2 November

Blogparade Finale

Nachdem ich für die Hasenfarm meinen Musikgeschmack wunschgemäß visualisiert habe, folgt auch prompt die Auswertung, die zeigt, das überwiegend deutsche Künstler die Ohren der Blogger erreichen. Außerdem wird deutlich, dass die Blogger einen sehr vielen breiteren Musikgeschmack haben als die Charts uns offenbaren und somit öfter über den Tellerrand gucken.

Das aber wundert mich nicht weiter, denn schließlich liegt es in der Natur des Bloggens die Sinne zu erweitern und den ein oder anderen Blick über den Tellerrand zu wagen. Bei Ich + Ich muss ich jedoch meine Beteiligung ausschließen, Anette Humpe habe ich schon bei Ideal nie gemocht, viel zu poppig und kommerziell interessiert. Aber das ist nur eine Meinung, kein Dogma. Das das Thema Musik sehr beliebt ist, zeigt die beeindruckende Mitgliederliste und der Status des erfolgreichsten Parade im Oktober 2008. …lese den ganzen Artikel
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26 Oktober

Blogparade: Musikgeschmack visualisieren

Irgendjemand erzählte mir, Blogkarneval heißt jetzt Blogparade sonst bleibt alles beim alten. Schade eigentlich, als Rheinländer ist mir der Karneval mehr als vertraut. Auf jeden Fall soll ich doch in jedem Fall daran teilnehmen, denn sowas wäre schwer angesagt. Und da ich von Natur aus neugierig bin und alles ausprobieren und testen muss, habe ich mich entschieden an eben einer solchen Parade teilzunehmen.
Wolke

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20 Oktober

Eigenes MTV ohne Klingeltonwerbung

Kategorie: VernetztKommentare (2)

Als Kind der Generation Golf stand mir 1974 noch nicht der Sinn nach Musik, erst mit Beginn der 80er und der einsetzenden Generation MTV entstand bei mir die Lust auf Musik aus der auch die nun resultierende Leidenschaft für gute Musikvideos heranwuchs. Was heute davon übrig geblieben ist nervt mich viel mehr als das es mir Freude bereitet. Gelangweilte oder Sinnentleerte Moderatoren präsentieren von Musikvideos unterbrochene Werbeblöcke für Klingeltöne. Kurzfristige Planungen zum bezahlten Empfang entsprechender Videos habe ich aufgrund fehlender Bereitschaft dafür Geld zu bezahlen schnell zerstreut. Dann kam das Internet und Youtube auf dem sich unzählige Musikvideos befinden, eine wahre Goldgrube wenn auch in bescheidener Qualität, immerhin (noch) ohne Werbeunterbrechungen. Die Musik die ich abspiele erfasse ich mit Last FM, was läge also näher, beide Dienste miteinander zu verbinden?

Tim Bormans aus Belgien hat sich darüber ein paar Gedanken gemacht und die API beider Dienste miteinander verknüpft. Durch die Eingabe seines Nutzernames stellt das Programm eine zufällige Zusammenstellung der gehörten Künstler zusammen, ruft die  Musikvideos bei Youtube ab und stellt beides in der gewohnte Größe dar.

Daraus entsteht dann quasi der eigene Musiksender ohne Werbung. Ein sehr interessanter noch dazu, so hält er durch die zufällige Auswahl der Abspielreihenfolge die ein oder andere Überraschung bereit. Neugierig?

(Bildquelle: Tim Bormanns)

1 Oktober

Musikgeschmack ist doch subjektiv, oder?

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (2)

Leider ist Musickum momentan geschlossen, da der entstandene Traffic das Budget des Betreibers überstiegen hat, vielleicht findet sich ja ein neuer Sponsor.

Grundsätzlich höre ich Musik, die mir gefällt. Tut eigentlich jeder. Doch woher neue Inspiration nehmen? Zu meinen pubertierenden Zeiten ist man in die Diskothek gegangen um dort neue Einflüsse zu bekommen und zu bekannten Dingen abzugehen. Da musste man sich aber mit dem anschreien des Plattenauflegers begnügen, der je nach Laune den entsprechenden Titel offenbart hat. Eine weitere Möglichkeit war das Radio, das aber rein Mainstreamorientiert ausgelegt war und den Geschmack der breiten Masse befriedigte, so wie heute eben auch. WDR 1 hieß da noch nicht Einslive und in der festen Zeit von 13:00 bis 14:00 konnte man den aktuellen Charts lauschen. So war man zwar auf dem laufenden, leider nicht nach meinem Geschmack.

Das Internet bietet da ganz neue Möglichkeiten, es macht den Musikgeschmack zur einer Ansammlung von objektiven Daten, die ich last.fm sei dank auch entsprechend zur Verwertung preisgebe. So ist dann auch der Überblick links entstanden. Bei Musickum kann das jeder auch mal selbst versuchen. So verrät mir der Open mind Index, wie breit gefächert mein Musikgeschmack ist, 123 ist da gar nicht mal schlecht (glaub ich). In der Tortengrafik und der anschließenden Liste wird dann deutlich, welche Genres der Musik ich bevorzuge.

Ist dann nun schon objektiv gesehen mein Musikgeschmack? Nein. Warum nicht?

Zunächst einmal kann der Benutzer selbst die von ihm gespielten Lieder in ein Genre einordnen, da werden überschneidungen deutlich, denn medieval, folk und mittelalter sind bei mir das gleiche. Allein die Einordnung in ein Genre geschieht doch schon subjektiv. Nur weil New Wave draufsteht muss es mir lang noch nicht gefallen um gleich zum nächsten Punkt zu kommen. Wenn es 1.000.000 Lieder geben würde, die unter New Wave kategorisiert sind, gefallen mir bestenfalls 10%. Theoretisch, also subjektiv.

Annahme: Wir geben immer mehr persönliche Daten, Geschmack und Nutzungsverhalten preis und profitieren dabei von den scheinbar sinnvollen Features. Nehmen wir mal an, alles was wir kaufen, hören, sehen, fühlen und nutzen wird zu Datenerhebung herangezogen, wäre es demnach möglich, das mir eine entsprechende Software ein Musikstück offenbart, das mir gefallen MUSS? Ich denke nicht. Solange unsere Gefühle und Emotionen nicht berechenbar sind bleibt uns das erspart, denn das bestimmt unseren Musikgeschmack.

Die einzigen, die von der zunehmenden Profilisierung persönlicher Daten profitieren sind die Werber und Produktmanager die meinen mit gezielten Werbeaktionen unseren Geschmack vorausschauen zu können. Meinen treffen sie nicht. Wie ich jetzt von einem zufällig gefundenen last.fm Goodie auf meinem Musikgeschmack komme, weiß ich auch nicht genau, ist aber eh subjektiv ;)

(Quelle: Gefunden bei Everyday is Halloween)