22 Januar

Spontis Wochenschau #2/12

Kategorie: Wochenschau3 Kommentare

Spontis WochenschauAls ich in der Schule war, began­nen meine Augen damit, ihren eige­nen Weg zu gehen. Ihnen fehlte es plötz­lich an Weit­sicht und nah­men ihre Umwelt sehr kurz­sich­tig wahr. Ein auf­merk­same Leh­re­rin emp­fahl mei­nen Eltern, mit mir zum Opti­ker zu gehen, um eine Brille zu besor­gen. Ich habe wohl immer die Augen geknif­fen, um noch zu erken­nen, was auf der Tafel steht. Die Not­wen­dig­keit eine Brille zu tra­gen, ist so eine Fami­li­en­sa­che. Meine Mut­ter, mein Vater und meine Schwes­ter waren auf die Seh­hilfe ange­wie­sen, ich kenne es gar nicht anders. Meine 8 Jahre ältere Schwes­ter ent­deckte in den spä­ten 80ern die Kon­takt­lin­sen für sich. Ich beob­ach­tete sie immer dabei, wie sie die har­ten Lin­sen ein­setzte und her­aus­nahm, sie akri­bisch rei­nigte und Nachts immer eine Brille auf dem Nacht­tisch gelegt hatte, um am frü­hen Mor­gen nicht vor irgend­eine Tür zu lau­fen. Kon­takt­lin­sen kamen für mich nicht in Frage, das war mir viel zu läs­tig und bei 1 Diop­trie auch nicht wirk­lich nötig. Rund 25 Jahre spä­ter trage ich sel­ber Kon­takt­lin­sen. Neuste Gene­ra­tion. Ich muss sie Nachts nicht her­aus­neh­men, kann damit schla­fen, baden und tan­zen und bekomme jeden Monat ein paar fri­sche. Anfangs habe ich mor­gens noch die Brille auf­ge­setzt und mich gewun­dert, warum ich damit so schlecht sehe, heute liegt auf allen Brille eine dünne Staub­schicht. Bril­len machen den Men­schen nicht intel­li­gen­ter, son­dern zei­gen, wie Gewohn­hei­ten funk­tio­nie­ren. Erst stört es, dann gewöhnt man sich daran und irgend­wann ist es ein Teil des Lebens, in dem der Ver­zicht auf die Brille unge­wohnt erscheint. Man steht vor dem Spie­gel und fin­det sich mit Brille intel­li­gen­ter, als ohne.  Damit ihr die Weit­sicht nicht ver­liert, hier die Wochen­schau: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 Dezember

Spontis Wochenschau #25/11

Kategorie: Wochenschau1 Kommentar

Spontis WochenschauEinige Wochen sind ver­gan­gen, seit ich die letzte Wochen­schau ver­öf­fent­licht habe. Und den­noch ist meine Liste von Ver­wei­sen über­schau­bar geblie­ben. Ich habe den Ein­druck, dass sich eine digi­tale Stille breit­macht, kurz vor dem Jah­res­wech­sel und dem besinn­li­chen Fest scheint man sich noch ein letz­tes mal dem Stress des All­tags hin­zu­ge­ben. Vor­be­rei­tete haben bereits jetzt alle Geschenke besorgt, Back­zu­ta­ten ein­ge­kauft und die Rezepte für das Weih­nachts­es­sen bereit­ge­legt. Die ande­ren, die mit dem Fest so rein gar nichts anfan­gen kön­nen, ver­ste­cken sich vor dem Kon­sum­ter­ror, der ewig dudeln­den Weih­nachts­mu­sik und der auf­ge­setz­ten Besinn­lich­keit. Ich schwebe irgendwo dazwi­schen, ver­mut­lich habe ich mich mit der Tat­sa­che abge­fun­den, dass Weih­nach­ten nun mal so gefei­ert wird, werde mich aber davor hüten ein Baum mit Kugeln zu behän­gen oder lus­tige Weih­nachts­män­ner auf­zu­stel­len. Ich schätze die Zeit der Ruhe, die Zeit mit der Fami­lie und Freun­den und die Zeit mit sich selbst. Die meis­ten müs­sen nicht arbei­ten und nut­zen die Gele­gen­heit, auch weite Ent­fer­nun­gen zu über­brü­cken, um sich im Kreise sei­ner Fami­lie oder sei­ner Freunde zu bewe­gen. Schade, dass das außer­halb die­ser Zeit so schwie­rig gewor­den ist. Und damit ihr euch beim kli­cken zwi­schen mög­li­chen Geschen­ken eine Pause gönnt, hier ein paar Weih­nachts­freie Links. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Mai

19.05.1980: Joy Division Tour Canceled

Kategorie: Schwarze Szene2 Kommentare

Joy Division LogoHeute hätte ihr gro­ßer Tag wer­den sol­len. Ber­nard, Peter und Ste­phen spra­chen eigent­lich seit Wochen von nichts ande­rem mehr. Die Flüge waren gebucht, die ers­ten Tour durch Ame­rika war geplant, es hätte der Durch­bruch für die Band von der Insel wer­den kön­nen. Ian war sehr still gewor­den. Seine Bezie­hung zu Debo­rah hatte seit der Affäre mit der Jour­na­lis­tin gelit­ten, im Früh­jahr 80 sah Debo­rah sich gezwun­gen, die Schei­dung ein­zu­rei­chen, Ian schien nicht mehr in der Lage den treu­sor­gen­den Ehe­mann zu mimen, er war inner­lich zerrissen.

Seine Anfälle häuf­ten sich wie­der. Alles hatte er ver­sucht, seine Ehe­frau umzu­stim­men, doch alle Bemü­hun­gen schie­nen erfolg­los. Wie eine Vision musste ihm sein Lied »Love will tear us Apart« vor­kom­men, das er im Novem­ber 79 schrieb um seine Gefühle für seine Frau auszudrücken.

Weinst du nachts im Schlaf, wenn du von all meinen Fehler träumst?
Es ist, als ob ich fast schmecken könnte, wie die Verzweiflung wächst.
Kann es sein, dass etwas so Gutes einfach aufhört zu funktionieren,
wenn die Liebe, die Liebe uns wieder auseinanderreißen wird?

Jetzt, wo Debo­rah sich offi­zi­ell von ihm getrennt hat, ver­öf­fent­licht er mit Joy Divi­sion den Song, der ihn für immer in Stein mei­ßeln sollte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Februar

Popkultur in Plastik: Madness trifft Joy Division

Kategorie: Schwarzes Netz4 Kommentare

Als Kind männ­li­cher Natur kam man zu mei­ner Zeit schnell mit dem Phä­no­men Lego in Berüh­rung. Da wur­den Stra­ßen gebaut, Städte geplant und tech­ni­sche Meis­ter­werke voll­bracht. Eine Reihe von Links haben eine inter­es­sante Ver­bin­dung geschaf­fen. Pop­kul­tur in Plas­tik. Zunächst bin ich bei Spe­cky­boy über eine Samm­lung von 30 Alben gestol­pert, die lie­be­voll und krea­tiv in Lego insze­niert wur­den. Das Madness-Album, das ich hier bei­spiel­haft für die groß­ar­tige Samm­lung prä­sen­tiere, ist in mehr­fa­cher Hin­sicht eines der bes­ten. Das ent­hal­tene Stück »Night­boat to Cairo« ist aktu­el­ler denn je und es steht stell­ver­tre­tend für die spä­ten Aus­läu­fer einer Jugend­kul­tur. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Januar

Spontis Wochenschau #3/11

Kategorie: Wochenschau7 Kommentare

Spontis WochenschauAuf­merk­sa­men Lesern, die sich natür­lich den gan­zen Tag hier her­um­trei­ben, dürfte es nicht ent­gan­gen sein. Am Wochen­ende ist dem Blog einige Male die Nase aus dem Gesicht gefal­len. Aus­lö­ser war ein Kon­flikt zwi­schen einem Plu­gin und dem ein­ge­bau­ten Java­script, die sich nicht ganz über ihre Auf­ga­ben im kla­ren gewe­sen sind. Da es mir unmög­lich erschien die Streit­hähne zu har­mo­ni­sie­ren, habe ich kur­zer­hand beide gefeu­ert und mich um andere Lösun­gen bemüht. Davon erzähle ich aber ein ande­res mal, ich hoffe das jetzt wie­der alles funk­tio­niert — wenn nicht benut­zen groß­ar­tige Besu­cher die Kontaktmöglichkeit.

Erst die Arbeit dann das Ver­gnü­gen. Wäh­rend mei­ner unfrei­wil­li­gen Hausmeister-Tätigkeit im Blog hatte ich dann noch aus­rei­chend Gele­gen­heit bei hei­ßem Tee, Salz­stan­gen und einer fla­ckern­den Kerze mei­nen Fee­dre­a­der zu begut­ach­ten um fest­zu­stel­len, das Ihr es wie­der ohne mich gemacht habt: Guten Con­tent pro­du­ziert. Gibt’s ja gar nicht!  Hier die dritte Wochen­schau 2011: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 Dezember

Ohne Worte: Joy Division - Plusminus

Joy Division Plus Minus

Erin­nert ihr euch? Plu­sar CP1919 auf dem neuen Album Plus­mi­nus (+-) : Der Joy Divi­sion Aus­ver­kauf ist aus­ver­kauft.


4 November

Spontis Wochenschau #35

Spontis WochenschauEin schö­nes Wochen­ende. Mein US-Amerikanischer Cou­sin war zu Besuch bei uns ein­quar­tiert und bestimmte durch zahl­rei­che Dis­kus­sio­nen und gemein­same Aus­flüge den Tages­ab­lauf. Einen ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag nut­zen wir, um uns hier in Mön­chen­glad­bach umzu­se­hen die zwar nicht für ihren metro­po­len Charme bekannt ist, aber durch das Allein­stel­lungs­merk­mal des ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tags im Umkreis gut besucht war. »Like Man­hat­tan in Rush Hour, just a little bit slo­wer.«, kom­men­tierte Cou­sin Karl den Ein­druck. Nach einem Besuch des Mexi­ka­ners am Sams­tag Abend und einer selbst­zu­be­rei­te­ten Pus­tza am Sonn­tag Abend hieß es dann am Mon­tag lei­der schon wie­der »Good Bye«. Gleich im Anschluss nut­zen wir den letz­ten Tag im Phan­ta­si­a­land in Brühl bei Köln mit einer befreun­de­ten Fami­lie, der zwar neb­lig und kalt dafür aber spa­ßig und unter­hal­tend war.  Habt ihr schon gewusst das man sich nach ein Fahrt in der Wild­was­ser­bahn kos­ten­pflich­tig trock­nen las­sen kann? Wuss­tet ihr außer­dem, das man mit einem 15€ teu­ren Quick­pass an der War­te­schlange vor­bei kann, die ande­ren zum war­ten ver­don­nert um dann schnel­ler in der Attrak­tion zu sit­zen? Herr­lich was man sich mit Geld alles erkau­fen kann. Die fol­gen­den Links sind übri­gens kos­ten­los und direkt ver­füg­bar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 Oktober

Love will tear you apart - Joy Division Scheidungsanwälte

Kategorie: Schwarzes Netz9 Kommentare

Joy Division Scheidungsanwälte

»Joy Divi­sion — Divorve Attor­neys (Schei­dungs­an­wälte) „Love will tear you apart”« Ich bin mir zwar fast sicher, das es sich hier­bei um einen (wenn auch gelun­ge­nen) Fake han­delt, aber nichts desto trotz möchte ich einen Aus­zug aus den wei­te­ren Ange­bo­ten der Kanz­lei offen­ba­ren, denn allein von Schei­dun­gen kann man nicht leben:

(via Bit­ter Wal­let)


19 September

Ohne Worte: Pulsar CP 1919

Joy Division - CP1919

»CP1919 was the ori­gi­nal name of the first pul­sar ever detec­ted. They ori­gi­nally thought it might be a signal from ano­ther world. This quasi-3d graph of the spec­trum of the signal was made ico­nic by being used (inver­ted) as the cover of the Joy Divi­sion album Unknown Plea­su­res. It’s a really good album, if you’re down for some­thing morose.« (via vec­tor vec­tor)


20 August

Ohne Worte: Joy Division Konzert (1979)

Joy Divi­sion Kon­zert Pos­ter: Frei­tag, 30. März 1979 — Walt­hams­tow Jugend­zen­trum, im Juni des sel­ben Jah­res ver­öf­fent­li­chen sie ihr legen­dä­res Album Unknown Plea­su­res. (via Man­ches­ter District Music Archiv)