25 Oktober

Aufhören, wenn es am schönsten ist

545px-Elke_Heidenreich_MainzEigent­lich nur eine Frage der Zeit bis das ZDF rea­gierte und Elke Hei­den­reich frist­los kün­digte. Wie der Sen­der am Don­ners­tag bekannt gab, wer­den die geplan­ten Aus­ga­ben ihrer Sen­dung »Lesen!« nicht mehr pro­du­ziert. Hei­den­reich hatte den Sen­der öffent­lich belei­digt und Tho­mas Gott­schalk in einer Aus­gabe der BUNTE als »müden alten Mann« bezeich­net (Quelle). Offen­bar ist sie nei­disch, dass sie nicht die Lau­da­tio für Reich-Ranicki hal­ten durfte. Wer mit dem Feuer spielt, ver­brennt sich auch, denn wer den Mund so voll nimmt wie Frau Hei­den­reich darf sich nicht wun­dern, wenn die logi­schen Kon­se­quen­zen folgen.

Viel Schlim­mer ist Bet­te­lei der Ver­lage, Hei­den­reich mit Ihrer Sen­dung wie­der ins Pro­gramm zu neh­men. Mei­ner Mei­nung nach nicht aus Mit­leid son­dern aus Angst um die Umsätze, die Hei­den­reich ihnen durch ihre Wer­bung beschert hat. Die deut­schen Best­sel­ler­lis­ten bestan­den ja nur noch aus von Lesen! vor­ge­stellte Bücher, wenn man von Feucht­ge­biete ein­mal absieht.

Das ZDF arbei­tet jeden­falls an neuen Kon­zep­ten und das ist auch gut so. Es kann doch nicht sein, das sich die deut­sche Lite­ra­tur nur um diese arme alte Frau dreht. Viel­leicht ist das auch eis­kal­tes Kal­kül um den eige­nen Namen wie­der ins Gespräch zu brin­gen und zu pola­ri­sie­ren. Wie dem auch sei, ich bin zuver­sicht­lich das es neue Sen­dun­gen geben wird, die die deut­sche Lite­ra­tur wie­der popu­lär machen, viel­leicht macht das ja auch mal jemand der nicht die 60 hin­ter sich gelas­sen hat und wie­der ein biss­chen mehr Sprit­zig­keit in ver­staubte Rezen­sio­nen bringt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 Oktober

Von Querdenkern und Trittbrettfahrern

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Eigent­lich hatte ich Herrn Mar­cel Reich-Ranicki für einen unsym­pa­thi­schen, alten und gebrech­li­chen Quer­den­ker gehal­ten. Das stimmt auch, nur unsym­pa­thisch ist er mir nicht mehr. Was der 88jährige auf der gest­ri­gen Ver­lei­hung des deut­schen Fern­seh­prei­ses, auf der er eigent­lich für sein Lebens­werk geehrt wer­den sollte über die deut­sche Fern­seh­land­schaft vom Sta­pel gelas­sen hat, sorgt auch heute noch für Nach­be­ben bei allen Fern­seh­sen­dern. Das Land ist gespal­ten. Wäh­rend sich die einen auf­re­gen, freuen sich die ande­ren über die Offen­heit und Direkt­heit. Jeder, der noch nicht weiß, worum es geht, möge sich die­ses hier auf Youtube anschauen: Den gan­zen Arti­kel lesen… »