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	<title>Spontis &#187; presse</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Pressespiegel aus 20 Jahren Wave-Gotik-Treffen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 21:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[WGT]]></category>

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		<description><![CDATA[Für das Pfingstgeflüster zum Wave-Gotik-Treffen 2011 wurde mir eine besondere Ehre zuteil. Ich sollte einen Artikel mit dem Rückblick auf 20 Jahre WGT schreiben, aus Sicht der Presse. Diese nicht allzu leichte Aufgabe stellte mich vor einen Haufen Recherche-Arbeit, die mir dank des Archivs der Jugendkulturen und der akribischen Vorbereitung des Herausgebers des Pfingstgeflüsters, Marcus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/presseschau-20-jahre-wgt.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="presseschau-20-jahre-wgt"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13522" title="presseschau-20-jahre-wgt" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/presseschau-20-jahre-wgt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Für das <a href="http://pfingstgefluester.de/">Pfingstgeflüster</a> zum Wave-Gotik-Treffen 2011 wurde mir eine besondere Ehre zuteil. Ich sollte einen Artikel mit dem Rückblick auf 20 Jahre WGT schreiben, aus Sicht der Presse. Diese nicht allzu leichte Aufgabe stellte mich vor einen Haufen Recherche-Arbeit, die mir dank des <a title="Archiv der Jugendkulturen" href="http://www.jugendkulturen.de/">Archivs der Jugendkulturen</a> und der akribischen Vorbereitung des Herausgebers des Pfingstgeflüsters, Marcus Rietzsch, erleichtert wurde. Die Auswahl der Zitate war damit aber noch nicht getroffen, es war eindrucksvoll, wie man ein und das selbe Ereignis für sich vereinnahmte und das herauspickte, was der Leser vermeintlich lesen wollte.</p>
<p>Zu Start eines neuen WGT Jahres, das vom 25.5. bis zum 28.5.2012 seinen Höhepunkt feiert, möchte ich euch den Artikel in voller Länge präsentieren. Zum schmökern, lesen und staunen. Als Appetithappen für die Zweifler, als Bestätigung für die Entschlossenen und als Balsam für die Süchtigen.<br />
Ich möchte euch auch das Pfingstgeflüster selbst, dass ich bereits in <a title="Pfingstgeflüster 2011: Weißt du noch, auf dem WGT?" href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/pfingstgefluster-2011-weist-du-noch-auf-dem-wgt/">diesem</a> und <a title="Rezension: Pfingstgeflüster - Wave Gotik Treffen 2011" href="http://www.spontis.de/auseinandergesetzt/druckerschwarze/rezension-pfingstgefluster-wave-gotik-treffen-2011/">diesem</a> Artikel ausführlich beschrieben habe, ans Herz legen. Als angenehmen und gelungenen Rückblick auf ein Jubiläum und als Aussicht auf das Kommende ziert es jede Sammlung. Das 92-seitige Meisterwerk erhaltet ihr zum Preis von 8,90€ im <a href="http://pfingstgefluester.de/ausgaben.php">Shop der Pfingsgeflüster-Seite</a>. Ich würde mich über zahlreiche Kommentare zum Thema freuen, denn letztendlich ist es Interpretaionssache, wie man die Zitate deutet.<span id="more-10473"></span></p>
<h3>20 Jahre Wave-Gotik-Treffen</h3>
<p>Zum 20. Mal seit 1992 versammelte sich nicht nur die schwarze Szene in Leipzig, sondern auch Berichterstatter, Kamerateams und Fotografen, um Magazine, Zeitungen, Nachrichtensendungen und Reportagen mit Inhalt zu füllen. Alle auf der Suche nach DER Geschichte, nach DER ultimativen Erklärung. Was in den Anfängen als Schaulaufen untereinander begann, ist im Zuge eines immer größer werdenden Interesses zum Spießrutenlauf zwischen Kameralinsen geworden.<br />
Für das Pfingstgeflüster habe ich mich durch unzählige Presseausschnitte der vergangenen Jahre gewühlt, um herauszufinden, wie und ob sich die Berichterstattung verändert hat. Im Folgenden widme ich mich also einem — meiner Meinung nach — repräsentativen Querschnitt aus nunmehr 20 Jahren, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, da viele ähnliche oder einfach nur kopierte Artikel ganze Jahrgänge verwässert haben. Ich möchte einen schwarz-bunten Fächer entfalten, der neben polemischen und vereinnahmenden Artikel auch immer wieder differenzierte Perlen enthält, die dem Auge des geneigten Betrachters vielleicht bisher entgangen sind.</p>
<p>»<em>Drei-Wetter-Taft liegt in der Luft, Herzen flimmern unterm Lackkorsett und kleine Pentagrammeinritzungen auf weißen Oberarmen strecken sich der Sonne entgegen, das Wave Gotik Treffen öffnet seine Pforten und eine Jugendkultur lässt bitten.</em>« (Kreuzer 6/2000)</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Heidnisches-Dorf-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Heidnisches Dorf 2"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13526" title="WGT 2011 - Heidnisches Dorf 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Heidnisches-Dorf-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Schatten und Licht</strong></p>
<p>Meine Annahme, dass sich an der Sicht der Presse auf das WGT im Laufe der Jahre etwas geändert hätte, hat sich nicht bestätigt. Die Präsenz des Treffens in der Presse ist zwar kontinuierlich größer geworden, das Verhältnis zwischen guten und schlechten Artikeln erscheint mir jedoch unverändert. Wie sagt man? Wo viel Schatten ist, da ist auch Licht:</p>
<p>»<em>Und weil sie alles Finster-magische lieben, gab´s inszenierte Hexenverbrennungen, mittelalterliche Ritterspiele, Märkte und vampireske Schauspieler. Wenn die meisten Gäste morgen wieder zu Hause (…) sind, tragen sie wieder Jeans. Denn im Job haben die friedfertigen Individualisten keine Zeit, Vorurteile abzubauen..</em>« (BILD, 20.5.1997 – geschätzte Auflage: 4.800.000 Stück)<br />
»<em>Das Treffen (…) war nie ein bloßes Musikfestival im Stile der populären Musikkultur, sondern immer eines, das dem Festivalbesucher die Möglichkeit belässt, sich sein Programm nach den eigenen Interessen zusammenzustellen. Mit phantasievollen Ideen bemühen sich die Veranstalter, dem weit über Musik herausreichenden Kulturverständnis der Gothic-Szene Raum zu geben. Aufs Geld wird weniger geschaut, wie die Veranstalter diesmal auch zugestanden</em>.« (Junge Freiheit, 30.5.1997 – geschätzte Auflage: 1500 Stück)</p>
<p>Vergleicht man die geschätzten Auflagen beider Zeitungen, wird deutlich, wer das Bild der breiten Masse prägt. Der Wille, etwas differenziert und objektiv darzustellen, war „damals“ bereits vorhanden, es war nur niemand da, der es lesen wollte.<br />
Auch die Sichtweise auf das, was die Schwarze Szene bedeutet, hat sich nicht verändert. Angst, Unverständnis und Spott sind keine Dinge, die sich im Laufe der Jahre herausgewachsen haben, sondern sind immer noch Garanten für zufriedenes Zielpublikum und daher Mittel zum Zweck.</p>
<p>Es gibt Dinge die ändern sich nie, auch nicht aus Sicht der Presse. »<em>Sie musterten, sie mäkelten, sie kommentierten die schwarze Konkurrenz. Dies war die Lieblingsbeschäftigung der 3000 Gruftis am Pfingstwochenende in Connewitz. Sehen und gesehen werden</em>« schrieb Peggy Prien in einem Artikel 1993. 17 WGTs später konstatiert die LVZ »<em>die schrillsten Klamotten, Korsagen, barocke Kleider, da wird stolziert und posiert. „Das sei für einige das wichtigste Element auf dem WGT — sich zu zeigen”</em>« stellt auch die darin befragte Sarah fest.</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Echte-Grufties.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Echte Grufties"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13527" title="WGT 2011 - Echte Grufties" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Echte-Grufties-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Erklärungsversuche – was ist die schwarze Szene?</strong></p>
<p>Seit den Anfängen des WGT versucht die Presse, das Phänomen des Treffens und das der Szene zu erklären. Dabei ist es ist kein Geheimnis, dass die Szene selbst sich nicht zu erklären vermag. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen von Musik, Ästhetik, Lebensweise und Individualität. Der Begriff „Heterogenität“ wird als allgemeingültige Definition für das benutzt, was man nicht ganzheitlich definieren kann.</p>
<p>»<em>Entstanden ist Gothic Anfang der 80er Jahre als Auflehnung gegen bestehende Sittenvorstellungen und Religionen. Und vor allem als Gegenbewegung zur heilen Welt des Pop. Die Musik feiert die Dunkelheit und die schattenhafte Seite des Lebens und hat eine deutliche Faszination für das Thema Tod.</em>« (Young Miss 9/2002)</p>
<p>»<em>Schwarz heißt das Abwenden von der Welt. Aus dem Abwenden folgt die Suche nach etwas Neuem. Gothics suchen nach Auswegen aus der Entfremdung in den Industriegesellschaften. (…) Sie wollen die eigene Welt nicht ändern, denn das ist uninteressant und auch nicht möglich „Der Mensch ist ein böses Tier”, zitiert die 20-jährige Vivien aus der satanischen Bibel des Church-of-Satan-Gründers Anton Szandor Lavey. Getreu dem Vanitas-Motiv des Barock: alles menschliche Mühen ist vergeblich. Die Konsequenzen daraus sind damals, wie heute die gleichen: wilde Feste und spirituelle Sinnsuche.</em>« (TAZ, 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p>»<em>Die prägende Farbe in Leipzig, alljährlich zu Pfingsten, ist Schwarz. Es ist die schwarze Kleidung, die man vom »Grufti« mit Staunen oder Kopfschütteln zuerst wahrnimmt: Doch fragt man, was dahinter steckt, bekommt man so viele Antworten, wie Besucher auf dem weltgrößten Dark Wave Festival weilen. Anderssein ist das Gemeinsame.</em>« (Bühne Leipzig, 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p>»<em>Gothic ist ein Tanz. Ein Tanz ohne Musik. Denn diese interessiert nicht, solange die Sonne scheint, solange man sehen kann. Es ist ein Tanz der Blicke. (…) Bei dieser Zusammenkunft geht es weniger um Musik oder Bands. Hier vergewissern sich Menschen, die sich selbst zu Außenseitern erklären, dass auch sie zu etwas dazugehören. Es geht um das Sehen und gesehen werden. (…) Das andere Aussehen, der ästhetische Protest und die Farbe Schwarz hält die Szene mehr zusammen, als es das von außen aufgedrückte Prädikat Gothic je könnte. (…) Es ist zunächst das Betonen der Oberfläche, die vereinigt, was nichts miteinander gemein hat. Oberfläche sollte jedoch nicht mit Oberflächlichkeit verwechselt werden. (…) Äußerlichkeiten halten nicht so lange zusammen. Zumal krasse Widersprüche der Szene überbrückt werden müssen: das Nebeneinander einer gewaltlosen Hippie-Attitüde und sado-masochistische Praktiken, konservative Werteinstellungen und Satanismus. In Leipziger Straßenbahnen machen mit Metallstacheln übersäte Zwei-Meter-Kerle Platz für alte Omas, auf den Zeltplätzen peitschen sich, mal mehr, mal weniger ernsthaft, Menschen gegenseitig.</em>« (TAZ 1. Juni 2004, 13. WGT)</p>
<p><strong>20 Jahre Wave-Gotik-Treffen Leipzig</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Versteckspiel-e1326746975688.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Versteckspiel"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13528" title="WGT 2011 - Versteckspiel" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Versteckspiel-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Was macht das Treffen in Leipzig überhaupt aus? Der Stadt Leipzig ist es eine Ehre, das WGT seit 1992 austragen zu dürfen, Pläne, es in andere Städte zu verlagern, wurden im Keim erstickt. Dabei ist „Treffen“ wörtlich zu nehmen. Nirgendwo sonst gerät die Festivalatmosphäre so in den Hintergrund, nirgendwo sonst ist es scheinbar möglich, so viele Szeneangehörige ohne populäre Headliner in die Stadt zu locken. 2001 eröffnete DIE WELT in einem Artikel das Treffen mit den Worten:</p>
<p>»<em>Der Himmel hat eine perfekte Kulisse geschaffen. Wolkenfetzen schieben sich zu grauen Türmen zusammen, die die Sonne verbergen, der scharfe Wind peitscht Regen über das Land. Es ist nicht richtig hell, nicht richtig dunkel, trotzdem muss man eine Sonnenbrille aufsetzen, weil das diffuse Licht die Augen quält. Die Götter scheinen auf die Erde gekommen zu sein, sie tragen schwarz, gelassen schreiten sie durch den Morast und die Pfützen, während ihre langen Gewänder schwer werden vom Nass, das sie aufsaugen. Aber die Frisuren sitzen. Komplizierte Verflechtungen von Strähnen, zu Kronen aufgetürmt oder zu kriegerischen Mongolenzöpfen geflochten, mit Haarlack so lange fixiert, dass selbst Windböen Stärke sieben nichts daran ausrichten können. Den Trägern erlaubt das eine übernatürliche Eleganz. Sie bewegen sich wie in einer Aura aus Windstille durch die Stadt, Tausende von ihnen im Straßenbild, während die Normalbürger mit Hüten kämpfen, Regenschirmen und Frisuren.</em>« (Die Welt, 5. Juni 2001)</p>
<p>Welches Wort könnte das WGT treffender beschreiben als Vielfalt? Egal, wie absurd die Artikel manchmal verfasst sind, letztlich enthalten sie immer das Fünkchen an Wahrheit, mit dem sie spielend unter den Schirm eben dieser Vielfalt passen und mitunter auch neue Sichtweisen eröffnen.</p>
<p>»<em>Auf der Tanzfläche in der Nachbarhalle taumeln sie mit ein paar Tausend Schwarzleuten zur Musik elektronischer Dudelsäcke und wummernder Bassgitarren. Über ihnen lodert ein Wort des allseits verehrten Dunkelmannes Edgar Allen Poe an der Wand: »Alles, was wir sehen und scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.</em>« (FAZ, 25. Mai 1999)<br />
»<em>Es zeigt sich erneut, dass die Szene an sich keine konkrete Aussage liefert. Die verkörpert jeder für sich — geistvoll oder stumpfsinnig — und nur das ist selbstverständlich individuell. Wenn sich die Szene trifft, verbirgt sich dahinter kein besonderes Unterstatement. Dann ist das vielmehr entspanntes Feiern &amp; Ficken. Und genau das sollte es auch sein.</em>« (Kreuzer 6/2000)</p>
<p>Schwingt in derber Wortwahl eine subjektiv empfundene Ablehnung, ein Unverständnis oder Effekthascherei mit? Worte lenken die Aussage jedes Artikels und zeugen unter der Oberfläche der Objektivität von subjektiv empfundenen Meinungen. Viele unvoreingenommene Autoren, die zum ersten Mal über das WGT schreiben, gehen mit einer bleibenden Sympathie für die skurrilen Menschen, die sich einmal im Jahr über Leipzig ausbreiten wie ein schwarzes Netz.</p>
<p>„<em>Kaum ein „Normalo” glaubt mir, wenn ich ihm von Tausenden durch die Stadt ziehenden schwarz gekleideten und geschminkten, nach Erde riechenden jungen Menschen, von durch die Straßen düsenden Leichenwagen, von Hexenverbrennungen und Ritterkämpfen, von zerrissenen Netzstrumpfhosen und blutschwarzen Lippen, von Vampirzähnen und meinem Erlebnis mit Frankenstein erzähle.</em>“ (Das Teil, August 1997)</p>
<p>„<em>Währenddessen feierten die Industrials mit ihren kurzgeschorenen Haaren und den Gummiklamotten in einer hübschen, mit buntem Glas verzierten Halle ihre Helden. Es heißt, die tiefen Bässe von Techno oder Industrial wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Und tatsächlich: der Sänger von »Poupée Fabrikk«, Industrial-Superstars aus Schweden, litt nach dem Konzert an akuter Diarrhöe. Wenigstens ein Gerücht, dass sich bestätigt.</em>“ (Die Welt, 5. Juni 2001)</p>
<p>„<em>Den Leipzigern ist die Pfingstinvasion dieser Spezies längst vertraut. (…) Vor allem ältere Mitbürger scheinen von den sanften schwarzen Gästen ausgesprochen angetan. „Ist ihnen nicht schrecklich warm?” fragt mitleidvoll eine Dame zwei Bräute der Nacht, die der Mittagssonne in langen, samtenen Gewändern trotzen. Rüstige Rentner unterhalten sich angeregt mit kettenbehängten Kerlen in schwarzen Röcken, und ganze Familien stehen mit dem Fotoapparat am Straßenrand.</em>“ (Berliner Zeitung, 30. Mai 2007)</p>
<p>»<em>Das Wichtigste am Wave-Gotik-Treffen, und da sind sich viele Fans einig, ist und bleibt das Treffen selbst — die vielen Details, das rundherum und die schwarze Vielfalt. Eine schöne Tradition.</em>« (OZelot 28. Mai 2003)</p>
<p><strong>Wehret den Anfängen!</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Rosa-Chalybeia.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Rosa Chalybeia"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13529" title="WGT 2011 - Rosa Chalybeia" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Rosa-Chalybeia-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Um die Anfänge des WGT ranken sich Mythen. Viele Besucher meinen: „Früher war alles besser.“ Dabei hätte wohl niemand 1992 damit gerechnet, dass das WGT einmal das wird, was es heute ist. Es scheint, als ob mit der steigenden Anzahl der Nostalgiker auch die Zahl derer wächst, die eine Vergangenheit ablehnen, mit der sie sich nicht identifizieren können. „Vom Pathos der 80er Jahre ist ihnen viel abhandengekommen.“ urteilt die LVZ im Mai 2005 und sorgt damit für zustimmendes Nicken bei den einen und verständnisloses Schulterzucken bei den anderen. Wie spiegelt die Presse die Vergangenheit?</p>
<p>„<em>„Zu Zeiten der DDR (…) haben wir in dunklen Kellern leiernde Cure-Bänder zum zwanzigsten Mal abgespielt, Kerzen angezündet und Wein getrunken. Doch wenn nur drei von uns ein Eis aßen, war das für die Polizei eine unerlaubte Zusammenrottung.” Die Distanz zum Staat habe in der DDR den Zusammenhalt begünstigt; nach 1989 drohte die alte Szene zu zerfallen. Brunner versammelte deren Reste 1992 beim ersten WGT. Die dafür engagierten Musikgruppen zogen auch Anhänger aus Westdeutschland an.</em>“ (Michael Brunner in der FAZ, 1. Juli 2000)</p>
<p>»<em>„Früher”, weiß eine Veteranin, „musste man sich die Sachen selber nähen. Jetzt gibt es in Leipzig drei einschlägige Läden, wo man vor dem Treffen hingehen und sich einkleiden kann.” „Früher” wird oft beschworen. Früher in Leipzig, als es noch den gemeinsamen Feind gab und Punks, Gothics und andere „Randständige” sich verbündeten, weil es anders gar nicht ging. Früher, als das Treffen tiefsinnige Gespräche bei Rotwein verhieß und Kultbands wie Das Ich oder Deine Lakaien auftraten. Früher, als man für sein WGT-Bändchen fünf Stunden anstehen musste und Gigs, die auf Mitternacht angesetzt waren, morgens um vier stattfanden.</em>« (Berliner Zeitung, 30. Mai 2007)</p>
<p>„<em>Das Materielle stand im Hintergrund. „Wir haben unsere Klamotten selbst geschneidert, wir waren mit viel weniger zufrieden. Wir hatten uns, die Musik und die Gespräche.“ Der Zusammenhalt war größer, sagt Silvia Müller. „Die Jungen haben viel höhere Ansprüche als wir damals, vielen sind Gothics, weil es Mode ist</em>.“ (LVZ 12. Mai 2007)</p>
<p>Gothic ist mit der Zeit gegangen. Das Treffen hat sich entwickelt. Früher war es anders. Ob es besser war, bleibt dem Betrachter überlassen. Was früher als Treffen zur geliebten Musik begann, ist heute ein kulturelles Highlight, das ein internationales Publikum anzieht. Wo früher selber angefertigt werden musste, weil das Angebot klein war, wird heute im breiten Sortiment zahlreicher Shops konsumiert. Besser oder schlechter? Nichts von beidem, einfach nur anders.</p>
<p><strong>Vereinnahmung</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-DIE-Tankstelle.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - DIE Tankstelle"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-13530" title="WGT 2011 - DIE Tankstelle" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-DIE-Tankstelle-300x125.jpg" alt="" width="300" height="125" /></a>Immer, wenn Zeitungen etwas Skandalöses zu berichten fanden, stieg die Wahrnehmung. Vor allem dann, wenn Autoren begannen, das Treffen für ihre Leser zu instrumentalisieren. Vorwürfe einer politischen und ideologischen Unterwanderung 1998/99, sowie die Insolvenz des Veranstalters 2000 rückten das WGT in das öffentliche Licht, ruinierten den Ruf einer unpolitischen und toleranten Veranstaltung jedoch nachhaltig.</p>
<p>„<em>Als Zugabe spielen die italienischen Musiker (Camerata Mediolanense) das schöne und heute noch traurig anmutende deutsche Soldatenlied Lili Marleen — auf Deutsch! Eine rührende Geste, eine großartige Reverenz (sic!) an das deutsche Volk und seine gefallenen Söhne. Als der letzte Ton verklungen ist, ist der Beifall riesig; alle sind wie verzaubert und im innersten berührt von dieser Hommage an Volk und Vaterland.</em>“ (Deutsche Stimme — NPD, August 1999)</p>
<p>Jede Zeitung versucht, die Artikel zum Geschenk an seine Leser zu machen. Das Treffen wird so lange durch das Sieb eingeschränkter Sichtweisen geschüttelt, bis etwas herausfällt, was den Leser in seiner Meinung bekräftigt und der Orientierung des Blattes gerecht wird.</p>
<p>»<em>Auf dem Leipziger Festival fand eine geplante ZILLO-Diskussion »Braune Flut?!« über rechte Tendenzen nicht statt. Linke Bands wollen sich mit den angeblich rechten Bands nicht an einen Tisch setzen. Die Mitteilung der Veranstalter über die Absage wurde mit der Mahnung kommentiert, wachsam und kritisch zu bleiben, immer alles zu hinterfragen und sich die Dinge offen anzusehen.</em>« (Tattva Viveka, Oktober 1999, S. 75)</p>
<p>Es ist fatal, der Szene die nötige Intelligenz abzusprechen, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was man in sie hineinträgt. Es bleibt wichtig, kritisch zu sein und seine Meinungsbildung durch Wissen zu stützen. Zu hinterfragen und zu verstehen ist wichtiger, als zu resignieren und zu akzeptieren.</p>
<p>»<em>(Es) steht jedenfalls fest, dass deutschen Zensurbehörden und andere Alarmisten den Hype um Nazi-Pop nicht verhindert, sondern überhaupt erst ausgelöst haben. Nicht jeden Skin ist gleich ein Fascho, nicht jeder an Esoterik interessierte Gruftie gleich ein Opfer düsterer Nazi-Ideologien. Gerade weil in der öffentlichen Wahrnehmung aber immer noch nur eine mangelnde Bereitschaft herrscht, derartige Subkulturen differenziert wahrzunehmen, können aufklärende Texte nur begrüßt werden.</em>« (TAZ 3. März 2003)</p>
<p><strong><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Nice-Couple-e1326747457991.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10473];player=img;" title="WGT 2011 - Nice Couple"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-13533" title="WGT 2011 - Nice Couple" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2012/01/WGT-2011-Nice-Couple-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>War da nicht Musik?</strong></p>
<p>Die Musik dient der Beschallung einer Veranstaltung mit eindeutigem Treffen-Charakter und gerät unfreiwillig, aber ein Stück weit gewollt, in den Hintergrund. Was 1992 mit 10 Bands begann, formierte sich 2011 zu einer unmöglich zu koordinierenden Menge von über 300 auftretenden Künstlern.<br />
Gothic ist als Musikgenre im Mainstream angekommen, „<em>da überrascht es nicht, dass sich mittlerweile viele Gothic-Bands von der Originalität ihrer Arrangements und ihrer Texte nicht wesentlich vom deutschen Schlager unterscheiden …</em>“ (Jungle World, 11. Juni 2009) umso konzeptioneller erscheint die konsequente Linie des WGT, auf Headliner gänzlich zu verzichten und den Besuchern ein differenziertes Programm zu bieten, das der Szene gerechter zu sein scheint als die Szene selbst. „<em>Solange Bands eingeladen werden, die sich vermutlich nie hätten träumen lassen, einmal auf einem Gothic-Festival zu spielen, und dann auch noch vom Publikum dankbar angenommen zu werden, laufen das Festival und seine Besucher jedenfalls nicht Gefahr, einer selbstreferenziellen Nabelschau zu erliegen.</em>“ (Jungle World, 11. Juni 2009)</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>„<em>Der Fehler des Neulings ist es, Verstehen mit ordnender Deutung gleichzusetzen. Was heißt es, wenn sich jemand ein Pentagramm um den Hals hängt? Je nachdem; womit er dieses Zeichen aus dem gemeinsamen Vorrat auflädt, ist in jedem Fall wichtiger als ein vorauszusetzender objektiver Gehalt.</em>“ (SZ, 7. Juni 2006)</p>
<p>Die Presse hat gelernt. Regional starke Zeitungen wie die LVZ haben das Treffen mittlerweile als städtische Institution auf dem Programm und versuchen seit Jahren, einen differenzierteren Blick hinter die geschminkten Gesichter zu wagen. Überregionale Zeitungen mit Anspruch sprachen dem WGT gerade zu Beginn die Relevanz ab und rücken das Treffen seit der Jahrtausendwende, nicht zuletzt wegen der Vorwürfe politischer Unterwanderung und der Insolvenz des ursprünglichen Veranstalters, stärker in den Fokus und belohnen es mit zum Teil wunderschönen Artikeln mit viel Tiefenschärfe. Den Versuch, eine Szene zu erklären, die sich selbst nicht in Worte fassen kann, hat man aufgegeben und vielleicht ist das auch gut so.</p>
<p>„<em>Am Ende eines langen Tages hat man gelernt, unter allen Skurrilitäten den Grundzug im Willen zur gänzlich unbrauchbaren Schönheit zu erkennen. Dies allein genügt schon, um selbst den wenig spektakulären Kostümen die Anmutung des Erotischen zu verleihen; sie umhüllt den Träger wie eine dünne Schicht Samt. Hierin, und nicht in ihren diversen und oft konfusen historischen Zitaten, wurzelt die traditionelle Eigenart der Szene. Man gewöhnt sich rasch daran, diesen höheren Standard wie einen allgemeinen am Werk zu sehen. Nach einem Tag auf dem WGT wirkt der gewöhnliche Leipziger, wie er einkauft oder seinen Hund ausführt, daneben zerknittert, farblos und generell vernachlässigt.</em>“ (SZ, 7. Juni 2006)</p>
<p> <br />
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		<title>Spontis Wochenschau #18/11</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 10:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenschau]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch eine schicksalhafte Fügung komme ich den Genuss, das Amphi 2011 besuchen zu können. Das ist im Gegensatz zum Wave-Gotik-Treffen vielleicht eine gute Möglichkeit, musikalisch auf meine Kosten zu kommen, denn beim WGT stand ja der Charakter des Treffens im Vordergrund. Tanzwut, Deine Lakaien, Zeraphine, De/Vision, Saltatio Mortis, Subway to Sally, Clan of Xymox oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/03/Spontis-Wochenschau.jpg" rel="shadowbox[sbpost-11899];player=img;" title="Spontis Wochenschau"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-9705" title="Spontis Wochenschau" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/03/Spontis-Wochenschau-150x112.jpg" alt="Spontis Wochenschau" width="150" height="112" /></a>Durch eine schicksalhafte Fügung komme ich den Genuss, das Amphi 2011 besuchen zu können. Das ist im Gegensatz zum Wave-Gotik-Treffen vielleicht eine gute Möglichkeit, musikalisch auf meine Kosten zu kommen, denn beim WGT stand ja der Charakter des Treffens im Vordergrund. Tanzwut, Deine Lakaien, Zeraphine, De/Vision, Saltatio Mortis, Subway to Sally, Clan of Xymox oder der Fluch, eine geballte Ladung Musik steht mir bevor. Wenn Ba’al uns gnädig gesonnen ist, haben wir auch schönes Wetter. Wer einen netten Plausch außerhalb der Festivalstimmung an einem der gemütlich Plätze sucht, ist herzlich eingeladen, mir eine Nachricht zu schreiben.</p>
<p>Mit einem Ziel vor Augen lässt sich die Zeit leichter ertragen und um das Warten noch weiter zu verkürzen, habe ich noch einige interessante Links zusammengetragen. Wer wieder einmal SEINEN Link vermisst, den er schon im Geiste die ganze Woche mit sich herum trägt, dem sei das <a href="http://www.spontis.de/kontakt/">Kontaktformular</a> ans Herz gelegt, das Dir die Möglichkeit bietet, etwas interessantes zu zeigen um es vielleicht hier an dieser Stelle (oder in einem eigenen Artikel) wiederzufinden.<span id="more-11899"></span></p>
<ul>
<li><a title="Schwarz-weich in Franken" href="http://www.infranken.de/nachrichten/panorama/Schwarz-weich;art183,178175">Schwarz-weich</a> | inFranken<br />
Wo Schatten ist, da muss auch Licht sein. Sagt der Volksmund, auch wenn er es oftmals anders herum meint. Einfache ausgedrückt: Die guten Berichte und Artikel über die Szene gehen in denen, die auflagenstark Unsinnigkeiten verbreiten, einfach unter. Daher ist es wichtig, dass Menschen wir <a href="http://rosa-chalybeia.de">Rosa Chalybeia</a> immer wieder Perlen der Berichterstattung ausgraben, in der sie selbst auch einen nicht zu unterschätzenden Anteil einnimmt.   »<em>Vielleicht ist es gerade die schwarze Toleranz oder die gesellschaftskritische Grundhaltung, die die Szene so offen macht für viele Strömungen. Für viele Strömungen, die eben der kritisierten Gesellschaft den Zerrspiegel vorhalten. Als Kampfansage. Als Ablehnung der politisch korrekten Haltung. Als Ausrufezeichen, das »ich bin nicht brav« heißt. Oder einfach als Überbleibsel. Eines radikalen Wunsches nach Individualismus, der von den Punks übriggeblieben ist.</em>« — Doch der Volksmund irrt auch nicht, denn auch das schönste Licht wirft kleine Schatten: »<em>Aber auch die Sado-Maso-Szene zählt dazu. Und Leute in Uniformen.</em>« Nein, zählen sie nicht.</li>
<li><a href="http://www.howtobearetronaut.com/2011/06/pulitzer-prize-for-spot-news-photography-1968-1999/">Pulitzer Prize for Spot News Photography 1968–1999</a> | Retronaut<br />
Der seit 1918 eingeführte und als »Oscar für Reporter« etablierte, US-amerikanische Preis für journalistische Leistungen kürt seit 1968 neben den geschriebenen Artikel auch Bilder, vor allem solche, die um die Welt gingen. Man mag von davon halten, was man möchte, dennoch spiegelt die vom Retronaut zusammengetragene Sammlung rund 30 Jahre traurige Zeitgeschichte. Die Bilder sind voller Gewalt, Tod und menschlichem Leid und werfen ein schummriges Licht auf eine Gesellschaft, die sich seit dieser Zeit am in Bild festgehaltenen Schrecken ergötzt. Da erhält man Preise dafür, besonders schreckliche, spektakuläre oder tragische Momente (zugegebenermaßen gibt es auch einige glückliche Momente zu sehen, doch die sind leider nicht besonders breit gestreut) auf ein Foto zu bannen. Macht euch selbst ein Bild.</li>
<li><a href="http://www.otranto-archive.de/allgemein/die-vampirprinzessin-terra-x/">Die Vampirprinzessin (Terra X)</a> | Otranto-Archive<br />
Wissensdurst ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften einiger Menschen, die auf der Suche nach dem Ursprung des Blutdurstes einiger weniger Vampire sind. Dokusüchtling Karnstein, der sich schon mit den Scheußlichkeiten eines gewissen Dracula auseinandersetzte, nimmt sich nun die Vampire zur Brust, oder besser, zur Ader. Stillt euren Wissensdurst, ihr Durstigen: »<em>Darin wird versucht, den Vampirglauben in Mittel– bzw. Ost-Europa im 18. und 19. Jahrhundert zu beleuchten. Zentral sind dabei die Funde dreier Gräber mit rituell enthaupteten und anderweitig entstellten Leichen in Böhmisch Krumau im heutigen Tschechien, bei denen die Macher davon ausgehen, dass man die Toten für Vampire hielt und deshalb gewisse Vorsichtsmaßnahmen traf.</em>«</li>
<li><a href="http://www.crackajack.de/2011/07/01/wasteland-weekend-2011/">Wasteland Weekend 2011</a> | Nerdcore<br />
<a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Stover-goggle-guy.jpg" rel="shadowbox[sbpost-11899];player=img;" title="Wasteland Weekend 2011"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-11900" title="Wasteland Weekend 2011" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Stover-goggle-guy-150x99.jpg" alt="Wasteland Weekend 2011" width="150" height="99" /></a>Der Versuch, diese Menschen einzuordnen, scheitert an der filmischen Steilvorlage, die George Miller 1979 mit der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=92z9I24ZRsQ">Mad Max</a> Reihe legte. Früher war ich der Überzeugung, das wäre eine reine Angelegenheit für Jungs, Mädchen mit dem gleichen Geschmack waren mir suspekt. Schön, dass ich mich wenigstens in manchen Punkte geirrt habe. Das Wasteland Weekend ist eine Ansammlung derer, die der filmischen und schauspielerischen Vorlage huldigen. Verkleiden? Ja. Aber bitte mit Leidenschaft. »<em>Dieses Jahr findet im Herbst das dritte Wasteland Weekend statt, an dem sich ein Haufen Irre wie Figuren aus dem Mad Max-Universum verkleiden und Unsinn mit Flammenwerfern und umgebauten Autos anstellen.</em>« — Die <a href="http://blogs.laweekly.com/westcoastsound/2009/11/post-apocalyptic_party_road_wa.php">LAweekly</a> schreibt treffend dazu: »<em>Road Warrior Weekend wasn’t your typical fandom convention. There were no stuffy hotels, no lines to pile into meeting rooms, no overpriced convention center lunches. Instead, this one-time-only event brought fans of the Mad Max series out to Southern California’s High Desert for a three-day, post-apocalyptic campground party.</em>«</li>
<li><a href="http://www.spreeblick.com/2011/07/06/heilige-doku/">Heilige Doku</a> | Spreeblick<br />
Was in der Regel langweilige Zusammenschnitte sind um die übrig gebliebenen Bytes einer DVD oder noch höherwertigen Scheibe zu füllen, ist in diesem Fall eine sinnvolle Ergänzung zu Monty Pythons Kokosnussthriller, der nicht losgelöst von dieser Vorlage behandelt werden sollte. Sag ich jetzt mal. »<em>Hinter dem sehr charmanten Vorschaubild da unten versteckt sich eine kleine BBC-Doku über die Dreharbeiten zu Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“. Siebzehn Minuten, die nicht nur im gewohnten Python-Humor daherkommen, sondern darüber hinaus auch noch ein bisschen interessant sind. Unter anderem weil es sich beim Holy Grail um Terry Jones’ und Terry Gilliams’ allererste Spielfilmregie handelt und letzterer dazu breit strahlend ein paar Kleinigkeiten erzählt.</em>«</li>
<li><a href="http://traumverliebt.de/?p=350">Zirkusadel I</a>, <a href="http://traumverliebt.de/?p=353">II</a>, <a href="http://traumverliebt.de/?p=372">III</a>| traumverliebt<br />
»<em>Hier sitze ich nun…auf meiner Kiste, direkt in der Manege. Ruhig ist es, seit langem schon. Der Zirkus ist alt und verfallen. Die Schilder und Aufsteller entweder zugewuchert oder oder kaputt. Ich habe diesen Zirkus übernommen. Seit Jahren schon stand er leer und keiner kümmerte sich auch nur ansatzweise darum. So kam ich in die Manege und rückte mir diese Kiste in  den Mittelpunkt. Hier…ja hier werd ich nun Herr und Meister. Ich bestimme, Wer auftritt und Wer nicht. Aber erstmal…muss ich Leute finden. Ach…was sage ich…Du bist ja hier…ja Du…der Du mir doch zuhörst… Möchtest Du hier bleiben? Weiter wissen, wie es voran geht? Wie heißt Du? Ach…ist auch nicht so wichtig…ich gebe Dir einen Namen…jeder Künstler braucht einen Künstlernamen…ich nenne Dich… Sylum…ja der Name gefällt mir!</em>«</li>
<li><a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/23020/von_ledertypen_und_pissbudenschwulen.html">Ledertypen und Pissbudenschwule: Nicht der Homosexuelle ist pervers</a> | einestages<br />
»<em>„Wir Spießer” fühlen uns auf den Schwanz getreten«, wetterte im Januar 1973 ein 32-jähriger Kranführer in einem Leserbrief an die »Hamburger Morgenpost«, »ich fühle mich diskriminiert, nur weil ich stinknormal bin, eine Frau liebe und drei Kinder habe. Wenn die Homos mal alt sind, müssen unsere Kinder sie womöglich noch pflegen, beziehungsweise Rente für sie bezahlen.« Und nicht nur er war erbost. In einer anderen Zuschrift orakelte eine Leserin bibelfest: »Gott wird sie vernichten! Im 3. Buch Mose, 18. Kapitel, Vers 22, heißt es: „Du sollst nicht beim Knaben liegen, wie beim Weibe, denn es ist ein Gräuel.”</em>« Gegenstand der Aufreger? Rosa von Praunheims Film »Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.« Auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Rkg8KDznxMQ">Youtube</a> gibt es übrigens einige Ausschnitte.</li>
<li><a href="http://weblog.micha-schmidt.net/2011/05/22/lichtscheu-traeum-suess-offizielles-video/">Lichtscheu — Träum süss (Offizielles Video)</a> | Micha Schmidt<br />
Schon im Mai (Goth verzeihe mir meine Nachlässigkeit) hat Mit-Blogger, Musiker und Gothic-Friday Teilnehmer Micha Schmidt über das Video seiner Band »Lichtscheu« berichtet, dass das Lied »Träum süss« in starken Bildern umsetzt und damit dem Titellied des bald erscheinenden Debüt-Albums den Weg ebnen soll.<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/24054749" width="640" height="385" frameborder="0"></iframe></li>
<li><a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=27264">The Ghost Town of Bodie</a> | KFMW<br />
»<em>Tolles Video von Joaquin Montalvan, der es hierfür schafft, Filmaufnahmen wie bewegte Fotos aussehen zu lassen. Aufgenommen hat er diese in Bodie, California. Bodie ist eine Geisterstadt, die in ihrer Blütezeit während das Goldrausches 1880 bis zu 8000 Einwohner zählte und nach San Francisco die zweitgrößte Stadt Californiens war.</em>»<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/25408610" width="640" height="385" frameborder="0"></iframe></li>
<li><a href="http://pixella-bloggt.com/2011/06/24/schweizer-grufties-94/">Switzerland Grufties 1994</a> | Everyday is Halloween<br />
Wie Pixella schon richtig anmerkt, man versteht kaum ein Wort, aber manchmal sprechen Bilder und Musik für sich.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z3Cprh6Rmbs">http://www.youtube.com/watch?v=z3Cprh6Rmbs</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=z3Cprh6Rmbs"><img src="http://img.youtube.com/vi/z3Cprh6Rmbs/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
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		<title>Wave-Gotik-Treffen 2011 - Pressespiegel (Update)</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 18:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Wave-Gotik-Treffen 2011 ist vorbei, nachdem die meisten endlich einmal ausgeschlafen haben, beginnt man damit das Gepäck auszuräumen, die mitgebrachten Dinge zu bewundern und beim sortieren der zahlreichen Bilder in Erinnerungen zu schwelgen. Nach dem WGT ist vor der WGT, denn obwohl der Festival-Sommer 2011 erst begonnen hat, ist für viele Besucher der Höhepunkt des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/vor-dem-wgt.jpg" rel="shadowbox[sbpost-11549];player=img;" title="vor dem wgt "><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-11551" title="vor dem wgt " src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/vor-dem-wgt-300x225.jpg" alt="vor dem wgt " width="210" height="158" /></a>Das Wave-Gotik-Treffen 2011 ist vorbei, nachdem die meisten endlich einmal ausgeschlafen haben, beginnt man damit das Gepäck auszuräumen, die mitgebrachten Dinge zu bewundern und beim sortieren der zahlreichen Bilder in Erinnerungen zu schwelgen. Nach dem WGT ist vor der WGT, denn obwohl der Festival-Sommer 2011 erst begonnen hat, ist für viele Besucher der Höhepunkt des Jahres bereits erreicht.</p>
<p>Eine gute Gelegenheit, der Presse über die Schulter zu gucken um zu sehen, wie sie das 20. Wave-Gotik-Treffen in Leipzig wahrgenommen hat, gute Dinge haben eben <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/pressestimmen-zum-wave-gotik-treffen-2010/">Tradition</a>. Die <strong>Leipziger Volkszeitung</strong> beispielsweise, widmet dem WGT eine <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/gestaltete-specials/wave-gotik-treffen-2011/r-wave-gotik-treffen-2011.html">Sonderrubrik ihrer Online-Präsenz</a> und versammelt hier zahlreiche informative und durchaus neutrale bis wohlwollende Artikel. So wie <em>Armin Kober</em>, der in einem <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/gestaltete-specials/wave-gotik-treffen-2011/wgt-news/20-jahre-wgt-der-zeitzeuge-armin-kober-hat-das-erste-wgt-1992-fotografiert/r-wgt-news-a-92578.html">Artikel von seinem ersten WGT 1992</a> berichtet und dazu <a href="http://www.schattentempel.de/1992/index.html">einige Bilder auf seiner Seite</a> (Linktipp!) veröffentlicht hat. Die Stadt Leipzig zeigt sich begeistert, Cityhotels waren ausgebucht, das gleichzeitig stattfindende Bachfest ebenfalls ein Erfolg. Die BILD-Zeitung schreibt von <a href="http://www.bild.de/regional/leipzig/wave-gotik-treffen/wirtschaftsfaktor-gotik-treffen-gruftis-lassen-zehn-millionen-euro-18287710.bild.html">unglaublichen Einnahmen</a> und mein Geldbeutel ist leer. Das passt irgendwie.<span id="more-11549"></span></p>
<p>Die <strong>sueddeutsche.de</strong> ist in ihrem Artikel »<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/wave-gotik-treffen-in-leipzig-lasst-uns-fledermaeuse-malen-1.1108035">Lasst uns Fledermäuse malen</a>« weniger freundlich und schreibt:  »<em>Teufelsfrauen mit Hörnern, Jungfrauen, die sich ersteigern lassen und 20  Prozent Rabatt auf Gasmasken: Beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig  treffen ergraute Grufties auf Mittelalter-Fans und Cyber-Goths — und am  Ende sind doch alle so spießig, dass sie einen gefühlsbetonten  Gottesdienst besuchen und die Platzordnung ans Zelt kleben.</em>« Die <strong>faz.net</strong> versucht sich in einem objektiveren Bild und <a href="http://www.faz.net/artikel/C30176/wave-gotik-treffen-in-leipzig-mit-nieten-haken-und-oesen-30438621.html">beschreibt, was zu sehen ist</a>: »<em>Das filigrane Schminken ist überwiegend Sache der Frauen und Mädchen,  aber auch viele Männer stehen ihnen darin in Nichts nach. Junge Jungs,  die offensichtlich noch nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sein  wollen, kommen im bauchfreien T-Shirt daher. Die noch zarten Glieder  sind geschmückt mit Ketten, Ringen und Ohrringen, die Haare dramatisch  drappiert. Auf den ersten Blick ist oft nicht zu entscheiden, ob einem  da ein Mann oder eine Frau entgegen kommt. Die androgyne  Selbstdarstellung ist fester Bestandteil des Verkleidungsspiels.</em>«</p>
<p><strong>Straps-Domina, Sklaven und Nazi-Stil</strong></p>
<p>Etwa populistischer beschreiben die Magazine das WGT, <strong>stern.de</strong> schreibt <a href="http://www.stern.de/kultur/das-wave-gotik-jubilaeum-in-leipzig-von-der-friedhofsfuehrung-bis-zum-strickkurs-1695382.html">in ihrem Artikel</a>:  »<em>Eine Herrin mit ihrer Sklavin an der  Kette — so gehört sich das für ein zünftiges Wave Gotic Treffen </em>(sic!)<em>, wie dem  am Pfingstwochenende in Leipzig.</em>« Das dieses lächerliche Spiel mit Stilmittel der SM-Szene überhaupt nicht auf ein zünftiges Wave-Goti<strong>k</strong>–Treffen gehört ist der Zeitschrift entgangen, leider auch vielen der Besucher. Für Aufsehen unter vielen der Besucher sorgte noch vor Ort die Überschrift von <strong>spiegel-online</strong>: »<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,767976,00.html">Ungeschminkt geh” ich nicht mal aufs Dixie-Klo</a>« und weitere Zwischenüberschriften auf niedrigem Niveau: »<em>Spontane Toilettengänge sind nicht drin — das macht das Kleid nicht mit</em>« oder auch »<em>Patrick schläft nicht auf dem Rücken, sonst zerstört er seine Frisur</em>« sowie »<em>Ich musste mich überwinden, ohne Haarteile auf den Zeltplatz zu kommen</em>« trügen mein Bild einer anspruchsvollen Zeitschrift und passen wohl eher auf die übergroße und überregionale Zeitungen auf billigem Papier. Die <strong>BILD </strong>schreibt <a href="http://www.bild.de/regional/leipzig/wave-gotik-treffen/die-sexy-gruftis-beim-wgt-18339284.bild.html">in einem Artikel auf ihrer Onlinepräsenz</a>: »<em>Eine Straps-Domina führt ihren Sklaven an der Kette durch die Stadt. Nur in Korsett und Strümpfen, aber mit Sonnenschirm stolziert eine junge Frau über die Petersstraße. Eine Schönheit im durchsichtigen Reifrock macht die Grufti-Jungs verrückt. Schwarze Engel in knappen BH, Höschen und Netzstrümpfen schweben durch die City, dazu Elfen in Lack und Leder.</em>«</p>
<p>Dem Autor von op-online fällt noch eine weitere Geschmacklosigkeit ins Auge, die er mit »<a href="http://www.op-online.de/nachrichten/deutschland/wave-gotik-treffen-geschmackloser-auftritt-nazi-stil-1280354.html">Geschmackloser Auftritt im Nazi-Stil</a><em>« </em>überschreibt. <em>»Ein Mann hat am Freitag mit seiner  Aufmachung aber mehr als schlechten Geschmack bewiesen: Er lief in  Leipzig in einem schwarzen Kostüm in Nazi-Stil auf. Mütze,  Pseudo-Abzeichen am Kragen und schwarzer, SS-artiger Mantel. Wie er der  Nachrichtenagentur AP sagte, verstehe er sein Kostüm aber nicht als  politisches Statement. Ihm komme es auf den Fetisch-Charakter an. Da  fragt man sich schon: Wie kommt man dazu, ausgerechnet einen  Nazi-Fetisch zu entwickeln?</em>« Die Antwort für die Szene kann ich nicht geben, das Uniformen und vor allem die der Nazis seit Jahrzehnten einen Fetischismus auslösen ist jedoch bekannt, eingeweihten wird der Begriff der Stalag Groschenromane ein Begriff sein, die 1961–1963 in Israel erschienen sind und den Startschuss für den Fetisch dieser Uniformen legten. Aber das ist vielleicht etwas weit hergeholt.</p>
<p><strong>Bleiben wir ehrlich</strong></p>
<p>Was dort zu lesen ist trübt den Rückblick auf ein Jubiläum, denn viele Besucher hatten sich mehr voneinander versprochen. Bleiben wir ehrlich, so ganz Unrecht hat die BILD-Zeitung nicht, wenn sie titelt, das WGT würde immer »erotischer« werden. Ich würde andere Wörter benutzen, die alle im rheinischen Karneval münden. Glücklicherweise bin ich nicht der einzige, der das so sieht. Sascha Lange von der Sächsischen Zeitung schreibt in seinem Artikel »Wenn Lebende ihren kulturellen Tod feiern« sehr treffen:</p>
<blockquote><p>Seit 1992 gibt es dieses Treffen zu Pfingsten, und ich habe das Pech, dass ich bei den ersten geradezu familiären Zusammenkünften dabei gewesen bin und mich nun in der &gt;früher war alles besser&lt; Situation wiederfinde. (...) Der Erfolg des Treffens in Leipzig verbreitete sich schnell, bald zog es in größere Läden um. Größere Bands wurden eingekauft, größere Wiesen angemietet für Tausende Zeltplatzbesucher. Und dorthin kamen dann jene, die das Treffen und mit ihm die ganze Subkultur auf ihre Weise zu Grabe trugen: Wochend-Gruftis. Typen, die das ganze Jahr über brav ihre Banklehre bei der Kreissparkasse Gütersloh absolvierten, zogen sich fürs Pfingstwochenende schwarze Klamotten an, kämmten ihre langweiligen Frisuren zurück, rasierten sich noch nicht mal ihren grauenhaft flaumigen Oberlippenbart ab, fühlten sich extrem cool - und mir wurde so über in der Magengegend. (...) Heute noch von einem Szenetreffen zu sprechen, wäre übertrieben. Fetisch-Fasching passt da besser. Als irgendetwas verkleidete Muttis begleiten ihre jungerwachsenen Kinder und verwechseln das Treffen mit dem Kölner Karneval. Gehörte es früher zum Wesen einer jeden Jugendkultur, sich äußerlich und innerlich von der Erwachsenenwelt abzugrenzen, zu provozieren, neue kulturelle und politische Ideen zu entwickeln und zu transportieren, präsentiert das WGT in Leipzig heute den totalen Stillstand, ein narzisstisches Schaulaufen der Eitelkeiten und Konsumfetischismus...</p></blockquote>
<p>Lange schließt mit den Worten, dass er sich lieber ein Pfingsten im Grünen gönnt, ganz so weit würde ich jedoch nicht gehen, denn Resignation ist sicherlich auch keine Option. Ehrlich, ich hab” keine Lust ein paar Lackaffen und Uniformspinnern kampflos das Feld zu überlassen. Ich bedanke mich übrigens bei Leser »Rico« der mir diesen Artikel als PDF geschickt hat!</p>
<p><strong>Bewegendes</strong></p>
<p>Dank einer eingebauten Kamera in fast jedem mobilen Gerät zeigt sich YouTube sehr überflutet, wirklich jeder scheint ein Video zu veröffentlichen. Die Spreu vom Weizen zu trennen wird wohl bis zum nächsten Jahr dauern, eine ganz witzige Interview-Reihe findet sich im Kanal von <a href="http://www.youtube.com/user/384DeLuXe">384DeLuXe</a>, die man auf verschiedene Arten bewerten kann, ich bin gespannt auf eure.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=LSo5-IGpu54">http://www.youtube.com/watch?v=LSo5-IGpu54</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=LSo5-IGpu54"><img src="http://img.youtube.com/vi/LSo5-IGpu54/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Auch die ARD hat sich herabgelassen einen Beitrag in ihr Nachtmagazin zu packen, den ich euch nicht vorenthalten möchte, denn schließlich ist alles nur Fassade und Kostüm:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=9GNWsGyfyD0">http://www.youtube.com/watch?v=9GNWsGyfyD0</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=9GNWsGyfyD0"><img src="http://img.youtube.com/vi/9GNWsGyfyD0/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><strong>Update</strong></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/2011-06-bild-wgt-xx.jpg" rel="shadowbox[sbpost-11549];player=img;" title="Bildzeitung zum WGT 2011"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-11701" title="Bildzeitung zum WGT 2011" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/2011-06-bild-wgt-xx-300x210.jpg" alt="Bildzeitung zum WGT 2011" width="300" height="210" /></a>Die <a href="http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5cc7501ef81.0.html">Junge Freiheit</a> lässt ganz andere Schlüsse zu: »<em>Ansonsten herrscht beim WGT aber doch das Prinzip „Anything goes“. Das  einstige Szenetreffen ist längst ein großes Volksfest, bei dem jeder  mitmachen kann. Und doch fällt eines ins Auge: Es ist ein Fest der  europäischen oder – angesichts der Teilnehmer mit ostasiatischen Wurzeln  –, der von europäischer Kultur geprägten Jugend. Gäste mit  orientalischem oder afrikanischem Hintergrund sind nicht anzutreffen.</em>« Selbst das <a href="http://www.handelsblatt.com/lifestyle/gesellschaft/20-000-verkleidete-gothic-fans-erobern-leipzig/4279080.html">Handelsblatt</a> möchte vom schwarzen Kuchen des WGT etwas abhaben und kommentiert müde die Bilder der dpa: »<em>Altertümliche Kostüme, aufreizende Kleider, morbide Masken: Das  Wave-Gotik-Treffen zog am Wochenende rund 20.000 Besucher nach Leipzig.  In der Bach-Stadt frönten die Szenekenner ihrem liebsten Hobby — dem  Verkleiden.</em>« (beide Links via <a href="http://der-schwarze-planet.de">Shan Dark</a>)</p>
<p>Um die Reihe komplett zu machen, gibt es von Tobikult eine Fotografie der Bildzeitung, die sich auf einer Doppelseite voller Hingabe dem WGT widmet und versucht, dem aufgeschlossenen Leser etwas über die Subkultur zu vermitteln. Und mit Verlaub, so richtig schlecht sind die Erklärungen nicht.</p>
<p> </p>
<p><strong><br />
</strong><br />
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		<title>Warum die Helden Helden sind</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 15:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
		<category><![CDATA[WSH]]></category>

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		<description><![CDATA[Als aufstrebende Pop-Band hat man es nicht leicht. Der ganze Erfolgsdruck, die Lust auf mehr, das haschen nach Aufmerksamkeit und Popularität. Die Verlockungen sind groß, ein Auftritt in der BILD-Zeitung riecht nach Ruhm und Anerkennung. Es gibt viele, die sich Rückgratlos der Popularitätsmaschinerie beugen, die einem Management folgen, das nur daran denkt den größtmöglich Nutzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/03/Wir-sind-Helden.jpg" rel="shadowbox[sbpost-9596];player=img;" title="Wir sind Helden"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-9601" title="Wir sind Helden" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/03/Wir-sind-Helden-300x227.jpg" alt="Wir sind Helden" width="240" height="182" /></a>Als aufstrebende Pop-Band hat man es nicht leicht. Der ganze Erfolgsdruck, die Lust auf mehr, das haschen nach Aufmerksamkeit und Popularität. Die Verlockungen sind groß, ein Auftritt in der BILD-Zeitung riecht nach Ruhm und Anerkennung. Es gibt viele, die sich Rückgratlos der Popularitätsmaschinerie beugen, die einem Management folgen, das nur daran denkt den größtmöglich Nutzen für sich selbst zu erhalten, Profit zu machen, der Aspekt Kunst wird ausgeblendet. Ich bin der Meinung, das Unheilig hier als leuchtend schwarzes Beispiel glänzen.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/gedankenspiel/der-graf-und-sein-produkt-scheinheilig-geschoren-um-zu-erleben/">Wie ich bereits gebloggt habe</a>, ist die Präsenz des Grafen nahezu allgegenwärtig. Für viele war das der Grund, der Musik von Unheilig den Rücken zu kehren, weil man seine Ideale verraten sah. Erst jüngst erschien im Zillo ein Unheilig-Special, das sich mit dem Phänomen des Grafen und unterschwellig mit der Kommerzialisierung auseinandersetzte. Auch andere Künstler wurde dazu befragt, doch wer klare Worte zum Thema Kommerz lesen wollte sollte enttäuscht werden.</p>
<p>»<em>Kaum erreicht ein sendungsbewusster Musiker der Szene ein größeres Publikum, wird „Verrat” geschrien, als wäre die Idee eines guten Songs Szeneeigentum (…) Ich wünsche dem Grafen, dass er sich nicht an den Versuchungen der Massenindustrie vergiftet…</em>«((Aus dem Artikel: Unheilige Stimmen, Zillo — Das Musikmagazin, Februar 2011, S. 28)) (Bruno Kramm) Zu spät, viel zu Spät. Das Gift zeigt bereits erste Auswirkungen, die Kontaktlinsen sind darin bereits aufgelöst.<span id="more-9596"></span></p>
<p>Klare Worte scheinen die Möglichkeit zu verbauen weiterhin erfolgreich zu sein, die Gefahr das seine Meinung ungefiltert an eine breite Öffentlichkeit gerät, ist groß. Sicher, nach klaren Worten in Magazinen zu suchen ist im Grunde schon zum scheitern verurteilt. Es scheint pauschal Verkaufsschädigend zu sein, die Wahrheit zu sagen. Dabei rächt sich nicht die Ehrlichkeit, sondern der Betrug an sich selbst — was unsere mittlerweile zurückgetretener Verteidigungsminister aus eigenen Erfahrung zu kennen scheint.  So dachte sich auch die BILD-Zeitung, die schon den Grafen als Zugpferd für einige Artikel vor den Karren spannte, wir fragen die Gruppe »Wir sind Helden«. Auf der <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/warum-ihr-vielleicht-auch-hier-seid/">Homepage der Helden</a> ist der Schriftverkehr in einem Artikel nachzulesen:</p>
<blockquote><p>Sehr ge­ehr­te Damen und Her­ren,<br />
wir sind als Wer­be­agen­tur  mit der ak­tu­el­len BILD-​Kam­pa­gne be­traut, in der wir  hoch­ka­rä­ti­gen Pro­mi­nen­ten eine Bühne bie­ten, ihre of­fe­ne,  ehr­li­che und un­ge­schön­te Mei­nung zur BILD mit­zu­tei­len. Der­zeit pla­nen wir die nächs­te Pro­duk­ti­ons­pha­se für Früh­jahr  2011 (...) Für diese Fort­füh­rung der Kam­pa­gne möch­ten wir sehr gern “Wir sind Hel­den” ge­win­nen. Das  schö­ne an der Kam­pa­gne ist, dass sie einem guten Zweck zu Gute  kommt. BILD spen­det in Namen jedes Pro­mi­nen­ten 10.​000,- Euro an  einen von Ihnen zu be­stim­men­den Zweck.</p></blockquote>
<p>Klingt doch rund, oder? 10.000€ für einen guten Zweck und Promotion in der Auflagenstärksten deutschen Tageszeitung.  Wäre doch sicherlich nochmal verkaufsfördernd für das aktuelle Album der Helden »<a href="http://www.amazon.de/Bring-mich-nach-Hause-Helden/dp/B003TEJU3C/ref=ntt_mus_ep_dpi_lnk">Bring mich nach Hause</a>«, oder? Das Judith Holofernes dafür die falsche Ansprechpartnerin war, hätte man sich denken können, denn nach dem Abitur studierte sie Gesellschafts– und Wirtschaftskommunikation (GWK) und setzte sich dort mit Konsumkritik auseinander und engagierte sich bei <a href="http://www.adbusters.org">Adbusters</a>. Sie nahm sich des Briefes in einer unnachahmlichen Art und Weise an, das es mir verziehen sei, das ich ihn hier nahezu ungekürzt zitiere:</p>
<blockquote><p>Die  lau­fen­de Pla­kat-​Ak­ti­on der Bild-​Zei­tung mit so­ge­nann­ten  Testi­mo­ni­als,<br />
also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re  (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch  Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit  un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine  ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so  ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt. Da sind auf  der einen Seite die Pro­mis, die sich den­ken: Hmm, die Bild­zei­tung,  mal ehr­lich, das lesen schon wahn­sin­nig viele Leute, das wär schon  schick… Aber ir­gend­wie geht das ei­gent­lich nicht, ne, weil ist  ja ir­gend­wie unter mei­nem Ni­veau/ evil/ zu sicht­bar be­rech­nend…  Und dann kommt ihr, liebe Agen­tur, und baut die­sen armen  ge­spal­te­nen Pro­mi­nen­ten eine Brü­cke, eine wa­cke­li­ge,  glit­schi­ge, aber hey, was soll´s, auf der an­de­ren Seite liegt, sagen  wir mal, eine Tüte Gum­mi­bär­chen. Ihr sagt jenen Pro­mis: wisst ihr  was, ihr kriegt ein­fach kein Geld! Wir spen­den ein­fach ein biss­chen  Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spen­det, der kann  kein Ego haben, ver­stehs­te? Und au­ßer­dem, pass auf, jetzt  kommt´s:  ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT! (...)<br />
Die BILD -​Zei­tung ist kein au­gen­zwin­kernd zu  be­trach­ten­des Trash -​Kul­tur­gut und kein harm­lo­ses “Guil­ty  Plea­su­re” für wohl­fri­sier­te Auf­stre­ber, keine wit­zi­ge so­zia­le  Re­fe­renz und kein Li­fes­tyle-​Zi­tat. Und schon gar nicht ist die  Bild-​Zei­tung das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt:  Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines  ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.<br />
Die Bild­zei­tung ist  ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark  ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges  Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer  Agen­da. In der Ge­fahr, dass ich mich wie­der­ho­le: ich glaub es hackt.</p></blockquote>
<p>Warum die Helden Helden sind. Einfach mal Nein sagen.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:WSH.jpg&amp;filetimestamp=20070512073010">Wikipedia</a>, Urheber <a title="lb:User:JimHawk" href="http://lb.wikipedia.org/wiki/User:JimHawk">JimHawk)</a></h6>
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		<title>Pressestimmen zum Wave-Gotik-Treffen 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 21:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelius Brach]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem mein Beitrag aus dem letzten Jahr so positiv aufgenommen wurde, möchte ich auch dieses Jahr kurz zusammentragen, was die Presse so über das Pfingstwochenende in Leipzig zu berichten weiß. Dieses Jahr sticht vor allem eine Person heraus, Cornelius Brach, der als Pressesprecher der Treffen &#38; Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland im Namen des WGT auftritt, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/Leipziger-Zeitung-vom-WGT-2010.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6487];player=img;" title="Leipziger Zeitung vom WGT 2010"><img class="alignleft size-medium wp-image-6491" style="float: left;;  float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;" title="Leipziger Zeitung vom WGT 2010" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/Leipziger-Zeitung-vom-WGT-2010-300x228.jpg" alt="" width="240" height="182" /></a></p>
<p>Nachdem mein Beitrag aus dem letzten Jahr so positiv aufgenommen wurde, möchte ich auch dieses Jahr kurz zusammentragen, was die Presse so über das Pfingstwochenende in Leipzig zu berichten weiß. Dieses Jahr sticht vor allem eine Person heraus, Cornelius Brach, der als Pressesprecher der Treffen &amp; Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland im Namen des WGT auftritt, der nahezu von allen Medien in immer gleichen Floskeln zitiert wird. Ein paar Presseberichte habe ich trotzdem zusammengetragen. Ich bin gespannt welche Fülle an Material noch in den nächsten Wochen verarbeitet wird. Der Anzahl der Fotoapparate und deren Auslösehäufigkeit müsste es demnächst nur so wimmeln von Aufnahmen. Auch ich werde mich mit einem Bericht über das WGT in den nächsten Tagen anschließen um die Tage aus meinen Augen zu spiegeln und dabei in gewohnter Weise wieder andere Wege beschreiten, als man es vielleicht erwarten dürfte. Es gilt unglaublich viele Eindrücke zu verarbeiten, Zeit sich die Eindrücke »professioneller« anzuschauen:</p>
<p>Die <a href="http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/topthema_kultur/wave-gotik-treffen/leipzig-in-schwarz-getaucht-20500-besucher-beim-wave-gotik-treffen/r-wave-gotik-treffen-a-31902.html">Leipziger Volkszeitung</a> berichtet: »<em>Leipzig. Nach vier Tagen ist am Montag das 19. Wave-Gotik-Treffen (WGT)  in Leipzig zu Ende gegangen. Etwa 20.500 Besucher tauchten die Stadt  vier Tage lang in schwarz. Knapp 200 Szene-Künstler mit ihren  Darbietungen standen auf dem Programm des traditionellen  „Familientreffens“, das jedes Jahr zu Pfingsten tausende Anhänger  düsterer Musik nach Leipzig zieht.</em>«  und bringt damit die Sache sachlich in ihre Zeitung. <span id="more-6487"></span></p>
<p>Für <a href="http://www.bild.de/BILD/lifestyle/bams/2010/05/23/wave-gotik-treffen-leipzig/wgt-20000-grufties-trafen-sich.html">die BamS schreibt eine »Reporterin«</a>: »D<em>ie Stadt ist ein großes Bleichenschauhaus. Dunkle  Gestalten flanieren durch die Straßen von Leipzig, werfen böse Blicke  wie Handküsschen auf jeden, der ihnen begegnet, lassen ihre Ketten  rasseln, ihre schwarzen Turmfrisuren bilden einen hübschen Kontrast zu  ihren weiß gepuderten Gesichtern. Von nun an gilt: Geisterstunde rund um  die Uhr […] Klar ist: Die Ausrichtung der Haare – ob nach vorn oder nach hinten  toupiert – sagt viel über die Geisteshaltung der Geister aus. Auch die  Länge des Kleides hat mehr zu bedeuten als Beinfreiheit.</em>« Ist es nicht herrlich wie die Polemik am Beitrag zu zerren scheint um sich vom Einheitsbrei der Berichterstattungen abzuheben? Nicht nur, das man von der Frisur auf die Geisteshaltung schließt, nein, offenbar werfen wir auch allen Menschen ständig böse Blicke zu. Auch ihre beharrliche Weigerung Szenebegriffe wenigstens halbwegs richtig zu schreiben scheitert gleich mehrfach:<em> »Es gibt Gothiks, Cyper Gothiks, Steampunks, Rockabillys und unzählige  Untergruppierungen, die selbst den Profis der Szene wenig bis gar nichts  sagen.</em>« Vielleicht, liebe Reporterin, vielleicht werfen wir auch nur Dir böse Blicke zu, weil wir wissen was du in den nächsten Tagen in eine Zeitung schreibst, die sich meiner Meinung nach nur zum einpacken von Gläsern eignet, nachdem wir damit in unsere Zukunft geblickt haben als sie vor uns über den Tisch wanderten.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-6492" style="float: right;;  float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;" title="Leipziger Zeitung vom WGT 2010 (2)" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/Leipziger-Zeitung-vom-WGT-2010-2-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" />Die <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/So-schoen-kann-Schwarz-sein_aid_860555.html">Rheinische Post</a> startet einen besseren Versuch: »<em>Doch bei aller Verschiedenheit der Festivalgäste fällt vor allem deren  Friedlichkeit auf. Sie alle eint außerdem die Liebe zur schwarzen Farbe,  die Sehnsucht nach einer anderen Welt. Das »Anderssein« wird hier zum  Programm. Das sie damit aber auch provizieren, ist den meisten Schwarzen  klar, nehmen es aber in Kauf.</em>«</p>
<p><a href="http://www.focus.de/kultur/musik/wave-gotik-treffen-leipzig-sieht-schwarz_aid_511175.html">Focus Online</a> zählt nicht auf eigene Recherche, sonder lässt lieber die Protagonisten selbst zu Wort kommen: »<em>Eine Attraktion auf dem Treffen ist auch Tillmann Siebott aus Wuppertal.  Der 40-Jährige ist mit einem echten, 7,10 Meter langen Leichenwagen  angereist. „Ich habe ihn in Kanada für 1000 Dollar gekauft“, erzählt er  stolz. Auf der Tasche seines schwarzen Hemdes steht zwar  „Bestattungsunternehmen“, aber er sei eigentlich Außendienstler, sagt  Siebott. Er sei wegen der Musik da. Wie er die Atmosphäre auf dem WGT  findet? „Ehrliche Antwort?“, fragt er zurück. „Heftig. Ich hätte nicht  gedacht, dass es so viele sind. Wenn man das brutal ausdrückt, ist es  das Oktoberfest der Schwarzen.</em>« Frage mich in diesem Zusammenhang, was er die letzten Jahre gemacht hat wenn er nicht gedacht hat, das es so viele sind. Schließlich ist die Besucherzahl mit 20.500 eher rückläufig.</p>
<p>Einen <strong>wirklich gelungenen Artikel</strong> gibt es <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/7380562.php">in der Freien Presse </a>zu lesen: »<em>Den Kern des WGT bildete seit jeher eine gewisse Ernsthaftigkeit. Das  Anderssein der Gothic-Szene beruft sich darauf, den verdrängten Schatten  der Gesellschaft zu pflegen, sich mit den düsteren, aber schon immer  ebenso vorhandenen wie verdrängten Nischen auseinanderzusetzen: Tod,  Traurigkeit, Schmerz. Dass man daraus auch bittersüße Freuden ziehen  kann, ist seit der Romantik nicht neu. Aber wie kann man dazu abfeiern? Der Trick des Treffens: Ja, das geht, und der essenzielle Kern bleibt  davon unberührt</em>. […]</p>
<p><em>Um die Karnevalsverkleidungen von jenen  Kostümen zu unterscheiden, die für eine Seelenhaltung stehen, bedarf es  einer eingehenderen Beschäftigung mit den jeweiligen Protagonisten, die  das WGT aus dem Untergrund heraus immer wieder zu einem Erlebnis für die  Szene machen — und zwar zu einem, zu dem der herkömmliche  Leipzig-Tourist eben keinen digitalfotografischen Zugang finden kann.  Nicht auf die Schnelle. Auf diese Weise hat das Treffen beides in einer  faszinierenden Symbiose vereint: Eine akzeptierte Oberfläche — und  einen subkulturellen Unterbau von Insidern für Insider, dessen Gehalt  und Sinnlichkeit längst nicht aufgezehrt ist, weil er dann doch immer  wieder gespeist wird von den WGT-Pilgern selbst.</em>« Ich möchte Tim Hofmann an dieser Stelle meinen aufrichtigen Beitrag für diesen Artikel zu kommen lassen.</p>
<p>Auch im Spiegel beschäftigt man sich anlässlich des Pfingstspektakels mit der Szene und fragt: <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,696381,00.html">Was machen Gothics eigentlich beruflich?</a> »<em>Aber was machen Gothics eigentlich, wenn kein WGT ist? Gibt es ein  normales Leben neben der wavigen Wunderwelt? Was zum Beispiel sind sie  von Beruf? Auffallend oft hört man den Wunsch, anderen zu helfen, sich sozial zu  engagieren. »Ich war schon immer gerne für andere da«, erzählt zum  Beispiel Mariella Masel. Die 18-Jährige aus Berlin hat vor einem Jahr  ein Praktikum als Krankenpflegerin absolviert, in der Neurologie und  Chirurgie.</em>« Ein netter Versuch der Szene Menschlichkeit zu verleihen, der aber wie ein Rohrkrepierer in der Mündung sein Pulver verschießt und der beim Leser den Eindruck vermitteln könnte: Viel Rauch um nichts.</p>
<p>Immerhin gibt es bei detektor.fm ein paar schöne <a href="http://detektor.fm/kultur/das-mekka-der-schwarzen-szene-das-wave-gotik-treffen-in-leipzig/">Radio-Streams zum Wave-Gotik-Treffen</a>, darunter auch ein Interview mit Cornelius Brach nebst einem Überblick über die Stadt zum Pfingstwochenende. Auch <a href="http://www.ploettner-verlag.de/autoren/alexander-nym/">Alexander Nym’s</a> Buch »Schillerndes Dunkel« wird besprochen, auf die Frage hin wie Rechtsextremismus in der Szene verwurzelt sein antwortet er: »<em>Da muss man sich vor Augen führen, das die Szene sich durchaus auch als Elitär betrachtet, das heißt man versucht erstmal einen gewissen Abstand zwischen sich und das normale, bunte Volk sozusagen zu legen. Dann hat man durch den Hang zur Romantik eine intrinsisch regressive Komponente in der Szene angelegt da sind natürlich Anschlusspunkte für Antimodernismen und moderne Kritik vorhanden, die sich dann in Randbereichen auch einem Sozialdarwinismus annähern, den man durchaus als rechtsextremistisch bezeichnen könnte…</em>« Selten habe ich einen so an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhang zwischen Rechtsextremismus und der Gothic Szene gehört, wie in diesem etwas merkwürdig formulierten Satz, der meiner Meinung nach in Ansätzen richtig erscheint, aber in der Kombination eher in sich selbst zusammenbricht. Würde mich freuen wenn den mal einer für mich übersetzen könnte. Das soll natürlich nicht davon ablenken, das die Streams durchaus gelungen sind.</p>
<p>Zu guter Letzt gibt es von <a href="http://leipzig-fernsehen.de/">Leipzig Fernsehen</a> noch ein Interview mit besagten Cornelius Brach, der von nahezu allen Medien in irgendeiner Form zitiert wird. <strong>UPDATE</strong>: Wer mal so richtig herzlich lachen möchte, dem sei <a href="http://www.prosieben.de/tv/taff/video/clip/23744-gothic-treffen-1.1724599/">ein toller Beitrag von Pro7 empfohlen</a>, die die Vorurteile gegen Gothic von zwei Damen aus München direkt auf dem WGT testen ließen, solange dieser noch Online verfügbar ist. (Danke an <a href="http://www.spontis.de/schwarze-szene/pressestimmen-zum-wave-gotik-treffen-2010/comment-page-1/#comment-8910">Rosa Chalybeia</a> für den Tip)</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1l57QRL4kDI">http://www.youtube.com/watch?v=1l57QRL4kDI</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1l57QRL4kDI"><img src="http://img.youtube.com/vi/1l57QRL4kDI/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<h6>(Bilderquelle: Die Bilder stammen aus einem Scan der Leipziger Volkszeitung, die ich mir vom Wochenende mitgebracht habe)</h6>
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		<title>WGT - Interview mit Cornelius Brach</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 06:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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<p>Schaut man morgen bei Google Earth auf die Stadt Leipzig, wird wohl ein schwarzer Fleck zu sehen sein. Nur noch wenige Stunden, dann beginnt in das 18. Wave-Gotik-Treffen. Ein Großteil der schwarzen Anhängerschaft wird sich dort einfinden um sich selbst und ihre Subkultur zu feiern. Auch diese mal werden sich sicherlich wieder über 20.000 Gohtic begeisterte einfinden und das aus aller Herren Länder. Das wohl größte Treffen dieser Art hat sich auch dieses Jahr nicht lumpen lassen und einige interessante Neuerungen mit ins Programm aufgenommen, darunter leider auch eine Preiserhöhung. Ein Interview der Seite <a href="http://www.schockkultur.de">Schockkultur</a> mit dem Pressesprecher des WGT, Cornelius Brach möchte ich euch nicht vorenthalten. Für die Besucher des WGT ein Appetitmacher für Nicht-Besucher ein Neidmacher. Für mich hat es dieses Jahr leider nicht gereicht, ich habe mich bereits im Vorfeld für das Mera Luna entschieden und ein zusätzlicher Besuch des WGT sprengt definitiv meinen geplanten Jahreshaushalt.<span id="more-2829"></span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=TkhKz-JSWsI">http://www.youtube.com/watch?v=TkhKz-JSWsI</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=TkhKz-JSWsI"><img src="http://img.youtube.com/vi/TkhKz-JSWsI/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle noch einmal den gelungenen musikalische Background hervorheben, der von der noch sehr unbekannte <a href="http://www.theslimp.de/">Kölner Formation The SlimP</a> stammt, die erst kürzlich eine EP veröffentlich haben und ihre Lieder kostenlos im Internet anbieten. Den Titelsong zum Video The Gate von der EP Wavelands hat sehr viel Energie und macht definitiv Lust auf mehr. Anhören!</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://www.wave-gotik-treffen.de/">Treffen &amp; Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH</a> | Paolo Schubert)</h6>
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		<title>Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 43</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 16:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
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		<category><![CDATA[Marktschreier]]></category>
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		<description><![CDATA[Schilder gegen Stau Da lese ich, das die Stadt Mönchengladbach gedenkt, dem Verkehrschaos bei Spiel Deutschland-Wales präventiv entgegenzuwirken indem man neue Schilder aufstellt, die die Autofahrer »an die Hand nehmen und dahin führen, wo sie ihr Auto abstellen wollen.« Gerade im Hinblick auf die Frauen WM 2011 soll diese 30000€ Aktion Sinn machen. Ob sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schilder gegen Stau</h4>
<p>Da lese ich, das die Stadt Mönchengladbach gedenkt, dem Verkehrschaos bei Spiel Deutschland-Wales präventiv entgegenzuwirken indem man neue Schilder aufstellt, die die Autofahrer »<em>an die Hand nehmen und dahin führen, wo sie ihr Auto abstellen wollen.</em>« Gerade im Hinblick auf die Frauen WM 2011 soll diese 30000€ Aktion Sinn machen. Ob sich jemand Gedanken über das dann vielleicht internationale Publikum macht? Ich will es hoffen, sonst ist ein doppeltes Chaos perfekt. (WZ — 23.10.2008)</p>
<h4>Prinz und Niersia</h4>
<p>Karneval ist schon ein lustige Zeit. Kurz vor Beginn der 5. Jahreszeit hat Mönchengladbach sein neues <a href="http://www.prinzengarde-mg.de">Prinzenpaar</a>. Prinzessin Niersia Ilona und Prinz Marcus I. führen die Narren durch die kommende Karnevalssession. Niersia? Trotz intensiver Bemühungen konnte ich nicht herausfinden was eine Niersia ist. Klar der Fluss Bach durch Mönchengladbach heißt Niers, als muss das irgendwas damit zu tun haben. Wer klärt mich auf? Über Zuschriften oder Kommentare würde ich mich sehr freuen. (RP — 20.10.2008)<span id="more-703"></span></p>
<h4>Der Rheinische Post Glauben</h4>
<p>Da lese ich in der Zeitung, dass es in Mönchengladbach 142.000 Katholiken und rund 52.000 Protestanten gibt. 264.355 zählt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchengladbach">Wikipedia</a>, es fehlen also 70355 Mitbürger. Immerhin 27% der Mönchengladbach Bevölkerung haben also einen anderen Glauben und die Rheinische Post stellt die katholischen und evangelischen Kirche in Mönchengladbach vor. Was ist mit den 6 Moscheen, Freikirchen und der jüdischen Gemeinde die Eingangs erwähnt werden? Sollten wir mit der Integration nicht bei uns selbst anfangen? (RP — 20.10.2008)</p>
<h4>Kunst und Kitsch</h4>
<p>Stadtgespräch in Mönchengladbach ist das neue Kunstwerk »End« von <a href="http://www.gregorschneider.de/">Gregor Schneider</a> aus Rheydt, meine erste Sichtung des noch nicht fertigen Werkes war eher nüchtern, vielleicht erschliesst sich mir die Tragweite des Projektes es mit der Fertigstellung, immer kostet das Teil 407.000€ Immerhin beteiligt sich der Künstler mit rund 150.000€, ob es Verschwendung ist? Wenn´s fertig ist, sag ich Bescheid. (RP — 24.10.2008)</p>
<h4>Marktschreier</h4>
<p>Wenn immer die Marktschreier in der Stadt sind und den Parkplatz beim <a href="http://www.borussia.de/de/fanhaus,115472,0.html">Fanhaus</a> der Borussia blockieren muss ich an meinen letzten Besuch dort denken. Marktschreier hab ich mir anders vorgestellt, auf mich wirkten sie mehr als langweilig. Nicht genug damit so offenbarte der Blick in einen der verscherbelten Tüten eine Ausbeute an überreifem und weichem Obst der meiner nach übelsten Qualtiät die man am Großmarkt bekommt. Es ist ebenfalls nicht möglich die Tüte komplett aufzuessen, den bei mir war der Inhalt vorher abgelaufen und begann zu schimmeln. Ob ihr also hingeht, überlasse ich euch. (RP — 21.10.2008)<br />
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