4 Februar

Skin - Hass war sein Ausweg

cover_dvd_big1979, irgendwo in den Nie­der­lan­den. Die anfangs den Punks nahe ste­hen­den Skin­heads radi­ka­li­sie­ren sich immer mehr nach rechts. Dem 17jährigen Fran­kie, Sohn eines jüdi­schen KZ-Überlebenden, ist gar nicht rich­tig klar, auf wen er sich da ein­ge­las­sen hat. Die neuen Kum­pel haben ihn ein­fach mit­ge­nom­men. Jetzt weiß er wenigs­tens, wo er hin­ge­hört, bekommt Aner­ken­nung und Auf­merk­sam­keit. Das konn­ten ihm sein schwer trau­ma­ti­sier­ter Vater und die kranke Mut­ter nicht geben. Die Bin­dun­gen zu sei­ner Fami­lie und sei­nem bis­he­ri­gen Leben zer­rei­ßen immer mehr. Bis es zu einer Kata­stro­phe kommt, die Fran­kie zum Mör­der macht …

Die nie­der­län­di­schen Skin­heads, geprägt von Ursprün­gen der Bewe­gung in den mul­ti­kul­tu­rel­len Arbei­ter­vier­teln East Lon­dons, sind eine pro­le­ta­ri­sche und poli­tisch links Ori­en­tierte Jugend­kul­tur, die ein­deu­tige Par­al­le­len zu den Punks auf­weist. Zusam­men­halt und Loya­li­tät, die Fran­kie inner­halb sei­ner Fami­lie ver­misst, fin­det er hier. Zusam­men mit sei­nem schwar­zen Freund Jef­frey macht er die Nach­bar­schaft unsicher.

Faschis­ten sehen in der Gewalt­be­rei­ten und labi­len Skin­head­szene den idea­len Nähr­bo­den für ihre ideo­lo­gi­schen Ideen. Unzu­frie­den­heit mit sich selbst und dem des­in­ter­es­sierte Vater, sowie der Tod sei­ner Mut­ter las­sen in Fran­kie Hass und Aggres­sion wach­sen, die er inner­halb der Nazi-Skin Szene aus­le­ben kann. Er teilt nicht die Beweg­gründe der Szene, schmückt sich aber den­noch mit ihren Sym­bo­len um dazu­zu­ge­hö­ren. Der Film endet in einer Tra­gö­die. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Dezember

Schwarze Weihnachten

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Heute ist Hei­lig­abend, Höhe­punkt und Finale des 3 mona­ti­gen Kosum­ter­rors. Die letz­ten und ganz har­ten stür­zen sich noch ein­mal bis zur Mit­tags­zeit in die Städte und Kauf­tem­pel um auch noch das letzte Geschenk zu besor­gen. Erwach­sene Män­ner strei­ten sich an der Gemü­se­aus­lage um die schein­bar letzte, weih­nacht­lich rote Paprika. Auch ich werde mich noch ein letz­tes mal in das Getüm­mel stür­zen, denn es fehlt immer noch der Weih­nachts­baum — den kau­fen wir aber immer erst am hei­li­gen Abend, so will es eine uralte und von mei­nem Vater über­lie­ferte Fami­li­en­tra­di­tion. Er sagt, die gibt´s dann bil­li­ger. Aha. Das es dann nur noch die ver­krüp­pel­ten und defor­mier­ten gibt, hat er mir ver­schwie­gen, aber Tra­di­tion ist Tradition.

Schwarze Weih­nach­ten gibt es übri­gens nicht, mei­ner Erfah­rung nach sind an Weih­nach­ten alle gleich. Punks hocken unterm Weih­nachts­baum und gröh­len Weih­nachts­lie­der, wäh­rend wir Gothics am Advents­kranz sit­zend ein leben­des Kan­nin­chen opfern.  Ist natür­lich Blöd­sinn, auch wenn sich das der ein oder andere so vor­stel­len mag, denn gerade an Weih­nach­ten ist kaum jemand gerne allein. In die­sem Punkt stimme ich Lordy zu und zähle mich zu sei­ner drit­ten Kate­go­rie der Weih­nacht­s­ty­pen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »