21 Januar

Konzertbericht Project Pitchfork - KuFa Krefeld - 20.01.2012

Kategorie: Schwarze Szene6 Kommentare

„Es war nicht schlecht. Aber so rich­tig gut war es auch nicht.“ So könnte man den Ein­druck zusam­men­fas­sen, der nach dem Kon­zert von Pro­ject Pitch­fork in der KuFa in Kre­feld blieb.  Viel­leicht lag es an der lan­gen War­te­zeit vor dem Pitchfork-Auftritt, viel­leicht an den Vor­bands oder daran, dass Peter Spil­les Stimme mitt­ler­weile fast durch­weg mit Mega-Hall-Echo durch die Halle kracht und nur wenig Varia­tio­nen bie­tet. Aber fan­gen wir vorne an.

Um 19 Uhr 30 war Ein­lass. Wir waren schon etwas frü­her da, denn inzwi­schen offen­sicht­lich anti­quierte Erfah­run­gen — gepaart mit gren­zen­lo­ser Nai­vi­tät — hat­ten mich glau­ben las­sen, dass die alte For­mel noch gilt: Wer früh da ist, steht rela­tiv weit vorne und sieht die Band statt die Rücken der Zuschauer. Aber es kam etwas anders.

(Anmer­kung Robert: Glück­li­cher­weise habe ich in wei­ser Vor­aus­sicht der gruf­ti­gen Eitel­keit einen viel frü­he­ren Kon­zert­be­ginn vor­ge­gau­kelt, um gemüt­lich und ent­spannt einen guten Park­platz zu ergat­tern. Wo ich ste­hen würde, war mir egal, ICH bin ja groß genug ;))

Nach­dem wir – ziem­lich durch­ge­fro­ren – end­lich rein durf­ten, muss­ten wir fest­stel­len, dass der Auf­tritt von Pro­ject Pitch­fork erst um 22 Uhr 15 begin­nen sollte. Also erst ein­mal rein ins KuFa-Cafè und hei­ßen Kakao trin­ken! Der war übri­gens rich­tig lecker!  Robert pflegte der­weil seine Erkäl­tung – mit schwar­zen (!) Taschen­tü­chern. Kli­schee olé!

(Anmer­kung Robert: Eigent­lich waren wir nur durch­ge­fro­ren, weil Auf­re­gung und Vor­freude uns aus dem war­men Auto getrie­ben hat­ten und wir gruf­tig statt prak­tisch ange­zo­gen waren. „Sol­len wir nicht im Auto war­ten?“ — „Nein, komm, es ist gar nicht kalt.“ Ganz abge­se­hen davon kann wohl nie­mand von mir erwar­ten, dass ich mein extrem gruf­ti­ges Ant­litz mit einem wei­ßen Taschen­tuch rui­niere!) Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 August

Gefühl und Kontrolle: Depeche Mode in der DDR

Kategorie: Szene im Blick4 Kommentare

Depeche Mode in der DDRIch mag Depe­che Mode, wirk­lich jetzt. Die Band beglei­tet mich mit ihrer Musik schon mein gan­zes musi­ka­li­sches Leben. War es noch »Just can’t get enough« im Kin­der­zim­mer, sind die Klänge von »The things you Said« stell­ver­tre­tend für weiße Strümpfe in Halb­schu­hen mit Stahl­kappe, für ein Ori­gi­na­les 101-Shirt und auch für meine ers­ten Ohr­ringe. Regel­mä­ßige Leser wis­sen natür­lich, dass ich maß­los unter­treibe, aber eine Ein­lei­tung im Stile von »Depe­che Mode sind total der Ham­mer!« klingt dann doch eher über­schwäng­lich und unglaubwürdig.

Mein ers­tes Kon­zert war ein ent­spre­chende Nahtod­er­fah­rung, jeden­falls schlug der Puls weit über das von Ärzten emp­foh­le­nen Maß hin­aus. Das war 1990. Was müs­sen die Jugend­li­chen in DDR gefühlt haben, als sie 1988 erfuh­ren, dass Depe­che Mode im März ihr ein­zi­ges Kon­zert anläss­lich des FDJ Geburts­ta­ges gaben? In wel­che Sphä­ren schlug der Puls derer, die es tat­säch­lich geschafft hat­ten, eine Karte zu bekom­men? Ihr wuss­test noch nicht, dass Depe­che Mode ein Kon­zert in der DDR gaben?

Ein groß­ar­ti­ger Arti­kel bei eines­ta­ges und ein wie­der auf­ge­tauch­tes Video vom dama­li­gen Jugend­sen­der DT’64 las­sen Erin­ne­run­gen wach wer­den. Nicht weil ich etwa dabei war, son­dern weil ich viel­leicht das Gefühl wäh­rend die­ser beson­de­ren 90 Minu­ten gut ver­ste­hen kann. Heute läuft schon die ganze Zeit Depe­che Mode und ich habe ein­fach Lust, etwas dar­über zu schrei­ben. Etwas von Gefühl, Musik und Kon­trolle. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Juni

Gothic Friday Juni - Hexennächte in Duisburg

Kategorie: Gothic Friday5 Kommentare

Gabi Delgado während seiner Peformance im Pulp Duisburg 2010Als ich für den Gothic Fri­day im Juni nach mei­nem schöns­ten Live-Erlebnis in den Erin­ne­run­gen suchte, wurde mir schnell klar, dass es sich dabei nicht um ein gro­ßes Kon­zert oder Fes­ti­val han­deln würde. Kon­zerte in gro­ßen Sta­dien sind mir unsym­pa­thisch, zum einen finde ich es teil­weise bedrü­ckend zwi­schen tau­sen­den von Men­schen ein­ge­engt zu wer­den und zum ande­ren kann man mei­ner Erfah­rung nach nicht wirk­lich von einem Erleb­nis spre­chen. Der Sound ist meis­tens schlecht, die Per­for­mance und die Band je nach Kar­ten­preis kaum zu sehen. Dabei sein ist alles? Nicht mit mir.

Für Club­kon­zerte konnte ich mich dage­gen immer begeis­tern, die kleine, ja fast intime Atmo­sphäre, der gute Klang und der fast schon haut­nahe Kon­takt zur Band reiz­ten mich beson­ders. So möchte ich von 2 musi­ka­lisch sehr gegen­sätz­li­chen Kon­zer­ten spre­chen, die mir in Erin­ne­rung geblie­ben sind. Faun und DAF im direk­ten Ver­gleich zu sehen ist viel­leicht kon­trast­reich, doch ver­gleich­bar sind sie alle­mal, denn Lei­den­schaft und Ener­gie, in zwei unter­schied­li­chen For­men, haben mich dabei gefan­gen­ge­nom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Juni

Gothic Friday Juni - Mein schönstes Live-Erlebnis

Kategorie: Gothic Friday41 Kommentare

Gothic Friday 2011Mit dem Juni begin­nen nicht nur die Som­mer­mo­nate, son­dern auch die schwar­zen Fes­ti­vals und Kon­zerte unter freiem Him­mel. Zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen buh­len um die Gunst des schwar­zen Publi­kums, unzäh­lige Bands und Künst­ler wol­len gese­hen und gehört wer­den. In Leip­zig ruft das Wave-Gotik-Treffen zum 20. Jubi­läum aus, das Mera Luna bie­tet auf dem Flug­ha­fen Hil­des­heim wie­der einen Lan­de­platz, in Köln spru­delt am Tanz­brun­nen das Amphi Fes­ti­val, wäh­rend im Pott das Black­field Fes­ti­val seine Pfor­ten öffnet. Die Wahl, wel­che Bands man sehen möchte, kann da wirk­lich zur Qual wer­den. Emp­feh­lun­gen von Freun­den oder Gleich­ge­sinn­ten sind hier manch­mal Gold wert. Besu­cher des WGT wer­den mir zustim­men, dass gerade bei so vie­len recht unbe­kann­ten Bands Berichte über ein beson­de­res Erleb­nis hilf­reich sind.

Der Gothic Fri­day im Juni stellt die Frage nach eurem schöns­ten Live-Erlebnis, einem Kon­zert das unver­gess­lich bleibt, einer Band, die sich inten­siv in eure Erin­ne­rung gespielt hat oder auch eine Loca­tion mit einer beson­de­ren Atmo­sphäre. Erzählt von eurem schöns­ten Live-Erlebnis, beschreibt, was genau daran das Beson­dere, Ein­präg­same und Fas­zi­nie­rende war, was sich die Künst­ler für die Bühne ein­fal­len las­sen und wie sie sich in euer schwar­zes Herz gespielt haben. Es spielt keine Rolle, ob euer bewe­gen­des Erleb­nis oder Kon­zert schon etwas län­ger zurück­liegt oder ihr einen Live­auf­tritt oder über­ra­schende Büh­nen­per­for­mance vom WGT 2011 vor­stellt. Nur eines sollte es: euch umge­hauen haben! Etwas, wovon ihr ande­ren vor­schwärmt, was ihr wärms­tens emp­feh­len könnt oder wovon ihr immer wie­der Gän­se­haut kriegt beim Erzählen.

Ange­sichts des bevor­ste­hen­den WGT und der dar­aus resul­tie­ren Abwe­sen­heit eini­ger regel­mä­ßi­ger Teil­neh­mer haben wir aus­nahms­weise den Abga­be­ter­min bis zum 24. Juni ver­län­gert, so dass alle eine Woche län­ger zum Ein­rei­chen haben. Das Resü­mee wird dann vor­aus­sicht­lich am Don­ners­tag, den 30. Juni erschei­nen. So habt ihr die Mög­lich­keit auch Live-Eindrücke vom WGT in Text und Bild umzu­set­zen. Ver­gesst bitte nicht, einen Track­back zu die­sem Arti­kel zu set­zen oder in einem Kom­men­tar die Exis­tenz eures Gothic-Friday-Artikels anzu­kün­di­gen. Teil­neh­mer ohne Blog wen­den sich bitte an die ver­trau­ten Unter­stüt­zer, die im Ursprungs­bei­trag verlinkt sind.


16 März

DAF und No More im Pulp Duisburg

Kategorie: Veranstaltungen2 Kommentare

DAF Plakat PulpAnläss­lich ihres 30 jäh­ri­gen Band­ju­bi­lä­ums (2009) mit der Gruppe DAF (Deutsch Ame­ri­ka­ni­sche Freund­schaft) und der Ver­öf­fent­li­chung des Albums Das Beste von DAF sind die zwei Pio­niere des Elek­tro­punk auf einer Club­tour, die sie am 18. März auch ins Pulp nach Duis­burg führt. Zusam­men mit der eben­falls sehr legen­dä­ren Kie­ler For­ma­tion No More (Sui­cide Com­mando), die ihrer­seits mit Mid­night People & Lo Life Stars eins ganz neues Album prä­sen­tie­ren, wol­len die nicht mehr ganz tau­fri­schen Musi­ker zei­gen, was in Ihnen steckt.

Zu fei­ern haben alle etwas. Die als Vor­gruppe agie­ren­den Andy Schwarz und Tina Sanu­da­kura von No More sind auch seit 30 Jah­ren mit von der Par­tie, nach­dem sie sich in Umfeld des Punk 1979 in Kiel grün­de­ten. Mit dem Stück »Sui­cide Com­mando« schu­fen sie 1981 ihre per­sön­li­che Hymne, die auch heute noch auf zahl­rei­chen Play­lis­ten ange­sagte Dunkel-Partys zu fin­den sein dürfte. Nach­dem sie sich 1986 auf­lös­ten (damals noch mit Thors­ten Har­tung am Bass) wid­me­ten sie sich dem Pro­jekt Nijinsky Style und beschrit­ten musi­ka­lisch völ­lig neue Wege. 20 Jahre spä­ter beson­nen sie sich wie­der auf ihre Wur­zeln und prä­sen­tierte mit Remake/Remodel ein neues Album das mit einer Mischung aus alten und neuen Tönen über­rascht, 2010 dann Mid­night People & Lo Life Stars, das sich nur noch auf neues Mate­rial kon­zen­triert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


13 September

Depeche Mode - 101

Depeche Mode - 101Mit ihrem Album Music for the Mas­ses lös­ten sich Depe­che Mode von den dunk­len und düs­te­ren Klän­gen des Vorgänger-Albums Black Cele­bra­tion. Die Songs auf dem neuen Album klan­gen pop­pi­ger und viel­fäl­ti­ger, durch das digi­ta­li­sie­ren von Instru­men­ten wie Gitarre, Akkor­deon, Flöte oder auch Kla­vier ver­schaffte sich die Band mehr musi­ka­li­schen Spiel­raum.  Eine Tour mit 101 Kon­zer­ten soll auch in den USA für Erfolg sor­gen. Das ehr­gei­zige Pro­jekt reizte auch Fil­me­ma­cher D.A. Pen­ne­baker, der sich mit Doku­men­ta­tio­nen über Bob Dylan, David Bowie und Jimi Hen­drix schon einen Namen machte und einen Kon­zert­film über die Tour dre­hen will.

Mit der 101 Kon­zerte umfas­sen­den Tour­nee, mar­kierte Depe­che Mode einen Kar­rier­ehö­he­punkt und bewies ein­drucks­voll, das sie auch die Fans in den Staa­ten für ihre Musik begeis­tern konnte. Mit dem Album und der Tour schaffte Depe­che Mode den kom­mer­zi­el­len Durch­bruch in den USA und wan­delte sich von der Hal­len fül­len­den Synthie-Band  zum wasch­ech­ten Stadion-Act. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Oktober

Depeche Mode - Tour of the Universe 2009

Depe­che Mode, die Hel­den mei­ner Jugend gehen 2009 anläss­lich ihres neuen Albums, das im April erschei­nen soll, auf eine neue Welt­tour­nee. Ges­tern fand im Ber­li­ner Olym­pia­sta­dium eine Pres­se­kon­fe­renz statt, auf der die 3 bekannt mach­ten, in 3 Mona­ten 35 Shows in 21 Län­dern zu spie­len. Rund 1,3 Mil­lio­nen Fans sol­len in den Genuss kom­men. Dave Gahan sah wie­der blen­dend aus und war vol­ler Humor. Das war ja lei­der nicht immer so, denn die Dro­gen­ab­hän­gig­keit hatte den 46-jährigen fest im Griff, diese Zei­ten schei­nen aber erst mal wie­der vor­bei zu sein.  And­rew Flech­ter (47), als ein­zige ohne Son­nen­brille, berich­tete das die Tour durch Europa, Nord-Amerika und Süd­ame­rika gehe und am 10.5.2009 in Tel Aviv, Israel star­tet. Dort konnte das Kon­zert der letz­ten Tour wegen der mili­tä­ri­schen Unru­hen nicht gehal­ten wer­den, so ist es nun ein Tri­but an die Fans dort die neue Tour zu begin­nen. Sta­tion in Deutsch­land macht die Band in Ham­burg (2.6.), Düs­sel­dorf (4.6.), Leip­zig (7.6.), Ber­lin (10.6.), Frank­furt (12.6.) und Mün­chen (13.6.). Den gan­zen Arti­kel lesen… »