24 Juli

Kurz vorgestellt: Dunkeldingens Düsterschau

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: Keine Kommentare

Dunkeldingens DuesterschauEs ist in aller Munde. Jedenfalls virtuell. Crowdfunding. Oder anders gesagt, das Ermöglichen eines kleinen Projektes, die Durchführung einer ambitionierten Idee oder die Umsetzung eines ehrgeizigen Plans mit Hilfe vieler kleiner Spender. So ließ beispielsweise Herr von Aster jüngst verkünden, das für den Kurzfilm “Dunkeldingens Düsterschau“, bei dem er sich als Regisseur und Autor versucht, noch etwas Unterstützung fehlt, um die Studio- und Equipmentmiete zu stemmen. Worum gehts bei dem Kurzfilm? “Die Geschichte des zweiköpfigen Butlers, einer Frau mit sprechenden Brüsten und anderer Gestalten einer abgewrackten Kuriositätenschau zeigt: die wirkliche Bedrohung geht nicht von Andersartigen aus, sondern von jenen die das Staunen verlernt haben.

Das besondere ist die visuelle Umsetzung, denn Produzent Willi Haninger und von Aster haben sich für den traditionellen Scherenschnitt entschieden, eine alt-ehrwürdige Kunstform die bereits in den 1920er Jahren erste Verbreitung erfuhr. Für einen Spendenbeitrag zwischen 5 und 500€ beteiligst du Dich nicht nur an einer schönen Sache, sondern kannst dich auch über eine zusätzliche Aufmerksamkeit in Form eines Posters, T-Shirts, einer Kopie des fertigen Films oder deinen Namen im Abspann des Films freuen.  Auf der entsprechenden Sammelseite bei Indiegogo kannst du alle Informationen nochmal nachlesen. Ein entsprechendes Video gibt es auch: Den ganzen Artikel lesen… »


21 November

Spontis Wochenschau #14/12

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: 9 Kommentare

Spontis WochenschauGothic ohne Ziel und ohne Richtung. Seit Tagen schwirren mir Gedanken durch den Kopf, was denn dran sein könnte an dieser Behauptung (ich scheue mich das Wort “Tatsache” zu schreiben). Ich beschäftige mich nun schon eine ganze Weile mit Subkulturen und habe vor mehr als 4 Jahren damit begonnen, darüber zu schreiben. Auch über mein eigenes Zugehörigkeitsgefühl. Das Internet sorgte für ständigen Input und einen unnachgiebigen Strom von Informationen, manchmal fühlte ich mich wie Johnny Mnemonic, dessen Gehirn über ein Kabel mit Informationen gespeist wird. Womöglich ist es eben diese Flut, die ein Ziel und einer Richtung unmöglich machen. Ein Flut aus Meinungen und Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich manchmal krampfhaft von anderen unterscheiden wollen. Besinne ich mich auf die Menschen, die ich Kennenlernen durfte, mit denen ich mich anfreundete und austauschte, habe ich längst eine Richtung erkannt. Gedankenaustausch auf einer gemeinsamen “schwarzen” Wellenlänge. Ist das Netz vielleicht schuld an der Ziellosigkeit? Die Lösung liegt womöglich in der Differenzierung. Das Netz bietet Möglichkeiten der Vernetzung und Information, wer in ihm eine schwarze Szene sucht, droht sich wie Johnny zu überladen. Wir müssen heraussuchen, was uns beschäftigt, lesen was uns interessiert und wahrnehmen was uns weiterbringt. Lernt die Menschen kennen, die schreiben. Vielleicht kommt das Ziel von ganz alleine. Ausgesuchte Informationen und interessante Neuigkeiten aus meiner kleinen Spontis-Welt liefert diese Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »


21 August

Experimentelle Kurzfilme: Berlin Super 80

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: 1 Kommentar

3302 - Kurzfilm von Christoph DoeringWest-Berlin, kurz vor dem Aufbruch in die 80er. Ein Taxi fährt durch die Berliner Nacht, immer neue Fahrgäste nehmen Platz. Die Persönlichkeiten flackern ebenso rasend vorbei, wie die Straßen, Laternen und Schilder. Im Morgengrauen erscheint der Funktturm, mit dem Ende der Nacht werden die Passagiere immer groteskter. Auch Christiane steigt ein, flackert kurz auf um dann im irgendwo in Berlin ihr Ziel zu erreichen. Die geteilte Hauptstadt war in der 80er die ungeschlagenen Kreativ-Hauptstadt, die gezwungene Isolation mitten in der DDR und eine allgegenwärtige Mischung aus Spannung, Depression und Angst machte sie zum Magneten für Kreative und Individualisten aus aller Welt. Eine Video aus dieser Zeit erregte meine Aufmerksamkeit.

“3302″ ist ein Kurzfilm von Christoph Döring der einen Teil eines Kunstprojekts darstellt, dass man “Berlin Super 80″ getauft hat. Ein Rückblick auf die revolutionäre Subkultur der zukünftigen Hauptstadt, die zwischen 1978 und 1984 entstanden sind. Die Werke der Super-8-Film-Avantgarde dokumentiert die Musik, die Kunst der Anarchisten, Aktivisten und Punks einer geteilten Stadt. “Zwischen Kippenbergers SO 36 um dem Centre Pompidou. Authentisch, intensiv, radikal.” So verspricht es Beschreibung der bei Monitorpop erhältlichen Zusammenstellung. Beispielhaft für die Sammlung an wirklich seltenem Material stelle ich die beiden Kurzfilme “3302″ und “Geld/Money” vor, die ich persönlich als besonders stilprägend empfinde. Bei Ronny gibt es übrigens einen Überblick über alle Kurzfilme, und auf Backagain eine schriftliche Übersicht über alle enthaltenen Werke der DVD Box. Den ganzen Artikel lesen… »


7 April

Spontis Wochenschau #6/12

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: 4 Kommentare

Spontis WochenschauFrohe Ostern! Das hört man heute überall. An der Kasse im Supermarkt, beim Telefongespräch, beim Frisör und selbst am türkischen Kiosk. Dabei ist das alles überhaupt nicht fröhlich, glaube ich jedenfalls. Am Karfreitag hat man schließlich einen gewissen Jesus, den Sohn von Maria und Josef, an ein Kreuz genagelt. Das ist zunächst einmal überhaupt nicht lustig und sicher auch kein Grund zu feiern, aber Karfreitag ist nicht Ostern.

An Ostern, so sagt man, ist der am Kreuz gestorbene Sohn dann auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Wenn man so möchte, der erste Zombie der Menschheitsgeschichte. Aber nur wenn man möchte. Warum man das nun feiert, bleibt mir ebenfalls schleierhaft. Es mag sein, dass der Gedanke, nicht Jahre lang als Zombie oder Geist durch die Zwischenwelt zu wandern, beruhigend ist und man sich deshalb für den Sohn freut, der die Sache endlich hinter sich hat. Alles wäre das nicht genug Verwirrung, kommen jetzt auch noch Eier und Hasen ins Spiel. Man versteckt den Kindern bemalte Exemplare und lügt Ihnen vor, ein Hase wäre dafür verantwortlich.
Was kann denn jetzt der Hase dafür? Und überhaupt, was soll das mit den Eiern? Die spinnen die Römer, das wussten schon Asterix und Obelix. Hätten sie den Jesus nicht an das Kreuz genagelt, wäre das alles womöglich nicht passiert. Er hätte ja seine Idee von einer Religion, einem Glauben und einem Gott ja auch leibhaftig predigen können, bis er gestorben wäre. Wo wir schon beim Thema Vergänglichkeit, Friedhof und Zombies sind, ich hätte hier noch ein paar Links die nicht ganz so verwirrend sind:

Den ganzen Artikel lesen… »


25 Dezember

Der kleine Nazi – Der Engel grüßt den lieben Gott

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: 7 Kommentare

Die Geschenke sind verteilt, das Weihnachtsessen hat alle satt und zufrieden gemacht. Die ganze Familie sitzt zusammen, man redet angeregt und seufzt im Kollektiv, wenn Opa wieder anfängt von früher zu erzählen. Wie wenig sie zu essen hatten, wie kalt es gewesen ist und wie froh man war, wenn das Christkind einen Schokoriegel brachte. Der allgegenwärtige Krieg, die Angst vor der Gestapo, von den polternden Schritten der SS, die aus dem Nachbarhaus wieder eine jüdische Familie verschleppte. Als Oma anfängt zu weinen, werden die Kinder in Wohnzimmer geschickt oder gehen freiwillig, “Stirb langsam – Jetzt erst recht” ist spannender als die Geschichten der Großeltern.

Was passieren kann, wenn Vergangenheit verdrängt wird, zeigt der Kurzfilm “Der kleine Nazi” von Petra Lüschow, der auf satirische Weise ein Weihnachten inszeniert, bei dem Verdrängung oder Beschönigung zur schallenden Ohrfeige wird. Wie lange haben wir noch Augenzeugen, die uns erzählen können wie es wirklich war? Warum gibt es nur gute Geschichten, in denen man half einen Juden zu verstecken oder zu befreien? Wo sind die Geschichten von falschen Idealen, von der Angst dagegen zu sein und von der Macht der Masse? Den ganzen Artikel lesen… »


1 September

Spontis Wochenschau #22/11

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: 1 Kommentar

Spontis WochenschauAm Bahnhof ist der Teufel los. Ich quetsche mich durch die Menschenmengen hindurch um im Schatten des Kölner Doms frische Luft zu schnappen. Der Nerd und Geek Faktor ist hoch, sehr hoch. Überall typische und untypische Spieler, Freaks und Fans in Kostümen und mit Tüten der großen Spielehersteller und neuesten Top-Titel der Branche. In Köln findet die Gamescom statt und lockt die vermeintliche Randgruppe aus dem gesamten Bundesland in die Stadt am Rhein. Mittendrin verzweifelte Kamera-Teams dubioser Produktionsfirmen. Ein hippe und blondierte Mikrofonhalterin, die im Holzfällerhemd und mit der fensterverglasten Hornbrille Zugehörigkeit suggeriert, sieht sich überfordert. Die einen sind nicht an einem Interview interessiert und ignorieren die Kamera, die anderen haben entgegen dem Skript, an dem sich die Frau mit Mikrofon krampfhaft festhält, Hintergrundwissen und langweilen. Als die Kamera aus ist, zeigt sie sich genervt und sagt: “Scheiße, wo sind denn hier die Freaks?“, zieht weiter und verschwindet wieder im Hauptbahnhof. Ich schmunzle. Hätte ich bloß einen Spiegel dabei gehabt um der Dame ihr Abbild zu zeigen. Freaks, so lehrt mich die Situation, finden andere oftmals im Spiegel und nicht auf der Domplatte. Schaut weniger Fernsehen und klickt euch eure Hintergründe selbst zusammen. Hier könnt ihr anfangen: Den ganzen Artikel lesen… »


27 Juni

Lachender Montag: Der Exorzist

von Robert ForstKategorie: VernetztDiskussion: 5 Kommentare

Montag. Der wohl schlimmste Tag der Woche. Das Ziel ist so weit entfernt, dass es keinen Sinn macht in die Ferne zu blicken. Ich glaube deswegen hat man das Bergfest am Mittwoch eingeführt, so kleine Zwischenziele sollen das fade Gefühl ja mindern. Die Erinnerung an ein hoffentlich schönes Wochenende beflügeln die Gefühle, während sich der kalte und graue Alltag von unten in den Körper schleicht und langsam an den Beinen emporkrabbelt. Mich am Montag zum lachen zu bekommen ist je nach Uhrzeit eine Herausforderung. Ein kleiner Werbespot hat es geschafft, in knapp Anderthalb Minuten. Gut gemacht!

Der Exorzist, ein Klassiker des Horrorgenre, diente als Vorlage für diesen Kurzfilm. Ich glaube einer meiner ersten Horrorfilme. In der Schule erzählen einem die Klassenkameraden von dem Film, der neulich im Fernsehen gelaufen und den man verbotener Weise Nachts geschaut hat. Ich unterbreche das Einkleben von Sammelbildern und lausche gebannt. Diesen Film will ich sehen, diesen Film muss ich einfach sehen! Von langer Hand geplant schaue ich den Film ein paar Monate später mit Tim, der schon einen Videorekorder hat, mit dem man aufnehmen kann. Wir zeichnen den Film im Fernsehen auf und schauen ihn nach der Schule… Den ganzen Artikel lesen… »


19 April

Neomorphus: Morbide und Imaginäre Kreaturen im Kurzfilm

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: Keine Kommentare

Vom brasilianischen Anomatorio kommt ein Stop-Motion Film erster und schwarzer Güteklasse, in der Mutation, Transformation und Entwicklung zu einer neuen Spezies sich die Hand reichen um zu einer neuen tragischen Kreatur zu werden. Was der Film visuell zu bieten hat, ist in etwa das, was man wohl als “sachliche Ästhetik der schwarzen Szene” bezeichnen würde, vorausgesetzt man würde gefragt. Und in der Tat ist auch mir bei so mancher Vision des Künstlers das Herz aufgegangen, seine Anleihen an Tim Burton verleihen Neomorphus ein schaurig schönen Charakter.

Transformation trough mutations stages. Evolution as a function gain is called neo-morphic. Imaginary creatures adapt into an Ecosystem and the transformation of these habitats for these creatures generates a fantastic cycle. The mutation symbolism is part of Animatorio experiences in its trajectory, changing places, finding a new spectrum, a new phase, evolving.

Den ganzen Artikel lesen… »