Das Archiv der Jugendkulturen hat eine turbulente Zeit hinter sich. Zum Ende des Jahres 2010 hat es so ausgesehen, als müsste das Archiv seine Pforten schließen, da es fernab von jedweder staatlicher Unterstützung nicht mehr in der Lage war, die monatlichen Kosten der Einrichtung zu decken. Eine ehrgeizige Spendenaktion wurde ins Leben gerufen, um das Archiv in eine Stiftung zu überführen. Nur so lässt sich das Archiv langfristig sichern, da es so wesentlich besser gefördert werden kann. Zahlreiche Prominente unterstützten die Aktion und dennoch ist es den zahlreichen Spendern zu verdanken, das bis zum 31. Oktober 2010 rund 100.000 Euro zusammengekommen sind. Das Archiv ist gerettet (vorerst) und hat 2011 die Stiftung Respekt! gegründet. Damit ist die Arbeit zunächst gesichert und dennoch bedarf es dauerhafter Unterstützung und Spenden, um den zahlreichen Projekten und Aktionen einen finanziellen Nährboden zu bieten.
Frucht dieser Arbeit ist beispielsweise das Journal der Jugendkulturen, das jüngst zum 17. mal erschienen ist. Einer der Schwerpunkte dieser Ausgabe ist der geschlechtsspezifische Aspekt von Jugendkulturen, die im Editorial passend als »Jungenkulturen« bezeichnet werden. Noch immer sind die meisten Jugendkulturen männlich dominiert, an der die Emanzipation offenbar spurlos vorbeigezogen ist. Auch die Gothic-Szene, in der nach meiner persönlichen Einschätzung immer ein funktionierendes Gleichgewicht der Geschlechter herrschte, droht deutlich in eine männlich orientierte Richtung zu kippen. Nicht zuletzt, weil körperlich-männlich orientierte Musikrichtungen wie EBM, Cyber, Techno oder (Neo-)Industrial verstärkt den schwarzen Schirm gepresst werden. Den ganzen Artikel lesen… »





Ich bin bekennender Mediathek Nutzer. Fast alle öffentlich-rechtlichen und privaten Sender führen eine Mediathek, in der man meist für einige Tage oder Wochen die Inhalte aus dem Fernsehen erneut abrufen kann, ganz »bequem« vom Bildschirm aus. Ganz bequem? Eigentlich ist das Sofa doch viel bequemer, oder? Selbstverständlich. Aber ich finde es ist zu bequem, denn regelmäßig schlafe ich dann während des Fernsehens ein. Zunächst fängt alles ganz informativ im sitzen an, dann wandern die Beine auf die Liegefläche weil es ja ein wenig fröstelt und letztendlich rutscht der Oberkörper erst unmerklich und dann immer bestimmter in eine ebenfalls liegende Position. Jetzt kann man die Uhr stellen, denn Ruck-Zuck sind die Augen geschlossen.


