. Dabei han­delt es sich aus­nahms­los um sol­che, »die im Volks­glau­ben auf­grund ihrer Auf­ent­halts­orte, ihrer Farbe, ihres Ver­hal­tens oder ihrer nächt­li­chen Lebens­weise mit Nega­tiv­vor­stel­lun­gen behaf­tet sind, also das Schlechte, das Böse, die Sünde oder den Tod ver­sinn­bild­li­chen.« Tiere, die schon seit je her mit Magie, Hexen, Okkul­tis­mus oder ganz pau­schal dem Bösen in Ver­bin­dung gebracht wer­den sind beson­ders beliebt, Fle­der­mäuse, Eulen, Schlan­gen oder auch Spin­nen. Die Fle­der­maus ist mit Abstand das popu­lärste inner­halb und außer­halb der Szene.

In den frü­hen 80ern öffnete ein legen­dä­rer Club in Lon­don seine Pfor­ten, der Stil– und Sinn­prä­gend für eine ganze Szene wirkte. Das Batcave ver­wen­det dabei in mehr­fa­cher Hin­sicht die Fle­der­maus als Wap­pen­tier, zum einen als Logo, wie auch als Namens­ge­ber — der wohl auch auf die Comic­se­rie Bat­man zurück­zu­füh­ren sein dürfte. Aus den Besu­chern die­ses Club’s wur­den spä­ter die Batca­ver, die dort bevor­zugte Musik nannte man Batcave. Dar­aus resul­tierte im Laufe der 80er ein weit­rei­chende Ver­wen­dung der Fledermaus-Symbolik. Als Sym­bol ziert es zahl­rei­che Mailorder-Versender und Mode­la­bel der Szene (XtraX, Bat Attack) und zieht sich so wie ein roter Fader durch die Anfänge der Szene und ist auch heute noch ebenso prä­sent wie zu Zei­ten des Batcave, der das Sym­bol als ers­tes mit der Szene in Ver­bin­dung brachte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 Oktober

Schwarze Symbolik - Das christliche Kreuz

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Frau vor KreuzDas christ­li­che Kreuz ist ein Sym­bol mit sehr beweg­ter Ver­gan­gen­heit. 431 machte das Kon­zil von Ephe­sos das seit sei­ner Ein­füh­rung ver­brei­tete Sym­bol des Chris­ten­tums zu sei­nem Erken­nungs­zei­chen. Im christ­li­chen Glau­ben ist ein Zei­chen der Iden­ti­fi­zie­rung und steht seit der Kreu­zi­gung Christi als Sym­bol für »das gläu­bige Hin­neh­men von Tod, Lei­den und Opfern«, aber auch für die Erlö­sung und die Hoff­nung auf Hei­lung. Das Kreuz ist ein Sym­bol für den Tod und von ein Fol­ter­in­stru­ment aus der Antike abge­lei­tet, an dem Jesu von Naza­ret auf­ge­hängt wurde, um sei­nen Tod hin­aus­zu­zö­gern. Das wird vor allem auf Kru­zi­fi­xen deut­lich, die den gekreu­zig­ten Chris­tus in »künst­le­ri­scher« Weise darstellen.

Die Beweg­gründe sich mit Kreu­zen zu schmü­cken sind ebenso viel­fäl­tig wie die Ver­wen­dung. Die Gothics tra­gen das christ­li­che Kreuz vor allem als Hals­ket­ten­an­hän­ger, es wird aber auch in Form von Ohr­rin­gen, Pier­cings oder Täto­wie­run­gen ver­wen­det. Die klas­si­sche Tra­ge­form des Kreu­zes ist vor allem seit den frü­hen 80ern popu­lär gewor­den und hat schon zu die­ser Zeit eine viel­schich­tige Bedeu­tung. Für einige war es immer schon der Aus­druck ihres Glau­bens, jedoch las­sen Kreuze im Umkehr­schluss kei­ner­lei Rück­schlüsse auf die reli­giöse Aus­rich­tung des Trä­gers zu. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 April

Leichtfertiger Umgang mit Symbolen rechter Ideologien

Es ist auf Fes­ti­vals und Groß­ver­an­stal­tun­gen der schwar­zen Szene wie bei­spiels­weise dem bevor­ste­hen­den WGT 2010  in Leip­zig immer wie­der eine Ent­de­ckungs­reise. Zwi­schen geschnitz­ten Figu­ren, Stö­cken und Wand­schmuck für den ambi­tio­nier­ten Gothic-Haushalt fin­den sich ver­mut­lich auch unzäh­li­gen Schmuck­stände mit in Sil­ber gegos­se­nen Pen­ta­gram­men, kel­ti­schen Kreu­zen und Dra­chen eben auch Tris­ke­len, Runen und Schwarze Sonnen.

Ich möchte kei­nen, der meint sich der­ar­ti­gen Schmuck um den Hals hän­gen zu müs­sen in eine poli­ti­sche Schub­la­den drän­gen. Die indi­vi­du­elle Aus­drucks­form der eige­nen Per­sön­lich­keit ist viel­fäl­tig und auch mir beson­ders wich­tig. Ein ver­meint­lich Kon­tro­ver­ses Sym­bol auf Tasche oder Jacke oder als Schmuck an Fin­gern oder am Hals reicht nicht für eine Ein­ord­nung der poli­ti­schen Gesin­nung aus. Doch die Nai­vi­tät und Belie­big­keit, mit der einige Leute immer wie­der sol­che Sym­bole ein­set­zen ist erschre­ckend und lässt mich zuwei­len am Ver­stand besag­ter Sze­ne­gän­ger zweifeln.

Die Schwarze Sonne ist ein popu­lä­res Bei­spiel für den leicht­fer­ti­gen Umgang mit Sym­bo­len. Erin­nern wir uns an die Ver­wen­dung der Sonne auf der »Obsor­ge­karte« für das WGT 2009, die beim Grab­stein­schub­ser anschau­lich doku­men­tiert ist. Was ist an der schwar­zen Sonne ver­kehrt?  »Die Schwarze Sonne ist ein Sym­bol aus zwölf in Ring­form gefass­ten gespie­gel­ten Sieg-Runen. Vor­lage für das Sym­bol ist ein ähnli­ches Boden­or­na­ment in Gestalt eines Son­nen­ra­des, das in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus von der SS im Nord­turm der Wewels­burg ein­ge­las­sen wurde« Zur Zeit des drit­ten Rei­ches wurde die­ses Sym­bol nie für offi­zi­elle Pro­pa­ganda ver­wen­det, was den rela­tiv schwa­chen Bekannt­heits­grad zu erklä­ren ver­mag, aber trotz­dem kei­nen Zwei­fel an des­sen Her­kunft offen lässt. Die Nazis selbst erschu­fen das Sym­bol als Zei­chen für ihren Orden der »art­ge­mä­ßen Reli­gion« treuer SS-Anhänger und diente den Mör­dern als Zen­trum für ihre bizar­ren Hul­di­gun­gen der eige­nen Rasse. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 August

Schwarze Symbolik - Ankh

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ankhBeim stö­bern in alten Bil­dern und Arti­keln ist mir die Tage wie­der ein belieb­tes Sym­bol der schwar­zen Szene begeg­net, das es erfor­der­lich machte meine Serie Schwarze Sym­bo­lik fort­zu­füh­ren und dem Ankh, dem ägyp­ti­schen Kreuz einen Arti­kel zu widmen.

Das Kreuz ist eines der ältes­ten Sym­bole der Mensch­heits­ge­schichte. Die ers­ten gezeich­ne­ten Kreuze las­sen sich schon bis in die Stein­zeit zurück­ver­fol­gen. Auch viele der ers­ten gro­ßen Zivi­li­sa­tio­nen ver­wen­den das Kreuz als Sym­bol, die Ägyp­ter sym­bo­li­sie­ren mit ihrem soge­nann­ten Hen­kel­kreuz oder auch Schlei­fen­kreuz den Schlüs­sel des Lebens. Es soll Kraft und Ener­gie geben und gilt als Talis­man für ewige Lebenskraft.

Es gibt alte ägyp­ti­sche Dar­stel­lun­gen, in denen ein Gott das Zei­chen Anch dem Pha­rao als Zei­chen des Lebens über­reicht. Dabei ist das Zei­chen manch­mal in der Nähe der Nase zu fin­den, um eine Ver­bin­dung zwi­schen Leben und Atem dar­zu­stel­len. Als Hie­ro­gly­phe steht das Ankh für das Wort Leben und wird zu die­ser Zeit oft zur Deko­ra­tion von Grä­bern ver­wen­det. Schon die Ägyp­ter selbst häng­ten sich das Sym­bol als Schmuck um den Hals um ihrem Wunsch Aus­druck zu ver­lei­hen, dem Pha­rao mögen Heil und Leben zuteil wer­den.  Und das alles, bevor es über­haupt den christ­li­chen Glau­ben gege­ben hat, der das Kreuz als sol­ches für sich adap­tierte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 März

Schwarze Symbolik - Der Ring der O

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Ring_der_oEines der weni­gen nicht okkul­ten oder mythi­schen Sym­bo­len, die in der Gothic Szene schon seit gerau­mer Zeit Ver­wen­dung fin­den, ist der Ring der O. Damit ist kein Dich­tungs­ring gemeint, son­dern ein Schmuck­stück in Form eines Rin­ges mit einer auf­ge­brach­ten Öse. Und wer hat damit ange­fan­gen? Die wil­den Fran­zo­sen, wer auch sonst. Als die unter dem Pseud­onym Pau­line Réage bekannte Schrift­stel­le­rin Domi­ni­que Aury 1954 ihren Roman Die Geschichte der O ver­öf­fent­lichte, sorgte die­ser für einen faust­di­cken Skan­dal. Denn wie konnte die ver­rückte Fran­zö­sin auch einen der­art anstö­ßi­gen Roman ver­öf­fent­li­chen, bevor Oswald Kolle auch den Rest der Gesell­schaft refor­mierte und für die ver­meint­lich sexu­elle Befrei­ung sorgte. Worum geht’s über­haupt in dem Roman?

Die Geschichte han­delt von einer erfolg­rei­chen Pari­ser Mode­fo­to­gra­fin O, die sich wider­stands­los von ihrem Gelieb­ten René auf das abge­schie­dene Schloss Roissy brin­gen lässt. Dort lässt sich O aus Liebe zu René zu einer per­fek­ten sub­mis­si­ven, einer Skla­vin aus­bil­den. Im Rah­men ihrer Aus­bil­dung wird sie gefes­selt, aus­ge­peitscht, mas­kiert und gelehrt, jeder­zeit und für jeden sexu­ell ver­füg­bar zu sein. O lernt eine gehor­same »Skla­vin« zu sein, den­noch bleibt sie stets selbst­be­wusst und ist sich ihrer Macht über die Män­ner in ihrer Umge­bung im Kla­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 März

Schwarze Symbolik - 666

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The_number_of_the_beast_is_666_Philadelphia,_Rosenbach_Museum_and_LibraryObwohl es nur eine Rei­hen­folge von mathe­ma­ti­schen Zah­len ist, haben eben diese eine beson­dere Bedeu­tung. Der Ursprung der Zahl 666 ist in der Offen­ba­rung des Johan­nes und bezeich­net eine urchrist­li­che Apo­ka­lypse aus dem ers­ten Jahr­hun­dert und wird dort auch Zahl des Tie­res genannt. Von die­sem Zeit­punkt an wird es okkult. Die Chif­frie­rung der Zahl als Namen eines beson­ders bösen Men­schen ist eine beliebte Theo­rie, der nicht nur die Römer, son­dern auch die Hebräer folg­ten.  Im Mit­tel­al­ter spra­chen Pole­mi­ker die Zahl des Tie­res dem Papst und dem damals amtie­ren­den Papst Bene­dikt XI. (1303−1304) zu und wird damit auch zum Sym­bol der Anti­kir­che erklärt. Mar­tin Luther spricht in sei­ner Bibel von 1545 sogar von der 666 jäh­ri­gen Dauer der Papstherrschaft.

Erst­ma­lige Ver­bin­dung mit dem Begriff des Anti­chris­ten bekommt die Zahl im Zusam­men­hang mit dem römi­schen Kai­ser Nero. Eigent­lich sollte Gott nach 42 Mona­ten der Schre­ckens­herr­schaft des Kai­sers kom­men, Nero über­wäl­ti­gen und die Sün­den­stadt Rom durch ein Feuer zer­stö­ren, letzt­end­lich zün­dete Nero seine Stadt wohl sel­ber an und benannte eine Soft­ware für das Bren­nen von Daten­trä­gern.  Für die heu­tige Okkulte Bedeu­tung der Zahl sind viel­fäl­tige Theo­rien ver­ant­wort­lich. Zen­trale Per­son in die­sem Zusam­men­hang stellt wie so oft Aleis­ter Crow­ley dar, der seine Briefe immer mit 666 zu signie­ren pflegte. Den Text eines berühm­ten Wer­kes will er durch Offen­ba­rung emp­fan­gen haben, nach­dem er 1904 im Ägyp­ti­schen Museum in Kairo mit einer Stele beschäf­tigt war, wel­che die Inven­tar­num­mer 666 trug. Seine Werke inspi­rier­ten viele Künst­ler, Musi­ker und Schriftsteller.

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Christ Illu­sion von Slayer

Dar­aus schlie­ßen wir, das 666 die Zahl des Anti­chris­ten ist und damit für das Böse steht. Popu­lär wurde es durch die unzäh­lige Musi­ker, die immer wie­der mit der Zahl ihre Alben schmück­ten. Iron Mai­den ver­öf­fent­lich­ten 1972 1982 ihr legen­dä­res Album The Num­ber of the Beast. Aphrodite´s Child ver­öf­fent­lichte 1972 ein Dop­pel­al­bum mit Musik von Van­ge­lis zur Johan­ne­s­of­fen­ba­rung mit dem Titel 666, die Band HIM ver­öf­fent­lichte eine EP mit dem Titel 666 Ways to Love und spielte das Lied Your Sweet Six Six Six auf ihrem Album Grea­test Love­songs Vol. 666. Am 6. 6. 2006 kam die Sin­gle Cult vom Album Christ Illu­sion der Metal­band Slayer her­aus, auf des­sen Cover ein ver­stüm­mel­ter Jesus Chris­tus mit der Zah­len­folge 666 auf der Brust zu sehen ist. Slip­knot singt in sei­nem Song The Her­etic Anthem (Ket­zer Hymne): »If you´re 555, the I´m 666.« Zuletzt ver­öf­fent­lichte Billy Talent 2007 ein Live­al­bum mit dem Titel 666.

Keith Haring ver­ar­bei­tete die 666 als Kenn­zeich­nung eines gehörn­ten und Welt­zer­stö­ren­den Wesens, das in einer Hand ein Dol­lar­zei­chen und in der ande­ren eine Rakete hält, in einer sei­ner apo­ka­lyp­ti­schen Zeich­nun­gen und bringt das Sym­bol damit in die dar­stel­len­den und moder­nen Künste. Zusätz­li­che Bekannt­heit bei der brei­te­ren Masse fand das Sym­bol als Auf­hän­ger bei vie­len Fil­men, wobei sich die Reihe Das Omen ganz beson­ders damit auseinandersetzt.

Gerade in den Sub­kul­tu­ren des Metal, dem Death Metal und dem Black Metal ist die 666 ein belieb­tes Sym­bol für Täto­wie­run­gen, Anhän­ger und Gür­tel­schnal­len, die wohl dadurch beson­ders Böse wir­ken möch­ten, was aber nicht immer zu gelin­gen scheint. In der Gothic-Szene ist es ver­ein­zelt zu sehen, genießt aber nicht die glei­che Popu­la­ri­tät wie in den ande­ren Berei­chen der schwar­zen Szene.

Über­ar­bei­tung (01.07.2010): Fal­sche Jah­res­zahl kor­ri­giert. Das Album The Num­ber of the Beast erschien erst 1982 nicht 1972, da gab es Iron Mai­den noch nicht mal.

(Bil­de­quel­len: Wiki­pe­dia, Ama­zon)

2 März

Schwarze Symbolik - Thors Hammer

Kategorie: Hintergründe5 Kommentare

Mjollnir

Die beiden Zwerge Sindri und Brokk schmiedeten der Legende nach einen Hammer aus Uru-Erz für den Gott Thor, den Mjölnir. Er verfehlt niemals das Ziel und kehrt immer wieder zurück zum Werfer, dummerweise stach die böse Loki in Gestalt einer Fliege den einen Zwerg beim Schmieden ins Auge, so dass der Schaft des Hammers zu kurz geriet. Jetzt kommt der Riese Thrym und klaut den Hammer um die Göttin Freyja als Braut zu bekommen. Thor ist natürlich stinksauer und schleicht sich zusammen mit Loki in Frauenkleidern beim Riesen ein und klaut den Hammer wieder zurück. Um herauszufinden ob der Hammer noch funktioniert, tötet Thor gleich mal den diebischen Riesen. Soweit die Legende.

Thorshämmer als Grabbeigabe kennt man aus dem 9. und 10. Jahrhundert aus Skandinavien und Island, wo sie hauptsächlich bei weiblichen Leichnamen gefunden wurden und damit eher auf eine Verwendung als Fruchtbarkeitssymbol oder als Geschenk zu einer geschlossene Ehre gelten. Den Hammer als eine Reaktion auf den sich zu dieser Zeit ausbreitenden christlichen Glauben zu sehen, ist umstritten.

Heute verwendet man den Hammer als positives Symbol für innere Stärke und Tatkraft, sowie der Verbundenheit untereinander. Den Einzug in die schwarze Szene fand das Symbol seit je her bei Rockern und Bikern und durch die Popularisierung der mittelalterlichen Veranstaltungen.  Zahlreiche Menschen in Skandinavien tragen den Hammer des Thor als Verbundenheit zu ihrem Land und seiner Geschichte und haben dort selten religiösen, ideologischen oder politischen Inhalt.

Rechtes Symbol?

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Wie auch bei vie­len ande­ren Sym­bo­len der Gothic­szene und der schwar­zen Szene im all­ge­mei­nen ist die Nähe zu rech­ten Sym­bo­len mal wie­der nicht weit. Nach­dem viele klas­si­schen Sym­bole der Nazi­zeit ver­bo­ten wur­den ent­deck­ten die Nazis die ger­ma­ni­schen Sym­bole für sich. So ist auch Thors Ham­mer immer wie­der als Sym­bol der rech­ten Szene anzu­tref­fen, sei es auf Plat­ten­co­vern, Fan­zines oder Pro­pa­gan­da­ma­te­rial und gilt als Sym­bol der Rei­ni­gung des deut­schen Vol­kes. Von dort war es kein wei­ter weg mehr auf die Lis­ten, die es als rech­tes Sym­bol kenn­zeich­nen. So ist es nicht wei­ter ver­wun­der­lich, das halb oder schlecht infor­mierte Mit­men­schen immer wie­der daran Anstoß neh­men und dem Trä­ger eine braune Gesin­nung vor­wer­fen. Ein unmit­tel­ba­rer Bezug zur NS-Zeit fehlt jedoch, es wurde nie als offi­zi­el­les Zei­chen der NS-Regierung oder irgend­ei­nes Orga­nes missbraucht.

Als ein­zi­ger ver­wend­ba­rer Bezug gilt der Künst­ler­name Mjöl­nir des Reichs­be­auf­trag­ten für künst­le­ri­sche Form­ge­bung Hans Her­bert Schwei­zer, eines bekann­ten Gra­fi­kers des drit­ten Rei­ches. Die­ser Zusam­men­hang erscheint mir aber viel zu weit her­ge­holt und reicht sicher­lich nicht für eine fun­dierte Argumentation.

(Bil­der­quelle: Wiki­pe­dia)

1 März

Schwarze Symbolik - Horusauge

706px-Eye_of_Horus.svgNach­dem ich Thors Ham­mer aus der ger­ma­ni­schen Mytho­lo­gie kurz ange­spro­chen hatte, schwenke ich nun zur ägyp­ti­schen Mytho­lo­gie, die man sehr viel ent­spann­ter betrach­ten kann, denn Zusam­men­hänge mit der Neonazi-Szene sind glück­li­cher­weise keine vorhanden.

Der Mythos besagt, das der Gott Seth dem Fal­ken­gott Horus im Kampf um den Thron das linke Auge aus­ge­ris­sen hat, nach­dem der sei­nen Vater Osi­ris getö­tet und zer­stü­ckelt hat. Thot, der weise Mond­gott brachte es gedul­dig wie­der in Ord­nung und heilte es. Als mehr­deu­ti­ges Sym­bol ist es also bezeich­nend für die wie­der­er­langte Unver­sehrt­heit. In der Astro­no­mie spricht man vom Mondauge, das sich auf die zuneh­mende Voll­en­dung der Mond­scheibe bezieht. Es ist ein belieb­tes Schutz­sym­bol und soll vor Unfäl­len und bösen Bli­cken schüt­zen, außer­dem ver­spricht es Har­mo­nie und Kraft. Die Ägyp­ter lie­ben die­ses Sym­bol und ver­zie­ren damit alle mög­li­chen Dinge um den Besit­zer die­ser Dinge das selbe Schick­sal wie Horus selbst zu erspa­ren. In der Ideo­lo­gie des pha­rao­ni­schen König­tums stellt es die ewige Erneue­rung des gött­li­chen König­tums von König zu König dar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »