29 August

Video: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Kategorie: Schwarze Szene15 Kommentare

Wenn der erste Ein­druck tat­säch­lich der wich­tigste sein sollte, dann hat die fol­gende Dar­stel­lung der Gothic-Szene keine Chance ernst genom­men zu wer­den, denn die eröff­net mit O-Tönen über­rasch­ter Men­schen, die gefragt wer­den, was Gothic ist. »Ohhh. Dunkle Nacht, Fins­ter­heit, Gru­sel, Gru­sel, Gru­sel!« — »Gothic? Ist das die wuch­tige Sän­ge­rin, die da so einen bekann­ten Titel her­aus­ge­bracht hat?« — »Ich kenn ein klei­nes Küken, dass heißt Gothic…«  Wir betrach­ten die Dinge aber nicht so ober­fläch­lich und fra­gen uns:  Ist die­ser Anfang nicht viel­leicht genau der rich­tige? Ist diese naive Her­an­ge­hens­weise an eine 30 Jahre lang gewach­sene Sub­kul­tur nicht unvor­ein­ge­nom­me­ner, als Berichte die nur dar­auf abzie­len ein mög­lichst brei­tes Publi­kum durch bil­lige Effekt­ha­sche­rei und einen dra­ma­tur­gisch aus­ge­feil­ten Auf­bau anzu­spre­chen? Und wenn ja, warum ist das so?

Das Video beginnt damit fest­zu­stel­len, wie sich der Bür­ger von Nebenan diese Sub­kul­tur vor­stellt, was er davon gehört hat und wel­che Ein­drü­cke und Worte er damit ver­bin­det. Ein sol­cher Beginn zeigt, wie das was wir als Lebens­ein­stel­lung, Musik­rich­tung oder Mode­er­schei­nung erle­ben, von ande­ren und völ­lig Unbe­tei­lig­ten wahr­ge­nom­men wird. Was das Video so ange­nehm macht, ist die Tat­sa­che, dass hier nicht stun­den­lang im Schnit­traum gear­bei­tet wird, um den Inhalt auf »Boulevard-Niveau« her­ab­zu­sen­ken und ihn für ein Publi­kum auf­zu­be­rei­ten, dass nichts wis­sen will, son­dern ein­fach nur unter­hal­ten wer­den möchte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Juni

WGT 2011: Weblinks, Ohne Bändchen, Smartphone als Helfer

Kategorie: Schwarze Szene4 Kommentare

WGT Banner 2011Kaum bin ich von mei­ner Reise in die USA zurück, steht auch schon das nächste Ereig­nis in den Start­lö­chern, das Wave-Gotik-Treffen 2011 in Leip­zig. Ich ste­cke mit­ten in der Vor­be­rei­tun­gen und möchte abseits der gän­gi­gen Infor­ma­tio­nen über das wohl größte schwarze Fes­ti­val Euro­pas einige zusätz­lich Quel­len bie­ten, die ich für beson­ders erwäh­nens­wert halte. Die Home­page des Tref­fens bil­det wie immer den ers­ten Anlauf­punkt für begeis­terte der Ver­an­stal­tung und bie­tet alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen, die nicht immer leicht zu fin­den, aber vor­han­den sind. Dar­über hin­aus gibt es bei Necro­web den belieb­ten Taschen­ka­len­der auch für das WGT 2011 als PDF oder Excel-Liste zum Down­load. Wer gerne Twit­tert, dem sei das Hash­tag #wgt an Herz gelegt.

Übri­gens: Mit dem Auto kommt man nur noch zu den (meis­ten) Ver­an­stal­tungs­or­ten, wenn man eine grüne Umwelt­pla­kette an sei­nem Auto vor­wei­sen kann. Nehmt lie­ber die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel, die man ja im Rah­men des WGT und als Bänd­chen­in­ha­ber sowieso kos­ten­los nut­zen kann.

Aber wem erzähle ich das? Ich wün­sche allen ein wun­der­schö­nes WGT 2011. Genießt die Tage der Unbe­schwert­heit und gleich­ge­sinn­ten, trefft eure Freunde und Bekannte und gebt euch den Kon­zer­ten und dem Rah­men­pro­gramm hin. Spon­tis mel­det sich wie­der. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Mai

Schwarz in Leipzig

Ihr könnt es nicht mehr hören? Gut, ich gebe nach und ver­schwinde end­lich nach Leip­zig, die für das Pfingst­wo­chen­ende die Haupt­stadt der schwar­zen Gemeinde sein dürfte. Habt ihr schon gewusst, das man das Leip­zi­ger Aller­lei eine Erfin­dung war um die damals rei­che Stadt nach den napo­leo­ni­schen Krie­gen (1803−1815) vor Bett­lern und Steu­er­ein­trei­bern zu schüt­zen? »Ver­ste­cken wir den Speck und brin­gen nur noch Gemüse auf den Tisch, sonn­tags viel­leicht ein Stück­chen Mett­wurst oder ein Krebs­lein aus der Pleiße dazu. Und wer kommt und etwas will, der bekommt statt Fleisch ein Schäl­chen Gemü­se­brühe und all die Bett­ler und Steu­er­ein­trei­ber wer­den sich nach Halle oder Dres­den ori­en­tie­ren.« Jetzt wisst Ihr es, ob ihr wollt oder nicht. Ich nen­nen das Bil­dung zwi­schen den Zei­len, hat mich Jahre der Ent­wick­lung gekostet.

Ich bin mir natür­lich sicher das zahl­rei­che mei­ner Leser ent­täuscht sein dürf­ten jetzt ein paar Tage nichts von mir zu hören und weil ich eben so gerne von mir auf andere schließe, habe ich 2 unfrei­wil­lig daheim geblie­bene enga­giert mich in mei­ner Abwe­sen­heit zu ver­tre­ten. Eine Gast­fa­mi­lie in mei­nem Blog sozu­sa­gen. Außer­dem habe ich für jeden Tag ein ein­drucks­vol­les Bild mei­ner Serie Ohne Worte vor­be­rei­tet, ich bin gespannt ob euch meine Aus­wahl zusa­gen wird. Das ist das erste mal für mich das ich den Blog auto­nom blog­gen las­sen und wehe er baut Mist.

Beim wem es sich um die Gast­blog­ger han­delt, lasse ich der Span­nung wegen offen, ich bin mir aber sicher das die­ser kleine Aus­flug für alle Betei­lig­ten span­nend und auf­schluss­reich wer­den wird. Jean Pütz, der mit dem lus­ti­gen Bart, hat immer gesagt: »Ich hab” da mal was vor­be­rei­tet.« Und damit die­ser Bei­trag nicht völ­lig zu Mul­ti­me­dia­ka­ta­stro­phe endet habe ich den Trai­ler eines kom­men­den Films beige­steu­ert, der Stil­echt auch noch »Black Death« heißt.