26 Juni

Bodymodification auf Japanisch: Bagelheads

Kategorie: Schwarze Szene6 Kommentare

Eine ganze Menge Fremd­wör­ter im Titel, ich bemühe mich, zunächst den sprach­li­chen Kno­ten zu lösen. Body­mo­di­fi­ca­tion (kurz Body­mod), das im Deut­schen wohl am ehes­ten mit »Kör­per­ver­än­de­rung« über­setzt wer­den könnte, ist der Sam­mel­be­griff für alle Ver­än­de­run­gen des Kör­pers durch Pier­cings, Täto­wie­run­gen, Implan­ta­tio­nen oder auch das anbrin­gen von Zier­nar­ben oder Ver­bren­nun­gen. Der Phan­ta­sie sind hier keine Gren­zen gesetzt. Das neh­men einige Japa­ner beson­ders genau und las­sen sich sei nun Koch­salz­lö­sung unter die Haut sprit­zen, um die ent­stan­dene Beule auf dem Kopf dann durch den geschick­ten Ein­satz ihrer Hände in die Form eines Bagels (Das ist die­ses runde Gebäck aus Hefe­teig mit dem Loch in der Mitte) zu bringen.

Ryoi­chi »Ker­oppy« Maeda, ein japa­ni­scher Foto­graf und Jour­na­list der dor­ti­gen Bodymod-Szene, beschäf­tigt sich seit 20 Jah­ren mit dem japa­ni­schen Under­ground und der dor­ti­gen Bodymod-Szene. Iro­ni­scher­weise war es Ryoi­chi selbst, der das Injek­ti­ons­ver­fah­ren in Japan eta­blierte, das von den dor­ti­gen Anhän­gern der Kör­per­ver­än­de­run­gen begeis­tert ange­nom­men wurde. Das Maga­zin Vice­style hat mit ihm ein Inter­view geführt, das ich beglei­tend zu eini­gen sei­ner Bil­der über­setzt habe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Juni

Körperkult: Tattoo & Piercing Convention Dortmund 2011

FarbrauschOb nun Zufall, Schick­sal oder wie auch immer … es prägte sich ver­gan­ge­nes Wochen­ende ein Event in mein Hirn: meine erste Tat­too & Pie­cring Con­ven­tion und das noch in der Dort­mun­der West­fa­len­halle. Wow, als „Insel-/Landei“ waren die Dimen­sio­nen doch etwas „anders“ als gewohnt. Der Ein­tritt kos­tete satte 15 Euro­nen plus 5 Euro Park­ge­bühr. Nicht gerade güns­tig, jedoch lohnte sich die Inves­ti­tion, zumin­dest für mich persönlich.

Schon beim Betre­ten der Halle 4 schallte mir ein gewohn­tes Geräusch in die Ohren: das sum­men unzäh­li­ger Tat-Guns … herr­lich! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 September

Pauly Unstoppable: Körperkult oder Körperwahn?

Pauly Unstoppable ist nicht nur ein Künst­ler­name, son­dern auch Syn­onym für die unstill­bare Sucht nach Kör­per­ver­än­de­run­gen (engl. Body­mo­di­fi­ca­ti­ons) Pauly ist ein 23jähriger Mann aus Indiana, der sich zur Auf­gabe gemacht hat, immer einen Schritt wei­ter­zu­ge­hen als die ande­ren. Pauly ist täto­wiert und gepierct, hat sich metal­li­sche Gegen­stände unter die Haut implan­tie­ren las­sen und Bran­dings sind für ihn ein alter Hut. Sich an Flei­scher­ha­ken auf­hän­gen las­sen gibt ihm schon lange nicht mehr den letz­ten Kick. Was machen wir da? Wir las­sen uns natür­lich den Aug­ap­fel Tätowieren!

Irgend­wie komme ich mir schlecht infor­miert vor, wenn selbst die AOK Rhein­land schon davor warnt, aber was nicht ist, kann ja noch wer­den — ich meine jetzt das infor­mie­ren selbst­ver­ständ­lich. Pauly soll angeb­lich der erste gewe­sen sein, der sich den Aug­ap­fel hat ein­fär­ben las­sen, 40 Ein­sti­che sol­len dazu nötig gewe­sen sein. Autsch. Ich bin kein Kost­ver­äch­ter und kann mich mit vie­len Spiel­ar­ten anfreun­den, gepierct bin ich ja sel­ber. Aber sich jetzt Farbe ins Auge ste­chen las­sen? Man regt sich über Tier­ver­su­che auf, bei dem die Tiere gegen ihren Wil­len oder Instinkt Dinge mit sich anstel­len las­sen. Der Mensch hat sei­nen Instinkt schon lange unter Kon­trolle und macht das frei­wil­lig. Para­doxe Welt.

Ich meine, wir haben nur 1 paar Augen, die man nicht mal eben im Bau­markt neu kau­fen kann und son­der­lich schön finde ich es auch nicht, aber das ist ja bekannt­lich Geschmacks­sa­che und über den lässt sich bekannt­lich strei­ten. er das alles nicht glaubt, der kann sich in diver­sen Videos davon überzeugen.

(Bild­quelle: bmezine.com)