18 August
Ohne Worte: Gruftie in der Sonne
Der Sommer ist da. Drei Dinge, die heute gar nicht ratsam sind. Erstens: Vor dem Rechner sitzen und bloggen. Zweitens: Schminken, läuft garantiert irgendwo hin. Drittens: Schmuck, gibt Ränder, weil die Haut ihre Farbe wechselt. Bild? An der Ostküste der USA 2011 – frei nach dem Motto: Goths in hot Weather.
7 Juni
Ohne Worte: Nicht vergessen?
“Jetzt, da ich es weiß, werde ich mich nach Kräften mühen, es zu vergessen. Nur ein Narr nimmt allen Plunder auf, über den er stolpert, so dass das Wissen, das ihm nützen könnte, von der übrigen Menge verdrängt wird.” (Arthur Conan Doyle, 1887)
12 Mai
(Ohne) Worte: Leute ohne Rückgrat
“Gerade klare Menschen wären ein schönes Ziel, Leute ohne Rückgrat haben wir schon zuviel.” Bettina Wegner sang es für ihre Kinder. Menschen, die sich eins erhalten haben, gibt es noch viel zu wenige. Rückgrat bewiesen in der vergangenen Woche die Redakteure der SZ für die Ablehnung des Henri-Nannen-Preises und Günther Jauch, für die Reaktion auf den Rausschmiss eines Demonstranten. Heute ist ein guter Tag, seines zu stärken. Für die Bürger in NRW beginnt das mit einem leichten Strechtching, Frühstück, Meinungsbildung und dem Gang zur Wahlurne. Wählt ab, was kein Rückgrat mehr hat, lest das, was euch zu einem verhilft und dankt auch eurer Mutter für euren Verstand.
(Bildquelle: Madilyn Peiper | CC by-nc-nd)
16 März
Ohne Worte: Subkultur mit Inhalten
“…eines offenbart sich leider öfter und öfter: ein Verlust an Authentizität. Denn mittlerweile verursacht die Konfrontatio mit realen Objekten des Todes, einem Schädel etwa, bei vielen Schwarzen mehr Unbehagen, als man doch gemeinhin vermuten sollte. Und es wäre höchst bedauerlich, wenn sich Gothics am Ende lediglich nur noch über Musik und eine möglichst extravagabte Mode definieren würden. Dann nämlich hätte sie ihre Einstufung als “Subkultur mit Inhalten und Werten” beinahe verwirkt.” (Roman Rutkowski, 2004 | Bild: Capuchin Catacombs Palermo Italy“
1 Januar
Ohne Worte: Frohes neues Jahr!
2011 war bewegend, eindrucksvoll, herausfordernd und traurig. Die Zeit des Schlafes ist vorbei, ich fand was ich suchte. Ich lernte zu lieben, was ich bin. Hoffnungslos optimistisch blicke ich in die Zukunft, hemmungslos unverbesserlich kämpfe ich für das, was mir wichtig ist.
Spontis wünscht allen Lesern und Besuchern ein schwarzes Jahr 2012!
14 August
Ohne Worte: Big Hair, again
“Megafrisuren gehören zu den architektonischen Weltwundern unserer Zeit. Sie türmen sich auf. Sich machen sich breit. Sie treten vor und fordern zum Hinsehen heraus. Riesenfrisuren zielen auf Wirkung, auf Dramatik und Extravaganz. Weniger auf Raffinesse, Subtilität oder gar Zartheit. Und kein bisschen auf Natürlichkeit. Sie sind viel zu beschäftigt damit, der Schwerkraft zu trotzen und um unsere Aufmerksamkeit zu buhlen.” (Grant McCracken: Big Hair, 1995, dtv Verlag | Bildquelle: Now this is Gothic)
11 August
Ohne Worte: Der Tod der Geliebten
Er wusste nur vom Tod was alle wissen:
Dass er uns nimmt und in das Stumme stößt.
Als aber sie, nicht von ihm fortgerissen,
nein, leis aus seinen Augen ausgelöst,
hinüberglitt zu unbekannten Schatten,
und als er fühlte, dass sie drüben nun
wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten
und ihre Weise wohlzutun:
da wurden ihm die Toten so bekannt,
als wäre er durch sie mit einem jeden
ganz nah verwandt; er ließ die andern reden
und glaubte nicht und nannte jenes Land
das gutgelegene, das immersüße -
Und tastete es ab für ihre Füße.
(Gedicht: Rainer Maria Rilke | Bild: Jeremy Enecio @ Nucleus via Creep Machine)
24 Juni
Ohne Worte: Let’s go to Bed
“but i don’t care if you don’t / and i don’t feel if you don’t / and i don’t want it if you don’t / and i won’t play it / if you don’t play it first” Let’s go to Bed – The Cure
(Bild: Melisa Monday@flickr | CC by-nc-sa)
17 Juni
Ohne Worte: Zwiegespräch
“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.” (Sokrates, griechischer Philosoph ca. 469 vChr – 399 vChr)
(Bildquelle: Acid Ally | CC by-nc-sa)










