13 Oktober

Archiv der Jugendkulturen - Keine Hilfe durch Politik und Staat

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Archiv der JugendkulturenÜber 50.000€ sind mitt­ler­weile für die Ret­tung des Archivs der Jugend­kul­tu­ren zusam­men­ge­kom­men, doch die Zeit wird knapp. Berück­sich­tigt man die Spen­den­ent­wick­lung seit dem Start der Aktion, so lässt sich abse­hen, das am Ende noch etwa 35.000€ feh­len wer­den. Wie wich­tig das Archiv war, ist und sein wird, zeigt auch die aktu­elle Ent­wick­lung um die Depu­bli­zie­rung der Inhalte öffentlich-rechtlicher Medi­en­an­stal­ten. Das Archiv sam­melt seit Jah­ren Mate­rial aus und über Jugend­kul­tu­ren und hat einen Quel­len­fun­dus auf­ge­baut, der sei­nes­glei­chen sucht. Neu­lich dis­ku­tierte ich mit jeman­den über das Archiv:

Warum muss das Archiv eigent­lich durch Spen­den am Leben erhal­ten wer­den, ist es nicht Auf­gabe der Poli­tik und des Lan­des hier hel­fend ein­zu­grei­fen? Hat das Archiv über­haupt schon ver­sucht eine staat­li­che För­de­rung zu erhal­ten und was sagen die Politiker?

Ja, mei­ner Mei­nung nach ist es Auf­gabe der Poli­tik, kul­tu­rell wert­volle Ange­bote, die der All­ge­mein­heit dien­lich sind und die sich bereits eta­bliert haben finan­zi­ell zu unter­stüt­zen. Um die zweite Frage zu beant­wor­ten, habe ich mich den Ant­wort­brie­fen bedient, die das Archiv der Jugend­kul­tu­ren auf seine Home­page ver­öf­fent­licht hat und die eine mei­ner Mei­nung nach die Hilf­lo­sig­keit und den Unwil­len staat­li­cher Behör­den am bes­ten dokumentieren.

Im August schrieb Klaus Farin an den Bür­ger­meis­ter der Stadt Ber­lin, in dem er um die Unter­stüt­zung des Archivs der Jugend­kul­tu­ren ersucht. Ant­wort erhält er von der Senats­kanz­lei und der Abtei­lung Kul­tu­relle Ange­le­gen­hei­ten die den Wert des Archivs zu schät­zen weiß: »Das von Ihnen ins Leben geru­fene und gepflegte Archiv der Jugend­kul­tu­ren ist eine bemer­kens­werte Ein­rich­tung und leis­tet einen wich­tige Bei­trag zu wis­sen­schaft­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Thema Jugend­kul­tu­ren.« Doch lei­der sieht man sich nicht in der Lage, eine Unter­stüt­zung anzu­bie­ten, weil das Archiv in den Augen der Kanz­lei nicht als kul­tu­relle Ein­rich­tung gilt: »Zu den Auf­ga­ben der Abtei­lung (…) gehö­ren jedoch die För­de­rung und Betreu­ung kul­tu­rel­ler Ein­rich­tung (…) Vor die­sem Hin­ter­grund wäre eine Unter­stüt­zung des Archivs der Jugend­kul­tu­ren (…) grund­sätz­lich nicht mög­lich.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 September

Tag der offenen Tür beim Archiv der Jugendkulturen am 25. September

Tag der offe­nen Tür? Eigent­lich ist beim Archiv der Jugend­kul­tu­ren immer Tag der offe­nen Tür, denn wäh­rend der Öffnungs­zei­ten ist jeder ein­ge­la­den vor­bei zuschauen, aber man nennt es eben so, wenn jemand die Öffent­lich­keit dazu ein­lädt, etwas neues und unbe­kann­tes ken­nen­zu­ler­nen. Am 25. Sep­tem­ber ver­an­stal­tet das Archiv der Jugend­kul­tu­ren unter dem Motto »Eine Zukunft fürs Archiv«  jedoch einen klas­si­schen Tag der offe­nen Tür, der der Öffent­lich­keit noch­mals in geball­ter Form zei­gen soll, was mit dem Archiv ver­lo­ren gehen kann. Auf dem dazu gehö­ri­gen Informations-Flyer heißt es:

»Anläss­lich der dro­hen­den Schlie­ßung unse­rer Insti­tu­tion zum 31.10.2010 ver­an­stal­ten wir am 25. Sep­tem­ber 2010 von 12.00 — 21.00 einen Tag der offe­nen Tür! Wir möch­ten die Öffent­lich­keit noch ein­mal an unse­rer Arbeit teil­ha­ben las­sen und zei­gen, was ver­lo­ren geht, wenn es kein Archiv der Jugend­kul­tu­ren mehr geben sollte. Viel­leicht gelingt es uns aber doch noch, durch die Erlöse des Tages dem Ziel einer Stif­tungs­grün­dung näher zu kom­men und das Archiv zu ret­ten. Kommt vorbei!

Was wird geboten?

Kos­ten­lose Schnup­per­work­shops (u.a. Rap­pen, Tan­zen, Hardcore-Gesangstraining), Show-Sprayen, Street-Art-Spaziergang durch Kreuz­berg, Vor­träge über die unter­schied­li­chen Arbeits­be­rei­che des Archivs, Füh­run­gen durch die Archiv-Räumlichkeiten und die Aus­stel­lung »Hei­mat«, Floh­markt mit 800 CDs, 1.300 Büchern und ande­ren Objek­ten aus der Archiv-Sammlung, Kon­zert mit dem israe­li­schen Punkrock-Duo »Next Attack« und den legen­dä­ren Ber­li­ner Rotz­gö­ren »The Statt Matrat­zen« und vie­les mehr. Für ein gro­ßes Ange­bot an Spei­sen und Geträn­ken ist selbst­ver­ständ­lich auch gesorgt.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juli

Archiv der Jugendkulturen - Jetzt retten!

Kategorie: Ansichtssache17 Kommentare

Mehr­fach hatte ich schon über das Archivs der Jugend­kul­tu­ren geschrie­ben und auch aus mei­ner Mit­glied­schaft kei­nen Hehl gemacht. Doch so spie­ßig der Name auch klingt, umso wich­ti­ger ist seine Auf­gabe. Es sam­melt Wis­sen und Infor­ma­tio­nen über Jugend­kul­tu­ren und Sze­nen, enga­giert sich in Auf­klä­rung und Ver­mitt­lung, forscht sel­ber auf neuen und unbe­kann­ten Gebie­ten und hat sich in den letz­ten Jah­ren auch mit zahl­rei­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen einen Namen gemacht. Das Archiv ist in Europa eine ein­zig­ar­tige Ein­rich­tung. die Arbeit mehr­fach aus­ge­zeich­net und die Biblio­thek ein­zig­ar­tig. Dar­über hin­aus bemüht man sich mit dem Pro­jekt Cul­ture on the Road das Wis­sen in die Repu­blik zu tra­gen. Und jetzt, nach 12 Jah­ren Arbeit steht es kurz vor dem Aus. Den gan­zen Arti­kel lesen… »