27 April

Spontis Wochenschau #04/2014

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: Keine Kommentare

Spontis WochenschauEs gibt sie noch. Die musikalisch ambitionierten Abende in angehenden, schwarzen Kulttempeln. Ich war so selig, so in mich gekehrt, so gothic. Melancholia-X. Der schwarze Virus ergreift dich spontan, unankündbar und unvorhergesehen. Es beginnt schon vor dem Eingang. Die Klänge aus dem Inneren fesseln deine Aufmerksamkeit und du vergisst einfach die draußen stehenden Menschen freundlich zu Grüßen, würdigst die Kassiererin nur mit einem flüchtigen Blick und willst nur noch durch den Vorhang in das Dunkel der Musik schreiten. Es sei mir verziehen, wenn ich dem ein oder anderen nicht die notwendige Aufmerksamkeit habe zukommen lassen. Der schwarze Virus hatte längst Besitz von mir ergriffen. “Ich und die Wirklichkeit” schien wie der passende und fast schon poetische Einstieg in einen wundervollen Tanzabend im TIC-Club Mülheim. Sofort zog es mich auf die Tanzfläche und der kurze Blick auf DJ Klaus Märkert, den ich vor dem Abtauchen in meine eigene Wirklichkeit auf der Kanzel ausmachte, kündete von einem interessanten Abend. Gelegentlich unterbrach ich den Rausch für ein Liebesbeweis an Frau Eulenforst oder einen Schluck notwendiger Flüssigkeit. Ganz selten war auch ein kurzer Plausch mit bekannten Gesichtern möglich, doch die Musik hat zu keinem Zeitpunkt an ihrer “Energie” verloren. Die musikalische Auswahl zeigte deutlich, dass es immer noch möglich ist zu überraschen und zu Musik dahinzuschmelzen, von der man noch nie gehört hat. Wie man dabei den Bogen durch alle Jahrzehnte spannt, zeigten die DJs dabei sehr eindrucksvoll. Ich wünsche mir eine Wiederholung und mehr Besucher die allen “Machern” zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Bis dahin verbleibe ich mit einer virtuellen Wochenschau. Den ganzen Artikel lesen… »


3 September

Heim Herd Hund – Gothic Soap mit Luci van Org

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: 9 Kommentare

Heim Herd Hund - ScreenshotWeil ich ein Mädchen bin!” Auch fast 20 Jahre nach ihrem Erfolg als Lucilectric ist der Name Luci van Org untrennbar mit diesem Stück Popgeschichte verbunden. Ob wir das Lied mochten oder nicht, seine Omnipräsenz hat es tief in das gesamtdeutsche Gedächtnis gebrannt. 1999 versuchte sie es solo, betrat 2003 mit ihrer Band “Das Haus von Luci” neue musikalische und äußerliche Pfade um dann mit Üebermutter 2007 einen Fuß in die Gothic-Szene zu setzen. Seit 2012 versucht sie sich mit ihrer neuen Band Meystersinger weiterzuentwickeln. Doch neben der Musik versucht sich Frau van Org auch als Schauspielerin, Autorin und Grafikerin. Genug Lebenslauf.

Heim Herd Hund ist eine 2011 von ZDF-Kultur ausgestrahlte Miniserie, in der Luci van Org sich in einer Art “Gothic-Familien-Soap” versucht. Leider ist das ganze wohl im Rausch der medialen Berieselung untergegangen und so ist es Rosa Chalybeia zu verdanken, die mich auf die 6-teilige Serie aufmerksam machte. Die Geschichte ist kurz erzählt: Luci, Axel und Acht van Org spielen eine schräge Familie, die zusammen mit ihrem menschlichen Hund Rosi eine neue Wohnung beziehen. Ihre Managerin versucht Luci mit allen Mitteln zurück ins Rampenlicht zu bringen, während die Familie verzweifelt versucht, sich im echten Leben zu integrieren. Den ganzen Artikel lesen… »


9 Januar

Gothic Friday Februar: Musik und Leidenschaft (Katharina)

von Robert ForstKategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Zeit ist ein wertvolles Gut und eine Einteilung scheint unausweichlich. Nachdem sich Katharina im letzten Jahr auf ihre Prüfungen konzentriert hat, findet sie nun Zeit, einige Beiträge zum Gothic Friday nachzuholen. Wie bereits erwähnt, freuen wir uns auch jetzt noch über jeden Beitrag und fordern den geneigten Leser auf, das Projekt Revue passieren zu lassen um anschließend selbst in die Tasten zu hauen. Katharina widmet sich dem Februar-Thema Musik und Leidenschaft und beantwortet die 10 Fragen nach allen Regeln der dunklen Kunst. Obwohl Sie vor den Gefahren möglicher Klischees warnt, habe ich beim lesen ihres Beitrags keine Gefahren entdecken können. Vielleicht, weil ich auch einige der Klischees lebe.

10 Fra­gen — Die Musik und Du

So jetzt werde ich diese Fragebogen mal ausfüllen, auch wenn ich dabei oft betonen werde, wie schwer ich mich dabei tue. Neue Musiktipps brauch hier niemand von mir erwarten, es dient lediglich nur dem Kennenlernen meiner Person und als kleine Beitrag für Spontis. Wer Angst vor Klischees hat, warne ich vorm Lesen dieses Beitrags, denn hier wimmelt es nur von selbigen. Den ganzen Artikel lesen… »


30 Oktober

Ohne Worte: Gedanken zum Interieur

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: 7 Kommentare

Es ist ein Dilemma. Da sitzt man stundenlang vor Katalogen, Prospekten, Internetseiten und Inspirationsquellen ohne Kompromisse eingehen zu müssen und erwischt und fühlt sich dennoch von Klischeevorstellungen und Kitschgedanken erdrückt. (Bild: Goth Fashion)


12 März

Gothic Friday März: Kitsch, Klischees und soziale Arbeit (ASRianerin)

von Robert ForstKategorie: Gothic FridayDiskussion: 8 Kommentare

ASRianerin - Schwarze LeidenschaftenIm Rahmen des Gothic-Friday 2011 bin ich wieder einmal sehr froh, einen Beitrag für das März-Thema von ASRianerin präsentieren zu dürfen.  Alle Bilder darin wurden von ihr zur Verfügung gestellt. Das Tafel-Bild ist von Rafel Sonneberg, für “Freies Wort“. Der Text befindet sich selbstverständlich im Originalzustand und wurde lediglich durch Absätze und Formatierungen bearbeitet.

Endlich ist es wieder soweit. Gothic-Friday auf Spontis!
Leidenschaften, Hobbies und dergleichen innerhalb der schwarzen Szene.
Ich grübel und grübel und grübel… dabei bin ich schon mitten drin!
Schreiben. Gedanken und manchmal auch Bilder mit Worten formen.

Hier sind es Fließtexte. Und gerade bei Spontis schreibe ich gerne, da ich mich hier auch immer auf eine kritische Art und Weise selbst reflektieren muss. Es ist zum einen eine Horizonterweiterung über das eigene Selbst, aber auch über die Welt. Doch genauso ist es Tor der Gefühle und Gedanken, welches man beliebig öffnen kann. Manchmal öffnet man es durch seine Wortwahl nur einen Spalt breit und der Leser muss sich überlegen, was wohl hinter der Tür verborgen ist. Denn das was er sieht ist ja nur ein ganz kleiner Teil. Den ganzen Artikel lesen… »


8 Dezember

Die gnadenlose Verwirrung – Sophie sucht den Szenekern

von Sophie ZörklerKategorie: Szene im BlickDiskussion: 22 Kommentare

Auch die Gothics sind im Internet schon lange angekommen und es ermöglicht vielen einen regen Austausch, über alles, was das Gruftieherz begehrt. Es ist nicht nur eine Informationsplattform, sondern auch eine Möglichkeit des Meinungsaustausches. Das hat natürlich etliche Vorteile. Man lernt Gleichgesinnte kennen (was für Menschen die in Kuhkäffern wohnen eine echte Wohltat ist) man erfährt immer das Neuste über die Lieblingsband oder über bestätigte Künstler für das nächste Festival UND man kann sich wunderbar über die Szene selbst austauschen. Doch manchmal denke ich, dass gerade der letzte Punkt nicht immer nur ein Vorteil ist, ganz besonders für junge Szeneeinsteiger oder Interessierte. Denn oftmals ist es doch so, dass die Diskussionen eher frustrierend als aufschlussreich sind.

Ich verknüpfe diesen Beitrag mit meinen ersten Erfahrungen als Junggruftie in diversen Foren (ich werde hier keine genauen Namen nennen. Zum einen tut das hier nichts zur Sache, zum anderen ist es doch eh überall dasselbe Spiel). Man wird gnadenlos verwirrt, wenn man sich auf die Suche begibt. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Dezember

Vorweihnachtlicher Einkaufsstress?

von Robert ForstKategorie: Bewusst SchwarzDiskussion: 13 Kommentare

Einkaufsstress an WeihnachtenAm 24. Dezember, dem heiligen Abend, habe ich ein ganz besonders kurioses Ritual, das ich nun schon seit gefühlten Ewigkeiten pflege. Und folgt man der Diskussion über die Definition von Gothic, so kann der Eindruck erweckt werden, ich würde das aus eben den genannten Gründen immer wieder machen. Bekanntlich haben die Geschäfte am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag geschlossen und sind damit – je nach Jahreslage – ein ordentlicher Batzen ohne die Möglichkeit einzukaufen was die Menschheit mit panikartigen Einkäufen am 24, Dezember quittiert. “Man will vorbereitet sein” hört man da, “Tante Erna kommt doch noch und die trinkt nur Ramazotti“, wird auch gerne genommen, oder “Scheiße, ich habe die Paprika für das Weihnachtsessen vergessen” schallt es auch aus manchen Küchen – vielleicht geht auch einfach nur die Welt unter, wer weiß. Den ganzen Artikel lesen… »


16 November

Schloss Einstein – Das Gruftie-Internat (2)

von Robert ForstKategorie: HexenfluchDiskussion: 5 Kommentare

BeschwörungstheorienWie es aussieht, wenn man eine Jugendbewegung in einer Jugend-Soap zum Thema macht, habe ich bereits mit der ersten Folge von Schloss Einstein – Das Gruftie Internat deutlich gemacht. Erschreckend ist, das es heute immer noch möglich zu sein scheint, mit den selben Vorurteilen und Klischees wie vor 20 Jahren zu arbeiten um daraus eine Unterhaltungssendung für Jugendliche zu produzieren, bei der die Aufklärung nur mitschwingt, während sie von der plakativen Darstellung einer halb verstandenen Szene überstrahlt wird.

Es scheint unausweichlich gewesen zu sein, das Thema “Gothic” durch die aktuell große Popularität in die Serie mit einzubeziehen, gewünscht hätte ich mir aber eine andere Sichtweise, ohne die ewige Leier von Beschwörungen, Satanismus und schwarzen Messen. Es gibt durchaus andere ernst zunehmende Probleme heranwachsender die man in einer solchen Serie anfassen könnte, obwohl ich zugeben muss, dass das den Wert der Unterhaltung drücken würde. Der Kunde ist König und so produziert man das, was sich am besten verkaufen lässt. Doch genug von meiner persönlichen Ansicht, hin zur lang erwarteten zweiten Folge. Den ganzen Artikel lesen… »


30 Oktober

Schloss Einstein – Das Gruftie-Internat (1)

von Robert ForstKategorie: HexenfluchDiskussion: 15 Kommentare

Schloss Einstein, das Gruftie-Internat“Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.” Regelmäßige Leser wissen um die neue Kontaktseite, die ich eingerichtet hatte um den Leser am Inhalt dieser Seite zu beteiligen.  Ihr schreibt mir über Dinge die euch interessieren würden oder die euch besonders am Herzen liegen, ihr schickt mir Links und thematische Vorschläge mit denen ich mich beschäftigen sollte. Es freut mich wirklich außerordentlich, das bereits einige Leser davon Gebrauch gemacht haben.

Neulich schrieb mir ASRianerin: “Hallo Sponti! Da ich krank im Bett gelegen habe und so durch die deutsche Fernsehlandschaft gezappt habe, bin ich irgendwann bei Schloss Einstein hängen geblieben: Die Ferien sind vorüber und eine Schülerin kommt als Gothic zurück. Aus Trauer, weil ihr Pferd gestorben ist. Das ist ja erst mal schon ein Grund zum schmunzeln, aber es geht noch weiter: Sie möchte nun ihren Klassenkameraden verwünschen, da dieser angeblich Schuld am Tod des Pferdes hat, da er vorher einen Glücksstein geklaut hat. Ich wusste nicht, ob ich über soviel Klischees und Vorurteile lachen oder weinen sollte.

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5 April

Leute die lebten, als seien sie schon Tot

von Robert ForstKategorie: Schwarze SzeneDiskussion: 18 Kommentare

Eigentlich ist es doch egal, welche Leidenschaft man hat, passt diese nicht zum aktuellen Zeitgeist der Gesellschaft erfährt man eine Ausgrenzung, gerade wenn man seine Mitmenschen damit gewollt oder ungewollt konfrontiert. “Meistens schauen wir nicht erst und definieren dann, wir definieren erst und schauen dann.”  Von Klischees kann sich niemand freisprechen, ich behaupte, das jeder irgendein Vorurteil mit sich herumschleppt, sei es aus persönlichen Erfahrungen oder negativen Erlebnissen. Der Schritt vom Klischee zur eigenen Meinung machen sich viele zu leicht. Anstatt sich zu informieren übernehmen sie das Klischee, oder sind zu verbohrt die persönlichen Eindrücke zu hinterfragen.

Von den größten Irrtümer über Gothics habe ich ja bereits berichtet, aber woher stammen die eigentlich? Deutschland Februar 1989, als die eigentliche Gothic-Szene schon ein sinkendes Schiff war, wollte die Medien mit Berichten über eben diese für Zuschauer sorgen.  Traurig, das Stefan Aust, ehemaliger Spiegel-Chefredakteur, der für seine großartige Recherche zum Baader Meinhof Komplex einige Preise einkassiert hat, sich hergibt einen solchen Schundbericht anzusagen. Den ganzen Artikel lesen… »