28 September

Einfach nur Karneval? Dragon Con 2011

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

Die Dra­gon Con ist eine der größ­ten Fan­tasy und Science-Fiction Con­ven­ti­ons, die seit 1987 jähr­lich in den USA ver­an­stal­tet wird. Mit über 40.000 Besu­cher ein spek­ta­ku­lä­res Mas­se­ner­eig­nis, das Cosplayer, Manga-Fans, Fan­tasylieb­ha­ber, Rol­len­spie­ler und Science-Fiction-Verrückte aus aller Welt anlockt. Ein sehr beein­dru­cken­des Video über die Con­ven­tion und ihre Besu­cher ent­deckte ich in einem ande­ren Blog.

»Das ist wie Kar­ne­val ohne Alko­hol!«, las ich in den Kom­men­ta­ren, dass brachte mich zum nach­den­ken. Ist das wirk­lich so?  Ich wollte Gefühl der Ent­rüs­tung nach­ge­hen und habe ver­sucht zu beschrei­ben, wo ich den Unter­schied sehe. Und natür­lich möchte auch das Video prä­sen­tie­ren, denn man­che Prot­ago­nis­ten und ihre Kos­tüme sind rei­ner Augen­zu­cker. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Februar

Rosenmontag in Schottland - Up Helly Aa

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Wikinger vor dem brennenden LangbootSchon bei Aste­rix und Obe­lix war klar, Men­schen mit unge­wöhn­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen spin­nen. »Die spin­nen, die Schot­ten!« wäre Obe­lix wohl über die Lip­pen gerutscht, hätte er erfah­ren, dass die Schot­ten der Insel Shet­land erst ein Wikinger-Schiff bauen um es dann zu ver­bren­nen. Seit etwa 1870 fei­ern die Ein­woh­ner der Insel im Nor­den von Groß­bri­tan­nien das Up Helly Aa, das Feu­er­fest. Immer am letz­ten Diens­tag im Januar ver­klei­det man sich, taucht eine ganze Stadt in feu­ri­gen Schein, trinkt und fei­ert um als Höhe­punkt das zuvor auf­wen­dig gebaute Schiff den Flam­men zu opfern. So ähnlich wie der Rosen­mon­tag im Rhein­land, nur mit Feuer.

Sobald es dun­kel wird, wer­den in der Haupt­stadt Ler­wick die Later­nen abge­schal­tet, eine Signal­ra­kete ist das Zei­chen in der gan­zen Stadt die Fackeln zu ent­zün­den und das Schiff wird durch die Stra­ßen gezo­gen um es sei­ner fina­len Rolle zuteil wer­den zu las­sen. Auf dem Schiff sitzt der Gui­zer Jarl, der für den gan­zen Tag die zen­trale Rolle des Wikin­ger­häupt­lings ein­nimmt. Gemein­sam mit sei­nem 60-Mann star­ken Gefolge trägt er Sorge für den Schiffs­trans­port und das anschlie­ßende Feuer. Die Ein­woh­ner, sowie zahl­rei­che Tou­ris­ten und Anhän­ger des Fes­tes säu­men die Stra­ßen und geben dem Schiff und dem Häupt­ling das letzte Geleit, denn Vor­bild ist wohl das nor­di­sche Begräb­nis, bei dem ver­stor­bene Wikin­ger­häupt­linge immer mit ihrem Schiff ver­brannt wer­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Februar

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

karneval in gladbach6 Tage Aus­nah­me­zu­stand im Rhein­land. 6 Tage lang Kar­ne­val, von Alt­wei­ber am Don­ners­tag bis zum gest­ri­gen Veil­chen­diens­tags­zug mas­kierte, ver­klei­dete und kos­tü­mierte Men­schen. 6 Tage lang haben Men­schen jeder Gesell­schafts­schicht, jeden Alters und jeder Gesin­nung einen Grund Alko­hol zu trin­ken und sich dane­ben zu beneh­men. Manch­mal fühlt es sich so an, als wären vie­len dann das, was sich sich schon immer erträumt haben. Jugend­li­che Rand­grup­pen und Sze­n­e­mit­glie­der schei­nen 6 Tage lang aus­ge­blen­det, ein Gothic ver­kommt zum Kos­tüm, bunte Haare sind nicht mehr ein Sym­bol der Abgren­zung, son­dern wer­den zum Sym­bol der Zuge­hö­rig­keit. Irgend­wie scheint das Rhein­land in die­ser Zeit ehr­li­cher zu sein, bei vie­len Men­schen wirkt der Alko­hol wie ein Ver­hal­ten­ska­ta­ly­sa­tor, die einen wer­den Hem­mungs­lo­ser, die ande­ren Aggres­si­ver, andere wer­den auch ein­fach nur müde. Am Ascher­mitt­woch ist alles vor­bei, die Büros sind wie­der vol­ler Men­schen die in ihrer Tätig­keit nach­ge­hen und beim nächs­ten Besuch in den Innen­städ­ten ist wie­der alles beim alten. Äußer­lich andere wer­den wie­der Anstoß der Gesell­schaft. Viel­leicht aus Neid, Neid dar­auf das ganze Jahr über das zu sein, was man sich erträumt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 November

Vom Hoppeditz und anderen Traditionen

Hop­pe­ditz Denk­mal Karlsplatz

Der 11. Novem­ber ist ein ereig­nis­rei­cher und sehr rhei­ni­scher Tag. Es gibt kaum einen Tag an dem so viele Tra­di­tio­nen und Gebräu­che, Wör­ter und Begriffe benutzt wer­den wie an die­sem Tag. Übri­gens erschien am 11. Novem­ber 1954 der zweite Teil der Herr der Ringe Tri­lo­gie von Tol­kien und die ehe­ma­li­gen Alli­ier­ten fei­ern den Vete­rans Day, Wiki­pe­dia ist schon ganz schön informativ.

Der Hop­pe­ditz, wird jedes Jahr mit dem Beginn der Kar­ne­vals­ses­sion, dem 11. Novem­ber um 11:11 zum Leben erweckt. Vom Pferd des Rei­ter­stand­bil­des von Jan Wel­lem auf dem Düs­sel­dor­fer Markt­platz hält er seine lus­tige und bis­sige Eröff­nungs­rede und läu­tet damit die neue Kar­ne­vals­ses­sion ein. Der Erz­schelm war ver­wandt mit Till Eulen­spie­gel und Nach­fahre des Hof­nar­ren. Auf jeden Fall war er vor­her schon in der rhei­ni­schen Fast­nacht bekannt als Hans­wurst. Er genoß in Düs­sel­dorf so hohes Anse­hen, daß ihm 1841 auf dem Karl­platz sogar ein Denk­mal gesetzt wurde, dort blieb es aller­dings nur bis 1860.

Kar­ne­val. In die­ser Zeit mutiert man vom Bröck­chen der Sub­kul­tur zum aner­kann­ten Mit­glied der Gesell­schaft weil viele Mit­men­schen den Gruf­tie oder den Punk als Trä­ger eines Kos­tü­mes sehen. »Guck mal, der hat sich als Pun­ker ver­klei­det!« Doch bevor sich der gemeine Bür­ger ans Aus­trei­ben des Win­ters begibt, muss die­ser erst­mal begin­nen und der Brei aus christ­li­chen Fei­er­ta­gen und Absatz­ori­en­tier­ter Gewinn­erzie­lung durch­lau­fen wer­den, der nicht etwa in einem besinn­li­chen Weih­nachts­fest endet, son­dern viel zu oft in einem Kos­um­rausch. Kin­der war­ten auf den Weih­nachts­mann nicht auf´s Christ­kind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »