Im Frühjahr 1997 war es soweit. Ich hatte die Nase voll von der alten Computer-Klapperkiste, die meine Schwester mir vor einigen Jahren überließ, ein neuer Rechner musste her. Schon im Jahr zuvor hatte ich Geld beiseite gelegt, um mir den lange gehegten Traum zu erfüllen. Ein Komplettrechner mit allem was das flammende Herz begehrte stand bereits im Einkaufswagen des ortsansässigen Elektronik-Marktes. Ehrensache, dass ein neues Spiel dazugelegt wurde, schließlich musste man ja gleich ausprobieren, was der neue Rechenknecht versprach. Die Packung sah vielversprechend aus: Ein düsterer und mit blutroter Teufelsfratze verzierter Karton, auf dem in flammenden Buchstaben DIABLO prangte, ließ mein Herz höher schlagen.
In den folgenden Wochen schlug ich mir die Nächte um die Ohren. Ich fieberte vor dem Bildschirm der nächsten Monsterhorde entgegen, verkrampfte meine Hand voller Anspannung um die gebeutelte Maus und beschimpfte virtuelle Mächte mit vulgären Flüchen. Das totgesagte Rollenspielgerne in Gestalt dieses äußerst teuflischen Spiels hatte mich in seinen Bann gezogen, es verschlang die Zeit wie ein hungriger Löwe seine Beute.
Mit einem zweiten Teil und einigen Erweiterungspacks endete 2001 ein legendäre Spiele-Reihe, die nicht nur mich, sondern auch unzählige andere Begeisterte Rollenspieler vor den Bildschirm lockte. Es folgte viele weitere Titel dieses Gerne, einige davon hatte das Potential es mit meinem König der Hack’n’Slay Rollenspiele aufzunehmen, doch der Zauber dieses Titels stellte sich nicht wieder ein. Den ganzen Artikel lesen… »

