5 November

Digitale Kunst: Das Leben an einem Tag

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Neu­lich unter­hielt ich mich über Kunst, oder bes­ser gesagt über das, was ich als Kunst emp­finde. Ist es für mich auto­ma­tisch Kunst, wenn ein selbst­er­nann­ter Künst­ler etwas her­vor­bringt? Ist es Kunst, wenn etwas in einem renom­mier­ten Museum oder in einer Gale­rie aus­ge­stellt wird? Ist es Kunst, wenn ein Experte sagt, es wäre so?

Ich schlage jetzt nicht bei Wiki­pe­dia nach, was Kunst bedeu­tet und wie man Kunst­ver­ständ­nis defi­niert, ich ver­lasse mich auf meine Intui­tion. Kunst liegt im Auge des Betrach­ters, soviel steht für mich fest. Es spielt keine Rolle, ob es als Kunst gedacht ist, oder nicht. Gele­gent­lich kommt es vor, dass ich etwas als sol­che emp­finde, obwohl nie­mand sonst einen künst­le­ri­schen Anspruch darin ent­de­cken kann. Der Fran­zose Mar­cel Duchamps brachte schon 1917 die Gale­ris­ten zur Ver­zweif­lung. Er kaufte ein Piss­be­cken im Sani­tär­fach­han­del, setzte seine Unter­schrift dar­auf und bot es New Yor­ker Gale­ris­ten zur Aus­stel­lung an. Die wei­ger­ten sich, das »stink­nor­male« Uri­nal aus­zu­stel­len, sie sag­ten ihm es sei keine Kunst.  Duchamps hatte, was er wollte, einen Auf­re­ger über die dama­lige Dis­kus­sion des Kunst­be­grif­fes. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 März

Gothic Friday März - Resümee

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Gothic Friday 2011Der März war lei­den­schaft­lich, vor allem für die Teil­neh­mer des Gothic-Friday, die für das Thema »Schwar­zer Fächer der Pas­sio­nen« ein Stück Bewusst­sein dafür ent­wi­ckelt haben, ihre Lei­den­schaft in Worte zu fas­sen. 23 Teil­neh­mer sind den Beweis ange­tre­ten das Gothic eben nicht nur schwarze Kla­mot­ten zu düs­te­rer Musik sind. Ob es ihnen gelun­gen ist?

Das es nicht ein­fach wer­den würde, hat maeh­nen­wolf auf einen Nen­ner gebracht: »Es gibt wohl wenige Fra­ge­stel­lun­gen oder Auf­ga­ben, die per­sön­li­cher wären, als über seine Lei­den­schaf­ten zu schrei­ben. Nicht nur, dass es sehr vie­ler und genauer Über­le­gun­gen bedarf, sich über­haupt ein­mal dar­über klar zu wer­den, was denn genau eine Lei­den­schaft ist, was sie von einem „gewöhn­li­chen“ Hobby unter­schei­det und vor allem, ob sie etwas ist, das man mit der schwar­zen Szene ver­bin­det…«

Das eine schwarze Lei­den­schaft, nicht immer pro­duk­ti­ver Natur sein muss, dar­über belehrte uns nrsss: »Bei mir ist die Pas­sion weni­ger etwas, dass sich an Ergeb­nis­sen mes­sen lässt. Sie lässt sich auch nicht beschrei­ben. Aber ich kann diese Lei­den­schaft spü­ren. Sie beein­flusst meine Wahr­neh­mung, sie steu­ert mein Den­ken. Sie ist all­ge­gen­wär­tig. Und so kon­su­miere ich wei­ter. Mit Lei­den­schaft.« Denn wenn wir ehr­lich sind, sind wir im glei­chen Maße Kon­su­men­ten von dem, was wir für uns als »schwarz« defi­nie­ren. Sie hat damit nicht — wie sie unter­schwel­lig ver­mu­tete — am Thema vor­bei, son­dern vom Kern der Sache berich­tet. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Juli

Punk - No One is Innocent

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Gudrun Gut 1978Als Kunst den Punk infi­zierte. Das war meine erste Wor­tas­so­zia­tion als ich bei Nerd­core über den kos­ten­los vefüg­ba­ren Aus­stel­lungs­ka­ta­log Punk — No One is Inno­cent der Kunst­halle Wien gestol­pert bin. Beein­druckt zeigt ich mich jedoch vom Inhalt des recht umfang­rei­chen Wer­kes. Künst­ler neh­men in der Geschichte des Punks einen ganz inter­es­san­ten Stel­len­wert ein, denn Künst­ler und Mode­ma­cher waren es, die die Ener­gie der Jugend­kul­tur für sich ent­deck­ten und so man­chen Punk– und Post-Punk Act in den frü­hen 80er zu einer Ver­nis­sage erho­ben und sich mit der Non-Konformität und ver­meint­li­chen Avant­garde umga­ben. Daher betrachte ich das Phä­no­men »Kunst« in Jugend­kul­tu­ren als zwie­späl­tig und Missverstanden.

Umso erfreu­ter war ich, das Punk als sol­ches nun eine künst­le­ri­sche Betrach­tung erhält, die es durch­aus ver­dient hat. Der Aus­stel­lungs­ka­ta­log wie er hier genannt wird, kann mit durch­aus beein­dru­cken­den Foto­gra­fien und Tex­ten ver­schie­de­ner Auto­ren punk­ten und wird dem Wort »Kata­log« als sol­cher nicht gerecht. Allein das Bild auf dem Cover, das Gudrun Gut von Mala­ria! zeigt, als sie etwa 1978 von ihrer Schwes­ter Anja abge­lich­tet wird, hat meine Neu­gier geweckt, denn bei Gut han­delt es sich nicht um einen Punk im klas­si­schen Sinne.

Die Kunst­halle selbst schreibt dazu: »…Punk inter­es­siert uns als Kunst­halle im Anschluss an die Gitarren-Ausstellung Go Johnny Go! (2003) und die künst­le­ri­sche Refle­xion des Sum­mer of Love (2006) weni­ger als musi­ka­li­sches Phä­no­men, denn als Geste der Nega­tion, als eine Pforte der Wahr­neh­mung, durch die man ein­tritt in ein Reich der chif­frier­ten Bot­schaf­ten: Signal to Noise…«

Link zum kom­plet­ten Kata­log (240 Sei­ten, 220 Abbil­dun­gen) als kos­ten­los ver­füg­bare PDF Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juni

Leute beim Pornogucken: Sex, Sighs & Videotape

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219_robbiecooper_jt110609_fIch glaube ich war 11, als ich gemein­sam mit mei­nem dama­li­gen Freund im Video­schrank sei­ner Eltern stö­berte um zu gucken wel­che Filme wir wohl fin­den wer­den.  Natür­lich ent­deck­ten wir völ­lig Kli­schee­haft ein bunte VHS Kas­sette ganz hin­ten, man könnte sagen sie war ver­steckt. Drauf abge­bil­det waren nackte Men­schen mit ihren pri­mä­ren Geschlechts­merk­ma­len und in sehr inter­es­san­ten Stel­lun­gen. Das uns das neu­gie­rig machte muss ich wohl nicht wei­ter erwäh­nen, so trug es sich zu das ich mit 11 mei­nen ers­ten Porno guckte. Sexu­ell sti­mu­liert hat er mich aber nicht, eigent­lich haben wir uns vor Lachen die Bäu­che gehal­ten und bis zum Ende haben wir es auch nicht durch­ge­hal­ten, irgend­wann wurde es uns lang­wei­lig und wir haben lie­ber wie­der mit Lego gespielt.

Jetzt macht der Video­künst­ler Rob­bie Cooper, der schon mit sei­nem Film über Leute beim PC spie­len für auf­se­hen sorgte, einen Film von Leu­ten die sich eine Porno anschauen und dabei Mas­tur­bie­ren. Natür­lich sieht man nur das Gesicht das in die­sem Fall aber Bände spricht und mehr als köst­lich ist. Im Zusam­men­hang dazu wer­den die gefilm­ten auch von Herrn Cooper inter­viewt, wel­che Beweg­gründe sie zum Por­no­gu­cker gemacht haben. Ob sich die Prot­ago­nis­ten im Anschluss an die Auf­nah­men selbst ange­schaut haben? Man­chen Gesichts­ent­glei­sun­gen sind ein­fach zum weg­schies­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 Oktober

Feuchtgebiete im neuen Theater Halle

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Nicht genug damit, dass Char­lotte Roche mit ihrem Buch Feucht­ge­biete so viel Erfolg gehabt hat, jetzt gibt es das ganze auch noch als Thea­ter­stück. Auf der Bühne des neuen Thea­ters in Halle fei­erte das Stück diese Woche Pre­miere. »Ein Mäd­chen auf dem schrullig-eigenwilligen Weg den eige­nen Kör­per zu ent­de­cken« lau­tet der Kon­senz des Stü­ckes und soll damit die Ange­bots­lü­cke des Thea­ter­plans schließen.

Der Mön­chen­glad­bach Bas­tian Rei­ber ist mit von der Par­tie und über­nimmt gleich meh­rere Rol­len unter ande­rem Helens Bru­der und Jesus (?). Dafür hat er eine 4 jäh­rige Aus­bil­dung an der Hoch­schule für Musik und Thea­ter absol­viert. Das könnte eigent­lich so ste­hen­blei­ben, wun­dert es mich doch, das ein so anspruchs­lo­ses und sinn­freies Werk aus­ge­bil­dete Schau­spie­ler braucht um den Dilet­tan­tis­mus der Story wiederzugeben.

Zwei­fels­ohne wird das Stück ankom­men, den der Zuschauer ist ein­fach neu­gie­rig dar­auf zu sehen, wie Helen ihren Kör­per ent­deckt. Kunst oder Sen­sa­ti­ons­lust? Die Ber­li­ner Regis­seu­rin Chris­tina Fried­rich erteilte den Sen­sa­ti­ons­gei­len, die benutzte Tam­pons und Anal-Fissuren sehen woll­ten eine Absage, es gehe ihr um Tie­fe­res und Höhe­res. Den gan­zen Arti­kel lesen… »