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	<title>Spontis &#187; LARP</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Doku über Fantasyrollenspiele - Nur ein Spiel</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 12:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es mag ein Tribut an unsere Informationsgesellschaft sein, dass viel zu viele Menschen ihr Wissen nur noch aus den Medien beziehen ohne das Verlangen zu spüren mehr darüber zu erfahren, es selbst auszuprobieren und zu hinterfragen was man sieht. Das gilt nicht nur für die privaten Sendeanstalten, sondern auch die öffentlich-rechtlichen. Moment! Darf ich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/11/Nur-ein-Spiel.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8185];player=img;" title="Nur ein Spiel"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-8193" title="Nur ein Spiel" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/11/Nur-ein-Spiel-150x109.jpg" alt="Nur ein Spiel" width="150" height="109" /></a>Es mag ein Tribut an unsere Informationsgesellschaft sein, dass viel zu viele Menschen ihr Wissen nur noch aus den Medien beziehen ohne das Verlangen zu spüren mehr darüber zu erfahren, es selbst auszuprobieren und zu hinterfragen was man sieht. Das gilt nicht nur für die privaten Sendeanstalten, sondern auch die öffentlich-rechtlichen. Moment! Darf ich nicht erwarten, das die aus den Rundfunkgebühren finanzierten Sender ihrem Bildungsauftrag nachkommen? <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/bildungswirt/oeffentlich-rechtliches-fernsehen-und-bildungsauftrag">Sollte man annehmen</a>, doch das gilt nicht für die Randbereiche der Berichterstattung oder Bildungslücken die nicht als solche erkannt werden.</p>
<p>Immer wieder geistern im Zusammenhang mit Amokläufen und Gewalttaten Jugendlicher, oder junger Erwachsener die Computerspiele — genauer gesagt die <a href="http://www.play3.de/2010/11/11/polizeigewerkschaft-will-killerspiele-verbieten/">Killerspiele</a> -  auf, außerdem wird von »Suchtverhalten« und »Isolation« gesprochen die letztendlich bei labilen Menschen zu merkwürdigen Verhaltensweisen führen. Das die privaten Sender das gewinnbringend ausschlachten, dürfte den meisten dann bewusst werden, wenn sie selbst oder auch nur anteilig davon berührt sind, aber auch die öffentlich-rechtlichen <a href="http://www.tagesschau.de/inland/killerspiele102.html">schüren die Diskussion</a> und werfen Fragen auf, anstatt antworten zu liefern.<span id="more-8185"></span></p>
<p><em>Michael Schillhans</em>l hat einen großartigen Dokumentarfilm über das Genre Fantasyrollenspiel gedreht, das alle Facetten dieses Bereichs zeigt und einen differenzierten Einblick in die Faszination von LARP, Tischrollenspielen und Online-Spielen gibt. Bei <a href="http://www.facebook.com/pages/Nur-ein-Spiel/133488743341952">Facebook</a> schreibt er dazu: »<em>Ich wollte eine Dokumentarfilm machen, der die Faszination von Fantasyrollenspielen erklärt. Anders  als sonst im Fernsehen üblich, wollte ich keine Freaks zeigen, die von  Verwahrlosung, Gewalt und Sucht bedroht sind, sondern »normale«  Menschen, die von ihrer Leidenschaft erzählen.</em>« Nehmt euch die Zeit, und schaut die Dokumentation an, es lohnt sich:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/16064142" width="640" height="385" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Und das hat er geschafft, wer sich rund 55 Minuten Zeit nimmt, erhält einen spannenden und bemerkenswert ehrlichen Einblick in eine Welt, die für Außen stehende nicht greifbar, nicht erklärbar und unverständlich erscheint. Anstatt immer die gleichen Phrasen auszudiskutieren liefert den Film einen Einblick in die Welt der Fantasyrollenspiele auf 3 verschiedenen Ebenen.</p>
<p>Sowas müsste im Fernsehen laufen! War auch meine erste Reaktion als ich das Video bei <a href="http://www.crackajack.de/wp/2010/11/19/nur-ein-spiel-doku-uber-fantasy-rollenspiele/">Nerdcore</a> sah, bevor ich dazu Michael Schillhansl Text las, den ich euch nicht vorenthalten möchte und der dann erst recht fassungslos macht:</p>
<blockquote><p><strong>Warum läuft der Film nicht im Fernsehen?</strong></p>
<p>Damn - i tried really  hard. Als ich vor ein paar Jahren die ersten Ideen für den Film hatte,  begab ich mich brav zu Vorgesprächen mit Fernsehredakteuren. Die  Gespräche verliefen abgekürzt immer so: "Ah sie wollen was über  Computerspieler machen. Wollen sie es mehr unter dem Suchtaspekt  betrachten, oder mehr unter dem Gewaltaspekt?" - "Ähm - Nein, ich wollte  die zunehmende Popularität und Faszination des Spielens erklären."  "Achso, also, wenn das nicht unter dem Thema Amok oder Sucht läuft, weiß  ich nicht, ob das wer sehen will."</p>
<p>Nach einiger Zeit beschloß  ich den Film selbst zu produzieren. Mit dem fertigen Film bin ich dann  zu etlichen Fernsehsendern gegangen. Die Dialoge verliefen dann meist  so: "Ah - Computerspiele. Da machen wir gerade eine eigene Produktion.  Die zeigt (Sender X) die Suchtgefahren der neuen Medien, oder (Sender  Y), wie Computerspiele die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen  erhöhen...Experten...Verwahrlosung...AMOK!!!"</p>
<p>Leider bleibt  deshalb Oma Erna im Musikantenstadelsumpf stecken und wird beim Wort  Computerspiele weiterhin Herzflimmern bekommen oder an  Kinderpornographie denken.</p></blockquote>
<p>Liebe Fernsehsender. Jugendschutz ist eine feine Sache, es gibt so viele Sachen auf dieser Welt und auch im Internet vor denen die Hoffnung unserer Nation geschützt werden muss. Zensur, Verbote und Stigmatisierung sind die Fragen mit denen ihr euch beschäftigt, doch wer beantwortet die Fragen derer die gefährdet sind? Wer erklärt den Jugendlichen was wirklich dahintersteckt? Ihr macht das offenbar nicht und seid zu engstirnig endlich eurem Bildungsauftrag nachzukommen, zu tief steckt ihr schon in den Mühlen aus Quoten und Werbeeinnahmen. Mir läuft es kalt den Rücken runter wenn ihr euch auf den Fernsehpreisen selbst etwas vorheuchelt und Dokumentationen über Angst, Tod, Hass und Arbeitslosigkeit Preise verleiht. Ehrlich, da soll sich noch mal einer wundern, das wir in schwarz rumlaufen.<br />
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		<title>LARP weltweit - Pennsic War</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 08:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer glaubt, LARP (Live Action Role Playing) wäre ein europäisches Phänomen Mittelalterbegeisterter Zeitgenossen, der ist auf dem Holzweg und dessen Herkunft ist ebenso in dieser Zeit zu suchen. Aber bevor ich wieder abschweife, konzentriere ich mich wieder auf das wesentliche. In den USA ist man immer schon Anhänger von der Darstellung historischer Schlachten gewesen, gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer glaubt, LARP (Live Action Role Playing) wäre ein europäisches Phänomen Mittelalterbegeisterter Zeitgenossen, der ist auf dem Holzweg und dessen Herkunft ist ebenso in dieser Zeit zu suchen. Aber bevor ich wieder abschweife, konzentriere ich mich wieder auf das wesentliche.</p>
<p>In den USA ist man immer schon Anhänger von der Darstellung historischer Schlachten gewesen, gerade die aus der eigenen Geschichte wie dem Bürgerkrieg, sind besonders beliebt. Vielleicht der amerikanische Weg die eigene und recht kurze Geschichte zu würdigen. Deshalb habe ich immer geglaubt, das mittelalterliche Leidenschaft sei vor allem in Europa zu Hause und würde in den Staaten eher im Untergrund stattfinden und höchstens durch die Teilnahme an Gerneorientierten Spielen zelebriert. <a href="http://cynxpire.de/?p=1940">Als ich dann das Video sah</a>, das diesem Artikel zu Grunde liegt, musste ich mich eines besseren belehren lassen. Amerikaner sind einfach Begeisterungsfähiger für solches Ansinnen, eine ihrer größten Stärken. <span id="more-6131"></span></p>
<blockquote><p>Since Pennsic XXV in 1996 the event has gathered over 10,000  participants each year [...] Pennsic is, however, an SCA event; members of  other groups are welcome, but are generally expected to follow SCA  rules—especially in regards to armor, weapons and behavior on the  battlefield for the various fighting scenarios. According to the <em>Pennsic  Independent</em>, a privately-published newspaper published on-site, the  final count for 2009 was 10,947.</p></blockquote>
<p>Bei 10.000 Teilnehmern kann man wohl nicht mehr von einem kleinen Event sprechen. Ich denke, das ist das amerikanische Mekka für LARPer, die mal wieder Lust habe ihre Rüstungen und (ungefährlichen) Waffen in Aktion zu versuchen. Gut, vielleicht sind die dargestellten Epochen nicht ganz harmonisch, aber das wollen wir mal nicht so eng sehen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zJA1-RpHWkE">http://www.youtube.com/watch?v=zJA1-RpHWkE</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zJA1-RpHWkE"><img src="http://img.youtube.com/vi/zJA1-RpHWkE/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>Subkultur! - Visual Kei</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 08:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Visual kei (japanisch: vijuaru kei) lässt sich sinngemäß als  »visuelle Herkunft« übersetzen.Es handelt sich dabei um eine Szene die eine ganze Reihe von Aspekten in sich vereint. So entwickelte sie sich nicht aus der ursprünglichen Musik, dem J-Rock oder J-Pop sondern aus dem auftreten der Bandmitglieder das stark an einen Mensch gewordenen Ausgabe eines Manga [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/01/206627202_5f387947b8_b.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1686];player=img;" title="Japanisches Mädchen"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-4723" title="Japanisches Mädchen" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/01/206627202_5f387947b8_b-200x300.jpg" alt="Japanisches Mädchen" width="160" height="240" /></a>Visual kei (<em>japanisch: vijuaru kei</em>) lässt sich sinngemäß als  »visuelle Herkunft« übersetzen.Es handelt sich dabei um eine Szene die eine ganze Reihe von Aspekten in sich vereint. So entwickelte sie sich nicht aus der ursprünglichen Musik, dem J-Rock oder J-Pop sondern aus dem auftreten der Bandmitglieder das stark an einen Mensch gewordenen Ausgabe eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manga">Manga</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anime">Anime</a>. Zunächst habe ich mich ein wenig gesträubt einen derartigen Artikel hier aufzunehmen, entschloss mich aber zur aktiven Aufklärungsarbeit und möchte euch meine Recherchen und Meinungen nicht vorenthalten.</p>
<p>Die in den 80er entstandenen Musikrichtung <a href="http://www.jrockrevolution.com/">J-Rock/J-Pop</a> (Japan Rock/Pop) ist als Anlehnung des westlichen Rock entstanden und verbindet diesen mit klassischen japanischen Elemente der Musik. Musik von Aerosmith, Twisted Sister und David Bowie trifft auf die traditionelle Enka-Musik und die modernen japanische Popmusik KayÅkyoku. Bekannte Beispiele dieser Musik sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/X_Japan">X Japan</a>, <a title="D'espairsRay" href="http://de.wikipedia.org/wiki/D%27espairsRay">D’espairsRay</a>, <a title="Moi dix Mois" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moi_dix_Mois">Moi dix Mois</a> oder auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buck-Tick">Buck-Tick</a>. Die meisten Fans schätzen die Kraft und Energie der Musik und halten diese für ehrlich, was vielleicht daraus resultieren mag, das diese die oft japanischen Texte nicht verstehen und so intensiver die Emotionen der Musik wahrnehmen können. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Geht mit so ähnlich bei einigen Songs von <a href="http://www.laut.de/wortlaut/artists/t/trisomie_21/biographie/index.htm">Trisomie 21</a>.</p>
<p>Die meisten Jugendlichen in Japan sind durch Kleiderordnungen und Schuluniformen in ihren Entfaltung eingeschränkt, was sich schließlich in den Erscheinungsbildern der Freizeit wie eine Explosion der Farben anfühlt. Dabei nahm die Szene westliche Styles der Gothic– Batcave-, Punk– und New Wave Szene auf, vermischte sie mit dem Aussehen der Figuren in Mangas und formte daraus den Visual Kei. Viele Jugendliche in Deutschland finden über Anime und Manga zum J-Rock und letztendlich zum Visual Kei.<span id="more-1686"></span></p>
<blockquote><p><strong>Anne (<em>Atsushi</em>), 20, Auszubildende zur Physiotherapeutin:</strong> "Man muss ein bisschen Selbstvertrauen haben, um in der Szene überleben zu können. Es gibt viele Neider". 2002 ist Anne durch Anime und Manga zum J-Rock gekommen und somit zu Visual Kei. (<a href="http://www.jugendkulturen.de">Journal der Jugendkulturen</a> No.13, Seite 28)</p></blockquote>
<p>Grundsätzlich bleibt festzuhalten, das es sich bei Visual Kei nicht um eine Musikrichtung handelt, sondern um eine rein äußerliche Erscheinungsform. Mit der schwarzen Szene im allgemeinen und Gothic hat Visual Kei außer einiger Stilelemente nichts gemeinsam. Deshalb ist eine Kategorisierung unter dem Oberbegriff Gothic falsch.</p>
<p>Durch diese Unwissenheit vieler Medien und dem promoten der Major-Labels durch Stylekopieren, kommt es zu einer gefühlten Gothic, Emo, Visual Kei, Tokio Hotel  Suppe, aus der niemand der breiten Masse mehr vermag die einzelnen Geschmacksrichtungen sauber zu trennen, denn alle diese Begriffe haben nicht viel miteinander zu tun passen aber geschmacklich ganz gut zusammen.</p>
<blockquote><p><strong>Paul (<em>Taiji</em>), 20, Tischlerazubi:</strong> [...]Im Groben sagt er, könne man die Visuals in zwei Gruppen aufteilen, die die Spaß haben wollen und die, die sich sehr depressiv geben. Letztere werden auch oft "Emos" genannt, sie entwickeln sich nach und nach zu einer eigenen Szene. "Emos" sind es auch oft, die ritzen. Eines der Vorurteile gegenüber Visual Kei  ("alle Visus ritzen"), mit denen die fröhlichen Visus leben müssen (<a href="http://www.jugendkulturen.de">Journal der Jugendkulturen</a> No.13, Seite 30)</p></blockquote>
<p>Aus dem ursprüngliche Style Visual Kei, der von japanischen J-Rock Bands durch Anlehnung an die westlichen Styles und den japanischen Anime und Mangas entstand im Laufe der 90er auch ein ganzer Verkleidungstrend. Beim sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cosplay">Cosplay</a> kleiden und stylen sich die Teilnehmer wie ihre Vorbilder in den entsprechenden Serien. Es ist quasi das japanische Gegenstück zum mehr europäischen <a href="http://www.jugendszenen.com/Rollenspieler/Intro.html">LARP</a>.</p>
<p>Auf YouTube (wo sonst) gibt es eine wirklich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nrLSkHhhTuM">ernst gemeinte Reportage über Visual Kei</a>, die eigentlich den Kern der Sache ganz gut trifft. Mitglieder der Szene habe bestimmt differenzierte Ansichten und mögen diese doch bitte in den Kommentaren kundtun.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/sainz/">sainz/flickr.com</a>)</h6>
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		<title>Subkultur! - Mittelaltergrufties</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 14:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/12/Mittelalter-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1060];player=img;" title="Mittelalter 2"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-4666" title="Mittelalter 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/12/Mittelalter-2-150x112.jpg" alt="Mittelalter 2" width="150" height="112" /></a>Der <strong>Mittelaltergruftie</strong> glaubt an das romantische Mittelalter. Man nennt sie auch beweglichen Glockenspiele, die Straßen wandeln und permanent bimmeln. Sie leben in dem Glauben, das Mittelalter besteht nur aus Musik, Ritterfestspielen und Handwerkern. Diskussionen über Mundfäule, Pest, Vierteilung und Hexenverfolgung gehen sie durch melodischen Sing Sang geschickt aus dem Weg. Lieben das Rollenspiel ohne Peitsche und werden in den Sommermonaten in Auffanglagern, den sogenannten Mittelaltermärkten, gehalten. Tragen gerne Gewandung, Korsette und auslandene Kleider zu Lederlatschen, vornehmlich lange Haare im Naturkosmetiklook. Sind wohl durch die erstmals 1974 erwähnten Rollenspieler entstanden und Mitte der 80er durch die Gotik im Stil zum Gothic in der Musik gekommen. Hörte und hört <a href="http://subwaytosally.com/">Subway to Sally</a>, <a href="http://www.corvuscorax.de/">Corvus Corax</a>, <a href="http://www.faune.de/web/index.html">Faun</a> und <a href="http://www.schandmaul.de">Schandmaul</a>.</p>
<p>Die Stilrichtung ist dabei sehr kontrovers, die Begrifflichkeit <strong>Mittalterrock</strong> wird häufig mit dem <strong>Neofolk</strong> in Zusammenhang gebracht, hat aber schon rein musikalisch nichts damit zu tun. Die Retrowelle hat das Mittelalter vor etwa 20 Jahren getroffen und ist jetzt bereits bei der Kommerzialisierung angekommen, denn die typischen Mittelaltermärkte die Rollenspielern einst als Sommerlagern dienten, wurden mittlerweile von der breiten Öffentlichkeit akzeptiert.<span id="more-1060"></span></p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/12/Mittelalter-1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1060];player=img;" title="Mittelalter 1"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-4665" title="Mittelalter 1" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/12/Mittelalter-1-300x225.jpg" alt="Mittelalter 1" width="300" height="225" /></a>Diese recht junge Szene ist die Symbiose aus den Rollenspielern und der Gothicszene, die in den Bereichen der persönlichen Einstellung die meisten Berührungspunkte aufweisen. So wundert es nicht, das der typische Mittelalterrock auch sehr gut von der Gothicszene angenommen wurde und in entsprechenden Clubs immer wieder gerne gespielt wird. Der Hang zur Romantik und zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84sthetizismus">Ästhetizismus</a>, sowie dem Mystischen und Okkulten ist in beiden Szenen ähnlich ausgeprägt. Der Mittelaltergruftie verwendet dabei Stilelemente der Rollenspieler und adaptiert diese auf seine eigene Weise.</p>
<p>Eine Vermischung beider Szenen ist trotzdem falsch. Denn während der Rollenspieler seiner Leidenschaft in der Regel nur in der Freizeit nachgeht und das ganze als Kontrast zu seinem Alltag sieht, bestimmt die Gesinnung der Gothics den Alltag in allen Lebenslagen. So bleibt es bei einer einseitigen Mischung durch die Gothics, die auch mal gerne Rollenspieler sind.</p>
<p>Was aber von einigen Vertretern als Störung der schwarzen Szene angesehen wird, ist für mich eher ein Bereicherung, denn gerade der Kontrast zur elektronischen dunklen Musik bietet neue Möglichkeiten. So wundert es nicht, das die großen Festivals wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wave-Gotik-Treffen">Wave-Gothic-Treffen</a> in Leipzig, die <a href="http://www.fkpscorpio.com/meraluna/">Mera Luna</a> in Hildesheim und das <a href="http://www.amphi-festival.de/">Amphifestival</a> in Köln Künstler aus diesen Bereichen eine Platform bieten. Leider ist gerade in diesem Zusammenhang das WGT negativ aufgefallen, denn dort wurden Neofolker und Mittelalterbands  mit einigen Bands aus der rechten Szene gemischt, wobei der Strudel der Vorurteile dann Bands mit eindeutig Spaßorientiertem Hintergrund gleich über einen Kamm geschert hat.</p>
<p>Wieder einmal wird deutlich, das eine kleine faschistische Minderheit in der Lage ist, den Blickwinkel der Öffentlichkeit auf eine ganze Veranstaltung wie dem WGT zu verzerren. Denn wie bei den meisten Szenen ist die Grundintention der Mittelalterfans und der Neofolker unpolitisch.</p>
<p>Henning Schwoll hatte in seinem Kommentar völlig recht, das Thema hat Brisanz und eine unglückliche Formulierung kann die Sichtweise gleich in ein schlechtes (ungwolltes) Licht rücken. Daher wurde der letzte Absatz überarbeitet, die Aussage ist die gleiche geblieben.<br />
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