In San Francisco fand am ersten April Wochenende die 25. Jubiläumsausgabe der WonderCon statt, einer riesigen Convention auf der alles rund um Comics, Science Fiction und Filmhelden gefeiert wurde. Doch nicht nur die Ausstellungen, die Möglichkeit seine bevorzugten Autoren zu treffen oder massenweise Artikel zu kaufen ist das Sehenswerte, sondern vor allem die Fans, die Cosplayer genannt werden, sind das eigentlich Highlight dieser Veranstaltung. Hier werden keine Kosten und vor allem Mühen gescheut, es seinem Idol in Sachen Outfit gleichzutun.
Darth Vader, Spiderman, Superman, Batgirl, Stormtrooper, The Crow, The Green Irgendwas, R2D2, Imperiale Kämpfer, Wikinger, Wölfe, Aliens mit Zähnen, Zombies, Morlocks, Xenas… Alle sind sie gekommen.
Wer das jedoch für einen simplen Karneval der Eitelkeiten hält, betrachtet das ganze wohl möglich zu oberflächlich. Denn nicht selten stecken Leidenschaft und ein Stück Lebensweise dahinter, die man spürt, wenn man sich mal die Mühe macht, einen Maskierten kennen zu lernen. Wer möchte, dem lege ich an dieser Stelle Schattendings und Schatten (was für ein Zufall) mit ihren Blogs ans Herz, die sich auch in dieser Szene versuchen und sicherlich für eingehende Fragen Rede und Antwort stehen.
Letztendlich ist es ihnen aber egal was die breite Masse über ihren Individualismus denkt und das ist auch gut so.
Ich beschränke mich darauf zu zeigen, was alles noch über dem Tellerrand der eigenen Szene liegt und wie vielfältig sich die Spielarten der Selbstverwirklichung überschneiden und ergänzen. Eine Reihe von Videos, die Mark Day in großartiger Weise gedreht, zusammengefasst und unterlegt hat, gibt es bei YouTube zu sehen: Den ganzen Artikel lesen… »



Eine Sisyphusarbeit ist das akribische Analysieren des Gruftie– oder vielleicht besser verständlich Gothic-Stils in all seinen nach außen hin sichtbaren Merkmalen. Zu recht bemängeln Kritiker, das man sich einer Jugendkultur und insbesondere der Gothic-Szene nicht allein von dieser Seite aus näher kann um sie überhaupt als solche zu erfassen und in Ansätzen greifbar zu machen. Man bezweifelt sogar, das dies überhaupt möglich ist.




