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	<title>Spontis &#187; Köln</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Veranstaltungen: Mittelaltermärkte und Ritterfeste</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 10:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kritiker unken, dass der gemeine Mittelaltermarkt und die weit verbreiteten Ritterfeste nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Mittelalter als solchem zu tun haben. Ich sage: Das ist mir egal. Es ist eine Wohltat zwischen all den Zelten und Lagerfeuern im Duft von gebackenem Brot zu dem Geklimper von Schellenbändern über die Märkte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Spectaculum-2009.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12138];player=img;" title="Spectaculum 2009"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-12139" title="Spectaculum 2009" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Spectaculum-2009-182x300.jpg" alt="Spectaculum 2009" width="182" height="300" /></a>Kritiker unken, dass der gemeine Mittelaltermarkt und die weit verbreiteten Ritterfeste nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Mittelalter als solchem zu tun haben. Ich sage: Das ist mir egal. Es ist eine Wohltat zwischen all den Zelten und Lagerfeuern im Duft von gebackenem Brot zu dem Geklimper von Schellenbändern über die Märkte zu wandeln, während im Hintergrund eine mittelalterliche Band ihre Interpretation einen handfesten Zeit mit Sackpfeifen und Trommeln zelebriert. Der Sommer (wenn er denn stattfindet) ist die klassische Saison für diese Oase der alternativen Kultur, und nahezu an jedem Wochenende findet man irgendwo ein entsprechendes Refugium.</p>
<p>Wo mittelalterliche Musik, Schmuck und Accessoires aus längst vergangenen Zeiten locken, das sind die Gothics nicht weit, wen wundert es, dass die schwarzen Gestalten von kaum einem Markt mehr wegzudenken sind und fest zum Zielpublikum der Händler und zahlreichen Stände gehören. Auch hier könnten Kritiker unken, dass die Kommerzialisierung wieder auf dem Vormarsch ist, denn schließlich geht es auf solchen Märkten um den Umsatz. Dem möchte ich entgegensetzen, dass hier das Geld oftmals bei den richtigen landet, nämlich den kleinen und privaten Händlern, die oft in Handarbeit und mit viel Leidenschaft für den Großteil ihrer Kreationen verantwortlich sind.  Ich habe mit einigen Händlern gesprochen und weiß, wie viel Arbeit hinter etwas stecken kann und wie hart das Brot ist, dass man sich damit verdient.</p>
<p>Doch genug von den ideellen Hintergründen, wohin gehe ich denn nun am Besten, schließlich haben nur wenige Feste eine Beachtung in überregionalen Zeitschriften und Veranstaltungskalendern und gehen oft genug spurlos am einzelnen vorüber.<span id="more-12138"></span></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Sonnenuntergang-am-F%C3%BChlinger-See.jpg" rel="shadowbox[sbpost-12138];player=img;" title="Sonnenuntergang am Fühlinger See"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-12141" title="Sonnenuntergang am Fühlinger See" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/08/Sonnenuntergang-am-F%C3%BChlinger-See-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><strong>Tipp</strong>: <em>Auf der Internetseite der Zeitschrift <a href="http://www.karfunkel.de/">Karfunkel</a>, findet sich eine umfangreiche Termin-Datenbank, die versucht, alle Märkte, Feste und Turniere in Deutschland und im angrenzenden europäischen Ausland auf einem Veranstaltungskalender festzuhalten. Einen ähnlichen Service bietet die Seite <a href="http://www.marktkalendarium.de/i">Marktkalendarium</a>, die von privater Hand in liebevoller Kleinstarbeit gepflegt wird.</em></p>
<p>Am kommenden Wochenende, dem 6. und 7. August, findet beispielsweise an den Fühlinger Seen in Köln das <a href="http://www.spectaculum.de/">Spectaculum</a> statt, das auch dieses Jahr mit eine hochkarätigen mittelalterlichen Band-Besetzung lockt. So spielen am Samstag neben den <a href="http://www.die-irrlichter.de/">Irrlichtern</a> und dem <a href="http://www.duivelspack.de/">Duivelspack</a> auch <a href="http://www.saltatio-mortis.com/">Saltatio Mortis</a> und <a href="http://www.faune.de/">Faun</a>. Doch Fans der Bands seien gewarnt: In der Regel spielen besagte Bands ein rein mittelalterliches Set und verzichten auf elektronische oder rockige Hymnen, die man von den Alben her kennt.</p>
<p>Die Veranstaltungsreihe die sich selbst als »<em>das größte reisende Mittelalter Kultur Festival der Welt</em>« bezeichnet, mach auch in diesem Jahr in vielen anderen Städten in Deutschland Station, mit jeweils wechselnden Bands und Rahmenprogramm. Der Preis für den Samstag beträgt happige 18€, was sich aber angesichts dem gebotenen Spektakel durchaus rechtfertigen lässt.</p>
<p>Ein Sonnenuntergang am See, während im Hintergrund mittelalterlich Stimmung in Form von Musik und Geruch aufsteigt, ist eine Reise und den Eintritt wert. Finde ich jedenfalls.</p>
<p>In den häufig gestellten Fragen der <a href="http://www.spectaculum.de/faq/">Internetseite der MPS</a> (Mittelalterliches Phantasie Spectaculum) findet sich übrigens eine ganz nette Erklärung, warum so viele »schwarz gewandete« Besucher auf Mittelaltermärkten zu sehen sind:</p>
<blockquote><p>In den letzten Jahren tauchen immer mehr schwarz gewandete Gäste, die so genannten GOTHICS oder auch GRUFTIES beim MPS auf und genießen die einmalige Atmosphäre unseres MITTELALTER- KULTUR - FESTIVAL mit den phantastischen Bühnenprogrammen. Wir sind überaus erfreut über den immer stärker werdenden Zulauf dieser Gäste und werden auch in diesem Jahr in den bekannten Szene Magazinen dieser Gäste unser Spectaculum bewerben. Vor diesen Gästen muss sich wahrlich kein anderer Besucher fürchten, diese Gäste sehen natürlich ganz anders aus als der " normale deutsche Einheitsbürger " aber diese Gäste sind für unsere Veranstaltungsreihe sehr, sehr wichtig.<br />
Sie sind sehr freundlich, sehr zuvorkommend, immer nett und lieb, sie sind an unseren Marktständen sehr umsatzfreudig und es hat mit diesen Gästen in den vergangenen Jahren bislang nicht einen einzigen negativen Vorfall gegeben. Das kann ich leider vom Typ "normaler deutscher Einheitsbürger" nicht behaupten, mit dieser Spezies, speziell in stark angetrunkener Form, mussten wir uns doch bei einigen Veranstaltungen leider schon heftig herumärgern. So etwas hat es bei unseren " schwarzen Gästen " bislang überhaupt noch nicht gegeben (...)</p></blockquote>
<p>Vielleicht sieht man sich in Köln auf einen Ritterfladen, ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere zu sehen ist. Die Sonne ist auch herzlich eingeladen und wenn sie meiner Einladung folgen könnte, würde ich das ausnahmsweise mal großartig finden.<br />
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		<title>Cooltour - Zur Jugendszene 1985</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Köln, Alter Wartesaal. Die in fades Licht gehüllte Tanzfläche ist dicht von den sogenannten Grufties besiedelt, Frisuren formen ein erstaunliches Bild das der Skyline eine Metropole ähnelt. Glockengeläut und der Klang einer Orgel bildet den Eröffnungs-Choral in der Samstags Disco des Alten Wartesaals in Köln. Der Chor der nun die ehrwürdigen Mauern unter den Gleisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/Cooltur.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5416];player=img;" title="Cooltur"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-5418" title="Cooltur" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/Cooltur-171x300.jpg" alt="Cover des Videos Cooltur" width="171" height="300" /></a>Köln, Alter Wartesaal. Die in fades Licht gehüllte Tanzfläche ist dicht von den sogenannten Grufties besiedelt, Frisuren formen ein erstaunliches Bild das der Skyline eine Metropole ähnelt. Glockengeläut und der Klang einer Orgel bildet den Eröffnungs-Choral in der Samstags Disco des <a href="http://www.wartesaal.de/">Alten Wartesaals</a> in Köln. Der Chor der nun die ehrwürdigen Mauern unter den Gleisen des Hauptbahnhofs zu Köln durchflutet wirft ein bizarres Licht auf die Menschen die sich im Schein der bunten Lampen tummeln. Sollte das etwa eine besonders moderne Form der christlichen Glaubensausübung sein?</p>
<p>Für den Außenstehenden ist die Kombination aus schweren Kreuzen, die man als Schmuck trägt und den größtenteils schwarzen Klamotten schwer zu verdauen. Für die Jugendlichen, die sich an diesem Samstag Abend in der Discothek treffen ist es das ganz eigene Verständnis von Ästhetik und nur Mittel zum Zweck die Aufmerksamkeit seines Umfelds auf sich zu lenken. Madonna hat es schließlich in ihrem 84er Video zu <a href="http://www.dailymotion.com/video/xcxaln_madonna-like-a-virgin-video_music">Like a Virgin</a> vorgemacht, Billy Idol bringt mit seinem Video zu White Wedding die Szenetypischen Stil-Elemente auf den Punkt. Ein hämmernder Beat und sprühende Funken zereißen die andächtige Stimmung, die Jugendlichen tanzen wild zum treibenden Rhythmus der Musik…</p>
<p>Folgen die Künstler nun der Strömung der Jugend, oder identifizieren sich die Kids vor der Bühne mit den Künstlern in dem sie ihren Style aufnehmen? Die Frage lässt sich nicht abschließend klären, doch das ist auch nicht das, was <strong>Thomas Schmitt</strong> mit seinem Film erreichen möchte. Die Einleitung erklärt: »<em>…Kids aus der Samstags-Disco des Alten Wartesaals, die schriller und exotischer gestylt denn je „No Future“ blöd finden und auf eine geregelte Zukunft hoffen. „Etwas richtiges werden“ wollen sie alle – am liebsten Modedesigner. Protest ist passé auch bei den jungen Kulturschaffenden aus der Szenekneipe Wave…</em> ». Fünf Jahre zuvor, also 1980 drehte Schmitt ein Video mit dem Titel Randale &amp; Liebe, das die deutschen Ausläufer der Punk-Bewegung zeigt, die mit ihrem Protest die Fesseln der eigenen Vergangenheit abschütteln wollen und hoffen das kalte und graue System mit Protest zu ihren Gunsten zu lenken. Die Jugend 1985 zeigt da ein anderes Bild und ist offenbar auf ihr Aussehen fixiert und schert sich nicht mehr um politische Inhalte.<span id="more-5416"></span></p>
<div id="attachment_5417" class="wp-caption alignright" style="width: 96px;  border: 1px solid #dddddd; background-color: #f3f3f3; padding-top: 4px; margin: 10px; text-align:center; float: right;"><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/ThomasSchmitt.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5416];player=img;" title="Thomas Schmitt"><img class="size-thumbnail wp-image-5417" title="Thomas Schmitt" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/ThomasSchmitt-96x150.jpg" alt="Bild von Thomas Schmitt" width="96" height="150" /></a><p style=' padding: 0 4px 5px; margin: 0;'  class="wp-caption-text">Thomas Schmitt</p></div>
<p>Schmitt schreibt weiter: »<em>Angesagt sind Selbstverwirklichung und Individualität. Sie machen Musik, Kunst und Mode, angetrieben von dem Wunsch etwas Eigenes zu entwickeln, aber auch unter dem Druck, in einer Zeit zu leben, in der man kaum noch Neues schaffen kann, weil alles schon dagewesen ist. Sie wollen Spaß in ihrem Leben haben und nicht ständig an Raketenbedrohung und Umweltzerstörung denken, denn den Glauben an die Wirksamkeit von politischem Protest und Engagement haben sie schon lange verloren</em>.«</p>
<p>Ein verlinktes Video bei YouTube rundete die Sache für mich ab, meine Neugier war entfacht und so setzte ich mich daran mir den Film zu besorgen. Leider scheint das Werk in Vergessenheit geraten zu sein und so habe ich das Video nur direkt von Thomas Schmitt beziehen können.</p>
<p>Neben dem visuellen Hochgenuss von Klamotten und Styling bietet der Film noch Interviews mit den verschiedensten Vertretern. Neben den klassischen Grufties finden sich hier auch Waver, New Romantics und Batcaver und werden zur ihrer Sicht der Dinge befragt. Obwohl Schmitt die Aussagen der Protagonisten im kurzen Teaser auf Aussehen und Styling reduziert, hat der eigentliche Film mehr zu bieten und wirft ein ziemlich genaues Bild auf die Jugend 85. Ob hier nun Klischees dargestellt werden, lassen wir mal dahingestellt, wer aber erwartet tiefschürfende Selbsterkenntnis in den Köpfen der 16–19 jährigen zu finden wird damals wie heute enttäuscht. Unterschwellig lässt sich auch vermuten, das die Szene selbst für die meisten seiner Klischees selbst verantwortlich ist. »<em>Ich bin auch so ein bisschen Satanisch, ich glaube also nicht an Jesus ich glaube eher an den Teufel…</em>«, vor der falschen Kamera wird aus dieser jugendlichen Selbsteinschätzung schnell ein Vorurteil, das gleiche gekleidete in einen Topf wirft.</p>
<p>Doch andere Dinge werden deutlich: Die meisten entwerfen ihre Outfits selbst, kombinieren geschickt viele möglichen Kleidungsstile und zeigen sich auch äußerst kreativ im Umgang mit Haarspray. Man folgt noch keinen industrialisierte Modediktat sondern nimmt die Bands und Musiker als Vorbild, den eigenen Stil zu entwickeln. Viele der Jugendlichen scheinen aus gut bürgerlichen Verhältnissen zu stammen und haben feste Vorstellungen von der Zukunft. Das fehlen des Protestes ist erst der Beginn der Spaßkultur, die hier gezeigt wird und mündet etwa 5 Jahre später in der Techno-Bewegung. Natürlich kann hier nur die Oberfläche einer Szene gezeigt werden, die 1985 auch in Deutschland in ihrer Blüte stand und die schon viele frische Subkulturen beheimatet. Hier erzählt kein Sprecher eine unreflektierte Geschichte voller Klischees und Vorurteile, hier sprechen die Jugendlichen selbst und zeigen, wie ihre Welt 1985 ausgesehen hat.</p>
<p>Den wahren Kern einzelner Szenen kann und will dieser Film nicht darstellen, denn der entwickelte sich stets außerhalb des Sichtbereichs der Umwelt und war immer schon auf einen kleinen Kreis von Leuten beschränkt, die jeder einzelnen Subkultur ihre Substanz und Richtung gaben. Das Video ist heute, 25 Jahre nach seiner Produktion für den WDR, ein Zeitzeuge der sich mit meinen Erinnerungen deckt obwohl ich erst 4 Jahre später zum ersten mal in eine Discothek durfte. Ich denke, die meisten die diese Zeit erleben durften werden das gezeigte Bild bestätigen können.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=J_qVLomus8o">http://www.youtube.com/watch?v=J_qVLomus8o</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=J_qVLomus8o"><img src="http://img.youtube.com/vi/J_qVLomus8o/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><strong>Cooltour — zur Jugendszene 1985</strong></p>
<p>Kamera: Stephan Köster, Manfred Scheer<br />
Ton: Heinz Zimmer<br />
Schnitt: Thomas Schmitt<br />
Technik: Adi Schell<br />
Mitarbeit: Andrea Ahrens, Udo Steinmetz, Susanne Woerle<br />
Produktionsleitung: Monika Siebert<br />
Redaktion: Dagmar Sauerstein<br />
Eine TAG/TRAUM Produktion im Auftrag des WDR / 1985 / 44 Min. (ARD 20:15 Uhr)</p>
<p>Erhältlich als DVD direkt bei <a href="http://www.thomas-schmitt-film.de/">thomas schmitt film</a> in Köln.<br />
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		<title>Die Flucht in den Konsum</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 21:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/alkoholverbot-mönchengladbach.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4264];player=img;" title="alkoholverbot mönchengladbach"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-4265" title="alkoholverbot mönchengladbach" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/10/alkoholverbot-mönchengladbach-300x190.jpg" alt="alkoholverbot mönchengladbach" width="300" height="190" /></a>Es gibt Tage, die bleiben einem einfach in Erinnerung, sei es nun in guter oder schlechter, manchmal lässt sich das einfach nicht vermeiden. Wenn ein Tag so voller kleiner Anekdoten steckt, das er schon bald droht davor überzulaufen, ist es an der Zeit für einen kleinen Tagebucheintrag wie diesen, dann muss sich einfach mal "freischreiben".</p>
<p>Der Samstag stand auch bei uns im Zeichen des Fußballs, denn heute spielten Mönchengladbach und Köln in Mönchengladbach. Das ist immer so eine Sache, denn das Lokalderby gilt als eines der brisantesten in der Bundesliga. Nicht wegen der Mannschaften und ihrer Qualität, sondern wegen der Fans und solchen, die es ein möchten. Immer wieder gab es heftige Ausschreitungen, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=C15yq7yXCQc">mal in Köln</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Xd0Wkc214pI">mal in Mönchengladbach</a>. Jetzt hat es offenbar gereicht, denn der Oberbürgermeister <em>Norbert Bude</em> hat kurzerhand <a href="http://www.rp-online.de/public/article/moenchengladbach/772685/Kein-Alkohol-vor-dem-Derby.html">142 Straßen zur Alkoholfreien Zone erklärt</a>. Kein Genuss von Alkohol, kein Verkauf von Alkohol, kein mitführen von Alkohol. Über 1000 Polizisten sollen für die Einhaltung sorgen und so Ausschreitungen verhindern.</p>
<p>Grund genug die Flucht zu ergreifen. Für uns jedenfalls. Und wohin? Nach Köln, denn da kann heute ganz ungestört shoppen, habe ich gehört. Offensichtlich waren wir nicht die einzigen mit dieser brillianten Idee, denn der Bürgersteig die Schildergasse drohte an den Menschenmassen zu ersticken. Trotzdem haben wir ein ganz neues Einkaufskonzept getestet: Aussuchen, Anprobieren aber noch nicht kaufen, damit man(n) die Tüten nicht noch durch die ganze Stadt schleppen muss. Angst davor das die Sachen dann weg sein könnten, oder der Laden zu sein könnte? Pah! Nicht mit uns. <span id="more-4264"></span></p>
<p>So haben wir uns dann durch unzähligen Konsumtempel gekämpft um etwas ansprechendes zu entdecken. Unsere Route Hohe Strasse - Schildergasse - Neumarkt - Mittelstraße - Ehrenstraße und am Kölner Ring wieder umkehren. Natürlich nicht ohne eine von diese scharfen Currywürsten von <a href="http://www.currywurstforever.net">Currywurstforever</a>.  Schärfegrad <strong>Twilight Zone</strong>, 250.000 von diesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfegrad">Schärfegraden</a>, da kenne ich nichts. Während ich noch mit den Tränen und den Schweißperlen kämpfe, entern 3 junge Menschen den Laden. "<em>Eh, tust du mir eine Currywurst, aber Stufe 6!</em>« — »<em>Wir haben nur 5 Stufen und dazu müsste ich ihren Ausweis sehen damit ich weiß dass sie volljährig sind.</em>« »<em>Eh, wie seh” ich aus? Seh ich aus wie Pussy</em>?« — Offenbar kratze das am Ego des Patienten. »<em>Möchten sie vielleicht nicht erst eine weniger scharfe Wurst probieren?</em>« fragte die besorgte Angestellte. »<em>Quatsch Eh!</em>« Obwohl sie schon sichtlich genervt aussieht mahnt sie eindringlich: »<em>Damit ist nicht zu spaßen, manche vertragen so etwas einfach nicht!</em>« — »<em>Ich will drei Stück und einpacken.</em>« Selber Pussie, hat wahrscheinlich Hemmungen dann doch sein Gesicht zu verlieren und schmeißt die Dinger dann zu Hause lieber in den Müll.</p>
<p>Auf der Tour zurück haben wir dann die Konsumtempel erneut besucht, um uns die Waren einzuverleiben. Bei mir ist es nicht viel geworden, eine Pyjamahose, eine Mütze, ein Paar schwarze Lederhandschuhe und wieder ein wenig Kosmetik und Gesichtspflege, denn obwohl man mir natürlich mein Alter in keiner Weise ansieht, kann es hier auch wieder nur heißen: Vorbeugung ist besser als Nachsicht. Natürlich habe ich mich auch in eine <a href="http://shop.hm.com/de/shoppingwindow?dept=HERR_YTT_ALL&amp;modelnum=726601&amp;type=product">Jacke bei H&amp;M</a> verguckt, die natürlich nicht in vernünftigen Größen zu haben ist. »<em>Gibt’s die auch noch Größer?</em>« lautete dann auch meine berechtigte Frage an die Verkäuferin. Ihre Antwort war überraschend: »<em>NOCH größer???</em>« Eine Männerjacke in 54 als größte Größe? Schade eigentlich. Vielleicht passt die mir ja wenn ich im hohen Alter wieder schrumpfe.</p>
<p>Nachdem ich dann durch unzählige Tüten die Belastbarkeit meiner Alltags Pikes getestet habe drückte am Bahnhof noch die Blase, was eigentlich kein Problem darstellen sollte, denn Toiletten sollte es am Kölner Hauptbahnhof schon geben. Und jetzt kommt’s: 1€ für das Urinieren. Ich war sprachlos. Noch nie war pinkel so teuer. Selbst aus sonst so teuren Rastplätzen kommt man günstiger weg (0,5€), da vergeht einem echt die Lust an der Notdurft. Ein Stapel Zeitschriften vom Presseladen und ein <em>Vanilla Latte Tall</em> vom Starbucks linderte meinen seelischen Schmerz.</p>
<p>Ausgegangen ist das Spiel übrigens 0:0 — Vermutlich hatten die Mannschaften das Ergebnis vom Oberbürgermeister vorgeschrieben bekommen, sonst hätte ja noch was passieren können.</p>
<h6>(Bildquelle: <a href="http://www.moenchengladbach.de">Amtsblatt der Stadt MG</a>)</h6>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 00:58:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finstere Orte]]></category>
		<category><![CDATA[kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Dafür ist die Gebühr für die Besteigung mit 2,50€ erschwinglich, auch wenn man dafür die 509 Stufen eigenfüßig zurücklegen muss. Der Aufstieg ist nichts für klaustrophobische Menschen oder empfindliche Nasen, denn ob Japaner, Italiener, Amerikaner oder Bayern — der Schweiß riecht überall gleich. Die Wendeltreppe ist eng und legt erst im Glockenraum eine Pause ein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölnerdom.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölnerdom"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3838" title="kölnerdom" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölnerdom-150x112.jpg" alt="kölnerdom" width="150" height="112" /></a>Als Einwohner einer Provinzmetropole wie Mönchengladbach hat man es nicht leicht. Den meisten ist höchstens der Fußballverein bekannt, ein paar kennen das Münster, ein paar weniger die anderen unspektakulären Sehenswürdigkeiten, ganz zu schweigen von Prominenten. Die älteren kennen noch einen gewissen Dr. Josef Goebbels, der als fragwürdige Nazi-Berühmtheit bekannt ist, obwohl der eigentlich Rheydter und kein Mönchengladbacher war. Wie dem auch sei.</p>
<p>In einer so provinziellen Stadt klammert man sich eben das was man hat und ist bestrebt, insofern eine Spur von gesundem Lokalpatriotismus vorhanden ist, die Vorzüge seiner Heimat hervorzuheben, abgesehen von den dunklen Flecken der Vergangenheit natürlich. Jedenfalls neigt man hier bei uns dazu, dann ganze Regionen mit einzubeziehen um die Anzahl der Sehenswürdigkeiten zu steigern, so sieht sich der Gladbacher gerne als Rheinländer und nimmt auch gleich noch Düsseldorf und Köln mit ins Boot, das ist anders herum nicht so populär. Der Kölner ist Kölner und der Düsseldorfer Düsseldorfer, Metropolengehabe!<span id="more-3837"></span></p>
<p>Vor ein paar Jahren (eigentlich vor rund 15 Jahren) war ich schon mal auf dem <strong>Kölner Dom</strong>, dem Bauwerk das auch über die Deutschen Grenzen hinaus als dritthöchstes Kirchengebäude der Welt und Weltkulturerbe bekannt ist. Muss man mal drauf gewesen sein, gehört zum Rheinländer einfach dazu, genau wie Karneval und im Rhein baden. Meine bessere Hälfte war aber noch nie auf dem Dom. Klar das ich hier einschreiten musste und mit ihr heute zum Kölner Dom gefahren bin.</p>
<p>Zunächst einmal ist es faszinierend was so eine Fahrt mit der Bahn kostet, denn ich hatte mal Lust auf Bahnfahren und habe mich das ganze 19,20€ (!) für die 50 minütige Hin- und Rückfahrt kosten lassen.</p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-glockenraum.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölner dom glockenraum"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3839" title="kölner dom glockenraum" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-glockenraum-150x112.jpg" alt="kölner dom glockenraum" width="150" height="112" /></a>Dafür ist die Gebühr für die Besteigung mit 2,50€ erschwinglich, auch wenn man dafür die 509 Stufen eigenfüßig zurücklegen muss. Der Aufstieg ist nichts für klaustrophobische Menschen oder empfindliche Nasen, denn ob Japaner, Italiener, Amerikaner oder Bayern — der Schweiß riecht überall gleich. Die Wendeltreppe ist eng und legt erst im Glockenraum eine Pause ein. Wie riesig die Glocken sind kann sich jeder bildlich vorstellen, die Klöppel sind ebenfalls gewaltig.</p>
<p>Genug Pause, weiter geht es zur Aussichtsplattform, die mit ihrem Weitblick (bei entsprechendem Wetter) einen tollen Weitblick liefert, Düsseldorf liegt zum greifen nahe, nur Mönchengladbach geht wieder einmal im Wasserdampf der Braunkohlekraftwerke unter. Schön ist, das man es unterlassen hat, die unzähligen Unterschriften und »I was here« Schriftzüge zu entfernen, die gehören für mich einfach dazu und versauen das Bild des Rundgangs nicht wirklich. Jedenfalls nicht für mich.</p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-norden.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölner dom ausblick norden"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3840" title="kölner dom ausblick norden" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-norden-150x112.jpg" alt="kölner dom ausblick norden" width="150" height="112" /></a><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-südosten.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölner dom ausblick osten"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3842" title="kölner dom ausblick osten" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-südosten-150x112.jpg" alt="kölner dom ausblick osten" width="150" height="112" /></a><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-süden1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölner dom ausblick süden"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3844" title="kölner dom ausblick süden" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-süden1-150x112.jpg" alt="kölner dom ausblick süden" width="150" height="112" /></a><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-westen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3837];player=img;" title="kölner dom ausblick westen"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3843" title="kölner dom ausblick westen" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/09/kölner-dom-ausblick-westen-150x112.jpg" alt="kölner dom ausblick westen" width="150" height="112" /></a></p>
<p>Nennen wir es Kultur für Einsteiger oder eine Säule des Rheinländers. So eine Besichtigung des Kölner Doms gehört einfach dazu, es ist und bleibt ein faszinierendes Bauwerk auch wenn man jeden religiösen Hintergrund ausblendet. Und immerhin kostet es keinen Eintritt den Dom von innen zu besichtigen, für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Westminster_Abbey">Westminster Abbey</a> in London verlangen die Briten freche 15 Pfund (~18€) Eintritt! Ich habe den Entschluss gefasst, auch die eigene Stadt zu erkunden und mir zu mindestens die schönsten Bauwerke der eigene Stadt unter die Lupe zu nehmen, im Alter macht man sowas einfach. Eine Besichtigung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_M%C3%B6nchengladbach">Wasserturms in Mönchengladbach</a> habe ich mir ganz fest vorgenommen Kennt Ihr eure Stadt?<br />
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		<title>Rückblick: Spectaculum in Köln 2009</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 11:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Gelände präsentierte sich gewohnt riesig und hochwertig bestückt. Die verschiedenen Stände wechselten sich ab und bildeten so eine gesunde Mischung, die natürlich eher konsumorientiert ausgelegt war. Ich bin erstaunt gewesen, wieviel schwarzes Publikum anwesend war, das hatte ich nicht erwartet — ist aber vielleicht auch verständlich, denn das Amphi-Festival war ja bereits gelaufen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/stelzenmädchen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3545];player=img;" title="stelzenmädchen"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3546" title="stelzenmädchen" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/stelzenmädchen-150x99.jpg" alt="stelzenmädchen" width="150" height="99" /></a>Am letzten Wochenende war ich in Köln auf dem Mittelalter-Spectaculum an den Fühlinger Seen. Wie ich bereits in Artikel versprochen hatte, möchte ich mit euch das Wochende kurz Revue passieren lassen. Kommt vielleicht etwas spät (schließlich steht ja das Mera-Luna Wochenende vor der Tür) aber vorher war einfach keine Zeit.</p>
<p>Der Samstag versprach ein Traumwettertag zu werden und so kam es dann auch, das uns Osram erhellte was das Zeug hielt. Die Anfahrt und das Parken gestaltete sich wie auch im letzten Jahr unproblematisch, das Gelände am Fühlinger See ist durch seine Regattabahn und das Naherholungsgebiet schon für viele Besucher geeignet. Dieses mal haben wir unsere Nachbarn (von unten) mitgenommen, die das Spectaculum noch nicht kannten, aber sehr neugierig darauf waren.<span id="more-3545"></span></p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gelände-2.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3545];player=img;" title="gelände 2"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-3547" title="gelände 2" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gelände-2-150x112.jpg" alt="gelände 2" width="150" height="112" /></a>Das Gelände präsentierte sich gewohnt riesig und hochwertig bestückt. Die verschiedenen Stände wechselten sich ab und bildeten so eine gesunde Mischung, die natürlich eher konsumorientiert ausgelegt war. Ich bin erstaunt gewesen, wieviel schwarzes Publikum anwesend war, das hatte ich nicht erwartet — ist aber vielleicht auch verständlich, denn das Amphi-Festival war ja bereits gelaufen und Gothics scheuen die Sonne eben doch nicht mehr so sehr und kriechen auch bei Kaiserwetter aus ihren Särgen hervor.</p>
<p>Auf insgesamt 3 Bühnen präsentierte sich ein wirklich gelungenes Rahmenprogramm, den ganzen Tag über spielten wirklich tolle mittelalterliche Bands oder Gaukler, Künstler oder Feuerschlucker zeigten ihre Fähigkeiten. Ein Kostümwettbewerb wurde von einigen Besuchern zum Anlass genommen sich sehr ausgefallen zu kleiden um so neben der Aufmerksamkeit auch einen Geldpreis für sich zu gewinnen. (Auf <a href="http://www.report-k.de/component/option,com_fotostrecke/Artikel,20806/Bild,0/">Report-K</a> gibt es dazu eine wirklich gelungene Fotostrecke)</p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/hexe.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3545];player=img;" title="hexe"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3548" title="hexe" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/hexe-112x150.jpg" alt="hexe" width="112" height="150" /></a>Das Publikum war wirklich gemischt. Mittelalteranhänger und LARP-Fans zwischen Cosplayern und Visus, allerlei schwarzes Volk (Metaller, Gothics, Waver) und natürlich auch Normalos in jeder Gruppenstärke. Das schöne war das friedliche miteinander und die angenehme Gruppenatmosphäre "Anders" zu sein, für die Normalos muss das wie ein Karneval mitten im Sommer gewesen sein.  Was dieses Festival so angenehm von anderen abhebt ist die eigentlich dauernde musikalische Untermalung mit Live-Musik, die das ganze zum Festival mutieren lassen. Die meisten Bands hatten auch mehrere Auftritte über den Tag verteilt und begeistern alle Anwesenden mit 30-45 minütigen musikalischen Einlagen, auch Headliner Saltatio Mortis waren den ganz Tag über zu sehen und zu hören und haben sich auch unter das Publikum gemischt und waren so nur von Eingeweihten als Künstler zu identifizieren.</p>
<p>Der Nachmittag verging wie im Fluge, wir haben es uns kulinarisch gut gehen lassen und alle möglich ausprobiert. Ein Falaffel hier, ein Rahmflecken dort und hier noch eine Ritterwurst. Kein Wunder also, das eine Korsettanprobe der Damen zum Schweißtreibenden Akt mutierte und die Herren der Schöpfung in einem zufriedenen Grunzen auf der Wiese lagen. Das Angebot war sehr reichhaltig und immer war genug vorhanden. Große zentrale Getränkestände versorgten die Besucher mit Flaschenbier und Met, sowie Antialkoholischem, kein Übertriebenes getue von wegen Sicherheit mit Glas, ein preislich deutlicher Pfand erledigte die Problematik ganz von allein. Überall boten sich Sitzgelegenheiten in Form von Bierbänken und die Ufer der Fühlinger Seen luden zum Sonnen ein.</p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/marktstand-1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3545];player=img;" title="marktstand 1"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-3549" title="marktstand 1" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/marktstand-1-112x150.jpg" alt="marktstand 1" width="112" height="150" /></a>Auf einem weiteren Platz der über die Brücke zu erreichen war, stand Lagerleben und mittelalterliche Präsentationen im Vordergrund, die sich diesmal nicht nur auf den Kampfplatz beschränkten, sondern rund um die Insel dargeboten wurden. Ein Ringkampf mit Zuschauern forderte den ganzen Mann und animierte einige Anwesenden zum messen des eigenen Geschicks.</p>
<p>Beim Anblick von in Käfigen eingesperrten Damen wurde deutlich, das Trends die heute in einem ganz anderen Rahmen stattfinden schon eine ewig lange Geschichte haben und wieder nur einmal Retro sind, wenn auch der nun anrüchige Hintergrund eventuell eine konsequente Weiterentwicklung sein könnte.</p>
<p>Der Abend stand dann ganz im Zeichen von <a href="http://www.saltatio-mortis.com/index.php">Saltatio Mortis</a>, die mit einem <strong>Nachtkonzert</strong> den Samstag abschliessen wollten. Vorher gab es noch eine wirklich beeindruckende Feuershow zu bewundern, die ich so noch nicht gesehen hatte. Das Konzert selbst stand ganz im Zeichen des Mittelalters und so war es nicht weiter verwunderlich, das viel mittelalterliche Stücke (wie beispielsweise das legendäre Stück <span class="removed_link" title="http://www.youtube.com/watch?v=p9oqASlDbr0">Skudrinka</span>) präsentiert wurden und wenig von den eher Rocklastigen Alben der Süddeutschen.</p>
<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/abendkonzert.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3545];player=img;" title="abendkonzert"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-3550" title="abendkonzert" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/abendkonzert-150x112.jpg" alt="abendkonzert" width="150" height="112" /></a>Lediglich ein paar Stücke wurden eingestreut inklusive einem Vorgeschmack auf das kommende Album »Wer wind saet« der Band, schade eigentlich, denn für ein Nachtkonzert hätte ich mir eine gemischtere Setlist gewünscht. Dennoch konnte SM durch Spielfreude und Wortwitz auftrumpfen und habe das Publikum immer wieder zum mitmachen bewegt.</p>
<p>So war es auch nicht verwunderlich, das erst das Publikum und dann der Veranstalter selbst immer wieder Zugaben von den Musikern forderten, die dann auch prompt erfüllt wurden. So begeisterten SM bis pünktlich um Mitternacht die anwesenden Fans und Besucher und sorgten mit Sicherheit für entsprechende gestiegene Beliebtheit, jedenfalls bei mir. Auf das neue Album bin ich jedenfalls sehr gespannt, der Vorgeschmack auf der MySpace Seite der Band klingt für mich sehr vielversprechend. Am 28. August ist es soweit, meine Empfehlung ist das Stück <strong>Letzte Worte</strong>, das die selbstgeschriebene Grabrede eines Verstorbenen in ein musikalisch Gewand taucht. Es ist schon ein sehr magischer Moment wenn ein Feierfreudiges Publikum andächtig lauscht und nur die Musik die Sternenklare Nacht erhellt.</p>
<p>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/stelzenmädchen.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='stelzenmädchen' title="stelzenmädchen"><img width="150" height="99" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/stelzenmädchen-150x99.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="stelzenmädchen" title="stelzenmädchen" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gelände-2.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='gelände 2' title="gelände 2"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gelände-2-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="gelände 2" title="gelände 2" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/hexe.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='hexe' title="hexe"><img width="112" height="150" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/hexe-112x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="hexe" title="hexe" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/marktstand-1.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='marktstand 1' title="marktstand 1"><img width="112" height="150" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/marktstand-1-112x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="marktstand 1" title="marktstand 1" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/abendkonzert.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='abendkonzert' title="abendkonzert"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/abendkonzert-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="abendkonzert" title="abendkonzert" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/sunset.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='sunset' title="sunset"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/sunset-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sunset" title="sunset" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/tierisch-träge.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='tierisch träge' title="tierisch träge"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/tierisch-träge-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="tierisch träge" title="tierisch träge" /></a>
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<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/xena.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='xena' title="xena"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/xena-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="xena" title="xena" /></a>
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<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/bühne-1.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='bühne 1' title="bühne 1"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/bühne-1-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="bühne 1" title="bühne 1" /></a>
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<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gothics-1.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='gothics 1' title="gothics 1"><img width="150" height="142" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/gothics-1-150x142.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="gothics 1" title="gothics 1" /></a>
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<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/mittelalterpaar.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='mittelalterpaar' title="mittelalterpaar"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/mittelalterpaar-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="mittelalterpaar" title="mittelalterpaar" /></a>
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<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/saltatio-mortis-1.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='saltatio mortis 1' title="saltatio mortis 1"><img width="150" height="112" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/saltatio-mortis-1-150x112.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="saltatio mortis 1" title="saltatio mortis 1" /></a>
<a href='http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/saltatio-mortis-2.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3545];player=img;' title='saltatio mortis 2' title="saltatio mortis 2"><img width="150" height="60" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/08/saltatio-mortis-2-150x60.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="saltatio mortis 2" title="saltatio mortis 2" /></a>
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		<title>Currywurst in Köln - Ein Tag im Leben des Herrn F.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 01:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Currywurst]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<description><![CDATA[20:20 — Auf dem Weg zum Bahnhof eine Strassenkapelle in einer kleinen Seitenpassage gehört und den klassischen Klängen von Bach gefolgt. Eine Geige, zwei Akkordeons und eine Tuba schaffen in der hohen Passage eine umwerfende Akkustik. Die Jungs können auch noch höllisch gut spielen und ziehen vielen Menschen in ihren Bann, ein wirklich tolles Bild. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/dom-bei-tag.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1908];player=img;" title="dom-bei-tag"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-1910" title="dom-bei-tag" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/dom-bei-tag-150x112.jpg" alt="dom-bei-tag" width="150" height="112" /></a>Samstag <strong>07:30</strong> - Müde sinke ich ins Bett, ich habe die letzte Nachtschicht hinter mich gebracht und das morgendliche und frische Stütchen vom Bäcker genossen, denn die wirklich frischen vom Bäcker Schiffer sind die besten.</p>
<p><strong>11:30</strong> - Spontilienchen weckt mich mit einer Tasse Kaffee, wir wollte heute nach Köln zum Einkaufsbummel. Versprochen ist versprochen und ausserdem bilde ich mir ein, das ich dann heute Abend auch wirklich müde bin und Nachtschichtgeschädigt nicht einschlafen kann.</p>
<p><strong>11:45</strong> - Kaffee ist leer, richtig wach bin ich noch nicht, aber rasieren und aufhübschen muss sein. Man will ja was bieten für seine Liebste und auch für Köln.</p>
<p><strong>12:40</strong> - Wir fahren mit dem Zug nach Köln, Autofahren finden wir doof, gerade in Köln legt man da für einen Parkplatz schnell mal 15€ aus, ganz abgesehen vom Sprit. Ach was, außerdem macht Zugfahren auch noch Spass und ich kann Zeitung lesen. Doof nur, das ich selten fahre und nicht weiß wie man eine Fahrkarte zieht, ein älterer Herr ohne Zähne hilft mir, nett von ihm.</p>
<p><strong>13:35</strong> - Köln, wirklich ein eindrucksvolle Stadt genauso wie die Preise für eine saubere Toilette auf dem <a href="http://www.bahnhof.de/site/bahnhoefe/de/west/koeln/koeln__hbf.html">Bahnhof</a>. 1€ für das Pinkeln zu bezahlen halte ich schon für Abzocke, wäre ich doch im Zug noch gegangen, ich kann ja auch im stehen.</p>
<p><strong>14:30</strong> - Das Gedränge auf der Hohe Strasse und in der Schildergasse , den beiden Pulsadern des Kölner Konsums, habe wir hinter uns gelassen. Alles wirkt ein bisschen surreal, denn Stimmen und Sprachen aus aller Herren Ländern krabbeln in meiner Gehörwindungen, wenn ich jetzt die Augen schließen würde, könnte ich  eine Gedankenreise machen. Augen zu ist aber irgendwo kontraproduktiv. Bei <a href="http://www.newyorker.de/">New Yorker</a> kann man echt ein paar schöne Schnäppchen schießen, keine Szenemode, einfach nur ein paar Basics.<span id="more-1908"></span></p>
<p><strong>15:00</strong> - Es ist höllisch voll. <strong>Phänomen</strong>: Wenn mir jemand Fremdes zu nahe kommt, wird mir unbehaglich - eigener Intimkreis von 45cm und sowas, hat man ja alles schon mal gelesen - im Gedränge dicht an dicht ist dieses Gefühl verschwunden.</p>
<p><strong>16:10</strong> - Die Ehrenstraße und das Viertel drum herum war früher mal das Zentrum der jungen Kreativen. <strong>Wo sind sie alle hin?</strong> Mein geliebtes <em>Studio59</em> ist verschwunden, bin wohl nicht der erste, der das bemerkt. Konnte man sonst immer prima Punk und Düsterzeug kaufen - jetzt ist die Ehrenstraße in eben diesen Mainstream eingetaucht und wirkt nur noch wie ein Abklatsch von dem was mal war. Super, auf <a href="http://www.koeln.de/koeln/einkaufen/zentrum/belgisches_viertel">koeln.de lese ich später</a>, das sich die jungen Kreativen jetzt im <em>belgischen Viertel</em> zusammengerottet haben, hätte mir auch mal einer vorher sagen können.</p>
<p><strong>16:15</strong> - Spontilienchen möchte spontan zum Frisör. Da ich aber keine Lust auf warten habe, schlender ich ein bisschen umher. Ich entdecke, das sich hier unzählige Frisöre tummeln und das wohl Kölns haarigste Gegend zu sein scheint. Kurioser Weise sehe ich total viele Männer mit Glatze, offensichtlich neuer Chic. Ich halte nach Menschen Ausschau, die so aussehen, als würden sie in Läden einkaufen, in denen auch ich einkaufen würde. Klingt jetzt nach Klischee, funktioniert natürlich auch nicht, <em>Studio59</em> kennt kaum noch einer und wirklich geholfen hat man mir nicht.</p>
<p><strong>16:30</strong> - <a href="http://www.youtube.com/watch?v=MnZT0cXNRJQ&amp;hl=de">Currywurst?</a> Ich schon lange her das ich meine letzte Currywurst gegessen habe, jetzt unheimlich Bock drauf. <a href="http://www.currywurstforever.de/">Currywurst Forever</a> klingt lustig, schmeckt auch prima - schön scharf, genau nach meinem Geschmack. Das lenkt ab vom Einkaufsfrust.</p>
<p><strong>17:10</strong> - Frisör ist durch, sieht gut aus. Da fällt mir der Second Hand Laden ein, in dem ich letztes Jahr schon mal war. Also wieder <a href="http://www.vintage-rags.de/">dahin</a>. Leider besserte sich meine Laune nicht wirklich, die Preise die dort für kultige Second Hand Ware genommen werden entsprechen dem Neupreis der Klamotten. Second Hand ist Kult und Kult ist Kohle. Ich muss hier raus.  <strong>Memo an mich:</strong> <a href="http://www.qype.com/place/123807-Vintage-Rags-Koeln">Bewertung bei Qype ändern</a>.</p>
<p><strong>18:30</strong> - Im Mediamarkt zum Druckerpatronenkauf. Bunt ist leer, daher ist mal wieder eine neue fällig. Leider ist die Orientierung denkbar schwierig, es gibt gefühlte 10.000 verschiedene Druckerpatronen für ein und den selben Hersteller, zu gefühlt überteuerten Preisen. Scheisse, jetzt klinge ich schon wieder frustig. Patronen gekauft und nichts wie raus.</p>
<p><strong>19:10</strong> - Abendessen beim (richtigen) Italiener, Antipasti zu Vorspeise und einen Salat mit Schafskäse hinterher. Ist jetzt kein Brüller gewesen, aber trotzdem lecker.</p>
<p><strong><a " href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/dom.jpg" rel="shadowbox[sbpost-1908];player=img;" title="dom"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-1909" title="dom" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2009/02/dom-112x150.jpg" alt="dom" width="112" height="150" /></a>20:20</strong> — Auf dem Weg zum Bahnhof eine Strassenkapelle in einer kleinen Seitenpassage gehört und den <span class="removed_link" title="http://www.youtube.com/watch?v=qOVwokQnV4M">klassischen Klängen von Bach</span> gefolgt. Eine Geige, zwei Akkordeons und eine Tuba schaffen in der hohen Passage eine umwerfende Akkustik. Die Jungs können auch noch höllisch gut spielen und ziehen vielen Menschen in ihren Bann, ein wirklich tolles Bild. Da steht der HipHopper neben dem älteren Ehepaar, der Punker mit dem grünen Iro steht neben einer Mutter mit Kinderwagen und lauschen andächtig. Ich stehe neben Spontilienchen, meinen Arm um sie gelegt und fühle eine furchtbar einzigartige und romantische Stimmung. Der Blick auf den nächtlichen Dom rundet das Bild noch zusätzlich ab, solche Momente erfüllen mich immer mit Leben. Ich fühle mich philosophisch und inspiriert, toll!</p>
<p><strong>21:00</strong> — Nachdem wir ein paar Emos am Eingang zum Bahnhof passiert haben (ohne Quatsch, die haben gelacht und gescherzt!) , überbrücken wir die Zeit bis zum Zug mit einem Besuch im Zeitschriftenladen, der eine tolle Auswahl an Musikzeitschriften und Fanzines bietet. Ich kaufe für 21,60€(!) Zeitschriften die ich noch nie gesehen habe, der Bahnhof wird plötzlich von Fußballfans verschiedenster Mannschaften gestürmt, die wohl alle im Rückreiseverkehr stecken. Feuerwerkskörper explodieren, uniformierte Beamte laufen, Schlachtrufe, das Klirren von Bierflaschen auf Marmorboden und Gegröle bieten dem Bahnhof eine eindrucksvolle Geräuschkulisse.</p>
<p><strong>23:30</strong> — Zuhause. Ich bin so erschöpft und Müde, kann aber mit Spontilienchen auf dem Sofa einfach nicht entspannen. Scheiss Nachtschicht. Ach was, geh ich hald bloggen.</p>
<p><strong>02:25</strong> — Hab ich jetzt echt 2,5 Stunden für diesen lächerlichen Eintrag gebraucht? <strong>Memo an mich</strong>: 1. Nicht müde bloggen, 2. Fingerfertigkeit trainieren, 3. Duden unter das Kopfkissen legen. 16 Stunden sind genug, ich kann nicht mehr, ich geh jetzt pennen.<br />
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		<title>Zweite Hand</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 23:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum riechen Second Hand Läden eigentlich alle gleich? Bei meinem ersten Besuch eines solchen Geschäftes bei einem Besuch in London ist mir dieser Geruch gleich aufgefallen. Eine Mischung aus Ledergeruch, Mottenkugeln und Muff. Zeit kann man riechen, so kommt es mir jedenfalls vor. Der Eindruck bestätigte sich, als ich weitere Second Hand Läden besuchte die, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/08/stockholm-2008-2851.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4];player=img;" title="Second Hand in Stockholm"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="size-thumbnail wp-image-119 alignleft" title="Second Hand in Stockholm" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/08/stockholm-2008-2851-150x150.jpg" alt="Second Hand in Stockholm" width="150" height="150" /></a>Warum riechen Second Hand Läden eigentlich alle gleich? Bei meinem ersten Besuch eines solchen Geschäftes bei einem Besuch in London ist mir dieser Geruch gleich aufgefallen. Eine Mischung aus Ledergeruch, Mottenkugeln und Muff. Zeit kann man riechen, so kommt es mir jedenfalls vor. Der Eindruck bestätigte sich, als ich weitere Second Hand Läden besuchte die, abgesehen vom Geruch ihrer Besucher, immer auf die gleich Art und Weise gerochen haben. Wäre doch eine Geschäftsidee, Duftbäume mit Second Hand Note.</p>
<p>Second Hand Mode ist gerade schwer im kommen, gerade die im amerikanischen Stil. Was in den USA vor Jahren Mode gewesen ist, könnte sich bei uns zum Kassenschlager entwickeln. Sogenannte Workerhemden mit den Logo´s Amerikanischer Firmen, Bowlinghemden, Uniformteile, Hosen, Baseballjacken und Kapuzenshirts, Jacken, Taschen und Schuhe, es ist eigentlich für jeden Anlass etwas dabei.</p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/08/stockholm-2008-2861.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4];player=img;" title="Second Hand in Stockholm"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-thumbnail wp-image-120" title="Second Hand in Stockholm" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2008/08/stockholm-2008-2861-150x150.jpg" alt="Second Hand in Stockholm" width="150" height="150" /></a>Was früher nur Mittel zum Zweck war, den Geldbeutel zu schonen, ist heute ein neuer Ausdruck von Individualismus. Es ist aber auch ein Spaß zu stöbern, anzuprobieren um dann letztendlich aufzufallen. Die Entwicklung vom Schund zum Kult ist dabei immer gleich. Zunächst als unverzichtbares Kleidungsstück um (damals) aktuellen Trends zu folgen, dann zum verhassten Kleiderschrankhüter degradiert (»das geht ja mal gar nicht!«), um letztendlich dann doch wieder ein Trend zu werden, wenn das gute Stück bis dahin nicht schon im Mülleimer oder in der Altkleidersammlung verschwunden ist.</p>
<p>So kam es dann auch, dass ich in London zum ersten mal auf den Geschmack gekommen bin, Sachen aus zweiter Hand zu versuchen und habe mich dann auch gleich unsterblich in eine Lederjacke aus den 70ern verliebt, die als erstes meinen Kleiderschrank enterte. Leider hat Mönchengladbach nicht viel zu bieten, wenn es um getragene Kleidung geht, so müssen schon Ausflüge in die europäischen Metropolen her. London, Stockholm und Köln waren da schon erquickender.</p>
<h6>Weiterführende Links: <a href="http://www.qype.com/lists/353058-Zweite-Hand">Qype-Guide</a>, Tellerrandreise nach <a href="http://www.spontis.de/wp/2008/08/stockholm/">Stockholm</a>, <a href="http://www.spontis.de/wp/2008/09/london/">London</a></h6>
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