21 August

Product Placement - GEMA

Sam­ples. Seit es für den C64 ein Steck­mo­dul gab, mit dem man wie in die­sem Bei­spiel Sam­peln konnte, weiß auch ich, wie krea­tiv man damit sein kann und wie ille­gal auch. Das deut­sche Urhe­ber­recht, dass in sei­ner For­mu­lie­rung und Aus­füh­rung den Ein­druck erweckt es stamme noch aus Kai­sers­zei­ten, macht jeder krea­ti­ven Ver­wen­dung einen Strich durch die Rech­nung. Hier­zu­lande ver­wal­tet die GEMA die Ver­wer­tungs­rechte an Musikstücke.

Johan­nes Kreid­ler, Kom­po­nist zeit­ge­nös­si­scher Musik möchte mit sei­nem neuen Werk Pro­duct Pla­ce­ment alles rich­tig machen und hat dazu bei der GEMA die ent­spre­chen­den For­mu­lare zur Erfas­sung der von ihm ver­wen­de­ten Musik­stü­cke bestellt. Ich fürchte aber, dass das ganze mit einer Spe­di­tion ange­lie­fert wird, denn Kreid­ler hat es geschafft 70.200 Musik­stü­cke in sei­nem 33 sekün­di­gen Werk zu Sampeln.

...theoretisch kann man am Computer pro Sekunde schon 44100 Zitate abspielen...

Bei 70.200 hat ihn dann wohl doch die Lust ver­las­sen.  Es geht ihm um Visua­lie­rung und nicht darum, die GEMA zu ärgern, ich find´s trotz­dem gut, die Behörde des Urhe­ber­rechts mit ihren eige­nen Waf­fen ver­traut zu machen, der Bürokratie.

Youtube Video — Hier stellt der Künst­ler seine Aktion vor

Rich­tig so! Seit­dem die Büro­kra­ten die Schlie­ßung von ballz.de zu Ver­ant­wor­ten haben bin ich sowieso stin­kig, denn so wird jeder Funke Krea­ti­vi­tät in unse­rer Gesell­schaft gleich im Keim erstickt. Obwohl, wenn ich mir die unzäh­li­gen Novel­lie­run­gen der Urhe­ber­rechts so anschaue, unkrea­tiv ist das nicht…

Quel­len: Gefun­den bei mcwin­kel via Twit­ter und Gulli