22 Oktober

Achtung, Kultur: Nachtaktiv 09

nachtaktiv mönchengladbach 09Wenn in Mön­chen­glad­bach schon mal was statt­fin­det, will ich nicht wie­der Gefahr lau­fen etwas zu ver­pas­sen. Wie der lokale Radio­sen­der 90.1 gerade berich­tet, fin­det am 7. Novem­ber  die Mön­chen­glad­ba­cher Kul­tur­nacht zum drit­ten mal statt, offen­sicht­lich sind die ande­ren bei­den male spur­los an mir vor­bei­ge­gan­gen. Im Prin­zip geht es darum, das ganz Mön­chen­glad­bach zur Bühne wer­den soll, über 400 Künst­ler zei­gen an 35 Orten was sie kön­nen und sam­meln dabei rund 190 Ter­mine. Es soll für jeden etwas dabei sein: Musik von Klas­sik bis Rock und Pop, inter­na­tio­na­ler Tanz von Tango bis Sir­taki, Film und Kaba­rett, Kri­mis und Poetry-Slams, Kunst und Per­for­mance, sogar Zau­be­rei und Akro­ba­tik. Auf der dafür ein­ge­rich­te­ten Inter­net­seite kann man sich aus­gie­big informieren.

High­lights? Schwer zu sagen für was ich mich per­sön­lich ent­scheide, das Pro­jekt Film-Fieber lockt mit Pro­gramm und Spar­ten­kino in Form von Kurz­fil­men. Bekannte regio­nale und über­re­gio­nale Poe­try Slam­mer besie­deln die Shut­tle Busse und zei­gen ihre wort­ge­wal­tige Kunst. Wer möchte kann das kom­plette Pro­gramm durch­su­chen und ent­spre­chend Fil­tern um sei­nen per­sön­li­chen Favo­ri­ten her­aus­zu­pi­cken. Das Ein­tritts­band, das für alle Orte und den Bus-Shuttle gilt, kos­tet  9 Euro, für Stu­den­ten und Schü­ler 7 Euro. Kin­der bis 14 Jahre haben in Beglei­tung Erwach­se­ner freien Eintritt.

Schwer zu sagen was man davon hal­ten soll, ich bin ja immer sehr skep­tisch, wenn es um der­ar­tige Ver­an­stal­tun­gen geht, die ja oft kein Dienst am Bür­ger, son­dern eine Wer­be­ver­an­stal­tung für die Betei­lig­ten ist. Was natür­lich prin­zi­pi­ell nicht schlecht ist, wenn für den Besu­cher ein Mehr­wert zurück­bleibt. Viel­leicht eine gute Gele­gen­heit, an der his­to­ri­schen Stadt­füh­rung teil­zu­neh­men, denn schließ­lich ist man ja schon seit sei­ner Geburt hier und man­cher weiß mehr über andere Städte, als über die eigene. Viel­leicht lockt mich auch das Motto: Nacht­ak­tiv. Denn ich zähle mich zu die­sen Men­schen, man­che Tage dürfte ruhig noch ein paar Stun­den mehr haben, dunkle und düs­tere natür­lich. Auf jeden Fall noch ein biss­chen gru­se­li­ger, als das eigens für die Kul­tur­nacht pro­du­zierte Video auf YouTube.

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15 September

Independent ist tot, zurück zur Independence!

Der Begriff Inde­pen­dent ist seit Jah­ren nur noch heiße Luft. Dem Hörer soll sug­ge­riert wer­den, dass ent­spre­chende Bands völ­lig unab­hän­gig ihr Ding durch­zie­hen und frei vom Druck der Major­la­bels Musik machen und somit einen inte­gra­len Bestand­teil der Sub­kul­tur bil­den. Viel­leicht war das mal vor 20 Jah­ren so, heute ist Inde­pen­dent fes­ter Bestand­teil der Musik­in­dus­trie. Die ver­hass­ten Major­la­bels grün­den meist selbst eigene Abtei­lun­gen oder Unter­la­bel, die sich dar­auf spe­zia­li­sie­ren eine ent­spre­chende Käu­fer­schicht zu bedienen.

Das sind dann in der Regel die Musik­lieb­ha­ber aus einem sozial sta­bi­len Umfeld die den Wunsch ver­spü­ren zu par­ti­zi­pie­ren, teil­zu­ha­ben am Unter­grund, mit­ten­drin zu sein in einer Szene oder einen beson­de­ren Musik­ge­schmack zu zei­gen. Wie weit deren Rebel­lion dann reicht ist indi­vi­du­ell, die einen emp­fin­den das tra­gen eines Ramo­nes T-Shirts schon als auf­be­geh­ren, andere las­sen sich ein Pier­cing ste­chen um damit seine Mit­men­schen zu scho­cken, die sich aber daran bereits gewöhnt aben.  Viele kön­nen es sich leis­ten regel­mä­ßig Kon­zerte zu besu­chen oder sich die neu­este Scheibe einer Band in das Regal zu stel­len. Sie kau­fen völ­lig über­teu­erte Band-Accessoires wie Taschen, Fah­nen, Tas­sen, Bett­wä­sche und Stifte ohne etwas über die Band zu wis­sen die sie damit zusätz­lich bewer­ben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »