Kritiker unken, dass der gemeine Mittelaltermarkt und die weit verbreiteten Ritterfeste nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Mittelalter als solchem zu tun haben. Ich sage: Das ist mir egal. Es ist eine Wohltat zwischen all den Zelten und Lagerfeuern im Duft von gebackenem Brot zu dem Geklimper von Schellenbändern über die Märkte zu wandeln, während im Hintergrund eine mittelalterliche Band ihre Interpretation einen handfesten Zeit mit Sackpfeifen und Trommeln zelebriert. Der Sommer (wenn er denn stattfindet) ist die klassische Saison für diese Oase der alternativen Kultur, und nahezu an jedem Wochenende findet man irgendwo ein entsprechendes Refugium.
Wo mittelalterliche Musik, Schmuck und Accessoires aus längst vergangenen Zeiten locken, das sind die Gothics nicht weit, wen wundert es, dass die schwarzen Gestalten von kaum einem Markt mehr wegzudenken sind und fest zum Zielpublikum der Händler und zahlreichen Stände gehören. Auch hier könnten Kritiker unken, dass die Kommerzialisierung wieder auf dem Vormarsch ist, denn schließlich geht es auf solchen Märkten um den Umsatz. Dem möchte ich entgegensetzen, dass hier das Geld oftmals bei den richtigen landet, nämlich den kleinen und privaten Händlern, die oft in Handarbeit und mit viel Leidenschaft für den Großteil ihrer Kreationen verantwortlich sind. Ich habe mit einigen Händlern gesprochen und weiß, wie viel Arbeit hinter etwas stecken kann und wie hart das Brot ist, dass man sich damit verdient.
Doch genug von den ideellen Hintergründen, wohin gehe ich denn nun am Besten, schließlich haben nur wenige Feste eine Beachtung in überregionalen Zeitschriften und Veranstaltungskalendern und gehen oft genug spurlos am einzelnen vorüber. Den ganzen Artikel lesen… »








