11 November

Der mit dem halben Mantel: Martin von Tours

Kategorie: Hintergründe3 Kommentare

Sankt Martin 2010Der 11.11. eines jeden Jah­res ist für Kin­der in Deutsch­land ein ganz beson­de­res Ereig­nis, die hier fei­ert man den Sankt Mar­tins­tag, an dem sin­gende Kin­der einem in römi­scher Uni­form geklei­de­ten Men­schen auf einem Pferd fol­gen und dabei ein meist selbst­ge­bas­telte Laterne vor sich her tra­gen. Und auch ich liebte die­ser Tra­di­tion, die ich bei ande­rer Gele­gen­heit salopp als Gegen­stück zu Hal­lo­ween bezeich­nete. Doch ganz so ein­fach ist es dann doch nicht. Immer­hin ist das ein schö­ner Brauch den ich als Kind selbst mit­machte und auch heute noch sehr schätze, unab­hän­gig von sei­nem christ­li­chen Kontext.

Die­ser Mar­tin von Tours (lat. Mar­ti­nus) wurde 316 n. Chr. in Pan­no­nien, dem heu­ti­gen Ungarn, gebo­ren und wuchs als Sohn eines römi­schen Offi­ziers in Pavia, Ita­lien auf. Mit 15 wurde er Sol­dat und machte schon bald Kar­riere als Offi­zier. Immer schon war Mar­tin sehr hilfs­be­reit bekannt. Als er an einem kal­ten Win­ter­tag mit sei­nem Pferd an einem hun­gern­den und frie­ren­den Bett­ler vor­bei rei­tet, teilt er sei­nen wei­ten Man­tel mit sei­nem Schwert und schenkt dem Bett­ler die eine Hälfte. In der fol­gen­den Nacht erschien ihm der Bett­ler dann wie­der in einem Traum und gab sich als Jesus Chris­tus zu erken­nen. Raf­fi­niert, nicht wahr? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 November

Vom Hoppeditz und anderen Traditionen

Hop­pe­ditz Denk­mal Karlsplatz

Der 11. Novem­ber ist ein ereig­nis­rei­cher und sehr rhei­ni­scher Tag. Es gibt kaum einen Tag an dem so viele Tra­di­tio­nen und Gebräu­che, Wör­ter und Begriffe benutzt wer­den wie an die­sem Tag. Übri­gens erschien am 11. Novem­ber 1954 der zweite Teil der Herr der Ringe Tri­lo­gie von Tol­kien und die ehe­ma­li­gen Alli­ier­ten fei­ern den Vete­rans Day, Wiki­pe­dia ist schon ganz schön informativ.

Der Hop­pe­ditz, wird jedes Jahr mit dem Beginn der Kar­ne­vals­ses­sion, dem 11. Novem­ber um 11:11 zum Leben erweckt. Vom Pferd des Rei­ter­stand­bil­des von Jan Wel­lem auf dem Düs­sel­dor­fer Markt­platz hält er seine lus­tige und bis­sige Eröff­nungs­rede und läu­tet damit die neue Kar­ne­vals­ses­sion ein. Der Erz­schelm war ver­wandt mit Till Eulen­spie­gel und Nach­fahre des Hof­nar­ren. Auf jeden Fall war er vor­her schon in der rhei­ni­schen Fast­nacht bekannt als Hans­wurst. Er genoß in Düs­sel­dorf so hohes Anse­hen, daß ihm 1841 auf dem Karl­platz sogar ein Denk­mal gesetzt wurde, dort blieb es aller­dings nur bis 1860.

Kar­ne­val. In die­ser Zeit mutiert man vom Bröck­chen der Sub­kul­tur zum aner­kann­ten Mit­glied der Gesell­schaft weil viele Mit­men­schen den Gruf­tie oder den Punk als Trä­ger eines Kos­tü­mes sehen. »Guck mal, der hat sich als Pun­ker ver­klei­det!« Doch bevor sich der gemeine Bür­ger ans Aus­trei­ben des Win­ters begibt, muss die­ser erst­mal begin­nen und der Brei aus christ­li­chen Fei­er­ta­gen und Absatz­ori­en­tier­ter Gewinn­erzie­lung durch­lau­fen wer­den, der nicht etwa in einem besinn­li­chen Weih­nachts­fest endet, son­dern viel zu oft in einem Kos­um­rausch. Kin­der war­ten auf den Weih­nachts­mann nicht auf´s Christ­kind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »