Spätestens seit den Hörspielen mit Bibi Blocksberg sind Hexen keine ernst zu nehmende Gefahr für die Menschheit. Schon unseren Eltern vermittelte man mit “Verliebt in eine Hexe” Anfang der 60er Jahre ein ganz anderes Bild der Besenreiterinnen und brachte die Begriffe “Ehefrau” und “Hexe” in einen ganz neuen Zusammenhang. Spätere Versuche, den Hexen wieder einen finsteren Hauch zu verpassen, scheiterten mit Filmen wie “Die Hexen von Eastwick” und wurden durch Serien wie “Charmed – Zauberhafte Hexen” vollends zunichte gemacht.
Vor rund 400 Jahren war das anders. Vermeintliche Hexen wurden verfolgt, verhört und zum Tode verurteilt, weil sie sich auf nahe gelegenen Bergen trafen, um dort gemeinsam die Nacht zum 1.Mai zu zelebrieren. Dass es sich beim Blocksberg ausschließlich um den Brocken im Harz handelt, ist im übrigen ein Mythos, im Grunde eignete sich jeder nahe gelegene Berg, um als Treffpunkt für mittelalterliche Hexen zu dienen.
Dabei ging es bei der Walpurgisnacht um nichts anderes als “ein bißchen Diebsgelüst, ein bißchen Rammelei”, also um Lebenslust und Freude mit Beltane und Walburga. Fraglich, ob damals jemand beim Feiern an die Kelten dachte, die angeblich rituelle Liebesakte auf ihren Äckern durchführten, um ihre Fruchtbarkeit auf den Erdboden zu übertragen. Freude, Schweinskram und heidnische Feste waren der Kirche natürlich ein Dorn im Auge. Damals wurden die Hexen verbrannt, was heute natürlich nicht mehr so einfach funktioniert, dafür beeinflusst man unser Hexenbild mit einfallslosen Fernsehserien. Wie gemein. Den ganzen Artikel lesen… »










