21 Juni

Der längste Tag des Jahres: Mittsommer

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

MittsommerWenn man aus dem Fens­ter schaut, glaubt man nicht an den Ein­zug des Som­mers. Dabei sind wir — rein astro­no­misch gese­hen — schon auf sei­nem Höhe­punkt. Der 21. Juni ist der längste Tag und folg­lich die kür­zeste Nacht des Jah­res. Obwohl nun alles blüht und in grü­ner Pracht erstrahlt, wer­den die Tage fortan kür­zer. Frü­her glaubte man, dass die Natur in der Mitt­som­mer­nacht magisch sei. Elfen tanz­ten zur Musik und grum­me­lige Trolle stan­den hin­ter den Bäu­men. Es hieß, dass der Mor­gen­tau kranke Tiere und Men­schen hei­len konnte. Drui­den sam­mel­ten den Tau des Mitt­som­mer­mor­gens in klei­nen Fla­schen und Gefä­ßen. Die­ser wurde dann auch zum Backen benutzt. Das Brot wurde beson­ders lecker und die Bröt­chen beson­ders groß, so der Glaube.

Gerade in skan­di­na­vi­schen Län­dern zele­briert man die­sen Tag ganz beson­ders. Nach Weih­nach­ten ist es in Schwe­den bei­spiels­weise das größte Fest. Eine über­be­wer­tete Möbel­haus­kette aus Schwe­den macht damit ja auch bei uns Wer­bung, was eigent­lich para­dox ist, denn die meis­ten Sachen kom­men ja sowieso aus China und da ist der 21. Juni kein Grund zum Feiern.

Mitt­som­mer ist übri­gens Gruftie-Trauertag, denn die Nacht ist - wie ein­gangs erwähnt - beson­ders kurz und damit ist die Zeit des geschütz­ten Rück­zugs beson­ders kurz. Wenn Gruf­ties Trauer tra­gen, lau­fen sie aus­nahms­weise ganz in Schwarz herum, denn die Welt um sie herum ist schreck­lich bunt an die­sem Tag. Selbst Google sollte man heute mei­den, denn das »Doodle« des heu­ti­gen Tages birgt Gefah­ren sofor­ti­ger Ver­blen­dung der emp­find­li­chen Augen der Nacht. Idea­ler­weise bleibt man zu Hause, legt sich in sei­nen Sarg und schließt den Deckel. Längs­ter Som­mer­tag. Wie  schrecklich.

Wenn schon, dann bitte nach Sto­ne­henge. Da tref­fen sich auch heute wie­der selbst­er­nannte Drui­den, Hei­den, Hexen, Wicca-Anhänger und New Age Lieb­ha­ber, um dar­auf zu war­ten, ob etwas pas­siert und um merk­wür­dige Rituale zu fei­ern. Denn die wirk­lich Ver­rück­ten sind ganz woan­ders: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 Juli

Trent Reznor im Interview mit Tony Hawk

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Neu­ig­kei­ten von Trent Rez­nor aus sei­nem eige­nen Stu­dio, das allein vom Ambi­ente her schon ziem­lich Trent Rez­nor ist. Der Inter­view­part­ner und Skate­board Legende Tony Hawk passt mit zwar nicht wirk­lich, aber den kann man ja vor dem geis­ti­gen Augen aus­blen­den. Zun­kunft, Gegen­wart, Ver­gan­gen­heit? Hört sel­ber rein. Die neu­este Band vom mitt­ler­weile ver­ge­be­nen Front­mann der NIN nennt sich How to Des­troy Angels, die er zusam­men mit sei­ner Frau und Atti­cus Ross gegrün­det hat. Jüngst ver­öf­fent­lich­ten die ihre EP The Space in Bet­ween, von der man auch eine Kost­probe bei YouTube bewun­dern kann. Die gibt es übri­gens im freien Tausch gegen die eigene E-Mail Adresse auch kos­ten­los zum her­un­ter­la­den, ein­fach mal auf der Home­page nachschauen.

(via Kraft­fut­ter­mi­sch­werk)


21 Oktober

Kinotipp: Verblendung

verblendungObwohl ich Sonn­tag Abend alles andere als moti­viert gewe­sen bin, habe ich mich doch ent­schlos­sen mich auf­zu­raf­fen und dem Kino einen Besuch abzu­stat­ten. Der Film Ver­blen­dung hatte für inter­na­tio­nale Schlag­zeile gesorgt, da er ja auf einem Best­sel­ler Roman von Stieg Lars­son basiert, der es damit 2008 bis zum bes­ten Buch Euro­pas schaffte. Obwohl man sich immer dar­über strei­tet was bes­ser ist, das Buch oder seine fil­mi­sche Umset­zung, fand ich die Idee mich ein­fach mal berie­seln zu las­sen mehr als prickelnd.

Von der Skep­sis zu Beginn mei­nes Besuchs ist nicht viel geblie­ben, zurück bleibt Begeis­te­rung für span­nen­des und inter­es­san­tes Kino aus Schwe­den. Kin­der, ich bin begeis­tert! Zum einen, weil mal wie­der deut­lich wird, das Schau­spie­ler von inter­na­tio­na­lem Ruhm noch lange kein Garant für gutes Kino sind und zum zwei­ten, das man es in Schwe­den so gekonnt ver­steht einen düs­te­ren und dunk­len Krimi wie einen Thril­ler in Szene zu set­zen. Habe ich bis jetzt an Schwe­den gedacht, so meist an leuch­tende und bunte Far­ben und viel blonde Men­schen. Auch mein Besuch in Stock­holm 2008 wird durch die­sen Film in einem ganz ande­ren Licht erleuch­tet. Doch lang­sam, eins nach dem ande­ren. Ich zitiere die Kurz­be­schrei­bung des Films, damit sich auch der Nicht-Wissende erleuch­tet fühlt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 August

Tellerrandreisen - Stockholm

Stockholm - SeenlandschaftSchwe­den ist nicht gerade als Bevöl­ke­rungs­reichs­tes Land Euro­pas bekannt, somit ist auch nicht ver­wun­der­lich dass die Haupt­stadt nur etwa 800.000 Ein­woh­ner zählt. So war ich dann aber auch mehr als ver­wun­dert, was in Stock­holm so los ist, denn die gefühlte Ein­woh­ner­zahl lag auf jeden Fall deut­lich höher und so ziem­lich jeder Schwede den ich mir vor­stel­len kann, hat sich dort aufgehalten.

Auf der Suche neben dem Main­stream gibt es auch in Schwe­dens Haupt­stadt eini­ges zu ent­de­cken, es lohnt sich aber auch durch­aus ein wenig mit dem Strom zu schwim­men und die ein oder andere Sehens­wür­dig­keit in Augen­schein zu nehmen.

Es ist durch­aus mög­lich die ein­zel­nen Inseln der Stadt in The­men­be­rei­che ein­zu­sor­tie­ren. So fin­det man in Gamla Stan, der Alt­stadt von Stock­holm viele alte Gebäude. In Öster­malm wohnt die High Society in IKEA gestähl­ten Alt­bau­ten, Djur­gär­den ist die Ver­gnü­gungs­in­sel, auf dem man neben einem aus­ge­deh­ten Spa­zier­gang auch eine Frei­zeit­park und viele ande­ren Sehens­wür­dig­kei­ten fin­det. Söder­malm ist der junge Stadt­teil, der auf einer Anhöhe gele­gen eine wahre Fund­grube für Kurio­si­tät und Alter­na­ti­ves bie­tet. Lang­hol­men, die alte Gefäng­nis­in­sel beher­bergt ein Hotel im Gefäng­nis, oder bes­ser ein Gefäng­nis im Hotel und bie­tet schwe­di­sche Gar­di­nen für Ein­stei­ger, lei­der war der Schup­pen bereits aus­ge­bucht, so dass wir auf eine andere Behau­sung aus­wei­chen muss­ten. Haga­par­ken ist der Hyde­park der Stock­hol­mer und bie­tet viel Raum für Ent­span­nung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »