22 Juni

Musikperlentaucher - Tauchgang #04

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge6 Kommentare

The Sister of Mercy - Adrenochrome

Die Väter des Gothic-Rock mit einer Band­har­mo­nie wie eine Sinus­kurve gehört sicher­lich zu den ein­fluss­rei­che­ren Bands der 80er Jahre. Der sehr eigene Stil aus dem düs­te­ren Gesang von And­rew Eldritch und der größ­ten­teils gelun­ge­nen Mischung aus Gothic, Rock und New Wave zeich­nen sich mei­ner Mei­nung nach Ver­ant­wort­lich für den gro­ßen Erfolg, den die Band Mitte der 80er Jahre fei­erte. Der Band­name The Sis­ters of Mercy (SoM) ist eine Anleh­nung an Leo­nard Cohens gleich­na­mi­gen Song und steht im eng­li­schen ebenso für eine umgangs­sprach­li­che Aus­drucks­form für Pro­sti­tu­ierte und hat weni­ger mit dem Orden der Barm­her­zi­gen Schwes­ter zu tun. Die SoM dis­tan­zie­ren sich heute von der Gothic Bewe­gung, deren Zuge­hö­rig­keit ihnen von Jour­na­lis­ten ange­hef­tet wor­den ist. Klingt plau­si­bel, schließ­lich sprach zu die­ser Zeit noch nie­mand von Gothic. Nach­dem sich die Band einige male trennte um gleich wie­der eine Reunion zu fei­ern sind sie seit 1996 wie­der zusam­men und tre­ten auf. Erstaun­li­cher­weise immer noch mit den alten Stü­cken, denn seit 1993 (!)  ist kein offi­zi­el­les Album mehr erschie­nen. So wir­ken die altern­den Schwes­tern heute wie Auf­zieh­männ­chen und wer­den wohl nie wie­der an alte Erfolge anknüp­fen. Aus bes­se­ren Zei­ten habe ich das gran­diose Stück Adre­no­chrome herausgesucht.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 April

Musikperlentaucher - Tauchgang #03

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

Tuxedomoon - No Tears

Das Stu­dium der elek­tro­ni­sche Musik ist tro­cke­ner und äußerst tech­ni­scher Stoff und führte Anfang der 80er für die bei­den Stu­den­ten Blaine L. Rei­nin­ger und Ste­ven Brown unwei­ger­lich zum New Wave, dem Musik­genre der elek­tro­nisch melo­di­schen Musik. 1977 grün­de­ten sie Tuxe­do­moon, die 1978 die EP No Tears ver­öf­fent­lich­ten, ohne jedoch damit son­der­li­che Auf­merk­sam­keit zu erre­gen. Das in den USA dafür kein Nähr­bo­den ist, erkann­ten auch Tuxe­do­moon 1980 und wech­sel­ten nach Europa, der Petri-Schale für den New Wave der 80er. Spä­tes­tens nach eini­gen Kon­zer­ten im Düs­sel­dorf Ratin­ger Hof und dem Ber­li­ner SO36 1981 war ihre Popu­la­ri­tät in den düs­te­ren Krei­sen Deutsch­lands legen­där. In Eng­land tour­ten sie mit Caba­ret Vol­taire und auch mit Joy Divi­sion, kurz bevor sich Ian Cur­tis das Leben nahm. Bei einem Work­shop für elek­tro­ni­sche Musik, bei dem sie sich als Dozen­ten ver­such­ten, war Marc Almond ein Teil­neh­mer. Die Zei­len »No Tears for the Crea­tures of the Night…« sind bis heute viel­deu­tige Beschrei­bung der schwar­zen Szene. Ein groß­ar­ti­ges Stück. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 März

Musikperlentaucher - Tauchgang #02

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge4 Kommentare

Silke Bischoff - On the other Side

Am Mor­gen des 16. August 1988 nah­men Die­ter Degow­ski und Hans-Jürgen Rös­ner im Anschluss an ihren Über­fall auf die eine Bank in Glad­beck mehr­fach Gei­seln und flüch­te­ten mit ihnen zwei Tage lang durch Deutsch­land und die Nie­der­lande.  Das Drama endete 2 Tage spä­ter mit einer kata­stro­pha­len Poli­zei­ak­tion, beim dem die 18-jährige Silke Bisch­off ver­mut­lich durch einen der Gei­sel­neh­mer getö­tet wurde. Als Felix Flau­cher und Axel Kret­sch­mann gemein­sam Musik machen woll­ten, benann­ten sie ihre Band nach der ver­stor­be­nen Silke Bisch­off und nah­men in ver­schie­de­nen Lie­dern Bezug zum Gei­sel­drama, letzt­lich wurde der Namen nicht zur Pro­vo­ka­tion gewählt, son­dern gegen das Ver­ges­sen. 2002 trenn­ten sich die bei­den Musi­ker und der Band­name änderte sich nach einem Rechts­streit zu 18 Sum­mers. Mit ihrem Stück On the other Side schu­fen sie die Hyme der Gothic Bewe­gung der frü­hen 90er und gel­ten als Sti­li­kone des Dark Wave Genre. Wer wis­sen will, wor­auf ich wäh­rend mei­ner Lehre abge­gan­gen bin, bei wel­chem Stück ich den Toten­grä­ber­tanz ein­stu­dierte, sei die­ses Lied ans Herz gelegt.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Februar

Musikperlentaucher - Tauchgang #01

von Robert ForstKategorie: Dunkle Klänge12 Kommentare

In selbe Horn zu bla­sen ist schon rein hygie­nisch bedenk­lich und sollte auch beim Blog­gen mit Vor­sicht genos­sen wer­den. Die Idee jeden Monat etwas Musik vor­zu­stel­len ist sicher­lich nicht mehr die jüngste, des­halb bleibt auch nur zuzu­ge­ben, das ich mir Inspi­ra­tion bei Konna und free­Q­net geholt haben, man möge mir ver­zei­hen. Ich möchte aber einen ande­ren Weg gehen und lie­ber Musik und Titel vor­stel­len, die nicht allen geläu­fig sind und doch groß­ar­tige Musik­per­len der Ver­gan­gen­heit sind. Seit sich der Punk Ende der 70er auch in Deutsch­land eta­blierte und jeder Musik machen konnte der wollte, schos­sen Krea­tive aus allen Ecken, grün­de­ten Bands und brach­ten eine unzäh­lige Menge von Songs her­aus, die vol­ler Ener­gie den Muff der Gene­ra­tio­nen abzu­le­gen ver­su­chen. Punk war der Dün­ger, der wäh­rend der 80er neue Musik­rich­tun­gen sprie­ßen ließ und dafür sorgte, das sich neben dem Main­stream viele kleine Flüsse for­mier­ten, von denen die Breite Masse jedoch nicht all­zu­viel mit­be­kom­men hat.

Für Musik­be­geis­terte ist dies viel­leicht eine anre­gende Reise durch die eigene Samm­lung, es gibt immer wie­der Lie­der auf mei­nen CDs die ich ver­ges­sen oder noch nie gehört habe, seit­dem ich diese kon­se­quent digi­ta­li­siere ist die Wahr­schein­lich­keit zwar grö­ßer gewor­den, aber den­noch schlum­mer viele unent­deckte Per­len unter der Ober­flä­che. Vor­teil: Vie­len Alben und Sam­pler die Stü­cke ent­hal­ten die hier vor­ge­stellt wer­den, sind oft güns­tig auf bekann­ten Ver­triebs­we­gen zu bekom­men. Es würde mich freuen, Feed­back zu bekom­men und eigene Erfah­run­gen mit den Lie­dern zu schil­dern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »