21 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth (Grabesmond)

Für den dies­mo­na­ti­gen Gothic Fri­day habe ich mir mei­nen Bekann­ten Daniel vor­ge­knöpft, den ich vor ein paar Jah­ren über meinVZ ken­nen­ge­lernt habe :)

Da wir beide große Sopor-Aeternus-Fans sind und sich auch sonst unser Musik­ge­schmack deckt, hat­ten wir beide logi­scher­weise jede Menge Gesprächsstoff. Hinzu kommt noch, dass — obwohl Daniel jün­ger ist als ich — man den Ein­druck bekommt »Wow, da hat aber jemand Ahnung«. Eine Fest­stel­lung, die ich bei nicht vie­len Jün­ge­ren machen konnte. Per­sön­lich getrof­fen haben wir uns noch nicht, aber viel­leicht wirds ja was zum nächs­ten WGT, auch wenn er da nicht so gerne hinfährt.

Noch ein klei­ner Hin­weis zum Inter­view: Wer meine Bei­träge mit­ver­folgt, wird bestimmt fest­ge­stellt haben, dass ich oft dazu neige, halbe Romane zu schrei­ben. Keine Panik, die­ser Bei­trag bzw. die­ses Inter­view ist nicht so ellen­lang– dafür kurz, kna­ckig und sehr infor­ma­tiv. :D

1.Warum trägst du schwarz?

Ich habe bereits dunkle bzw. schwarze Klei­dung getra­gen, bevor ich mir über­haupt dar­über bewusst war, dass es so etwas wie diese schwarze Sub­kul­tur über­haupt gibt. Für mich war und ist das Tra­gen von schwar­zer Klei­dung immer noch ein Aus­druck mei­ner eige­nen inne­ren Zer­ris­sen­heit und mei­ner doch noch sehr oft vor­kom­men­den Todes­sehn­sucht. Mag kit­schig klin­gen, aber es gibt auch noch schwarze Men­schen, die Pro­bleme mit sich sel­ber haben und Depres­sio­nen nicht als Szene-Accessoire benutzen.

2. Hast du viele Freunde, die »schwarz« sind oder bewegst du dich eher in einem »bun­ten« Umfeld?

Das ist eher gemischt. Ich mache in der Hin­sicht eigent­lich keine Unter­schiede. Wenn mir der Mensch sym­pa­tisch ist, ist es mir egal, wel­cher Sub­kul­tur er ange­hört, wel­che Haut­farbe er hat oder wel­che Reli­gion… Aus­schlag­ge­bend für mich ist, dass ich mich zivi­li­siert mit ihm unter­hal­ten kann. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth

Kategorie: Gothic Friday1 Kommentar

Gothic Friday 2011»Es spricht für die Qua­li­tät der Fra­gen, wenn man selbst keine Ant­wort dar­auf hat«, dachte ich mir und star­tete zusam­men mit Shan Dark, der die­ses kniff­lige Thema übri­gens beim Lau­fen in den Sinn kam, die Oktober-Ausgabe unter dem Motto »Inter­view mit einem Goth«.  Doch meine Tage blie­ben bunt, keine dunkle Gestalt in Sicht, die man hätte aus­quet­schen kön­nen. Für jeg­li­chen Kon­takt zum schwar­zen und ver­streu­ten Bekann­ten– und Freun­des­kreis fehlte die Zeit. Was lag da näher, als die Lesung der Sche­men­t­he­men, die ich zusam­men mit Sabrina besuchte, dazu zu nut­zen, sie mit den Fra­gen zum Gothic Fri­day zu konfrontieren?

Zuge­ge­ben, ich habe nicht unbe­dingt den Kreis erwei­tert, doch letzt­end­lich geis­terte mir die im Ursprungs­bei­trag beschrie­bene Situa­tion durch den Kopf, in der ich mich befand: »Man­che sin­nie­ren über den Sinn der eige­nen Exis­tenz und phi­lo­so­phie­ren, was war, was ist und was noch kom­men mag. Plötz­lich geis­tert eine Frage durch den Patchouli geschwän­ger­ten Raum: „Was ich Dich schon immer mal fra­gen wollte…”« Ein Augen­blick, der sämt­li­che Vor­sätze nach Erwei­te­rung über den Hau­fen warf. Ich griff zum Notiz­block und schrieb: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth

Shan Dark und Robert haben die Spontis-Family in die­sem Monat im Rah­men des Gothic Fri­day auf die Suche nach Mit­glie­dern der Schwar­zen Szene geschickt, die ein Inter­view geben wol­len. Ich hab mir den Wizard of Goth sel­ber geschnappt und ihn nach einem gemein­sa­men Besuch der Sche­men­t­he­men mit den Fra­gen kon­fron­tiert, die er vor­ge­ge­ben hat.

Hier also das Inter­view mit Robert:

Warum trägst Du »schwarz«?

Eine ulti­ma­tive Ant­wort gibt es da nicht. Ich fühle mich ein­fach wohl mit der Farbe. Ob ich damit wirk­lich etwas aus­drü­cken möchte, weiß ich gar nicht. Frü­her als Jugend­li­cher habe ich die Gruf­tis in »schwarz« gese­hen und habe das ein­fach nur cool gefun­den. Ich wollte auch so aus­se­hen. Heute fühle ich mich mit der Farbe ein­fach selbst­zu­frie­de­ner. Ich möchte nicht an dem bun­ten Gehabe teil­neh­men. Wenn man Trends folgt, ver­sucht man, sich ein­zu­glie­dern. Ich möchte mich abgren­zen und sicher auch Neu­gier und Nach­fra­gen pro­vo­zie­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Oktober

Gothic Friday Oktober - Interview mit einem Goth

Kategorie: Gothic Friday26 Kommentare

Gothic Friday 2011Wäh­rend drau­ßen die Blät­ter von den Bäu­men rie­seln und in bun­ten Far­ben den bevor­ste­hen­den Herbst ein­läu­ten, sit­zen in den stür­mi­schen Tagen die ein oder ande­ren im Schein eini­ger Ker­zen oder Grab­lich­ter zusam­men und unter­hal­ten sich über die neus­ten musi­ka­li­schen Wun­der­werke, reden über die, die nicht da sind oder tau­schen sich über gemein­same Inter­es­sen und Vor­lie­ben aus. Man­che sin­nie­ren über den Sinn der eige­nen Exis­tenz und phi­lo­so­phie­ren dar­über was war, was ist und was noch kom­men mag. Plötz­lich geis­tert eine Frage durch den Patchouli geschwän­ger­ten Raum: »Was ich Dich schon immer mal fra­gen wollte: Wür­dest du Dich als Teil der Szene betrach­ten?«

Seit es den Gothic Fri­day gibt, erzählt jeder von sich selbst und sei­nen Gedan­ken über Gothic und die schwarze Szene. Wir haben uns für die­sen Monat gedacht, dass wir den Kreis im Okto­ber mal etwas erwei­tern. Denn oft­mals ist es inter­es­sant, was Andere zu den Fra­gen den­ken, die wir uns alle gestellt haben. Ein per­sön­li­ches Inter­view mit einem (ande­ren) Goth ist die beste Mög­lich­keit, mehr von­ein­an­der zu erfah­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 September

Interview: Eine elektronische Nacht - Düster beseelt nach Hause schweben

Kategorie: Schwarze Szene25 Kommentare

Die Elek­tro­ni­sche Nacht? Ver­wirrt las ich den Arti­kel über eine bevor­ste­hende Party in Wies­ba­den, den Shan Dark auf ihrem Blog ver­öf­fent­lichte. Bereits vor einem Jahr fei­erte die Party, die sie zusam­men mit M. Syn­the­tic auf die Beine stellt, Pre­miere. Ich erin­nerte mich an die Gesprä­che auf dem WGT und mei­nen Besuch in Mainz, schnell war mir klar, dass hier eine ganze beson­dere Perle schwarz-elektronischer Musik lau­ert. Ein kur­zer Blick in den Ter­min­ka­len­der ver­riet mir, dass der 8. Okto­ber 2011 ein guter Tag ist, um in das Kon­text nach Wies­ba­den zu fahren.

Doch was steckt eigent­lich dahin­ter, warum heißt es nicht »Gothic« und wie kommt die­ser M. Syn­the­tic über­haupt dar­auf, eine sol­che Party zu veranstalten? In einem Inter­view wollte ich den bren­nen­den Fra­gen auf den Grund gehen, wollte her­aus­fin­den, wel­che Lei­den­schaft jemand ent­wi­ckelt, um sein »eige­nes Ding« zu veranstalten.

»Am meis­ten freue ich mich, wenn die Leute danach düs­ter beseelt und mit eini­gen musi­ka­li­schen Neu­ent­de­ckun­gen nach Hause schwe­ben. »

Musik ist sein Leben, seit sei­ner Kind­heit fühlt er sich von der elek­tro­ni­schen Seite dunk­ler Musik magisch ange­zo­gen. Seine erste große Liebe lernte er mit 13 Jah­ren ken­nen. Ein Japan-Import des Albums »Logic« von Logic Sys­tem. Sie ver­lieb­ten sich inein­an­der und sind bis heute ein unzer­trenn­li­ches Paar. Im Laufe der Jahre ist M. Syn­the­tic ein Plat­ten­lieb­ha­ber gewor­den, seit den wil­den 80ern sam­melt er Vinyl, das er lie­be­voll sein schwar­zes Gold nennt. Mitt­ler­weile sta­peln sich über 1200 Stück der schwar­zen Lieb­linge in sei­ner Main­zer Woh­nung. Doch anstatt sei­nen Schatz zu hüten, trägt er seine Liebe nach draus­sen und »mal­trä­tiere den einen oder ande­ren mit mei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Klän­gen«. Als Gast-DJ hat er sich bereits einige Lor­bee­ren ver­dient, hat unter ande­rem bei der Horror-Highschool auf­ge­legt und ist auch auf düs­te­ren Pri­vat­par­ties ein gern gehör­ter Plat­ten­auf­le­ger. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 Februar

Gothic Friday Februar: ASRianerin - Musik und meine Seele

Kategorie: Gothic Friday7 Kommentare

Gothic Friday 2011Im Rah­men des Gothic Fri­day 2011 schickte ASRia­ne­rin mir wie­der ihre Aus­ar­bei­tung. Zum Februar Thema: Musik und Lei­den­schaft schrieb sie mir eine E-Mail, fügte einige Bil­der bei und eine ganze Liste von Musik­vi­deos, die ich nicht alle zum direkt­hö­ren ein­ge­fügt habe, dafür aber alle in Form von Links zu Ver­fü­gung stelle.  Es erschien mir wich­tig jedes Lied zu nen­nen das Sie sich aus­ge­sucht hat, allein schon um nach­emp­fin­den zu kön­nen was sie meint wenn sie den Titel »Musik und meine Seele« wählt. Die wei­tere Ein­lei­tung des Bei­trags über­lasse ich ASRia­ne­rin selbst, was könnte wohl pas­sen­der sein?

Ich brau­che jeden Tag meine Musik­do­sis. Im Zug, wenn ich zur Schule fahre bzw. vom Bahn­hof aus hin laufe. Zu Hause vorm PC, beim put­zen, beim gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein mit Freun­den. Nur beim Haus­auf­ga­ben machen und ler­nen herrscht bei mir Stille. Und es ist jedes Mal gewöh­nungs­be­dürf­tig. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Mai

Pressestimmen zum Wave-Gotik-Treffen 2010

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Nach­dem mein Bei­trag aus dem letz­ten Jahr so posi­tiv auf­ge­nom­men wurde, möchte ich auch die­ses Jahr kurz zusam­men­tra­gen, was die Presse so über das Pfingst­wo­chen­ende in Leip­zig zu berich­ten weiß. Die­ses Jahr sticht vor allem eine Per­son her­aus, Cor­ne­lius Brach, der als Pres­se­spre­cher der Tref­fen & Fest­spiel­ge­sell­schaft für Mit­tel­deutsch­land im Namen des WGT auf­tritt, der nahezu von allen Medien in immer glei­chen Flos­keln zitiert wird. Ein paar Pres­se­be­richte habe ich trotz­dem zusam­men­ge­tra­gen. Ich bin gespannt wel­che Fülle an Mate­rial noch in den nächs­ten Wochen ver­ar­bei­tet wird. Der Anzahl der Foto­ap­pa­rate und deren Aus­lö­se­häu­fig­keit müsste es dem­nächst nur so wim­meln von Auf­nah­men. Auch ich werde mich mit einem Bericht über das WGT in den nächs­ten Tagen anschlie­ßen um die Tage aus mei­nen Augen zu spie­geln und dabei in gewohn­ter Weise wie­der andere Wege beschrei­ten, als man es viel­leicht erwar­ten dürfte. Es gilt unglaub­lich viele Ein­drü­cke zu ver­ar­bei­ten, Zeit sich die Ein­drü­cke »pro­fes­sio­nel­ler« anzuschauen:

Die Leip­zi­ger Volks­zei­tung berich­tet: »Leip­zig. Nach vier Tagen ist am Mon­tag das 19. Wave-Gotik-Treffen (WGT) in Leip­zig zu Ende gegan­gen. Etwa 20.500 Besu­cher tauch­ten die Stadt vier Tage lang in schwarz. Knapp 200 Szene-Künstler mit ihren Dar­bie­tun­gen stan­den auf dem Pro­gramm des tra­di­tio­nel­len „Fami­li­en­tref­fens“, das jedes Jahr zu Pfings­ten tau­sende Anhän­ger düs­te­rer Musik nach Leip­zig zieht.«  und bringt damit die Sache sach­lich in ihre Zei­tung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 Januar

Schwarze Zeitzeugen - Nick aus Norwich

Als ich Nick Stone unter sei­nem Nick­name Osborne Vil­las auf flickr ent­deckte und in einem kur­zen Mail­aus­tausch um ein Inter­view bat, wusste ich noch nicht wor­auf ich mich ein­ge­las­sen hatte. Der wort­ge­wal­tige Nick beschrieb aus­führ­lich über seine Zeit in den frü­hen 80ern, in der ein Teil von etwas war, was heute als die Wur­zeln des Gothic ange­se­hen wird.  Bei der Über­set­zung des Tex­tes war klar,  ich brau­che Hilfe. Glück­li­cher­weise fand sich schnell jemand, der mit mir den kom­ple­xen Text durch­ge­gan­gen ist. Her­aus­ge­kom­men ist eines der aus­führ­lichs­ten und viel­leicht ehr­lichs­ten Inter­views über diese Zeit, die — wie auch immer man sie nen­nen mag — den Grund­stein für das legte, was wir heute schwarze Szene nennen.

Nick ist 44 Jahre alt und lebt in Nor­wich, das etwa 160km nörd­lich der bri­ti­schen Haupt­stadt Lon­don liegt, in der er auch gebo­ren wurde. Als er 3 Jahre alt war, ist er mit sei­nen Eltern in eine Klein­stadt in direk­ter Nach­bar­schaft zu Nor­wich gezo­gen. Er besuchte ein Gym­na­sium für Jun­gen, das wie alle Orte in den spä­ten 70ern zwi­schen Punk und Heavy Metal pola­ri­sier­ten. »Punk und New Wave habe ich immer bevor­zugt, habe aber immer wie­der ein paar Streif­züge zum Metal unter­nom­men.«

Spä­ter besuchte er eine Kunst­uni­ver­si­tät, die er aber schon nach kur­zer Zeit wie­der ver­ließ um in einer Kunst­ga­le­rie zu arbei­ten. Heute ist er als Gra­fik Desi­gner tätig, seine Hob­bies sind bei­spiels­weise die Foto­gra­fie. Nick ist ver­hei­ra­tet und hat 4 Kin­der im Alter zwi­schen 9 und 19 Jah­ren. Das Inter­esse an der Musik hat er seit damals nie wirk­lich ver­lo­ren, obwohl sein Geschmack sich immer wei­ter­ent­wi­ckelt hat und er sich nach einer Weile auch ande­ren Musik­rich­tun­gen zuzu­wen­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Dezember

NICHTS neues aus Düsseldorf...

Kategorie: Dunkle Klänge8 Kommentare

Nichts BandIch habe eine gute und eine schlechte Nach­richt. Die gute Nach­richt ist, das die Düs­sel­dor­fer Band Nichts 2010 wie­der ein neues Album ins Auge gefasst hat, die schlechte Nach­richt ist, das von der Ori­gi­nal­be­set­zung Andrea Mothes, Michael »Mei­kel« Clauss, Tobias Brink, Chris­to­pher Scarbeck nur noch Mei­kel Clauss übrig geblie­ben ist, der jetzt in neuer For­ma­tion wie­der mehr von sich hören las­sen will.

Doch eins nach dem ande­ren. Ende August 2009 spie­len Nichts auf dem Stadt­eil­fest in Düs­sel­dorf in neuer Beset­zung (Mei­kel Clauss, Sabine Kohl­metz, Ufo Wal­ter und Bazo­oka Joe Kirsch­gen) erst­mals wie­der einen Live-Auftritt, Anfang Okto­ber ist man in Öster­reich zu Gast und im Dezem­ber gaben sie ein wei­te­res im Köl­ner »Sonic Ball­room«. Zum krö­nen­den Abschluss des Jah­res gibt es im aktu­el­len OX #87 ein aus­führ­li­ches Inter­view mit Clauss und Sän­ge­rin Sabine, indem sie eini­ges über die Ver­gan­gen­heit plau­dern und die Umstände ihrer »Reunion« erläu­tern um letzt­end­lich auch einen klei­nen Aus­blick ins Jahr 2010 zu gewähren.

»Wir beka­men eine Anfrage für einen Auf­tritt auf einem Gruftie-Festival in Öster­reich. In der Szene wer­den wir seit bald 30 Jah­ren gehört, auf jeder Party läuft »Tango 2000″, die­ses Stück hat in der Szene einen hohen Stel­len­wert, den ich selbst nicht recht ver­stehe.« Die Gruf­ties sind also wie­der mal schuld, die­ses mal aber im guten Sinne. Die Fas­zi­na­tion des Songs hat mei­ner Mei­nung nach ver­schie­den Gründe, zum einen ist der Song gerade in Extro­ver­tier­ten Gruftie-Kreisen mit Selbst­iro­nie über­la­den, zum zwei­ten ist der Song ein­fach groß­ar­tig und der Ein­satz des Telecas­ter klingt ein­fach typisch Wavig/Gruftig. Lei­der scheint der Kon­takt zu den ehe­ma­li­gen Band­kol­le­gen abge­ris­sen, so dass Clauss, der bei einem Hosen Kon­zert wie­der ein Gefühl für ein Publi­kum schnup­pern konnte, sich mit Sabine Kohl­metz in einem Pro­be­raum triff um das Gefühl wei­ter zu bewah­ren und flei­ßig zu pro­ben. »Ich stand dann auch mal neben den Toten Hosen auf der Bühne, merkte, wie geil es ist, auf der Bühne zu ste­hen, gerade vor einem gro­ßen Publi­kum […] Schon vom Dabei­ste­hen bei den Hosen war ich tage­lang wie auf Speed.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Dezember

Das Ende der Jugendkulturen

Kategorie: Schwarze Szene29 Kommentare

Klaus_FarinAls ich jung war, umgaben mich unzählige Jugendkulturen, ich wusste es nur nicht. 1987, da war ich 13 Jahre alt, stellte ich mich zum ersten mal auf dem Schulhof zu denen, die schwarze T-Shirts von Depeche Mode trugen und die Haare so trugen, wie Martin Gore. Von meinem Taschengeld und dem Geld von Oma kaufte ich mir meine ersten Alben, gebrauchte T-Shirts und schwarze Wildlederpikes. Als ich meiner Mutter androhte, ich würde mir die Haare so schneiden lassen wie der schüchterne blonde von Depeche Mode, drohte sie mir mit Rausschmiß.

Argwöhnisch betrachteten wir von unserer Ecke des Schulhofes wie der Techno und der Hip-Hop wieder für bunten Gestalten sorgte und auch musikalisch in die Charts einzog. Ich probierte mich aus, versuchte eine neue Szene und lernte andere Leute kennen. Irgendwann bin dann zurückgekehrt zu meinen Wurzeln, die ich nie wirklich ausgegraben habe und denen ich unterbewusst immer treu geblieben bin.

Mit dem Erwachsen werden reift dann die Objektivität, man lernt, wie man einen Schritt zurück tritt und das ganze Werk betrachtet. Erst jetzt bekommen Jugendkulturen ihren Namen und man versucht das neue und unbekannte in eine Schublade in die es nie passen wird einzuordnen. Immer wieder betrachte ich die Mode der Jugend und frage mich, wo die Kreativität geblieben ist. Alles was heute so getragen oder kombiniert wird, ist irgendwann und irgendwo schon mal gewesen.

Die Überschrift: "Seit den neun­zi­ger Jah­ren ent­ste­hen keine gro­ßen Jugend­sze­nen mehr.« regte mich nach­den­ken an. Klaus Farin, der Lei­ter des Archivs der Jugend­kul­tu­ren und Autor zahl­rei­cher Werke, die auch mein Bücher­re­gal schmü­cken gibt dem Spiegel-Online ein Inter­view zum Thema Jugend­kul­tur. »Die letzte domi­nante Jugend­kul­tur ist im Augen­blick noch Hip­Hop — und sie wird die letzte sein. Es wird klein­tei­li­ger, wider­sprüch­li­cher, schnel­ler. Die Stile flie­ßen inein­an­der über.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »