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	<title>Spontis &#187; Politik</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Knopf drücken, abschalten: Krieg der Welten</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 17:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Faszinierend, erschreckend, aufwühlend. Das was wir nur von düsteren Filme kannten ist Realität geworden, das Internet ist zum integralen Bestandteil unseres Lebens mutiert. Jahre fristete es einer Existenz als Nebensache, als Spielplatz oder auch als Lexikon das man zuklappen und ins Regal stellen kann. Doch für manche unmerklich, für andere absehbar hat sich das Internet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Faszinierend, erschreckend, aufwühlend. Das was wir nur von düsteren Filme kannten ist Realität geworden, das Internet ist zum integralen Bestandteil unseres Lebens mutiert. Jahre fristete es einer Existenz als Nebensache, als Spielplatz oder auch als Lexikon das man zuklappen und ins Regal stellen kann. Doch für manche unmerklich, für andere absehbar hat sich das Internet in das reelle Leben geschlichen. Das mag für den ein oder anderen absonderlich klingen, doch in meiner Jugend war das Wort Internet noch nicht bekannt. Als »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Golf">Generation Golf</a>« bin ich in das Internetzeitalter hineingewachsen und habe schon früh damit begonnen mit auseinanderzusetzen. Viele gleichaltrige werden mir beipflichten, wir kennen beide Seiten und haben damit denen die es gar nicht anders kennen etwas voraus, jedenfalls in dieser Hinsicht.</p>
<p>Das tagesaktuelle Geschehen zeigt es deutlich: Die klassischen Nachrichten berichten immer häufiger über das Netz, Wikileaks und seine selbsternannte Galionsfigur Julian Assange haben geschafft, was niemand vor 30 Jahren für möglich gehalten hätte: Digitale Informationen sind zur Waffe geworden, mit der Verteilung der geheimen Dokumente von Diplomaten an viele Redaktionen auf diesem Planeten haben sie nicht etwa gezeigt was ein US-Diplomat über Angela Merkel denkt, sondern vielmehr welche Macht das hat, was vor Jahren belächelt wurde und warum Informationen der Schlüssel zu einer vielleicht besseren Welt sein können. <a href="http://www.robertbasic.de/2010/12/ist-wikileaks-the-next-big-thing/">Robert Basic</a> nennt Wikileaks »the next big thing« und spiegelt damit meine Sicht der Dinge und lenkt den Fokus auf das großartige, das Wikileaks und seine Aktivisten ausmacht. Sie zeigen auch die andere Seite der Medaille und fordern damit Regierungen, Geheimdienste und Organisationen heraus, die Wikileaks und Julian Assange den Krieg erklärt haben. Die echte Welt, gegen die virtuelle Welt.<span id="more-8299"></span>Vielleicht ein Video von einer Interview mit Julian Assange, das erklärt <a href="http://www.ted.com/talks/julian_assange_why_the_world_needs_wikileaks.html">Warum die Welt WikiLeaks braucht</a> um zu verstehen worauf sie meine Ansicht stützt. Nehmt die zahlreichen Untertitel in Anspruch, mir hat es beim Verstehen geholfen.</p>
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<p>Paradox möchte man meinen. Hier wird etwas kriminalisiert was gar nicht kriminell ist, hier arbeiten plötzlich Behörden, Regierungen und Organisationen zusammen um Wikileaks zu stoppen, und Assange zu inhaftieren. Faszinierend, das das was seit Jahren bei Cyberkriminalität nicht möglich schien nun wie von Geisterhand funktioniert, erschreckend wie Regierungen und Firmen zusammenarbeiten, aufwühlend wenn man sich die Konsequenzen ausmalt.</p>
<p>Das geht mich nichts an? Legen wir den Krieg der Welten wie eine Blaupause auf die deutschen Ereignisse und ziehen (wohl möglich hinkende) Schlüsse zum JMStV, dem Jugendschutzschwachsinn der Bundesregierung, der 2011 in Kraft treten soll. Zusammen mit den jüngsten Facebook-Skandalen, dem Google Street-View Eklat und dem Krieg der Welten rund um Wikileaks entsteht ein bizarres Bild, das den, der sich nie mit dem Netz und seiner Macht auseinandergesetzt hat vor Fragen stellt, die er sich nicht beantworten kann. Die Medien schüren Ängste und erzeugen ein Weltbild das fern von dem ist, was wirklich passiert.</p>
<p>Glücklicherweise gibt es Prominente, die uns ihre Sicht der Dinge präsentieren, das man durchaus zum lachen finden könnte, ich finde es jedoch erschreckend. Prominente haben die unangenehme Eigenschaft, das deren Gedanken und Wort häufig von der entsprechenden Zielgruppe zur eigenen Meinungsbildung heran gezogen werden:  »<em>Wenn ich auf einen Knopf drücken könnte […] und könnte das Internet abschaffen für alle, ich würd” ihn sofort drücken.</em>«</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ew0Z7OJux-4">http://www.youtube.com/watch?v=Ew0Z7OJux-4</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ew0Z7OJux-4"><img src="http://img.youtube.com/vi/Ew0Z7OJux-4/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Es ist nicht meine Absicht jedes Wort auf die Waage zu legen, geschweige denn jeder Wort eines Bill Kaulitz für bare Münze zu nehmen (von Joop ganz zu schweigen), aber es spiegelt irgendwo die Sichtweise eines großen Teils der Gesellschaft und genau das macht mir Angst.</p>
<p><strong>Abschalten</strong>. <strong>Abschaffen</strong>. <strong>Ausblenden</strong>. Ich will nichts schlechtes mehr hören, ich will mich weiterhin in meiner kleinen bescheidenen Welt wohlfühlen. Was ich nicht sehe und höre, das gibt es nicht. Und wenn alle so wären wie <em>ich</em>, dann wäre die Welt bestimmt ganz toll.<br />
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		<title>Archiv der Jugendkulturen - Keine Hilfe durch Politik und Staat</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 10:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über 50.000€ sind mittlerweile für die Rettung des Archivs der Jugendkulturen zusammengekommen, doch die Zeit wird knapp. Berücksichtigt man die Spendenentwicklung seit dem Start der Aktion, so lässt sich absehen, das am Ende noch etwa 35.000€ fehlen werden. Wie wichtig das Archiv war, ist und sein wird, zeigt auch die aktuelle Entwicklung um die Depublizierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/Keine-Zukunft.png" rel="shadowbox[sbpost-7776];player=img;" title="Keine Zukunft"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7815" title="Keine Zukunft" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/Keine-Zukunft-282x300.png" alt="Archiv der Jugendkulturen" width="197" height="210" /></a>Über 50.000€ sind mittlerweile für die Rettung des Archivs der Jugendkulturen zusammengekommen, doch die Zeit wird knapp. Berücksichtigt man die Spendenentwicklung seit dem Start der Aktion, so lässt sich absehen, das am Ende noch etwa 35.000€ fehlen werden. Wie wichtig das Archiv war, ist und sein wird, zeigt auch die aktuelle Entwicklung um die Depublizierung der Inhalte öffentlich-rechtlicher Medienanstalten. Das Archiv sammelt seit Jahren Material aus und über Jugendkulturen und hat einen Quellenfundus aufgebaut, der seinesgleichen sucht. Neulich diskutierte ich mit jemanden über das Archiv:</p>
<p><strong>Warum muss das Archiv eigentlich durch Spenden am Leben erhalten werden, ist es nicht Aufgabe der Politik und des Landes hier helfend einzugreifen?</strong> Hat das Archiv überhaupt schon versucht eine staatliche Förderung zu erhalten und was sagen die Politiker?</p>
<p>Ja, meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Politik, kulturell wertvolle Angebote, die der Allgemeinheit dienlich sind und die sich bereits etabliert haben finanziell zu unterstützen. Um die zweite Frage zu beantworten, habe ich mich den Antwortbriefen bedient, die das Archiv der Jugendkulturen auf seine <a href="http://www.jugendkulturen.de/">Homepage</a> veröffentlicht hat und die eine meiner Meinung nach die Hilflosigkeit und den Unwillen staatlicher Behörden am besten dokumentieren.</p>
<p>Im August schrieb Klaus Farin an den Bürgermeister der Stadt Berlin, in dem er um die Unterstützung des Archivs der Jugendkulturen ersucht. Antwort erhält er von der Senatskanzlei und der Abteilung Kulturelle Angelegenheiten die den Wert des Archivs zu schätzen weiß: »<em>Das von Ihnen ins Leben gerufene und gepflegte Archiv der Jugendkulturen ist eine bemerkenswerte Einrichtung und leistet einen wichtige Beitrag zu wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendkulturen.</em>« Doch leider sieht man sich nicht in der Lage, eine Unterstützung anzubieten, weil das Archiv in den Augen der Kanzlei nicht als kulturelle Einrichtung gilt: »<em>Zu den Aufgaben der Abteilung (…) gehören jedoch die Förderung und Betreuung kultureller Einrichtung (…) Vor diesem Hintergrund wäre eine Unterstützung des Archivs der Jugendkulturen (…) grundsätzlich nicht möglich.</em>«<span id="more-7776"></span></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/buch_cover.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7776];player=img;" title="Keine Zukunft war Gestern"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-7817" title="Keine Zukunft war Gestern" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/buch_cover-224x300.jpg" alt="Keine Zukunft war Gestern - Punk in Deutschland" width="157" height="210" /></a>Ist die Erhaltung von Jugendkultur denn keine Kulturelle Angelegenheit? Man gewinnt den Eindruck, das die Einrichtung akzeptiert aber nicht verstanden wird — wie sonst lässt sich eine solche Fehleinschätzung sonst erklären? Auf der Homepage der Senatskanzlei heißt es: »<em>Die Berliner Kulturverwaltung (Senatskanzlei — Kulturelle  Angelegenheiten) ist zuständig für Angelegenheiten der Museen,  Bibliotheken, Archive, Gedenkstätten, Bühnen, Orchester und Chöre sowie  für die Förderung von in Berlin lebenden Künstlerinnen und Künstlern.</em>«</p>
<p>Archive gelten offenbar als kulturelle Einrichtungen, Jugendkulturen als solches scheinen auch als solche anerkannt zu sein, dennoch verweigert die Senatskanzlei die Unterstützung, fühlt sich nicht zuständig und verweist an eine andere Behörde, »<em>da es sich bei Ihrem Archiv um eine bildungsnahe Einrichtung handelt, möchte ich Ihnen empfehlen, sich dan die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (…) zu wenden</em>.«. Hat Kultur denn nicht immer etwas mit Bildung zu tun? Gerne betone ich es noch einmal, es geht nicht um Millionenbeträge sondern um eine stete Förderung im Rahmen eines Jugendarchivs.</p>
<p>Doch Klaus Farin ließ sich nicht beirren und schrieb auch an die zweite Behörde. Die kennt das Archiv schon mal: »<em>Das Archiv der Jugendkulturen ist mir seit langem bekannt. (…) Der Verein und Sie ganz persönlich haben in den vergangenen Jahren bundesweit dazu beigetragen, dass dem häufig gefährdungsorientierten Bild der Öffentlichkeit von Jugendlichen, Jugendszenen und Jugendkulturen eine differenzierte, auf Verständnis und angemessenes Handeln zielende Analyse entgegengesetzt wurde.</em>« Kurz gesagt, das Archiv wird auch hier als großartige Einrichtung aufgenommen — der Wert der Einrichtung von allen Seiten geschätzt.</p>
<p>Leider gibt es auch hier keinen Aussicht auf Erfolg: »<em>Dennoch kann ich Ihrer Bitte nach Förderung leider nicht entsprechen. Für eine Lösung (…) müssen die Rahmenbedingungen, insbersondere die schwierige Haushaltssituation des Landes Berlin berücksichtigt werden. Die derzeitigen Haushaltsmittel (…) sind vollständig (…) eingesetzt.</em>« Der Haushalt 2010/2011 ist also bereits verplant. Haushaltssituationen und Rahmenbedingungen von Ländern sind fast immer schwierig und obwohl das Archiv als solches schon bekannt ist, hat man eine Berücksichtigung in der letzten 12 Jahren schlicht und einfach verpennt?  Zum Vergleich: 2009 gab man für Literatur und Bibliotheken und 30 Millionen Euro aus, für Sonstige Einrichtungen und Förderung rund 15 Millionen Euro aus.</p>
<div id="attachment_7818" class="wp-caption alignleft" style="width: 182px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: left;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/Klaus_Farin.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7776];player=img;" title="Klaus Farin"><img class="size-medium wp-image-7818 " title="Klaus Farin" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/Klaus_Farin-202x300.jpg" alt="Klaus Farin" width="182" height="270" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Klaus Farin, Leiter des Archivs der Jugendkulturen, ausnahmsweise mal rasiert.</p></div>
<p>Im Anhang äußert sich die Senatsverwaltung auf eine mündliche Anfrage des Abgeordneten Oliver Schruoffeneger vom 09. September 2010: »<em>Das Land Berlin hat das Archiv u.a. bei der Beantragung von Drittmitteln bei Stiftungen und Programmen, die durch die Bundesregierung finanziert werden, unterstützt und beabsichtigt, dies auf weiterhin zu tun.</em>« Unterstützung scheint sich hier aber nur darauf zu beschränken Briefe zu schreiben und äußert sich leider nicht in finanziellen Leistungen.</p>
<p>Sehr niederschlagend muss da eine Antwort vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wirken: »<em>Durch Sammeln und kostenloser Bereitstellung in ihrer Präsenzbibliothek authentischer Zeugnisse aus den Jugendkulturen und wissenschaftlicher Arbeiten sowie Ihrer eigenen Jugendforschung leisten sie großartige Jugendarbeit. (…) Ehrenamtliches Engagement ist ein besonders wertvolles Gut unserer Zeit. (…) Daher stehen (…) im Haushaltsjahr 2010 keine Mittel zur Verfügung. Auch kann ich Ihnen eine Unterstützung für die kommenden Jahre nicht in Aussichten stellen</em>.«</p>
<p>Wie niederschmetternd muss so eine Antwort für Menschen sein, die sich seit 12 Jahren engagieren? »Wir finden eure Arbeit toll, aber ihr werdet dafür nie einen Cent Förderung erhalten.« Anerkennung, die sich nicht auszahlt. Klaus Farin selbst sagte einmal »<em>Wer sich auf die Realität einlässt, muss die beruhigende Eindeutigkeit aufgeben.</em>«</p>
<p>Das Archiv der Jugendkulturen ist eindeutig erhaltenswert. Nicht nur als Grundlage für Jugendforschung und Jugendarbeit, sondern auch als Zeitzeuge von Jugendkulturen, die es in dieser Form in Europa noch nicht nicht gibt. Doch die Realität sieht eben anders aus.</p>
<p>Über 50.000€ sind zusammengekommen (bis jetzt) von Menschen die das Archiv als solches schätzen wissen. Menschen, den man nicht erklären muss das nichts hilft sich nur über etwas aufzuregen, sondern die wissen das es darauf ankommt auch etwas zu tun, zu handeln — die 5 oder auch 10€ in die Hand nehmen und wissen für was sie das Geld spenden. Hast DU schon etwas gespendet?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/archiv-der-jugendkulturen-jetzt-retten/">Archiv der Jugendkulturen — Jetzt retten!</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/pages/Archiv-der-Jugendkulturen-Jetzt-retten/116884565025586">Rettungsaktion auf Facebook</a></li>
<li><a href="http://www.jugendkulturen.de">Das Archiv der Jugendkulturen im Internet</a></li>
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		<title>Unter Linken - Die Reportage zum Buch von Jan Fleischhauer</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 20:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/Unter-Linken.png" rel="shadowbox[sbpost-7646];player=img;" title="Unter Linken"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7647" title="Unter Linken" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/Unter-Linken-186x300.png" alt="" width="105" height="170" /></a>Links? Oder vielleicht doch rechts? Vielleicht aber auch die goldene Mitte? In Zeiten einer bürgernahen Politik die lieber dagegen ist als dafür und auch mal Nein sagt, weil es eben das Gegenteil von dem ist, was die anderen sagen. Politik ohne Profil, bei denen der Wähler schon schnell mal übersehen kann, in welche Richtung es politisch gehen soll und bei der selbst die Mitglieder, Abgeordneten und Vorsitzenden einer Partei selbst nicht mehr so recht wissen, in welche Richtung sie denn nun selber fahren. Mann kann ja schon mal den Blinker setzen um nachher doch in einer andere Richtung zu fahren.</p>
<p>In Deutschland unterscheidet man zwischen all den Partei gerne mal zwischen Links und Rechts, oder auch: Linksextrem und Rechtsextrem, das wird in den Medien häufiger zum Wurfgeschoss verbaler Politisierung. Rechts, das sind die Bösen, die Nazis, die Faschisten, die mit den Glatzen und den Springerstiefeln. Links, das sind die, die mit Schwarzen Masken und Kapuzenshirts, die das System an sich doof finden und für die Kapitalisten der natürlich Feind sind und die man für Gute hält weil sie Steine auf die werfen die Rechts sind, das sind die, die auch gerne mal ganze Stadtteile verwüsten, weil sie meinen nur so etwas ändern zu können. Könnte man doch meinen, oder?<span id="more-7646"></span></p>
<p>Ganz so einfach ist es dann doch nicht, es ist eben nicht einfach alles Schwarz und Weiß. Das hat auch <a href="http://unterlinken.de/">Jan Fleischhauer</a>, der Autor des Bestsellers »<a href="http://www.amazon.de/Unter-Linken-einem-Versehen-konservativ/dp/3498021257">Unter Linken</a>« festgestellt als er, aus linken Elternhaus, sich aufmachte das Linke genauer unter die Lupe zu nehmen und dann aus versehen doch konservativ wurde. Zu seinem Buch machte der Autor und Spiegel Redakteur dann auch noch <a href="http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,719405,00.html">einen Beitrag bei Spiegel TV</a>, sozusagen der Film zum Buch in dem er die Linken mal sanft und mal unsanft auf den Zahn fühlt. Eben bei YouTube entdeckt:</p>
<p>httpv://www.youtube.com/view_play_list?p=2647E53061229AB2</p>
<p>Mit kindlicher Naivität stellt Fleischhauer Fragen an Menschen die es wissen sollten — gerne mal einfach, immer etwas provokativ und manchmal etwas zynisch. Und ja, ich bin immer noch gerne unpolitisch, aber nicht unkritisch und schon gar nicht wahlmüde. Der Beitrag gefällt mir nicht durchgängig gut, neben einigen guten Ansätzen verfolgt er doch zu sehr den Kurs der Konfrontation um sein Gegenüber aus der vermeintlichen Reserve zu locken. Links, Konservativ, Rechts oder was? Nein, eine Antwort auf die Frage gibt es nicht, wohl wissend, das man eine pauschale Antwort nicht erteilen kann. Tendenzpolitik aus der Konservativen Mitte? Nicht für mich, ich entscheide mich für Nischenpolitik um meine Interessen zu vertreten, alles andere riecht nach Mogelpackung.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://twitter.com/janfleischhauer">Twitterprofil von Jan Fleischhauer</a>)</h6>
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		<title>Die Qual der Wahl</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 17:12:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[NRW]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon wieder wählen gehen? Ein schöner Samstag, so schön dass ich den Wunsch einen kleinen Einkaufsbummel zu versuchen in die Tat umgesetzt habe. Natürlich war ich mir der Tatsache bewusst, das es wohl voll werden würde. Schließlich steht die Landtagswahl vor der Tür und außerdem spielt der heimische Fußballverein auf eigenem Rasen. Auf halbem Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/800px-Landtagswahl_NRW_2010.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6260];player=img;" title="800px-Landtagswahl_NRW_2010"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-6261" title="800px-Landtagswahl_NRW_2010" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/800px-Landtagswahl_NRW_2010-150x99.jpg" alt="" width="150" height="99" /></a>Schon wieder wählen gehen? Ein schöner Samstag, so schön dass ich den Wunsch einen kleinen Einkaufsbummel zu versuchen in die Tat umgesetzt habe. Natürlich war ich mir der Tatsache bewusst, das es wohl voll werden würde. Schließlich steht die Landtagswahl vor der Tür und außerdem spielt der heimische Fußballverein auf eigenem Rasen. Auf halbem Weg dann verwunderte mich ein massives Polizeiaufgebot um den Stand einer Partei herum, das sich aus der Entfernung durch lautstarkes Pfeifen und Grölen einer anwesenden Menschenschar bemerkbar machte.</p>
<p>Ein verrücktes Bild. Da musste der mit rund 10 Personen besetzte Stand von vielleicht 80 Polizisten vor rund 120 aufgebrachten Menschen »beschützt« werden. Überall filmten Kameras das Geschehen. Die Partei Pro-NRW filmt mit 3 Kameras die gegen sie aufgebrachten Menschen, die ebenfalls mit 4 Kameras zurückfilmten. Mittendrin dann die Polizei, die ebenfalls mit 2 Kameras filmte. Der Überwachungsstaat färbt auf seine Bürger ab, irgendwie Paradox. Immerhin konnte man von den wahrscheinlich lächerlichen Parolen der Partei Pro-NRW nichts hören. Das ist auch besser so, sonst hätte sich wohlmöglich jemand dazu verleiten lassen können sich durch Menschen und Polizeiabsperrung zu drängen um eines der Flugblätter zu ergattern. Ruhige Minuten zwischen den Rufen aufgebrachter Bürger nutzte ich schamlos aus um mich selbst mit Pfiffen an der Gruppendynamik zu beteiligen.</p>
<p>Und dazwischen immer wieder Passanten, die von dem ganzen Geschehen nichts wissen wollten und der Sache lieber mit gesenktem Blick aus dem Weg gingen. Ein junges Paar kreuzte mein Sichtfeld, bei denen ich im vorbeigehen »<em>Müssen wir schon wieder wählen gehen?</em>« aufschnappen konnte.  Ja, ihr müsst. Sonst bringt die ganze Demokratie nichts. Wen ihr wählt, <a href="http://www5.wahl-o-mat.de/nrw2010/main_app.php">müsst ihr entscheiden</a>. Ihr seid unpolitisch und habt keinen Bock zu wählen? Gut, dann meckert aber später nicht rum was euch alles nicht gefällt an diesem (Bundes-)Land. Nutzt die Zeit die ihr bis morgen noch habt und beschäftigt euch mit der Landtagswahl in NRW mit den Kandidaten und den Programmen, jeder hat doch etwas, was ihn besonders stört oder interessiert. Unpolitisch heißt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten was passiert.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://flickr.com/people/16391484@N00">André Walter via flickr.com</a>)</h6>
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		<title>Spontis Wochenschau #50</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 12:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unaufhaltsam, unweigerlich und unausweichlich nähern wir uns dem Weihnachtsfest 2009. Neben abertausenden Rückblicken und Ausblicken, viralen Adventskalendern und weihnachtlich geschmückten Internetseiten penetriert uns das Fest auch im realen Leben. Weihnachtsmärkte, Glühwein, Geschenke und musikalisches Geklimper. Mein Versuch, sich der Sache zu entziehen um nicht am heiligen Abend schon die Schnauze voll zu haben gelingt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/Bundesarchiv_Bild_102-12285_Berlin_Erstes_deutsches_Wochenschau-Kino.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5173];player=img;" title="Spontis Wochenschau"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-5014" title="Spontis Wochenschau" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/Bundesarchiv_Bild_102-12285_Berlin_Erstes_deutsches_Wochenschau-Kino-150x108.jpg" alt="Spontis Wochenschau" width="150" height="108" /></a>Unaufhaltsam, unweigerlich und unausweichlich nähern wir uns dem Weihnachtsfest 2009. Neben abertausenden Rückblicken und Ausblicken, viralen Adventskalendern und weihnachtlich geschmückten Internetseiten penetriert uns das Fest auch im realen Leben. Weihnachtsmärkte, Glühwein, Geschenke und musikalisches Geklimper. Mein Versuch, sich der Sache zu entziehen um nicht am heiligen Abend schon die Schnauze voll zu haben gelingt nicht immer und ist immer ein Gratwanderung zwischen Egoismus und Selbstaufopferung. Obwohl ich mich bemüht habe, die Linktipps für diese Woche ganz bewusst neutral zu halten, hat sich der ein oder andere Rückblick eingeschlichen.  Aber keine Angst, ich werde das wieder gut machen, ehrlich. Ganz nebenbei: Offenbar habe ich etwas mit den Kalenderwochen durcheinandergewürfelt, so dass ich mich gezwungen sah, die Nummerierung der Wochenschau zu korrigieren, bevor irgendeiner wieder auf die Idee kommt, ein Kommentar <span style="text-decoration: line-through;">daran zu verschwenden</span> dafür zu nutzen mich <span style="text-decoration: line-through;">damit zu nerven</span> darauf aufmerksam zu machen. Und ja, es sind noch 2,6 Kalenderwochen bis zum Jahreswechsel.</p>
<p><span id="more-5173"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.mccord-museum.qc.ca/en/keys/games/17">Flashgame: Viktorianische Etikette</a><br />
Schwarzromantiker und Steampunker lieben ja das legendäre Zeitalter um die vorletzte Jahrhundertwende . Feudale Kleidung in Prunk und Gloria, feine Accessoires und reichliche Verzierungen geschmückt von aufwendigen Frisuren bei den Damen und einem gepflegten Bart oder pompöser Backenbehaarung. Aber natürlich gibt es auch unzählige Benimmregeln, mit denen sich die feine Gesellschaft vom Verhalten des übrigen Volkes absetzte. Das Flashquiz bietet hier eine Möglichkeit die richtige Klamottenwahl zu treffen und stets ein perfekter Gentleman oder eine Lady zu sein. Nach einige verbalen und Klamottentechnischen Ausrutschern habe ich dann doch einige Level gemeistert.</li>
<li><a href="http://rufposten.de/weblog/Eigene_Projekte/x-cess.html">Exzess im X-Cess</a><br />
Den Reporterpreis für die beste Webreportage erhielt Matthias Eberl für seine betonte Diashow über die Münchener Kneipe X-Cess, die früher mal eine Dönerbude war und wo Captain Yilmaz Griffe über die Spülkasten der Toilette montierte, damit die Gäste beim Toilettenfick nicht immer die Spülkästen aus der Wand reißen. Praktisch! Auf seiner Internetseite <a href="http://rufposten.de/">Rufposten</a> hat Eberl <a href="http://rufposten.de/daten/xcess/">die ungekürzte Version seiner Reportage</a> »<em>Außen Puff, innen die Hölle</em>« hinterlegt, die ebenso authentisch wie eindrucksvoll ist und zeigt, das Kult nicht vermarktet wird, sondern entsteht. Den Artikel in der Onlinepräsenz sueddeutsche.de hat man gekürzt, oder besser gesagt zensiert, offenbar möchte man seine konservativen Leser nicht vor dem Kopf bumsen, ähhh st0ßen. (via <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/von-bums-und-anderen-gluecksgriffen/">Niggemeier</a>)</li>
<li><a href="http://www.time.com/time/specials/packages/0,28757,1945379,00.html">Top 10 of Everything</a><br />
Artikel und Beiträge die die besten 10 Dinge von irgendwas präsentieren sind ja schwer in Mode und sorgen immer wieder für wahre Klickorgien. Das Time-Magazin hat sich dieses Jahr hingesetzt und so ziemlich alles in eine Top 10 gepackt, was man sich so vorstellen kann. <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,1945379_1945006,00.html">Top10 T-Shirt Slogans</a>, <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,1945379_1945171,00.html">Top10 Viral Videos</a>, <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,1945379_1945632,00.html">Top10 Tweets</a>, <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,1945379_1945035,00.html">Top10 Fashion Sünden</a>, … Gerade zu faszinierend, wozu sich eine ganze Armee von Redakteuren eine Top10 aus dem Kopf drücken können. (via <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/12/10/die-besten-gadgets-2009-time-magazin-waehlt-droid-auf-platz-1/">Basicthinking</a>)</li>
<li><a href="http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/0/0,5676,7486208,00.html?dr=1">Kurioses aus 45 Jahren Sportstudio</a><br />
Welcher Vater hat nicht das aktuelle Sportstudio geguckt und damit regelmäßig familiäre Kontroversen ausgelöst? Mittlerweile gibt es das Sportstudio schon 45 lange Jahre und auch ich habe neulich ganz bewusst die Ausgabe des Sportstudios sacken lassen, da ich bei meinem Besuch im Stadion zum Nordpark beim kuriosesten Bundesligaspiel seit langem dabei sein konnte. Mönchengladbach besiegt Hannover 96 mit 5:3 wovon 3 Tore Eigentore waren, aber das nur nebenbei. Bein ZDF  gibt es jetzt in der Mediathek Kurioses aus dem Sportstudio zu sehen, wo beispielsweise die beste deutsche Downhill-Mountainbikerin einen galanten und spektakulären Studioeinlauf hinlegt.</li>
<li><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/12/13/basic-flashback-warum-wir-eine-bill-of-rights-fuer-das-internet-brauchen/">Politiker sind nicht böse — aber oft blöd</a><br />
In einem Artikel im Basic Thinking Blog, indem man (wieder mal) eine einheitliche »<em>Bill of Rights</em>« für das Internet fordert, findet sich unter o.g. Überschrift ein kurzes Video der Kinderreporter vom Morgenmagazin, die ein paar Politikern Fragen zum Internet stellen. Eigentlich wollte ich jetzt die Dummheiten der Politiker zitieren, aber ehrlich gesagt fällt mir dazu nichts mehr ein, ich bin sprachlos. »<em>Von Laien regiert</em>« bekommt hier völlig neue, erschreckende Dimensionen. Wenn sich das Wissen der Menschen die unser Land regieren so in alle Bereiche fortpflanzt, sind die nächsten Krisen vorprogrammiert. Was ist ein Politiker ohne seine Mitarbeiter und Berater? Ein zweidimensionaler und lebensgroßer Papp-Aufsteller, der sich mit leeren politischen Parolen schmückt.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=X92GtG1G_hY">http://www.youtube.com/watch?v=X92GtG1G_hY</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=X92GtG1G_hY"><img src="http://img.youtube.com/vi/X92GtG1G_hY/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
</li>
</ul>
<h6>(Bildquelle: <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/de.wikipedia.org');" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_102-12285,_Berlin,_Erstes_deutsches_Wochenschau-Kino.jpg&amp;filetimestamp=20081212213354">Bundesarchiv@Wikipedia</a>)</h6>
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		<title>Die Kanzlerin kommt - Und alle so: Yeaahh!</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 12:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/3910411907_618e8ec38e.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3983];player=img;" title="Und alle so: Yeaahh!"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3984" title="Und alle so: Yeaahh!" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/3910411907_618e8ec38e-150x112.jpg" alt="Und alle so: Yeaahh!" width="150" height="112" /></a>Der Auslöser dieser Überschrift geistert schon eine ganze Weile durch die Netzgemeinde. Ein Plakat der Kanzlerin für einen Besuch auf dem Hamburger Gänsemarkt wirbt, wurde durch einen unbekannten demokratisiert in dem er einfach seine Meinung darauf schrieb. »Und alle so: Yeaahh!« So herrlich ironisch, so herrlich einfach und so herrlich direkt, direktes Kopfkino. Nachdem es auf zahlreichen Blogs verbreitet wurde, war fast klar, das es zur Rede etwas passieren sollte. Vorbei an öffentlichem Interesse formierte sich am Freitag ein Flashmob politischer Güte, der die Rede der Kanzlerin mit lautem rufen von »Yeaahh!« eindeutig bereicherten.</p>
<p>Trillerpfeifen und »Buh«-Rufe sind eben genauso langweilig wie die Rede der Kanzlerin selbst, klar das nicht nur Fans dieser ausgesprochen gelungenen Aktion dabei waren. Einige Zuschauer ließen sich jedoch anstecken und taten dem Flashmob gleich und machten daraus eine höchst clevere Aktion.</p>
<p>Jetzt <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,650004,00.html">schreibt Ole Reißmann auf Spiegel-Online</a> (via Nerdcore) von pubertären Störern und Flashmob-Terror und stellt sich die Frage, ob diese Aktion im Vorfeld hätte verhindert werden müssen. Die Schlussfolgerungen und Vergleiche die er zieht, sind so weit von der Realität entfernt, das es nur so kracht. Offenbar handelt es sich bei Ole Reißmann um einen schreibenden Verehrer der Kanzlerin der als Praktikant im Spiegel eingeschleust wurde:<span id="more-3983"></span></p>
<blockquote><p>Angela Merkel wird lustvoll zugejubelt, das ist an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, auch wenn es konzentrierte Zuhörer gehörig nervt. Und wie steht es mit einer politischen Botschaft? Die jungen Schreihälse leben schließlich praktisch im Internet und haben es hier mit einer Partei zu tun, die das Netz mit Stoppschildern zensieren und Raubkopierer bestrafen will.</p></blockquote>
<p>Die Politische Botschaft? Lieber Ole Reißmann, hier hören ihre Mutmaßungen offenbar auf, ein bisschen mehr Weitsicht und Recherche hätte Ihnen und ihrem Artikel sicher nicht geschadet. Sehen sie diese Form des Protestes vielleicht als Spiegel, der der Kanzlerin hier vorgehalten wird, so lächerlich und nervig es Ihnen vorkommt, so lächerlich und nervig sind die politischen Plattitüden der Kanzlerin und der meisten ihrer Kolleginnen. Vielleicht bitten Sie darum in Zukunft wieder ein anderes Ressort beim Spiegel zu übernehmen. Wie wäre es mit der Boulevard-Ecke, dort können sie dann über den politischen Hintergrund unserer Möchtegern-Promis rezetieren. »Yeaahh!«</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw">http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw"><img src="http://img.youtube.com/vi/J_DRAIGbvUw/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://www.nerdcore.de">Nerdcore</a>)</h6>
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		<title>Glaubwürdigkeit von Wahlplakaten</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 12:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieber Guido Westerwelle. Sicherlich gestehe ich ihnen ein wenig Eitelkeit zu und verstehe ihr jahrelanges Leid mit dieser Entstellung, wie sie das vielleicht bezeichnen. Ein Gesicht ist aber auch gleichzeitig das, was einen Charakter spiegelt, glauben sie nicht das ihre Wähler enttäuscht sein werden wenn sie Ihnen begegnen? Das ist so wie mit One-Night-Stands. Angeheitert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/fdp_westerwelle.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3849];player=img;" title="fdp_westerwelle"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3855" title="fdp_westerwelle" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/fdp_westerwelle-105x150.jpg" alt="fdp_westerwelle" width="105" height="150" /></a>Als ich gestern ein Wahlplakat von <strong>Guido Westerwelle</strong> gesehen habe, stutze ich, so hatte ich den FDP Parteivorsitzenden nicht in Erinnerung. Der Jürgen Prochnow der deutschen Politik, wie ich ihn immer liebevoll nannte, den ich für sein Charaktergesicht und seinen offenen Umgang mit der eigenen Homosexualität immer gemocht habe strahlte wie ein Honigkuchenpferd und wirkt auf mich seltsam verändert. Irgendwie glatter, irgendwie geleckter. Das die Bilder für den Wahlkampf allesamt am Computer retuschiert sein dürften, kann keine Neuigkeit sein.</p>
<p>Hier ein paar Augenringe der letzten Wahlkampfveranstaltung weg retuschieren, das ein oder andere Haar darf auch noch gegen ein buntes ausgetauscht werden, alles im Sinne einer jungen und frischen Partei. Klar werden die Kandidaten auch geschminkt und aufgemotzt, doch wo sind die Grenzen?</p>
<p>Es gibt offenbar doch mehr Sympathiewähler, die ihren Kandidaten nach dem Aussehen beurteilen und weniger nach den Ansichten, die dieser vertritt. Für mich verlieren solche Bilder an Glaubhaftigkeit, und wecken den Eindruck, die Kandidaten hätten noch mehr zu verbergen als ihr Gesicht. Die ganze Straße ist voll mit Gesichtern von denen einige wirken wie die Schergen des Jokers, der einst gegen Batman kämpfte.</p>
<p><span id="more-3849"></span></p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/400px-Westerwelle_hamm_2009_ankunft.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3849];player=img;" title="Westerwelle_hamm_2009_ankunft"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-3910" title="Westerwelle_hamm_2009_ankunft" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/400px-Westerwelle_hamm_2009_ankunft-100x150.jpg" alt="Westerwelle_hamm_2009_ankunft" width="100" height="150" /></a>Lieber Guido Westerwelle. Sicherlich gestehe ich ihnen ein wenig Eitelkeit zu und verstehe ihr jahrelanges Leid mit dieser Entstellung, wie sie das vielleicht bezeichnen. Ein Gesicht ist aber auch gleichzeitig das, was einen Charakter spiegelt, glauben sie nicht das ihre Wähler enttäuscht sein werden wenn sie Ihnen begegnen? Das ist so wie mit One-Night-Stands. Angeheitert und mit verzerrtem Menschenbild lässt man sich auf eine vermeintliche gut aussehende Frau (oder Mann) ein um am nächsten Morgen zu entdecken, das die Brüste mit einem Push-Up gefälscht waren und mehrere Schichten Schminke das eigentliche Gesicht verbergen, hohe Schuhe und zu enge Kleidung vemittelten zusätzlich eine Frau, die es eigentlich nicht gibt. Glücklich kann sich der schätzen, der früher als der am Vorabend noch als unwiderstehlich empfundene Partner aufwacht, seine Klamotten packt und das weite sucht. Also ich wäre enttäuscht und trinke deshalb schon seit Jahren keinen Alkohol mehr, vielleicht sollte auch Sie den Alkohol in ihrem Wahlkampfbüro den Kampf ansagen, denn meiner bescheidenen Meinung nach besteht hier Nachholbedarf.</p>
<h6>(Bildquellen: <a href="http://www.fdp.de">fdp.de</a>, <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Vorderstrasse">Dirk Vorderstrasse</a>/<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Westerwelle_hamm_2009_ankunft.jpg&amp;filetimestamp=20090907172835">Wikipedia</a>)</h6>
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		<title>Das Internet Manifest</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 18:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Internetmanifest]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/netzwerk.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3872];player=img;" title="netzwerk"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3874" title="netzwerk" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/netzwerk-145x150.jpg" alt="netzwerk" width="145" height="150" /></a>Ein Gemeinschaft populärer junger Journalisten und das Who is Who der deutschen Blogossphäre fasst in ihrem <a href="http://www.internet-manifest.de/">Internet Manifest</a> zusammen, was für sie essentiell ist und erstellt daraus 17 Behauptungen . Wie Journalismus heute funktioniert heißt es im Untertitel und könnte eine Kampfansage an Zeitungslobbyisten und Mediemogule sein, oder ein Lehrbuch für angehende und engagierte Journalisten der neuen Wege. Vielleicht auch ein kleiner Leitfaden für den informationsbewussten Blogger.</p>
<p>Ich möchte die Lizenz zu Weiterverbreitung bei Namensnennung aufgreifen und die Behauptungen mit meinen Gedanken ergänzen, in der Hoffnung das meine Leser das gleich tun, denn aus diesen Behauptungen entsteht selbstverständlich Diskussions- und vor allem Handlungsbedarf. Es lohnt sich vielleicht seine eigenen Weisheiten zu destillieren und daraus seine eigenen Konstruktiven Schlüsse zu ziehen um dem eigenen Bestreben nach ständiger Verbesserung nachzukommen.</p>
<p>Das aus den Behauptungen Forderungen wachsen liegt in der Natur der Sache, ob sie aber ähnlich wie die 95 Thesen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cluetrain-Manifest">Cluetrain Manifestes</a> im Sande verlaufen wird sich zeigen. Ich hoffe das die Entwicklung in den Köpfen den Entwicklungen des Netzes nicht weiter hinterherlaufen. Es ist Zeit für eine Aufholjagd.<span id="more-3872"></span></p>
<ol>
<li><strong>Das Internet ist anders.</strong><br />
Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln - das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.</li>
<li><strong>Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.</strong><br />
Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oligopol">Oligopole</a>. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt - zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.<br />
<em>Anmerkung: Sehr richtig, immer wieder beobachte ich das große Zeitschriften und Zeitungen für ihre Online-Präsenzen Artikel einkaufen um dann mit ein und dem selben Text von gesellschaftlichen Randereignissen berichten. Journalismus ist mehr als die Wahrheitsfindung und den Anspruch auf Qualität, Journalismus ist auch ein knallhartes Geschäft.</em></li>
<li><strong>Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet</strong>.<br />
Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.<br />
<em>Anmerkung: Völlig richtig, Medienhäuser suchen aber nicht den Dialog sondern nur eine Möglichkeit aus den Möglichkeiten des Netzes Profit zu schlagen und Ideen und Wege des Netzes für sich zu vereinnahmen. Von einer Mehrheit der Menschen würde ich in diesem Zusammenhang aber noch nicht sprechen, die Menschen für die o.g. Internetseiten Alltag sind ist meiner Meinung nach geringer als angenommen ein Account bei Facebook macht dessen Gebrauch noch nicht zum Alltag.</em></li>
<li><strong>Die Freiheit des Internet ist unantastbar.</strong><br />
Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.<br />
<em>Anmerkung: Gut formuliert, doch unsere Politik interessiert das nicht. Die scheißen drauf und beschließen weiter. Ich finde diese Behauptung ist richtig, nur leider ein frommer Wunsch.</em></li>
<li><strong>Das Internet ist der Sieg der Information.</strong><br />
Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.<br />
<em>Anmerkung: Er läuft aber auch Gefahr in der Fülle der Informationen zu ertrinken und vermag nicht mehr die relevanten von den unrelevanten Informationen zu trennen. </em></li>
<li><strong>Das Internet <span style="text-decoration: line-through;">verändert</span> verbessert den Journalismus.</strong><br />
Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.<br />
<em>Anmerkung: Das Verbessern der Dinge ist eine der lobenswertesten Deutschen Eigenschaften.</em></li>
<li><strong>Das Netz verlangt Vernetzung.</strong><br />
Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.<br />
<em>Anmerkung: Völlig richtig und ein wirklich leicht umzusetzender Schritt der nach sofortiger Durchführung schreit!</em></li>
<li><strong>Links lohnen, Zitate zieren.</strong><br />
Suchmaschinen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aggregator">Aggregatoren</a> fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate - auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers - ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.</li>
<li><strong>Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.</strong><br />
Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.<br />
<em>Anmerkung: Im Netz findet der Wahlkampf übrigens 24 Stunden rund um die Uhr statt und wird nicht nur von den Parteien ausgefochten. Aufgepasst und mitgemacht.</em></li>
<li><strong>Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.</strong><br />
Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.</li>
<li><strong>Mehr ist mehr - es gibt kein Zuviel an Information.</strong><br />
Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen - sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.<br />
<em>Anmerkung: Schwierig. Eine Fülle an falschen Informationen führt jedoch schnell zu Vorurteilen und Halbwahrheiten, hier ist jeder einzelne gefragt, seine recherchierten Informationen auch zu verifizieren.</em></li>
<li><strong>Tradition ist kein Geschäftsmodell.</strong><br />
Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren.</li>
<li><strong>Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.</strong><br />
Das Urheberrecht ist ein <span style="text-decoration: line-through;">zentraler</span>* Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.<small> *) Stilblüten-Alarm aufgehoben</small><br />
<em>Anmerkung: Das Ende der Musikindustrie wurde schon Mitte der 90er eingeläutet, lasst sie nicht länger leiden.</em></li>
<li><strong>Das Internet kennt viele Währungen.</strong><br />
Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.</li>
<li><strong>Was im Netz ist, bleibt im Netz.</strong><br />
Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.<br />
<em>Anmerkung: Vielleicht ein zweischneidiges Schwert. Redundanz im Netz setzt Speicherung voraus, braucht die Speicherung eine Transparenz? Wo wird aus Speicherung eine Verletzung der Privatsphäre?</em></li>
<li><strong>Qualität bleibt die wichtigste Qualität.</strong><br />
Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.<br />
<em>Anmerkung: Wobei ich zwischen virtueller und reeller Qualität unterscheiden würde, denn eine hohe virtuelle Qualität ist nicht unbedingt stellvertretend für eine hohe reelle Qualität.</em></li>
<li><strong>Alle für alle.</strong><br />
Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die "Generation Wikipediaâ€ weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten - für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte - und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.<br />
<em>Anmerkung: Weiß sie das wirklich? Ist die Generation Wikipedia wirklich willens Nachrichten bis zu ihrer Quelle zurückzuverfolgen um deren Glaubhaftigkeit zu überprüfen? Sehr Wünschenswert! Auch für die Blogger der deutschen Blogosphäre!</em></li>
</ol>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/05/15/mit-hyperlinks-gegen-die-hierarchie/">Kulturmanagement)</a></h6>
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