7 September

Kultur für Einsteiger

von Robert ForstKategorie: Finstere Orte5 Kommentare

kölnerdomAls Ein­woh­ner einer Pro­vinz­me­tro­pole wie Mön­chen­glad­bach hat man es nicht leicht. Den meis­ten ist höchs­tens der Fuß­ball­ver­ein bekannt, ein paar ken­nen das Müns­ter, ein paar weni­ger die ande­ren unspek­ta­ku­lä­ren Sehens­wür­dig­kei­ten, ganz zu schwei­gen von Pro­mi­nen­ten. Die älte­ren ken­nen noch einen gewis­sen Dr. Josef Goeb­bels, der als frag­wür­dige Nazi-Berühmtheit bekannt ist, obwohl der eigent­lich Rhe­yd­ter und kein Mön­chen­glad­ba­cher war. Wie dem auch sei.

In einer so pro­vin­zi­el­len Stadt klam­mert man sich eben das was man hat und ist bestrebt, inso­fern eine Spur von gesun­dem Lokal­pa­trio­tis­mus vor­han­den ist, die Vor­züge sei­ner Hei­mat her­vor­zu­he­ben, abge­se­hen von den dunk­len Fle­cken der Ver­gan­gen­heit natür­lich. Jeden­falls neigt man hier bei uns dazu, dann ganze Regio­nen mit ein­zu­be­zie­hen um die Anzahl der Sehens­wür­dig­kei­ten zu stei­gern, so sieht sich der Glad­ba­cher gerne als Rhein­län­der und nimmt auch gleich noch Düs­sel­dorf und Köln mit ins Boot, das ist anders herum nicht so popu­lär. Der Köl­ner ist Köl­ner und der Düs­sel­dor­fer Düs­sel­dor­fer, Metro­po­len­ge­habe! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


16 August

Die Geschichte der Zensur

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Die Zen­sur ist keine Erfin­dung von Ursula von der Leyen (CDU) und Wolf­gang Schäu­ble (CDU), soviel ist sicher. Das es trau­rig ist, das in unse­rer heu­ti­gen Zeit immer noch etwas zen­siert wer­den muss, brau­che ich nie­man­dem mehr zu erklä­ren. Doch woher kommt die Zen­sur, was sind ihre Ursprünge? Im Mit­tel­punkt die­ser Frage steht die Kir­che, die in der düs­te­ren Ver­gan­gen­heit das Mono­pol für sich bean­spruchte, die Welt zu erklä­ren und den Men­schen ihr Bild zu ver­mit­teln. Schrei­ben und das ver­fas­sen von Bücher war eben­falls fest in den Hän­den der kirch­li­chen Insti­tu­tio­nen, Ver­fas­ser von Wer­ken die mit dem Leit­bild der Kir­che nicht ein­her­gin­gen wur­den zen­siert, ver­folgt, ver­haf­tet und sogar getö­tet. Spe­ku­la­tiv könnte man anneh­men, Hexe­rei und Ket­ze­rei sind eine Erfin­dung der Kir­che um Men­schen die ihre eigene Mei­nung kund­tun bequem und Volks­wirk­sam los­zu­wer­den. Eine inter­es­sante Doku, die bei 3sat aus­ge­strahlt wurde erregte beim Kraft­fut­ter­mi­sch­werk meine Auf­merk­sam­keit, ich fasse den Inhalt wie folgt zusammen:

Als im 15. Jahr­hun­dert Guten­berg den mecha­ni­schen Buch­druck erfin­det, gerät die Welt der Kir­che ins wan­ken. 1450 wer­den Bücher gedruckt, eine Revo­lu­tion. Auch gefähr­li­che Inhalte und fal­sche Leh­ren im Sinne des christ­li­chen Glau­bens wer­den nun leicht und für jeder­mann zugäng­lich ver­brei­tet. Die Kir­che muss han­deln, sonst läuft sie Gefahr ihre Rolle in der Gesell­schaft auf­zu­ge­ben. Zu allem übel kommt auch noch Mar­tin Luther und klagt das beste­hende Sys­tem der Kir­che an, Prunk­bau­ten und das Mono­pol die Stimme Got­tes nie­der­zu­schrei­ben. Papst Leo ver­pennt aber die Zei­chen der Zeit und lässt Luther gewäh­ren, die Luther­bi­bel wird ein Best­sel­ler. 1541 ist Schluss mit lus­tig man beschließt die Zen­sur, ein Jahr spä­ter wird die Inqui­si­tion wird gegrün­det. Der Papst erlässt eine schwarze Liste mit Büchern, dar­un­ter natür­lich auch die Luther Bibel, doch 1571 reicht das schon nicht mehr, man erfin­det im Vati­kan einen Arbeits­kreis der für die nächs­ten 400 Jahre (!) das gute vom schlech­ten tren­nen soll.
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18 Februar

Schwarze Symbolik - Umgedrehtes Kreuz

von Robert ForstKategorie: Hintergründe2 Kommentare

cruc_petAls Eröff­nung mei­ner Serie, »Schwarze Sym­bo­lik« möchte ich euch das Kreuz, das von eini­gen Gothics auf dem Kopf ste­hend getra­gen wird, näher­brin­gen. Der Pro­zen­tuale Anteil der Kreuz­trä­ger hat  in den letz­ten Jah­ren stark abge­nom­men und ist ande­ren Sym­bo­len gewi­chen, gerade durch die Ver­mi­schung mit der Mit­tel­al­ter und Neo-Folk Szene sind viele neue Sym­bole hin­zu­ge­kom­men. Eine bei­nahe voll­stän­dige Aus­rot­tung des Sym­bols ist seit dem Sata­nis­ten­mord in Wit­ten 2001 zu beob­ach­ten. Bei eini­gen Trad­goths ist das Kreuz ist immer noch anzutreffen.

Das Kreuz als sol­ches sym­bo­li­siert den Opfer­tod Jesu Christi und die Ver­bun­den­heit mit den Mit­men­schen (waa­ge­recht) und dem gött­li­chen (senk­recht). Ursprüng­lich war nicht das Kreuz Sym­bol für das Chris­ten­tum, son­dern Chris­tus­mo­no­gramm XP oder das soge­nannte Stau­ro­gramm.
Das umge­drehte Kreuz nennt sich Petrus­kreuz. Nach christ­li­cher Über­lie­fe­rung bat der Apos­tel Petrus bei sei­ner Ver­haf­tung in Rom darum kopf­über gekreu­zigt zu wer­den, da er sich für nicht wür­dig hielt auf die glei­che Weise wie sein Lehr­meis­ter Chris­tus zu ster­ben. Zu römi­schen Zei­ten wur­den mis­sio­na­risch Wir­kende wie die Apos­teln ver­folgt, ver­haf­tet und gekreu­zigt. Katho­li­sche Kir­chen, die dem hei­li­gen Petrus geweiht sind, tra­gen anstatt des klas­si­schen Kreu­zes ein Petrus­kreuz auf der Kirch­turm­spitze. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Januar

Tote Hose in der Schule

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache9 Kommentare

529px-campinofernsehturm7697Wer jetzt glaubt in der Schule sei nichts los, der irrt. Die Pun­ke­mi­nen­zen der Toten Hosen gaben sich auf Ein­la­dung des Maga­zins Spies­ser an der Regine-Hildebrandt-Schule die Ehre und ver­such­ten sich in der Rolle von Aus­hilfs­leh­rern. Doch anstatt den neu­gie­ri­gen Schü­lern etwas über Musik und ein Leben als Punk zu berich­ten, haben sich Cam­pino, Breiti und Andi die Reli­gion als Fach aus­ge­sucht. Gott und die Welt soll für die jun­gen Schü­ler nicht nur Gedan­ken­an­stoss, son­dern auch Infor­ma­ti­ons­aus­tausch sein.

Schnell wird klar, das kaum ein Schü­ler an Gott glaubt son­dern die meis­ten den wis­sen­schaft­li­chen Ansatz ver­tre­ten und einen Beweiß sehen möchte. Zu aller erstau­nen ent­pup­pen sich die 3 Punks aus Düs­sel­dorf als Mis­sio­nare des Glau­bens und lie­fern den Jugend­li­chen auch plau­si­ble Erklärungen.

Die drei erklä­ren den Schü­lern die Bedeu­tung des Sonn­ta­ges und füh­ren die Jugend­li­chen mit geschick­ten Fra­gen nach dem Weih­nachts­fest auf das Glatt­eis. Die Schü­ler ver­ste­hen, das ohne den Glau­ben die Welt nicht die wäre, in der wir leben und auch heute noch ein wich­ti­ger Bestand­teil mora­li­scher und ethi­scher Grund­sätze sind. Kirch­li­cher Fana­tis­mus, der in vie­len Reli­gio­nen und Epo­chen aus­ge­übt wurde, hat damit nichts zu tun. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Dezember

Post Secret - Von geheimen Sünden

von Robert ForstKategorie: Fundgrube5 Kommentare

Geheim­nisse. Jeder Mensch hat Geheim­nisse. Dabei han­delt es sich meist um Gedan­ken oder auch Taten die man lie­ber nicht mit ande­ren tei­len möchte, seien sie gut oder schlecht. In den Augen der Kir­chen meist eine Sünde. Manch­mal gibt es auch kol­lek­tive Geheim­nisse, so wie zum Bei­spiel ein bie­de­res Ehe­paar, das gerne mal Sex Spiel­zeuge benutzt, oder die Gruppe von Leu­ten die sich einig ist nichts davon zu sagen, das der Fah­rer beim aus­par­ken ein ande­res Auto geschrammt hat. Da der Mensch aber grund­sätz­lich ver­gess­lich ist, fängt er an für seine Geheim­nisse Brü­cken zu bauen um sie in der Erin­ne­rung zu bewah­ren. Die Mög­lich­kei­ten seine Geheim­nisse zu ver­ste­cken sind viel­fäl­tig und wach­sen mit dem Fortschritt.

Ist ein Geheim­nis noch geheim wenn man es in anony­mi­sier­ter Form ande­ren mit­teilt? Es gibt viele Geheim­nis die den Men­schen der sie trägt bedrü­cken und als Last auf sei­nen Schul­tern liegt, warum also nicht ande­ren davon erzäh­len ohne das Geheim­nis selbst zu lüf­ten? PostS ecret ist ein Kunst­pro­jekt, bei dem jeder sein per­sön­li­ches Geheim­nis in Form einer Post­karte oder Bil­des dem Inter­net zur Ver­fü­gung stel­len kann. Was in den USA schon eine Weile erfolg­reich läuft, gibt es auch in Deutsch­land und Frank­reich.

Kunst oder Krem­pel? Kunst liegt ja bekannt­lich im Auge des Betrach­ters und nur weil jemand einen berühm­ten Namen hat oder teure Kunst­werke anbie­tet ist er noch lange kein Künst­ler. Die Idee hin­ter Post Secret ist bril­li­ant, die Kunst kommt von ganz allein. Mal kann man dar­über lachen, mal ist man getrof­fen, ein ande­res mal ent­setzt. Jeder­mann hat die Mög­lich­keit seine Sün­den oder Geheim­nisse zu visua­li­sie­ren und für die Ewig­keit fest­zu­hal­ten um sich daran zu erin­nern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Oktober

Aktion Kinder in Gefahr - Stoppt die BRAVO!

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache9 Kommentare

Skan­dal oder Wahr­heit? In sei­nem Blog schreibt Robert Basic über die Aktion Kin­der in Gefahr und der Peti­tion die Bravo zu stop­pen. Was zunächst unglaub­lich erschien ent­puppte sich dann aber als bit­tere Wahr­heit. Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für eine Christ­li­che Kul­tur fin­det die Por­no­gra­phi­schen und Ero­ti­schen Inhalte der BRAVO als Kin­der­ge­fähr­dend. Ist das wirk­lich so? In der Tat fin­den sich in der BRAVO immer wie­der Bil­der von nack­ten Jugend­li­chen und die letzte Foto-Love Story endete im Bett. Tokio Hotel hat mal über den Sex mit Fans gespro­chen. Inter­es­sant finde ich das auch nicht, Por­no­gra­phie defi­niere ich jetzt anders, aber jeder hat da wohl eine andere Meinung.

Mein Arbeits­kol­lege zum Bei­spiel, mit dem ich gleich dar­über dis­ku­tie­ren musste. Der sieht das genauso und führt zu recht an, das ich selbst noch keine Kin­der habe um das über­haupt zu beur­tei­len. Ich denke es liegt an den Eltern dafür zu sor­gen, das sol­che Inhalte nicht auf offene Ohren stos­sen, son­dern auf Infor­mierte. Wenn Kin­der die Eltern auf sol­che Sachen anspre­chen sollte dar­über offen gespro­chen wer­den, Ver­bote haben noch nie funk­tio­niert und erhö­hen nur den Reiz. Aber das bleibt eben Ansichts­sa­che. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 September

Adel verpflichtet, Kirche aber auch...

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Schon im Mit­tel­al­ter haben Adel und Kir­che oft­mals unter einer Decke gesteckt um gemein­same Ziele durch­zu­set­zen. Jetzt haben Glo­ria von Thurn und Taxis und Kar­di­nal Meis­ner ein Buch ver­öf­fent­licht, dass an diese Tra­di­tion anknüp­fen könnte. »Die Fürs­tin und der Kar­di­nal — Ein Gespräch über Glau­ben und Tra­di­tion« han­delt von der Freude die der Glaube bringe, so Meis­ner in einem Inter­view. Die­ses Werk wäre wohl in den Tie­fen der Bücher­re­gale ver­staubt, hät­ten Meis­ner und von Thurn und Taxis nicht bei San­dra Maisch­ber­ger ver­sucht, ihr Werk zu krö­nen. Die­ser Ver­such ist mal gründ­lich dane­ben gegan­gen, denn was die bei­den da vom Sta­pel gelas­sen, sprengt jeden guten Geschmack. Heute habe ich bei brights Bericht über die Sen­dung vom 9.9.08 gele­sen und musste mir selbst­ver­ständ­lich selbst ein Bild von der Sen­dung machen.

Erstaun­lich zu sehen, wie leicht Maisch­ber­ger die bei­den aus der Fas­sung brachte, um die sie offen­sicht­lich sehr bemüht waren, gab es doch im Vor­feld schon laute Kri­tik an Meis­ner und Thurn und Taxis. So empiehl sie den Homo­se­xu­el­len inten­si­ves Beten als The­ra­pie auf den rech­ten Pfad zurück­zu­keh­ren und die Pille emp­fand sie als Werk­zeug des Mas­sen­mords. Selbst Angela Mer­kel bekam ihr Fett weg, als sie die Qua­li­fi­ka­tion der Bun­des­kanz­le­rin als Fami­li­en­mi­nis­te­rin auf­grund ihrer geschei­ter­ten Ehe in Frage stellte. Dabei ist selbst Glo­rias Mut­ter geschie­den und damit von kirch­li­chen Sakra­men­ten aus­ge­schlos­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »