Eine Sisyphusarbeit ist das akribische Analysieren des Gruftie– oder vielleicht besser verständlich Gothic-Stils in all seinen nach außen hin sichtbaren Merkmalen. Zu recht bemängeln Kritiker, das man sich einer Jugendkultur und insbesondere der Gothic-Szene nicht allein von dieser Seite aus näher kann um sie überhaupt als solche zu erfassen und in Ansätzen greifbar zu machen. Man bezweifelt sogar, das dies überhaupt möglich ist.
2000 machen sich Doris Schmidt und Heinz Janalik daran, die bis dahin bekannten Erscheinungs– und Ausdrucksformen der Grufties zu erfassen. Das sie dabei den wesentlichen Kern nicht erreichen ist ihnen bewusst: „Wer als Außenstehender Erkenntnisse über jugendkulturelle Szenen gewinnen will, um Verstehen und Verständnis als Grundlage für humane Koexistenz zu entwickeln, muss in einen vorbehaltlosen und vielseitigen Dialog mit den Repräsentanten der Szene treten, wohl wissend, dass ein Beobachter von außen die von den Jugendlichen gezogenen Grenzen anerkennen muss und deshalb in gewisser Weise immer außerhalb verbleiben wird.”
Bevor im mir das Buch bei Amazon bestellt habe, kam ich nicht daran vorbei, die Kritiken der Leser zu studieren, die sich bis dahin dem Buch genähert haben. Die durchweg schlechten Kritiken ließen mindestens eine Sache erahnen, entweder wurden Erwartungen nicht erfüllt weil das Buch dafür nicht geeignet ist, oder die gestellten Erwartungen waren einfach falsch, wir werden sehen und erfahren warum Brillen die Masken der Grufties sind. Den ganzen Artikel lesen… »



