18 April

Musikperlentaucher - Tauchgang #21

Depeche Mode - Shake the Disease

Ich möchte gar nicht all zu viele Worte über die Band oder das Stück ver­lie­ren, son­dern hier aus­nahms­weise mal das Video in der Vor­der­grund erhe­ben, in dem schlaue Fra­gen auf schlaue Ant­wor­ten tref­fen. »Depe­che Mode machen ganz andere Musik als die Sto­nes, aber viel­leicht gibt es da irgend­wel­che Zusam­men­hänge — Magst du die Rol­ling Sto­nes?« — »Ja, die sind toll!« — »Du magst? Aber eure Musik unter­schei­det euch sehr.« — »Ja.« — »Also sie mögen sie schon, obwohl die Musik völ­lig anders ist.« […] »Der neue Song ist ein biss­chen lang­sa­mer als die alten Lie­der von Depe­che Mode, ist das euer neuer Style?« — »Ja.« — »Nach eini­gem über­le­gen sagt er: Ja. Naja, wir wer­den sehen. — Und der neue Song, was ist der Inhalt?« — »Wie bitte?« — »Der Inhalt.« »Ah! Es ist im Grunde eine Lie­bes­lied.« — »Ein Lie­bes­lied? Zwei­er­be­zie­hung sind immer aktu­ell.« Es gibt schon einen Grund, warum ich die Kurz-vor-dem-Auftritt-Fragen nicht lei­den kann.  Zum einen glän­zen die Mode­ra­to­ren nicht mit reprä­sen­ta­ti­ven Fra­gen zum ande­ren lei­den die meis­ten Bands wohl auch unter Lam­pen­fie­ber, auch wenn es nur Play­back ist. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


23 März

Musikperlentaucher - Tauchgang #20

Second Decay - I hate Berlin

Als ich 1994 das Album »Taste« von Second Decay in mein Abspiel­ge­rät legte, zog mich das Album fest in sei­nen Bann. Die Mischung aus wavi­ger Syn­the­si­zer Musik im Stile des Cold Wave unter­legt mit poe­tisch melan­cho­li­schen Tex­ten in deut­scher Spra­che übten auf mich einen beson­de­ren Reiz aus. Nie habe ich ganz ver­stan­den warum die Band, die Chris­tian Pur­wien und Andreas Sip­pel 1987 grün­de­ten, kei­ner hören wollte. Die Leich­tig­keit der rein ana­lo­gen Syn­the­si­zer mit der pop­pi­gen Atti­tüde erin­nerte mich sofort an jün­gere Werke von Depe­che Mode, die Texte wah­ren aber deut­lich ein­drucks­vol­ler als das ungleich berühm­tere Gegen­stück. So schlum­mert »Taste« ein oft­mals tris­tes Dasein in den Rega­len man­cher Lieb­ha­ber, zu Unrecht, wie der dama­lige Under­ground Club Hit »I hate Ber­lin« zu bewei­sen ver­mag. Ich könnte jetzt noch eine ganze Reihe wei­te­rer Stü­cke emp­feh­len, lade euch aber ein, sie selbst zu ent­de­cken. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 November

Musikperlentaucher - Tauchgang #18

Silvia - Zuerst Ich

Mit Stumpffer Feder geschrie­ben, so prä­sen­tiert sich Sil­via 1982 mit ihrem auf Schall­mauer erschie­nen Longplayer »Sil­via«, denn für diese NDW Perle zeigt sich in ers­ter Linie Tommi Stumpff ver­ant­wort­lich, der bei der KFC den frü­hen Punk der Düs­sel­dor­fer Szene mit gestal­tete.  2003 wurde Sil­vias »Sil­via« dann erneut ver­öf­fent­licht und zeigt sich aktu­el­ler denn je, denn jen­seits vom alten Staub der Neuen deut­schen Welle eröff­net sich dem Hörer eine Elek­tro­perle, die neben wirk­lich ein­gän­gi­gen Klän­gen auch auf der Text­seite etwas zu bie­ten hat. Obgleich man den Stil mit einer DAF Kopie ver­glei­chen könnte, so legt die ein­ge­hende und kühle Art zusam­men mit der mini­ma­lis­ti­sche klang­li­chen Unter­ma­lung deut­li­che Wave-Anleihen offen. Lei­der ist viel zu wenig von Sil­via selbst bekannt als das ich aus­schwei­fend dar­über schrei­ben könnte. Des­halb las­sen wir sie und ihre Musik für sich sprechen.

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7 Dezember

Musikperlentaucher - Tauchgang #10

Kategorie: Dunkle Klänge8 Kommentare

Skeletal Family - Promised Land

Ein kal­ter Dezem­ber in Keigh­ley 1982. In der eng­li­schen Klein­stadt in West York­shire tref­fen sich Anne-Marie Hurst, Stan Green­wood, Roger Nowell, Ian Tay­lor und Steve Crane und grün­den die Ske­l­etal Family (ske­lett­ar­tige Fami­lie). Die cha­ris­ma­ti­sche Front­frau gibt der Band ihre ein­zig­ar­tige Stimme und der Sound ist so typisch für den Goth der 80er. Miss Big Hair, wie ich Anne-Marie lie­be­voll wegen ihrer tol­len Fri­su­ren nenne wech­selte 1986 in ihr neues Pro­jekt Ghost Dance und konnte in den kur­zen 3 Jah­ren ein Zei­chen set­zen, an das die neu besetzte Band nie her­an­rei­chen sollte, die sich nach zahl­rei­chen Umbe­set­zun­gen auf­löste. 2002 wurde die Ske­l­etal Family neu gegrün­det und ver­öf­fent­lichte mit neuer Sän­ge­rin 2009 das Album »Love, Hope & Des­pair«. Das Lied »Pro­mi­sed Land« ist eins mei­ner unzäh­li­gen Lieb­lings­lie­der, die mich immer wie­der auf’s neue begeis­tern aber nur einen Aus­schnitt eini­ger groß­ar­ti­ger Alben sind. Wer die Fami­lie noch nicht kennt, sollte unbe­dingt nach den Alben »Futile Com­bat« (1985) oder »Burning Oil« (1984) Aus­schau halte, die mei­ner Mei­nung die Bes­ten der Band sind.

DAF - Der Mussolini

Wup­per­tal 1978. Die Stadt ist bekannt für ihre musi­ka­li­schen Talente… Nein, eigent­lich nicht. Aber zu die­sem Zeit­punkt grün­dete sich hier DAF, die Deutsch-Amerikanische Freund­schaft. Rück­bli­ckend sind sie die Initia­to­ren des Elek­tro­punk, der EBM und der ers­ten deut­schen Wave-Welle. Damals hielt man sie nur für zwei wei­tere Spin­ner, die höchs­tens in Punk-Kreisen Aner­ken­nung fan­den und aus expe­ri­men­tel­ler Musik spä­ter auch kom­mer­zi­elle Erfolge zau­ber­ten. Ihre Texte waren immer schon pro­vo­kant dif­fus. Das Stück Der Mus­so­lini bringt die Kraft und Ener­gie die mit den äußerst kon­fu­sen Sprech­t­ex­ten har­mo­niert gut auf den Punkt. Heute wer­den sie als musi­ka­li­sche ein­fluss­rei­che Band gehan­delt die nicht nur den mini­ma­lis­ti­schen Sound des spä­ten Wave kenn­zeich­ne­ten, son­dern auch Vor­rei­ter der neuen Deut­schen Welle und des Techno sind, obwohl sie von des­sen Inhalts­lo­sig­keit mei­len­weit ent­fernt sind. »Das ist ein Stück, bei dem es um die Aus­tausch­bar­keit von Ideo­lo­gien han­delt […] Es wäre für uns ganz ein­fach gewe­sen zu sagen: »Wir sind gar keine Nazis!« Aber das haben wir eben nicht gesagt. Das woll­ten wir auch nicht.«. Ein Stück­chen deut­sche Musik­ge­schichte gepaart mit Vergangenheitsbewältigung.

Kontrast - Einheitsschritt

Der Inde­pen­dent Klas­si­ker der eigent­lich auf jeder guten Party gespielt wird ist schon ein ganz eige­nes Stück­chen Musik, weil es die schwarze Szene dort packt, wo es weh tut. An der eige­nen Eitel­keit. Die offen­sicht­li­che Iro­nie und die gute Por­tion Schwarz­hu­mor ent­geht den meis­ten Zuhö­rer, so das es nicht wei­ter ver­wun­der­lich ist, wenn das Stück auf unter­schied­lichste Kri­ti­ken stößt. »Gerade zu »Ein­heits­schritt« haben wir die ver­schie­dens­ten State­ments zu hören bekom­men — von abso­lu­ter Begeis­te­rung bis hin zur größt­mög­li­chen Ver­ach­tung und der Frage, was wir uns denn ein­bil­den wür­den, die Schwarze Szene so zu ver­un­glimp­fen. Ich finde nach wie vor, dass Iro­nie ein sehr pas­sen­des Stil­mit­tel ist, um auf Dinge auf­merk­sam zu machen, über die man sich geär­gert hat.« Im Falle eini­ger schwar­zen Split­ter­grup­pen mag man ver­mu­ten, das es wirk­lich 3 Schritte vor und 4 Schritte zurück geht, aber das nur am Rande. Die 1992 gegrün­dete Band nannte sich ursprüng­lich ISECS und änderte 1999 ihren Namen in Kon­trast, daher das Stück Ein­heits­schritt unter dem Namen ISECS ent­stan­den und ent­zieht sich dem Zuhö­rer viel­leicht aus Man­gel an Quel­len. (Inter­net­seite der Band)


19 November

Musikperlentaucher - Tauchgang #09

Kategorie: Dunkle Klänge12 Kommentare

Faces of Sarah - All that is Divine

Ja genau. Daran habe ich auch gleich gedacht und die Ähnlich­keit ist ver­blüf­fend, doch wei­ter hören lohnt sich. Die Ähnlich­keit mit den Sis­ters of Mercy ist erstaun­lich und sicher ein biss­chen so gewollt. Doch The Faces of Sarah sind eine recht junge Band aus Eng­land, die sich dem Goth­rock ver­schrie­ben haben. Mit ihrem Grün­dungs­jahr 1999 sind sie wohl die jüngs­ten Per­len mei­ner Tauch­gänge, pas­sen aber so ganz und gar zu mei­nen per­sön­li­chen Ansprü­chen. Nick Schultz, der sich als Front­mann auch für den Gesang ver­ant­wort­lich zeigt, bringt mit sei­ner Stimme die Sache und das 80er Fee­ling auf den Punkt. In Eng­land sind sie durch das Whitby Fes­ti­val längst popu­lär und wer­den von vie­len als legi­time Nach­fol­ger der Sis­ters gehan­delt, die den Stil wei­ter­ent­wi­ckel­ten. Die Bio­gra­phie ist kurz und gibt nicht viel her, umso bes­ser das man sich noch etwas inten­si­ver mit der Band beschäf­tigt, finde ich zumin­des­tens. Der Song All that is Divine (All das ist gött­lich) bringt die Stär­ken voll zu Gel­tung. Wer doch lie­ber die Sis­ters hört, kann sich wei­ter unter bedie­nen, den Namen der Band sollte man sich aber merken.

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24 Oktober

Musikperlentaucher - Tauchgang #09

Lene Lovich - Bird Song

Eine der wohl schil­lerds­ten Sän­ge­rin­nen der 80er war das US-Amerikanische Multi-Talent Lene Lovich. Eine gute Ent­schei­dung tra­fen ihren Eltern, als sie mit ihr im Alter von 13 nach Eng­land zogen. Sie besuchte die Kunst­hoch­schule und betä­tigte sich als Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin und Go-Go Tän­ze­rin. Nach­dem sie etwa 1977 ihre Lei­den­schaft für die Musik ent­deckte unter­schied sich ihre Musik schnell vom gerade in Eng­land ange­sag­ten Punk, in der ihre Per­son aber Ende der 70er große Aner­ken­nung fand. Mit dem Stück »Lucky Num­ber« schrieb sie 1979 ihren größ­ten Hit, der es bis auf den drit­ten Platz der bri­ti­schen Charts brachte. Mei­nen Favo­ri­ten, den Bird Song, ver­öf­fent­lichte sie im glei­chen Jahr. Er ist die 2. von ins­ge­samt 3 Sin­gle­aus­kopp­lun­gen aus dem Album »Sta­te­l­ess«. Fast nie­man­den hat es gewun­dert, das sich in den 80er mit dem deut­schen Gegen­stück, Nina Hagen zusam­men tat um den schon fast legen­dä­ren Film Cha-Cha zu dre­hen. Lene Lovich ist auch heute noch aktiv und war zuletzt auf dem Drop Dead Fes­ti­val 2006 und 2007 zu sehen. (Web­seite)

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9 Oktober

Musikperlentaucher - Tauchgang #08

Kategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

The Arch - Babsi ist tot

Ich habe mich immer schon gefragt, wer diese Babsi eigent­lich ist, von dem die bel­gi­sche Elektro-Wave Band The Arch (MyS­pace) da singt. 1987 ver­öf­fent­li­che die Band ihre erste Demo um gleich im Anschluss ihr Debüt-Album »As quiet as…« raus­zu­brin­gen, auf der auch der auch einer der bekann­tes­ten Lie­der ver­tre­ten ist. Als Anfang der 90er die Wave-Szene ein Neu­auf­lage erlebte lan­dete »Babsi ist tot« schnell auf den Top-Listen der DJ’s, die Ver­öf­fent­li­chun­gen auf ver­schie­de­nen Under­ground Sam­plern Mitte der 90er sorg­ten für den letzt­end­li­chen Kult­sta­tus. Doch zurück zu Babsi. Beim hören des Tex­tes hatte ich eine Ver­mu­tung. Ich erin­nerte mich an das Buch Chris­tiane F — Wir Kin­der vom Bahn­hof Zoo. Christiane’s beste Freun­din Babsi (Babette D.) starb am 19.7.1977 im Altern von 14 Jah­ren an einer Über­do­sis Heroin und war zu die­sem Zeit­punkt die jüngste Dro­gen­tote in Ber­lin. Wer dem Text lauscht wird viel­leicht fol­gende Zei­len erken­nen. »I see you see­king vains, You can’t find one, Time is run­ning. You get angry, You’re body’s fusing. You get mad, The needle gets… Any­where, Any­where«.   Als der Song 1987 ver­öf­fent­licht wurde, zählte man auch den 10. Todes­tag. Wilde Theo­rie? Vielleicht.

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22 Juni

Musikperlentaucher - Tauchgang #04

Kategorie: Dunkle Klänge6 Kommentare

The Sister of Mercy - Adrenochrome

Die Väter des Gothic-Rock mit einer Band­har­mo­nie wie eine Sinus­kurve gehört sicher­lich zu den ein­fluss­rei­che­ren Bands der 80er Jahre. Der sehr eigene Stil aus dem düs­te­ren Gesang von And­rew Eldritch und der größ­ten­teils gelun­ge­nen Mischung aus Gothic, Rock und New Wave zeich­nen sich mei­ner Mei­nung nach Ver­ant­wort­lich für den gro­ßen Erfolg, den die Band Mitte der 80er Jahre fei­erte. Der Band­name The Sis­ters of Mercy (SoM) ist eine Anleh­nung an Leo­nard Cohens gleich­na­mi­gen Song und steht im eng­li­schen ebenso für eine umgangs­sprach­li­che Aus­drucks­form für Pro­sti­tu­ierte und hat weni­ger mit dem Orden der Barm­her­zi­gen Schwes­ter zu tun. Die SoM dis­tan­zie­ren sich heute von der Gothic Bewe­gung, deren Zuge­hö­rig­keit ihnen von Jour­na­lis­ten ange­hef­tet wor­den ist. Klingt plau­si­bel, schließ­lich sprach zu die­ser Zeit noch nie­mand von Gothic. Nach­dem sich die Band einige male trennte um gleich wie­der eine Reunion zu fei­ern sind sie seit 1996 wie­der zusam­men und tre­ten auf. Erstaun­li­cher­weise immer noch mit den alten Stü­cken, denn seit 1993 (!)  ist kein offi­zi­el­les Album mehr erschie­nen. So wir­ken die altern­den Schwes­tern heute wie Auf­zieh­männ­chen und wer­den wohl nie wie­der an alte Erfolge anknüp­fen. Aus bes­se­ren Zei­ten habe ich das gran­diose Stück Adre­no­chrome herausgesucht.

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10 März

Musikperlentaucher - Tauchgang #02

Kategorie: Dunkle Klänge4 Kommentare

Silke Bischoff - On the other Side

Am Mor­gen des 16. August 1988 nah­men Die­ter Degow­ski und Hans-Jürgen Rös­ner im Anschluss an ihren Über­fall auf die eine Bank in Glad­beck mehr­fach Gei­seln und flüch­te­ten mit ihnen zwei Tage lang durch Deutsch­land und die Nie­der­lande.  Das Drama endete 2 Tage spä­ter mit einer kata­stro­pha­len Poli­zei­ak­tion, beim dem die 18-jährige Silke Bisch­off ver­mut­lich durch einen der Gei­sel­neh­mer getö­tet wurde. Als Felix Flau­cher und Axel Kret­sch­mann gemein­sam Musik machen woll­ten, benann­ten sie ihre Band nach der ver­stor­be­nen Silke Bisch­off und nah­men in ver­schie­de­nen Lie­dern Bezug zum Gei­sel­drama, letzt­lich wurde der Namen nicht zur Pro­vo­ka­tion gewählt, son­dern gegen das Ver­ges­sen. 2002 trenn­ten sich die bei­den Musi­ker und der Band­name änderte sich nach einem Rechts­streit zu 18 Sum­mers. Mit ihrem Stück On the other Side schu­fen sie die Hyme der Gothic Bewe­gung der frü­hen 90er und gel­ten als Sti­li­kone des Dark Wave Genre. Wer wis­sen will, wor­auf ich wäh­rend mei­ner Lehre abge­gan­gen bin, bei wel­chem Stück ich den Toten­grä­ber­tanz ein­stu­dierte, sei die­ses Lied ans Herz gelegt.

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2 Februar

Musikperlentaucher - Tauchgang #01

Kategorie: Dunkle Klänge12 Kommentare

In selbe Horn zu bla­sen ist schon rein hygie­nisch bedenk­lich und sollte auch beim Blog­gen mit Vor­sicht genos­sen wer­den. Die Idee jeden Monat etwas Musik vor­zu­stel­len ist sicher­lich nicht mehr die jüngste, des­halb bleibt auch nur zuzu­ge­ben, das ich mir Inspi­ra­tion bei Konna und free­Q­net geholt haben, man möge mir ver­zei­hen. Ich möchte aber einen ande­ren Weg gehen und lie­ber Musik und Titel vor­stel­len, die nicht allen geläu­fig sind und doch groß­ar­tige Musik­per­len der Ver­gan­gen­heit sind. Seit sich der Punk Ende der 70er auch in Deutsch­land eta­blierte und jeder Musik machen konnte der wollte, schos­sen Krea­tive aus allen Ecken, grün­de­ten Bands und brach­ten eine unzäh­lige Menge von Songs her­aus, die vol­ler Ener­gie den Muff der Gene­ra­tio­nen abzu­le­gen ver­su­chen. Punk war der Dün­ger, der wäh­rend der 80er neue Musik­rich­tun­gen sprie­ßen ließ und dafür sorgte, das sich neben dem Main­stream viele kleine Flüsse for­mier­ten, von denen die Breite Masse jedoch nicht all­zu­viel mit­be­kom­men hat.

Für Musik­be­geis­terte ist dies viel­leicht eine anre­gende Reise durch die eigene Samm­lung, es gibt immer wie­der Lie­der auf mei­nen CDs die ich ver­ges­sen oder noch nie gehört habe, seit­dem ich diese kon­se­quent digi­ta­li­siere ist die Wahr­schein­lich­keit zwar grö­ßer gewor­den, aber den­noch schlum­mer viele unent­deckte Per­len unter der Ober­flä­che. Vor­teil: Vie­len Alben und Sam­pler die Stü­cke ent­hal­ten die hier vor­ge­stellt wer­den, sind oft güns­tig auf bekann­ten Ver­triebs­we­gen zu bekom­men. Es würde mich freuen, Feed­back zu bekom­men und eigene Erfah­run­gen mit den Lie­dern zu schil­dern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »