24 Oktober

Beim ersten mal tut es noch weh?

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Vor etwa 2 Mona­ten bekam ich ein E-Mail. Absen­der war mein Cou­sin Karl aus New London/CT der mich fragte ob ich ihm hel­fen könnte, Kar­ten für ein Spiel von Borus­sia Mön­chen­glad­bach zu besor­gen… Ich habe eine ganze Weile gebraucht um diese Infor­ma­tion zu ver­ar­bei­ten. Man stelle sich vor: Da schreibt dir dein Cou­sin, den du noch nie Live gese­hen hast und so gut wie nicht kennst, ob du ihm hel­fen kannst, Kar­ten für ein Fuß­ball­spiel zu besor­gen, obwohl du sel­ber nicht den blas­ses­ten Schim­mer davon hast. Ich als gebo­re­ner Mön­chen­glad­ba­cher gestehe hier­mit, selbst noch nie ein Spiel der Borus­sia gese­hen zu haben, geschweige denn ein Fuß­ball­spiel in einem Sta­dion gese­hen zu haben.

So kommt es dann wie es kom­men muss, ich habe mei­nen unbe­kann­ten Ver­wand­ten, der kein Deutsch spricht, zu einem Spiel der Borus­sia ein­ge­la­den. Das erste mal das ich mei­nen Cou­sin, ein Fuß­ball­spiel und den Nord­park von innen sehen. Hof­fent­lich tut das nicht weh.

Wit­zi­ger­weise kam der Kon­takt ja nur zustande, weil mein Cou­sin ver­geb­lich ver­sucht hatte die Mit­ar­bei­ter vom Kar­ten­vor­ver­kauf der Borus­sia auf Eng­lisch zu kon­tak­tie­ren, er erhielt aus­schließ­lich deut­sche Ant­wor­ten. Jetzt bin ich über diese Kon­takt­seite der Borus­sia gestol­pert wo sich sel­ber Ver­ein mit dem Kon­takt zu mei­nem Cou­sin rühmt. Frei nach dem Motto: Wir haben zwar kein Wort ver­stan­den, aber Kon­takt war ja da. Wenn alle Men­schen auf die­ser Liste ähnli­che Erfah­run­gen gemacht haben, dann gute Nacht.

Immer­hin bin ich vor­be­rei­tet. Ich habe mir einen Borus­sia Schal, eine Mütze und ein Tri­kot besorgt, das Borussia-Lied aus­wen­dig gelernt, Ver­hal­tens­wei­sen eines Fans ein­stu­diert und mich infor­miert, wo der Schieds­rich­ter sein Auto geparkt hat. Das soll man wis­sen, sagt man.


28 September

Couture Baronesse

Die Idee, inter­es­sante Inter­net­sei­ten aus Mön­chen­glad­bach vor­zu­stel­len ist also gebo­ren. Inna und Vio­lette Dück aus Mön­chen­glad­bach sind zwei junge Frauen, die mit ihrer Idee Mode zu machen, dunkle Wege gegan­gen sind. So lernte ich die bei­den bei einem Schwarz­halt im Duis­bur­ger Pulp ken­nen, in dem sie in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ihre selbst­ge­schnei­der­ten Klei­der und Acces­soires feil bie­ten, auch bei Unlicht in Düs­sel­dorf fin­det man ein paar wenige Sachen der zwei.

Auf ihrer Inter­net­seite gibt es außer­dem eine Aus­wahl an Klei­dern und Röcken, Ober­tei­len, Hals­bän­dern und Arm­bän­dern die sich alle über Rüschen und Spitze defi­nie­ren und dadurch ver­spielt und phan­ta­sie­voll erschei­nen. Ele­mente aus dem Barock und der Renais­sance wer­den genauso effekt­voll ver­ar­bei­tet wie Ele­mente aus der Gothic und Mit­tel­al­ter­szene. Es ist also nicht wei­ter ver­wun­der­lich die bei­den im Pulp anzu­tref­fen, in dem sie auch auf der dort statt­fin­den­den Gothika, der Mes­ser für dunkle Beklei­dung, teilnehmen.

Mir per­sön­lich gefal­len die Sachen ganz gut, obwohl sie eigent­lich nichts für die Män­ner anbie­ten, klei­den sie doch gerade die Gothi­ka­len Damen sehr gut, des­halb sind gerade die Arm– und Hals­bän­der beliebt, die am abend­li­chen Out­fit schöne Akzente setzen.

Die Inter­net­seite als sol­che passt zum Ange­bot, ist aber mehr als schlam­pig umge­setzt. Frames und feh­lende Vali­di­tät ver­weh­ren einen guten Platz bei Google und ersti­cken die Wei­ter­ver­brei­tung im Keime, schade.

Update vom 24.11.2009: Gerade habe ich bemerkt, das die Seite geschlos­sen erscheint, »To be con­ti­nued…« lässt lei­der keine Rück­schlüsse auf eine even­tu­elle Neu­auf­lage zu oder ist Indiz dafür, was aus dem Shop gewor­den ist.

(Quel­len: Cou­ture Baro­nesse, Unlicht Düs­sel­dorf, Pulp Duis­burg, Gothika)

27 September

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 39

Stu­di­en­be­ginn Hoch­schule Niederrhein

Am Mon­tag hat das neue Semes­ter für die rund 1220 Stu­den­ten der Hoch­schule Nie­der­rhein (HN) begon­nen. Damit ist die Hoch­schule zu 140% aus­ge­las­tet, was unter ande­rem Robert Kra­mer von der AstA bedau­ert, denn dar­un­ter lei­der die Qua­li­tät der Aus­bil­dung. Super, immer­hin haben die Erst­se­mes­ter schon einen Plan zur Sitz­ro­ta­tion auf­ge­stellt, so das jeder wäh­rend der Vor­le­sung mal Platz zum sit­zen hat. Dadurch ent­ste­hen schon früh soziale Kon­takte und machen die Sache nicht ganz so anonym (RP — 23.09.2008)

Café Pflas­ter in Rhe­ydt eröffnet

Am Don­ners­tag eröff­net an der Bruck­ne­ral­lee 37 unter der Schirm­herr­schaft des Dia­ko­ni­schen Wer­kes ein neues Café Pflas­ter, ein Treff für Sucht­kranke, Tagesob­dach­lose und psy­chisch Kranke. Trotz Pro­tes­ten der Bevöl­ke­rung und einer Unter­schrif­ten­ak­tion, bei der rund 750 Bür­ger unter­schrie­ben haben, schließ­lich müsse man seine Kin­der schüt­zen. Eine Mit­mensch­li­che Reak­tion! Die Kin­der der 750 Bür­ger haben mit Sicher­heit auch Fern­seh­ver­bot, dür­fen keine Presse lesen und bekom­men bei Außen­auf­ent­hal­ten die Augen ver­bun­den. (RP — 26.09.2008)

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24 September

Mönchengladbach im Internet

von Robert ForstKategorie: VernetztKeine Kommentare

404px-Stadtwappen_der_kreisfreien_Stadt_Mönchengladbach.svgEigent­lich wollte ich an die­ser Stelle inter­es­sante Sei­ten aus Mön­chen­glad­bach vor­stel­len. Ich hatte die Vision, jede Woche 3 inter­es­sante Links, die sich opti­ma­ler­weise auch noch mit dunk­ler Mate­rie beschäf­ti­gen vor­zu­stel­len. Bei mei­nen ers­ten Reche­re­che­ver­su­che bin ich jedoch kläg­lich geschei­tert und redu­zierte mei­nen Anspruch auf über­haupt inter­es­sante Sei­ten und einen inter­es­san­ten Link in der Woche.

Eine kleine, viel­leicht nicht ganz reprä­sen­ta­tive Sta­tis­tik: Aus Deutsch­land kom­men rund 10.1 Mil­lio­nen Inter­net­sei­ten. Aus Ber­lin, unse­rer schö­nen Haupt­stadt kom­men die meis­ten Inter­net­sei­ten (604.161), ist ja auch irgend­wie logisch, denn schließ­lich wird von dort aus unser Land regiert. Dem­nach führt Ber­lin die Rang­liste auf Platz 1 vor Ham­burg (414.063), Mün­chen (410.196) und Köln (234.325). Mön­chen­glad­bach ran­giert auf Platz 70, denn nur magere 32.802 Domains sind in unse­rer schö­nen Stadt ange­mel­det, ihr könnt euch selbst aus­ma­len, wie viel davon übrig­bleibt, wenn man kom­mer­zi­elle Sei­ten und Borus­sia abzieht. Weit mehr als die Hälfte der Inter­net­sei­ten über Mön­chen­glad­bach kom­men nicht aus der Stadt son­dern von außer­halb. (Quelle: Denic 2007) Den gan­zen Arti­kel lesen… »