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	<title>Spontis &#187; Jugendkultur</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>WonderCon 2011 - Laufsteg der Superhelden</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 16:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In San Francisco fand am ersten April Wochenende die 25. Jubiläumsausgabe der WonderCon statt, einer riesigen Convention auf der alles rund um Comics, Science Fiction und Filmhelden gefeiert wurde. Doch nicht nur die Ausstellungen, die Möglichkeit seine bevorzugten Autoren zu treffen oder massenweise Artikel zu kaufen ist das Sehenswerte, sondern vor allem die Fans, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/04/Darth-Vader-und-Prinzessin-Leia.jpg" rel="shadowbox[sbpost-10121];player=img;" title="Darth Vader und Prinzessin Leia"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-10122" title="Darth Vader und Prinzessin Leia" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2011/04/Darth-Vader-und-Prinzessin-Leia-199x300.jpg" alt="Darth Vader und Prinzessin Leia" width="143" height="216" /></a>In San Francisco fand am ersten April Wochenende die 25. Jubiläumsausgabe der <a href="http://www.comic-con.org/wc">WonderCon</a> statt, einer riesigen Convention auf der alles rund um Comics, Science Fiction und Filmhelden gefeiert wurde. Doch nicht nur die Ausstellungen, die Möglichkeit seine bevorzugten Autoren zu treffen oder massenweise Artikel zu kaufen ist das Sehenswerte, sondern vor allem die Fans, die Cosplayer genannt werden, sind das eigentlich Highlight dieser Veranstaltung. Hier werden keine Kosten und vor allem Mühen gescheut, es seinem Idol in Sachen Outfit gleichzutun.</p>
<p>Darth Vader, Spiderman, Superman, Batgirl, Stormtrooper, The Crow, The Green Irgendwas, R2D2, Imperiale Kämpfer, Wikinger, Wölfe, Aliens mit Zähnen, Zombies, Morlocks, Xenas… Alle sind sie gekommen.</p>
<p>Wer das jedoch für einen simplen Karneval der Eitelkeiten hält, betrachtet das ganze wohl möglich zu oberflächlich. Denn nicht selten stecken Leidenschaft und ein Stück Lebensweise dahinter, die man spürt, wenn man sich mal die Mühe macht, einen Maskierten kennen zu lernen. Wer möchte, dem lege ich an dieser Stelle <a href="http://www.schattendings.de/cosplay/">Schattendings</a> und <a href="http://schattenseitedeslebens.wordpress.com/2010/10/12/spaceritter-reisen-durch-raum-und-zeit-teil-1/">Schatten</a> (was für ein Zufall) mit ihren Blogs ans Herz, die sich auch in dieser Szene versuchen und sicherlich für eingehende Fragen Rede und Antwort stehen.</p>
<p>Letztendlich ist es ihnen aber egal was die breite Masse über ihren Individualismus denkt und das ist auch gut so.</p>
<p>Ich beschränke mich darauf zu zeigen, was alles noch über dem Tellerrand der eigenen Szene liegt und wie vielfältig sich die Spielarten der Selbstverwirklichung überschneiden und ergänzen. Eine Reihe von Videos, die <a href="http://www.youtube.com/user/MarkDayComedy">Mark Day</a> in großartiger Weise gedreht, zusammengefasst und unterlegt hat, gibt es bei YouTube zu sehen:<span id="more-10121"></span></p>
<p><strong>Freitag</strong>:
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bawJHRXKcWs">http://www.youtube.com/watch?v=bawJHRXKcWs</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bawJHRXKcWs"><img src="http://img.youtube.com/vi/bawJHRXKcWs/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><strong>Samstag</strong>:
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HuPsZrmj7F4">http://www.youtube.com/watch?v=HuPsZrmj7F4</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HuPsZrmj7F4"><img src="http://img.youtube.com/vi/HuPsZrmj7F4/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>(via <a href="http://www.crackajack.de/2011/04/05/wondercon-cosplay-videos/">Nerdcore</a>, Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/khelvan/">khelvan@flickr.com</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC by-nc-nd</a>)<br />
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		<title>New Romantic - Verkanntes Understatement</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 12:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[80er]]></category>
		<category><![CDATA[Blitz]]></category>
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		<category><![CDATA[Gothic]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Strange]]></category>

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		<description><![CDATA[New Romantic, das war eine kurze Modewelle zu Beginn der 80er, die ich persönlich für eine der stilprägende Kraft halte, denn sie liefert bis heute optische Prototypen für allerhand ästhetische und musikalische beeinflusste Szenen.  Und obwohl ich in meiner Artikelreihe Subkultur! bereits kurz von den New Romantics gebloggt habe, animierte mich ein Video auf YouTube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/New-Romantic-Style.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7954];player=img;" title="New Romantic Style"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-7959" title="New Romantic Style" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/10/New-Romantic-Style-108x150.jpg" alt="New Romantic Style" width="108" height="150" /></a>New Romantic, das war eine kurze Modewelle zu Beginn der 80er, die ich persönlich für eine der stilprägende Kraft halte, denn sie liefert bis heute optische Prototypen für allerhand ästhetische und musikalische beeinflusste Szenen.  Und obwohl ich in meiner Artikelreihe <a href="http://www.spontis.de/category/subkultur/">Subkultur!</a> bereits kurz von den <a href="http://www.spontis.de/subkultur/subkultur-new-romantic/">New Romantics</a> gebloggt habe, animierte mich ein Video auf YouTube zu einer weitere Auseinandersetzung mit dieser Subkultur. Der »Essential Beginners Guide« von <a href="http://www.youtube.com/user/SHOCKELECTRIK">Shockelectrik</a> fasst das, was man sich unter diesen modischen Bewegung vorstellen sollte, sehr gut zusammen und zeigt neben der Szene selbst auch die von der Szene vereinnahmte Musik.</p>
<p>Schon die ersten Gothics lehnten die New Romantics wegen ihrer persönlicher und musikalischen Oberflächlichkeit ab, ließen sie sich doch in ihrem eigene Stil davon sehr stark beeinflussen. Ablehnung durch Bands und auch die englische Musikpresse verhalf der Szene zu einer Exklusivität, die sich durch den von <em>Steve Strange</em> gegründeten Blitz-Club fortsetzte. Strange wies den Türsteher an, nur Besucher in möglichst extremen und ausgefallenen Outfit hinein zu lassen — was dem Club natürlich den Ruf einbrachte »<em>eine elitäre Ansammlung von Poseuren zu sein</em>«.<span id="more-7954"></span></p>
<p><strong>Ursprung</strong></p>
<p>Nach der Initialzündung des Punk zwischen 1976 und 1977 entwickelten sich in England ständig neue Musikrichtungen und Stile, die sich im Laufe der folgenden Dekade immer weiter ausdifferenzierten. Doch Punk war mehr als der Mut zum musikalischen Dilettantismus, sondern auch eine Form der ästhetischen Revolution die sich auch in Form von Kleidung niederschlug. Vorreiter der visuellen Revolution waren beispielsweise <em>David Bowie</em>, der durch das bewusste verwischen geschlechtlicher Grenzen den Glam-Rock der 70er in neue und ungeahnte Höhen trieb. 1972 eröffnete der <em>Malcolm McLaren</em> zusammen mit <em>Vivienne Westwood</em> die Boutique »Let it Rock« im Herzen von London er kleidete er die New York Dolls, die Sex Pistols und Adam and the Ants und etablierte das möglichst schockierende Outfit zum Bestandteil einer Bühnenperformance.</p>
<p>Doch die optische Auflehnung blieb nicht auf der Bühne. Jugendliche, die im musikalische Sog der späten 70er aufwuchsen kopierten den Stil der Künstler und transformierten ihn in für sie bezahlbare Kleidung, indem sie ihre Alltagskleidung kreativ zerstörten, veränderten und schmückten, ihre Haare abschnitten und färbten und so typische äußere Erkennungsmerkmale für neue Jugendkulturen schufen. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis Jugendliche aus anderen Verhältnissen allein die optische Revolution aufgriffen, kondensierten und in eigenen Szenen auslebten. Aus der optischen Auflehnung des Punk wurde durch die New Romantics eine auf das äußerlich reduzierte Selbstdarstellung.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zktV9W-SSHY">http://www.youtube.com/watch?v=zktV9W-SSHY</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=zktV9W-SSHY"><img src="http://img.youtube.com/vi/zktV9W-SSHY/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><strong>Nachbeben</strong></p>
<p>Im Juli 1982 öffnete das Batcave seine Pforten und nahm auch einen Teil derer auf, die sich im Blitz-Club zu Hause fühlten und nach neuen musikalischen Herausforderungen suchten. So war der englische Club vielleicht die optische Geburtsstätte des Goth, denn hier mischte sich Punk mit New Romantic während auf der Bühne Siouxsie Sioux, Marc Almond, Robert Smith, Nick Cave, Boy George und Danielle Dax weitere visuelle Eindrücke beisteuerten.</p>
<p>Auch bei Modeschöpfern hinterließen die Szene ihre Spuren, so griffen Modemagazine wie i-D und The Face den Stil auf und schleppten ihn so auch immer wieder in Szene der 80er Jahre. Heute findet man die Idee des New Romantic in der japanischen Visual Kei, Manga und Anime Szene wieder, die die schrill bunten Ideen aus England begeistert aufgriffen und für sich vereinnahmte. Im Zuge der Revialbewegungen zu Beginn der 00er wird auch immer wieder auf den optischen Fundus dieser kurzen Zeit zurückgegriffen, die trotz ihrer Oberflächlichkeit einen wichtigen Grundstein im ästhetischen Ausdruck der 80er Jugend hinterließ.</p>
<h6>(Bildquelle: CC-Lizenz <a href="http://www.flickr.com/photos/alicebag/">Alice Bag@flickr.com</a>)</h6>
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		<title>Tag der offenen Tür beim Archiv der Jugendkulturen am 25. September</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 21:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Tag der offenen Tür? Eigentlich ist beim Archiv der Jugendkulturen immer Tag der offenen Tür, denn während der Öffnungszeiten ist jeder eingeladen vorbei zuschauen, aber man nennt es eben so, wenn jemand die Öffentlichkeit dazu einlädt, etwas neues und unbekanntes kennenzulernen. Am 25. September veranstaltet das Archiv der Jugendkulturen unter dem Motto »Eine Zukunft fürs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/Eine-Zukunft-für-das-Archiv.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7491];player=img;" title="Eine Zukunft für das Archiv"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7492" title="Eine Zukunft für das Archiv" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/Eine-Zukunft-für-das-Archiv-213x300.jpg" alt="" width="192" height="270" /></a>Tag der offenen Tür? Eigentlich ist beim Archiv der Jugendkulturen immer Tag der offenen Tür, denn während der Öffnungszeiten ist jeder eingeladen vorbei zuschauen, aber man nennt es eben so, wenn jemand die Öffentlichkeit dazu einlädt, etwas neues und unbekanntes kennenzulernen. Am 25. September veranstaltet das Archiv der Jugendkulturen unter dem Motto »Eine Zukunft fürs Archiv«  jedoch einen klassischen Tag der offenen Tür, der der Öffentlichkeit nochmals in geballter Form zeigen soll, was mit dem Archiv verloren gehen kann. Auf dem dazu gehörigen <a href="http://www.jugendkulturen.de/images/stories/aktuelles/stiftung/keine-zukunft-stiftung.pdf">Informations-Flyer</a> heißt es:</p>
<p>»<em>Anlässlich der drohenden Schließung unserer Institution zum 31.10.2010 veranstalten wir am 25. September 2010 von 12.00 — 21.00 einen Tag der offenen Tür! Wir möchten die Öffentlichkeit noch einmal an unserer Arbeit teilhaben lassen und zeigen, was verloren geht, wenn es kein Archiv der Jugendkulturen mehr geben sollte. Vielleicht gelingt es uns aber doch noch, durch die Erlöse des Tages dem Ziel einer Stiftungsgründung näher zu kommen und das Archiv zu retten. Kommt vorbei!</em></p>
<p><em>Was wird geboten?</em></p>
<p><em>Kostenlose Schnupperworkshops (u.a. Rappen, Tanzen, Hardcore-Gesangstraining), Show-Sprayen, Street-Art-Spaziergang durch Kreuzberg, Vorträge über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des Archivs, Führungen durch die Archiv-Räumlichkeiten und die Ausstellung »Heimat«, Flohmarkt mit 800 CDs, 1.300 Büchern und anderen Objekten aus der Archiv-Sammlung, Konzert mit dem israelischen Punkrock-Duo »Next Attack« und den legendären Berliner Rotzgören »<a href="http://www.myspace.com/stattmatratzen">The Statt Matratzen</a>« und vieles mehr. Für ein großes Angebot an Speisen und Getränken ist selbstverständlich auch gesorgt.</em>«<span id="more-7491"></span></p>
<p>Darüber hinaus wird es vom 23. September bis zum 24. Oktober eine große Benefiz-Auktion auf Ebay geben, bei dem die Archiv-Enthusiasten auch wirklich ihr letztes Hemd versteigern um die benötigte Kohle für die Gründung der Stiftung aufzutreiben. Spontis will auch versuchen zum Tag der offenen Tür zu kommen, die Reisekosten sind schon mal gedeckt, fehlt nur noch ein kostengünstiges Bett für die Nacht in Berlin vom 25.9.2010 auf den 26.09.2010 — ernst gemeinte Angebote können übrigens gerne an robert[at]spontis[dot]de gesendet werden.</p>
<p>Weitere Informationen zur Rettungsaktion findest du in meinem Artikel <a href="http://www.spontis.de/ansichtssache/archiv-der-jugendkulturen-jetzt-retten/">Archiv der Jugendkulturen — Jetzt retten!</a> und selbstverständlich auch der <a href="http://www.jugendkulturen.de/">Seite des Jugendarchivs</a> selbst, sowie tagesaktuelle Geschehnisse auf der <a href="http://www.facebook.com/pages/Archiv-der-Jugendkulturen-Jetzt-retten/116884565025586">Facebook-Seite</a>.<br />
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		<title>This is England &#039;86</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 21:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarzes Netz]]></category>
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		<description><![CDATA[England 1986. Die Weltmeisterschaft im Fußball findet in Mexico statt, die Briten scheiden in einem dramatischen Spiel gegen Argentinien aus, Wham! wollen zum Rand des Himmels und 3,4 Millionen Menschen in Großbritannien sind arbeitslos… 3 Jahre ist es her, das Shane Meadows mit seine Soziokulturelle Drama »This is England« die Skinhead-Bewegung im England der frühen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/tie86c4.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7432];player=img;" title="This is England 86"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-thumbnail wp-image-7434" title="This is England 86" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/tie86c4-e1284152885113-150x75.jpg" alt="" width="150" height="75" /></a>England 1986. Die Weltmeisterschaft im Fußball findet in Mexico statt, die Briten scheiden in einem dramatischen Spiel gegen Argentinien aus, Wham! wollen zum <a href="http://www.myvideo.de/watch/3562523/Wham_The_Edge_of_Heaven">Rand des Himmels</a> und 3,4 Millionen Menschen in Großbritannien sind arbeitslos…</p>
<p>3 Jahre ist es her, das <a href="http://www.shanemeadows.co.uk/">Shane Meadows</a> mit seine Soziokulturelle Drama »This is England« die Skinhead-Bewegung im England der frühen 80er einfing und in beeindruckend authentischen Bildern auf die Leinwand zauberte. Eine Reihe von unverbrauchten Gesichtern der englischen Film– und Serienlandschaft vermochte es, die Charaktere die sich Meadows ausdachte glaubhaft und ehrlich darzustellen, ohne Klischees in die Extreme zu treiben. Der Erfolg des Films inspirierte ihn zu einer Fortsetzung:<span id="more-7432"></span><br />
<a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/tie86groupbig.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7432];player=img;" title="This is England 86 - Gruppenfoto"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-7435" title="This is England 86 - Gruppenfoto" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/09/tie86groupbig-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>»<em>When I finished This Is England, I had a wealth of material and  unused ideas that I felt very keen to take further – audiences seemed to  really respond to the characters we created and out of my longstanding  relationship with Film4 and Channel 4 the idea for a television serial  developed. Not only did I want to take the story of the gang broader and  deeper, I also saw in the experiences of the young in 1986 many  resonances to now – recession, lack of jobs, sense of the world at a  turning point. Whereas the film told part of the story, the TV series  will tell the rest.</em>«</p>
<p>Story? Aus dem kleinen Shaun ist ein Jugendlicher geworden, für den das Ende der Schule in greifbare Nähe gerückt ist. Er merkt das es nun an ihm ist seinen Weg des Lebens zu finden. Seine Freunde <em>Woody</em>, <em>Lol</em>, <em>Smell</em>, <em>Gadget</em> und Meggie sind immer noch um ihn herum, auf der Suche nach der eigenen Liebe, nach Spaß und Arbeit. Ob Woody und Lol endlich heiraten? Wird Shaun seinen Platz im Leben finden?</p>
<p>Die BBC macht zusammen mit <a href="http://www.channel4.com/explore/this-is-england-86/">Channel 4</a> einen vierteiliges TV-Drama mit dem Titel »This is England ’86″ das stark an die Eindrücke des vorangegangenen Films anknüpft und versucht, die Charaktere weiterzuentwickeln. Der erste Eindruck ist gut, bleibt abzuwarten in welcher Form das nach Deutschland schwappt. Momentan kann man sich die erste Episode als Stream anschauen, es ist zwar geoblocked — findige Surfer <a href="http://getfoxyproxy.org/">wissen aber was zu tun ist</a>. Als kleiner Vorgeschmack gibt es auf der Seite vom Regisseur ein paar nette Schnipsel.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=la7diucB_dg">http://www.youtube.com/watch?v=la7diucB_dg</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=la7diucB_dg"><img src="http://img.youtube.com/vi/la7diucB_dg/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iet7W9gFwE8">http://www.youtube.com/watch?v=iet7W9gFwE8</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iet7W9gFwE8"><img src="http://img.youtube.com/vi/iet7W9gFwE8/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>Grufties - Jugendkultur in Schwarz</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 15:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wortkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Grufties]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sisyphusarbeit ist das akribische Analysieren des Gruftie– oder vielleicht besser verständlich Gothic-Stils in all seinen nach außen hin sichtbaren Merkmalen. Zu recht bemängeln Kritiker, das man sich einer Jugendkultur und insbesondere der Gothic-Szene nicht allein von dieser Seite aus näher kann um sie überhaupt als solche zu erfassen und in Ansätzen greifbar zu machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-7010" title="Grufties - Jugendkultur in Schwarz" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/Grufties-Jugendkultur-in-Schwarz-195x300.jpg" alt="" width="156" height="240" />Eine Sisyphusarbeit ist das akribische Analysieren des Gruftie– oder vielleicht besser verständlich Gothic-Stils in all seinen nach außen hin sichtbaren Merkmalen. Zu recht bemängeln Kritiker, das man sich einer Jugendkultur und insbesondere der Gothic-Szene nicht allein von dieser Seite aus näher kann um sie überhaupt als solche zu erfassen und in Ansätzen greifbar zu machen. Man bezweifelt sogar, das dies überhaupt möglich ist.</p>
<p>2000 machen sich Doris Schmidt und Heinz Janalik daran, die bis dahin bekannten Erscheinungs– und Ausdrucksformen der Grufties zu erfassen. Das sie dabei den wesentlichen Kern nicht erreichen ist ihnen bewusst: »<em>Wer als Außenstehender Erkenntnisse über jugendkulturelle Szenen gewinnen will, um Verstehen und Verständnis als Grundlage für humane Koexistenz zu entwickeln, muss in einen vorbehaltlosen und vielseitigen Dialog mit den Repräsentanten der Szene treten, wohl wissend, dass ein Beobachter von außen die von den Jugendlichen gezogenen Grenzen anerkennen muss und deshalb in gewisser Weise immer außerhalb verbleiben wird.</em>«</p>
<p>Bevor im mir das Buch bei Amazon bestellt habe, kam ich nicht daran vorbei, die Kritiken der Leser zu studieren, die sich bis dahin dem Buch genähert haben. Die durchweg schlechten Kritiken ließen mindestens eine Sache erahnen, entweder wurden Erwartungen nicht erfüllt weil das Buch dafür nicht geeignet ist, oder die gestellten Erwartungen waren einfach falsch, wir werden sehen und erfahren warum Brillen die Masken der Grufties sind.<span id="more-7007"></span></p>
<p>In erster Linie geht es in dem Buch um das äußere Erscheinungsbild der Grufties, deren Unterscheidung und Bedeutung einzelner Stilelemente. Die Szene als solche zu erfassen, zu beschreiben und zu analysieren strebt das Werk nicht an. Dafür wird jedoch fein säuberlich auseinandergelegt, was die Gruftieszene und die Untergruppierungen (Wave, Romantic, SM-Stil und Normal-Stil) ausmacht, woraus ihr Look besteht, welche Accessoires man verwendet, welche Frisuren man sich macht und wie das Make-Up getragen wird. Wenn man so möchte ist das Buch ein ultimativer »Wie muss ich mich anziehen um gruftig zu sein?« Leitfaden, der nicht viel auslässt — wenn man sich am Erscheinungsjahr 2000 orientiert.</p>
<p>Die Eckwerte des Buches sind ernüchternd. Für rund 15€ (<a href="http://www.amazon.de/Grufties-Jugendkultur-Schwarz-Doris-Schmidt/dp/3896763423">Amazon</a>) erhält man ein 126 Seiten umfassendes Werk, das sich gespickt mit unzähligen Quellen und Bildern in schlechter Qualität einem Thema nähert, was eine starke emotionale Komponente besitzt, die in dem Buch als solche gar nicht zum tragen kommt. Es bleibt eine sachliche Aufzählung dessen, was 2000 das Gruftie Dasein ausmachte, das mitunter in übertriebene Detailverliebtheit ausartet. Ich möchte als stellvertretendes Beispiel für den Stil des Buches, seinen Informationsgehalt und die stellenweise Absurdität ein Kapitel über die Sonnenbrillen zitieren:</p>
<blockquote><p><strong>10.3 Brillen</strong> - Etliche Grufties beiderlei Geschlechts schmücken wie ihre Vorläufergruppe der New Waver ihr Gesicht mit dunklen Brillen. Solche Brillen mit dunklen Gläsern dienen üblicherweise als Sonnenbrille dem Schutz vor UV-Strahlen und werden seit den 50er Jahren als modisches Accessoire mit vielfarbigen Fassungen getragen. Neben ihrer Schutzfunktion haben Brillen mit dunklen Gläsern zuweilen auch die Funktion, den Träger oder die Trägerin vor den Blicken anderer zu schützen [...].</p>
<p>Solcherart verwendete Brillen sind letztlich Masken, die den Träger oder die Trägerin unkenntlich machen und manchmal auch Distanz schaffen sollen. Sie verweisen damit auf die Masken im 16. und 17. Jahrhundert. Damals wurden von der Stirn bis zur Nase reichende Halbmasken aus schwarzem Samt oder aus Seide getragen. Sie hatten ursprünglich ebenfalls eine Schutzfunktion, nämlich den Teint gegen die Witterung zu schützen. Im 17. Jahrhundert bekam diese Halbmaske, die sog. <em>Chanez</em> eine andere Funktion. Sie wurden von beiden Geschlechtern benutzt, um unerkannt zu bleiben. Diese Absicht, Identität zu verbergen oder eine andere Identität zu verkörpern und für diese Aufmerksamkeit zu erregen, steht hinter den Glanzmasken der griechischen Schauspieler in der Antike und kann noch heute beim Karneval in Venedig identifiziert werden.</p>
<p>Auch Grufties eröffnen sich mit ihren dunklen Brillen die Möglichkeit, einerseits in auffälliger Weise unerkannt zu bleiben. Andererseits provozieren sie mit diesem Accessoire die Neugier des Betrachters und wecken dessen Interesse am Träger.</p></blockquote>
<p>Faszinierend. Zwischen dem Gefühl aus Oberflächlichkeit, Geschichte und Absurdität steckt ein Funke von dem wofür sich dieses Buch letztendlich dann doch eignet. Für Hintergrundwissen über den eigenen Stil und das konsequente Verfolgen geschichtlicher Ansätze — von der Einrichtung der schwarzen Wohnung, die Unterscheidung grundsätzlicher Äußerlichkeiten bis hin zu Sonnenbrillen. Wer wissen will, warum Grufties spitze Schuhe tragen ist hier richtig, wer wissen will was hinter der Szene steckt, was Menschen dazu bewegt und warum es für manche über einen einfachen Kleidungsstil hinausgeht, ist hier falsch aufgehoben. Kauftipp? Fehlanzeige.</p>
<p>Bewertung: ★★☆☆☆☆ <br />
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		<title>Archiv der Jugendkulturen: Szene trifft Forschung</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 14:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichtssache]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv der Jugendkulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Jugendkulturen sind der Spiegel der Gesellschaft und der zeigt bekanntlich immer wieder ein anderes Bild. Sie sind immer schon Quelle innovativer Denkansätze gewesen und zeigen Weltanschauungen, denen man selbst als Erwachsener treu bleibt. Ein anderer Weg sich zu kleiden und Musik abseits des Mainstream sind typische Identifikationsmerkmale. Viele Studenten intensivieren ihre Szene Zugehörigkeit während des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/Szene-trifft-Forschung.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6540];player=img;" title="Szene trifft Forschung"><img class="alignleft size-medium wp-image-6541" style="float: left;;  float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;" title="Szene trifft Forschung" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/Szene-trifft-Forschung-149x300.jpg" alt="Szene trifft Forschung" width="119" height="240" /></a>Jugendkulturen sind der Spiegel der Gesellschaft und der zeigt bekanntlich immer wieder ein anderes Bild. Sie sind immer schon Quelle innovativer Denkansätze gewesen und zeigen Weltanschauungen, denen man selbst als Erwachsener treu bleibt. Ein anderer Weg sich zu kleiden und Musik abseits des Mainstream sind typische Identifikationsmerkmale.</p>
<p>Viele Studenten intensivieren ihre Szene Zugehörigkeit während des Studiums und machen diese auch — je nach Studienrichtung — zum Thema ihrer Arbeiten in dem sie wissenschaftliche Abhandlungen schreiben, Dissertationen verfassen oder auch Diplom– oder Magisterarbeiten darüber verfassen. Doch was nützen alle diese Gedanken wenn die keine Plattform finden auf denen sie verbreitet werden? Die meisten Arbeiten werden von Professoren und Gutachtern gelesen und verstauben danach in den Kammern der Universitäten.</p>
<p>Gestern kam eine Mail des Archivs der Jugendkulturen, die sich genau mit diesem Problem beschäftigt und die ich einfach aufgreifen möchte, weil ich die Idee dahinter einfach gut finde und neugierig bin, wie andere unter wissenschaftlichen Vorzeichen über die Szene denken.</p>
<p><strong>Auszug aus der Pressemitteilung des <a href="http://jugendkulturen.de">Archivs der Jugendkulturen</a>:<br />
</strong></p>
<p><em>Das Berliner Archiv der Jugendkulturen veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden,     wenn sie Jugendszenen erforschen - und zahlt den jungen ForscherInnen sogar 2.000 Euro Honorar.<span id="more-6540"></span></em></p>
<p>Alljährlich     entstehen Hunderte von Diplom-, Master–     und anderen wissenschaftlichen Arbeiten, die zumeist nur von zwei     Gutachtern gelesen werden und dann für immer unbeachtet in den     Asservatenkammern der Hochschulen verschwinden. Dabei enthalten viele     dieser Arbeiten neues Wissen, interessante Denkmodelle, genaue Feldstudien.     Das Archiv der Jugendkulturen, Fachbibliothek und Forschungsinstitut     zugleich zu allen Fragen rund um Jugendszenen und –kulturen, hat deshalb     damit begonnen, wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Jugend zu sammeln und     öffentlich zugänglich zu machen. Mehr     als 400 solcher Arbeiten enthält die Präsenzbibliothek des Archivs     inzwischen - <strong>für jedermann kostenlos und frei zugänglich</strong>. […]</p>
<p>Bislang umfasst <a href="http://jugendkulturen.de/home/wissenschaftliche-reihe">die Wissenschaftliche Reihe</a> sechs Bände. Das Spektrum der vertretenen Fachbereiche reicht von Pädagogik bis     zur Germanistik mit einem breiten Mittelfeld     im sozialwissenschaftlichen Bereich. Für die Zukunft plant Klaus Farin, Leiter der archiveigenen Archiv der     Jugendkulturen Verlag KG, die Reihe weiter auszubauen. »Wir wollen Studierende anregen, sich mit Jugendkulturen zu beschäftigen«, so     Farin. »Denn bei der Erforschung von Jugendkulturen gibt es oft noch     große Defizite. Die etablierte Forschung vernachlässigt diesen Bereich sträflich.«</p>
<p>Die eingereichten Arbeiten werden von fachkundigen     GutachterInnen gelesen und vor der Veröffentlichung professionell     lektoriert. Da pro Jahr von 20 - 25 eingereichten Arbeiten im Schnitt     nur zwei bis drei veröffentlicht werden, kann bereits die Aufnahme in den     Verlagskatalog als Auszeichnung verstanden werden. Doch für die AutorInnen     lohnt sich die Veröffentlichung auch materiell. Klaus      Farin: »Wir sind keiner dieser Verlage, die von     ihren AutorInnen Druckkostenzuschüsse verlangen. Im Gegenteil: AutorInnen,     deren Arbeiten wir in unserer Wissenschaftlichen Reihe veröffentlichen,     erhalten bereits für die Erstauflage ein Garantiehonorar von 2.000     Euro!«</p>
<p>Hier gibt es übrigens <a href="http://jugendkulturen.de/images/stories/archiv/pdfs/wiss-Reihe-Archiv-der-Jugendkulturen.pdf">den Flyer als PDF</a> zum ausdrucken.<br />
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		<title>Klaus Farin: Männer sammeln Platten, Frauen hören sie</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 15:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Farin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie aufmerksame Leser meines Blogs bereits beobachtet haben dürften, verlinke ich schon seit geraumer Zeit auf das Archiv der Jugendkulturen e.V. in Berlin, die ich durch meine Mitgliedschaft unterstütze und so natürlich auch von den dazugehörigen kostenlosen Publikationen und Recherchemöglichkeiten profitiere. »Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e. V. existiert seit 1998 und sammelt – als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/selbstausloeser_artikel_teaser_klaus.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6233];player=img;" title="Selbstauslöser Klaus Farin"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6234" style="float: left;;  float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;" title="Selbstauslöser Klaus Farin" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/selbstausloeser_artikel_teaser_klaus-150x84.jpg" alt="" width="150" height="84" /></a>Wie aufmerksame Leser meines Blogs bereits beobachtet haben dürften, verlinke ich schon seit geraumer Zeit auf das <a href="http://www.spreeblick.com/2010/04/30/selbstausloser-13-archiv-der-jugendkulturen-mit-klaus-farin/">Archiv der Jugendkulturen e.V</a>. in Berlin, die ich durch meine Mitgliedschaft unterstütze und so natürlich auch von den dazugehörigen kostenlosen Publikationen und Recherchemöglichkeiten profitiere. »<em>Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e. V. existiert seit 1998 und  sammelt – als einzige Einrichtung dieser Art in Europa – authentische  Zeugnisse aus den Jugendkulturen selbst (Fanzines, Flyer, Musik etc.),  aber auch wissenschaftliche Arbeiten, Medienberichte etc., und stellt  diese der Öffentlichkeit in seiner Präsenzbibliothek kostenfrei zur  Verfügung.</em>« Klaus Farin, den man liebevoll Chef getauft hat, ist jetzt in einer Ausgabe des <a href="http://www.spreeblick.com/2010/04/30/selbstausloser-13-archiv-der-jugendkulturen-mit-klaus-farin/">Selbstauslösers auf Spreeblick</a> aufgetaucht und erzählt vom Archiv und der Arbeit und ist berichtet damit anschaulicher über das Archiv, als es das geschriebene Wort überhaupt vermag. Wem auf dem Bild nur ein obskurer und wunderlicher alter Mann auffällt, sollte sich die Zeit nehmen zu betrachten, was dahinter steckt. »<em>Männer sammeln Platten, Frauen hören sie</em>.«<span id="more-6233"></span></p>
<blockquote><p>Klaus Farin ist seit seiner frühesten Jugend begeisterter Sammler, nicht nur  obskurer Punkplatten, sondern auch der zugehörigen Fanzines. Über die  Jahre hat der Autor und Journalist quasi nebenbei eine einzigartige  Fachsammlung aufgebaut, deren Umfang unaufhörlich heran wuchs. Als er  nur noch mit der Verwaltung und dem Verleih seiner raren Schriften  beschäftigt war und sie sie aus diesem Grund an Universitäten abgeben  wollte, traf Klaus nur auf Unverständnis und entschloss sich, entgegen  seiner ursprünglichen Absicht, die Hefte nicht ihrem Schicksal zu  überlassen, sondern ihnen ein eigenes Archiv zu widmen. Und wie das  heute, 12 Jahre später aussieht, erzählt Klaus, Gründer und Leiter des Archives der Jugendkulturen,  dem Selbstauslöser. (Quelle: <a href="http://www.spreeblick.com/2010/04/30/selbstausloser-13-archiv-der-jugendkulturen-mit-klaus-farin/">Spreeblick</a>)</p></blockquote>
<p>Mit <a href="http://www.spontis.de/auseinandergesetzt/druckerschwarze/klaus-farin-uber-die-jugend/">einigen</a> <a href="http://www.spontis.de/auseinandergesetzt/druckerschwarze/klaus-farin-uber-die-jugend/">Werken</a> aus dem Archiv habe ich mich ja bereits eingehender beschäftigt, die Rezensionen für <em>Die Gothics</em>, <em>50 Jahre Bravo</em> oder auch <em>Keine Zukunft war gestern</em> stehen noch aus, ebenso wie ein Besuch des Archivs in Berlin. Ich darf behaupten, der Mann kennt sich mit Jugendkulturen aus und weiß auch darüber zu erzählen — das kommt immer wieder in den Bücher rüber, an denen er mitgearbeitet hat.  Das Archiv engagiert sich darüber hinaus in zahlreichen Projekten auch für die Förderung des Jugendverständnisses, betreibt Aufklärung an Schulen und anderen Pädagogischen Einrichtungen. &lt;werbung&gt;Für 48€ im Jahr unterstützt man nicht nur eine gute Sache, sondern erhält darüber hinaus noch 2 Publikationen des Archivs im Jahr kostenlos nach Hause. Unterstützenswert finde ich das jedenfalls und würde mich freuen, wenn der ein oder andere das auch so sieht.&lt;/werbung&gt;</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PVhGsl5lzoY">http://www.youtube.com/watch?v=PVhGsl5lzoY</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PVhGsl5lzoY"><img src="http://img.youtube.com/vi/PVhGsl5lzoY/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>ZDF Doku: Schwarz vor Augen</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 17:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dunkle Vergangenheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Vergleiche ich die Medienberichte über die Gothic-Szene der letzten 20 Jahre vor dem geistigen Auge, fällt mir auf, das die Skepsis und Ablehnung einer Art von Aufmerksamkeit und Akzeptanz gewichen ist, die zwar immer gewünscht wurde, aber letztendlich die Szene ihrer Grundlage beraubt. Auf dem ZDF Infokanal gab es 2009 eine Minireihe zu den Jugendkulturen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/069927063038-render-Y2-00.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5335];player=img;" title="ZDF Jugendkultur"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-5336" title="ZDF Jugendkultur" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/069927063038-render-Y2-00-300x110.jpg" alt="" width="300" height="110" /></a>Vergleiche ich die Medienberichte über die Gothic-Szene der letzten 20 Jahre vor dem geistigen Auge, fällt mir auf, das die Skepsis und Ablehnung einer Art von Aufmerksamkeit und Akzeptanz gewichen ist, die zwar immer gewünscht wurde, aber letztendlich die Szene ihrer Grundlage beraubt. Auf dem <a href="http://infokanal.zdf.de/">ZDF Infokanal</a> gab es 2009 eine Minireihe zu den Jugendkulturen in Deutschland, in der man sich den größten Jugendkulturen widmet und diese versucht darzustellen. In dem Bericht Schwarz vor Augen geht es um die Gothic-Szene. Grund genug, einen Blick darauf zu werfen.</p>
<p>Gleich das erste Statement der Szene beschreibt eigentlich das Vordergründige Problem: »<em>Die Gothic-Szene ist nach wie vor eine der häufigsten missverstandenen Jugendkulturen. Szene-Anhänger erfahren immer wieder Diskriminierungen und werden fälschlich mit Vorurteilen wie Todessehnsucht oder Satanismus konfrontiert.</em>« Aber das gilt nicht nur für die breite Öffentlichkeit, sondern auch für die Medien. Denn hier wird das mittlerweile akzeptierte Verhalten der Lächerlichkeit preisgegeben in dem man die Sensationsgeilheit der Menschen befriedigt, jedenfalls bei den privaten Sendern. Ob es die öffentlich-rechtlichen meiner Meinung nach besser machen und ihren Bildungsauftrag erfüllen, wird sich herausstellen. »<em>Die Szene entstand Anfang der 1980er Jahre aus dem Post-Punk und New-Wave Umfeld. Zu den ersten Szene-Bands gehörten »The Cure« und »Siouxsie and the Banshees«.</em>« Wenn man so möchte, stimmt das natürlich. Hier zitiert man eigentlich nur die Presse, die seinerzeit den Begriff Gothic erst schuf und Bands der Zeit dieser Kategorie einfach zuordneten. Die Wahrheit ist das natürlich nicht.<span id="more-5335"></span></p>
<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/jesus_on_extasy.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5335];player=img;" title="jesus_on_extasy"><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright size-medium wp-image-5337" title="jesus_on_extasy" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/01/jesus_on_extasy-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Nach der Einführung in die Werte der Szene von heute braucht man natürlich Protagonisten, die aus der grauen Theorie des Redaktionsalltags eine bunte, in diesem Fall schwarze, mehr praktische Darstellung machen. Zunächst bedient man sich der Band Jesus on Extasy: »<em>Eine der aufstrebenden Industrial-Bands sind <strong>Jesus on Extasy</strong>.</em>« Industrial? Nein, das geht nun wirklich nicht. Industrial hat mit der »Musik« der vorgestellten Band überhaupt nichts zu tun. Fatal an der ganzen Sache ist, das sich die Band wirklich so sieht, auf ihrem MySpace Profil heißt es: »<em>Industrial, ursprünglich die Musik des Maschinenzeitalters war ihrer Ansicht nach mit dem Ende der Schwerindustrie Makulatur</em>.« Musik des Maschinenzeitalters? Irgendwie wird hier etwas durcheinander gewürfelt, denn nur weil die ursprünglich experimentelle Musik sich Geräusche und Klänge von Maschinen und Metall zu eigen machten, hat das mit dem Maschinenzeitalter noch nichts zu tun. Die Industrialisierung, auf die hier vielleicht angespielt wird, ist ein Phänomen, das die Mitte des 18. Jahrhunderts aufkommende Massenproduktion in Fabriken und großen Produktionsstätten beschreibt. Im Profil heißt es weiter: »<em>Die Zeit war reif für eine Musik, die den gerade im Ruhrgebiet spürbaren Verfall mit euphorisierenden Elementen verknüpfen sollte: für den von JESUS ON EXTASY dargereichten hedonistischen Mix aus Post-Industrial– und Glam-Rock.</em>« Gut, die Band sieht sich also im »Post-Industrial« gut aufgehoben. Für mich ist das eher angedunkelter Rock mit Elementen aus Synthpop und Techno, eine Verwandschaft zum Glam-Rock kann ich nicht ganz von der Hand weisen.</p>
<p>Aber ich schweife ab. Wir verfolgen die Kurzdoku weiter und stoßen auf: »<em>Wie so viele andere Jugendkulturen, so wurde auch die Gothic-Szene verkommerzialisiert.</em>« Der Satz ist kurz, knackig und richtig. Der 25 jährige Soldat <strong>Alexander Diffenhard</strong> tauscht das Soldatensein am Wochenende gegen ein aktuelles Gothic-Outfit und die liebevoll von Freundin Jenny eingerichtete Wohnung quillt nur so über vor »Szenetypischen Merkmalen«, selbst ein Toaster, der Totenköpfe auf die Brotscheiben brennt, ist vorhanden. Aber gut, jedem das seine. Das Ende der Doku wirft Fragen auf :»<em>Auch wenn viele Gothics den Normalbürger mit ihrem Outfit provozieren, so putzen sie sich vordergründig für sich selbst heraus […] Sie lieben es einfach nur abzutanzen — trotz aller Schwarzmalerei.</em>«  Das war mal anders und sollte vielleicht auch anders sein. Das Element der Provokation ist eigentlich eine Grundintention der Szene, die sich heute darauf reduziert Szeneinterne Schönheitswettbewerbe zu gewinnen. Ästhetik wird mit Posen verwechselt, Gothic ist als Spaßkultur etabliert.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Die Berichte sind allgemeingültiger und oberflächlicher geworden und kleiden sich nicht weiter mit Klischee’s und Übertreibungen. Es wirkt manchmal so, als würde es einen Gothic-Leitfaden für Journalisten und Redakteure geben, den man verwendet und sich so in Globalisierungen verstrickt ohne auch nur den ernsthaften Versuch zu wagen, eine Szene zu erklären. Vielleicht findet sich ja eines Tages jemand, der engagiert und neugierig eine Szene durchleuchtet ohne dabei alles nur noch »auf das wesentliche« zu reduzieren.</p>
<p><em>Die hier vorgestellten Videos sind leider nicht mehr verfügbar, wer noch eine Sicherungskopie davon hat, möge sich melden!</em></p>
<h6>(Quellen: <a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,7302616,00.html?dr=1">Schwarz vor Augen</a>, JugendKULTur beim ZDF Infokanal, Bildquelle: <a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7304047,00.html">ZDF Infokanal — Jugendkultur</a>, <a href="http://www.jesusonextasy.com/joe/">Jesus on Extasy Homepage</a>)</h6>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 230px; width: 1px; height: 1px;">http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,7302616,00.html?dr=1</div>
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