26 April

Hooligan Dokumentation "About the I.C.F." (1985)

Kategorie: Vernetzt1 Kommentar

Bei mei­ner Recher­che zum Film von und über Cass Pennant, den ich jüngst auf DVD gese­hen habe, ist mir auch eine tolle Doku­men­ta­tion über die ICF, die Inter City Firm aus dem Jahre 1985 auf Youtube über den Weg gelau­fen. Die ICF war eine soge­nannte »Hoo­li­gan Firma«, eine Grup­pie­rung um den Lon­do­ner Fuß­ball­ver­ein West Ham United.  In der Doku­men­ta­tion Hoo­li­gan geht es um das, was die jun­gen Leute dazu bewegt sich mit gleich­ge­sinn­ten auf die Mütze zu hauen.

Um ein Urteil über das, was es bedeu­tet ein Hoo­li­gan zu sein, geht es hier nicht. Viel­leicht um eine alter­na­tive Sicht­weise auf das, was bei den meis­ten auf Unver­ständ­nis stößt. Die Doku­men­ta­tion zeigt wirk­lich gelun­gen, das die Hooligan-Bewegung in Eng­land zum Fuß­ball gehört wie die Ball zum eigent­li­chen Spiel, die Wur­zeln rei­chen ein halbe Ewig­keit zurück und sind schon in den Anfän­gen des 20. Jahr­hun­derts zu suchen. Durch den mas­si­ven Ein­satz der staat­li­chen Video­über­wa­chung (CCTV) und kon­se­quen­ter Straf­ver­fol­gung konnte diese Szene weit­ge­hend aus den Sta­dien ver­drängt wer­den. Die Bemü­hun­gen ver­schärf­ten sich, als es im Mai 1985 zu Unglück im Brüs­se­ler Heysel-Stadion kam, das den Hoo­li­gans der Mann­schaf­ten von Juven­tus Turin und des FC Liver­pool zuge­schrie­ben wurde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 April

Cass - Ein wahre Geschichte

Durch Zufall habe ich den Film Cass in die Hände bekom­men, von dem ich zunächst nicht wusste, wo ich ihn ein­ord­nen sollte. Ich hatte zwar schon einige Filme und Doku­men­ta­tio­nen über das Phä­no­men Hoo­li­gan gese­hen, lei­der konnte mich bis jetzt keine Über­zeu­gen. Ob es die­ser Film bes­ser macht? Den meis­ten Umset­zun­gen wie bei­spiels­weise Hoo­li­gans mit Eli­jah Wood lei­den unter dem dürf­ti­gen Hin­ter­grund der Drehbuchautoren.

Etwas anders sind die Hin­ter­gründe die­ses Film. Cass ver­folgt die Lebens­ge­schichte des bri­ti­schen Auto­ren Cass Pennant, der über seine Leben als Hoo­li­gan meh­rere Bücher ver­fasst hat. Pennant wächst im Lon­don der 50er Jahre auf, in einer Zeit wo er auch in Eng­land wegen sei­ner Haut­farbe und sei­ner Her­kunft dis­kri­mi­niert wird. Als  Adop­tiv­kind einer klas­si­schen eng­li­schen Fami­lie wächst er zwi­schen zwei Fron­ten auf, im Her­zen ein Eng­län­der wird er doch von ande­ren zum Opfer des Ras­sis­mus degra­diert. Mit der Mit­glied­schaft in der ICF (Inter City Firm), einer Hooligan-Gruppierung um den eng­li­schen Fuß­ball­ver­ein West Ham United, ändert sich sein Leben. Mit Gewalt und Hass ver­schafft er sich den Respekt, der ihm so lange ver­wehrt blieb und wird trotz sei­ner schwar­zen Haut­farbe zu einer der Schlüs­sel­fi­gu­ren die­ser Hooligan-Bande. Als Pennant inhaf­tiert wird, beginnt er damit seine Erleb­nisse auf­zu­schrei­ben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 November

...die sind eben so - Jugend 83

Die sind eben soIch bin ja immer auf der Suche nach den Quellen der Vorurteile und nach den Subkulturen der Neuzeit und immer wieder fasziniert, was sich so alles entdecken lässt. Fußball ist ja bekanntlich der Deutschen liebster Sport, unzählige Anhänger in allen Jahrzehnten sprechen eine deutliche Sprache. Fußballfans werden sie genannt. Sie stehen treu zu ihrem Verein, fiebern, zittern und feiern in alle Lebenslagen. Sie tragen das Geld in die Kassen der Vereine und sorgen erst für die typische Stimmung in einem Stadion, die wirklich atemberaubend ist, davon habe ich mich selbst einige male überzeugen können.

Natürlich gibt es auch eine dunkle Seite des Fußballs, die mit den Hooligans und der dritten Halbzeit ihre Höhepunkte feiern. Klar das dieser "Trend" aus dem Mutterland alles Szenen, aus England stammt, in denen die Hooligans schon in den 70er ihr Unwesen trieben. Ziel dieser Fans: Adrenalin aufbauen und auch gleich wieder abbauen, körperlich. In der dritten Halbzeit trifft man sich mit rivalisierenden Hooligans aus anderen Städten und kloppt sich auf die Mütze. Meist außerhalb des Stadions. Das es sich dabei nicht immer um hirnlose Volltrottel handelt, habe ich gelernt. Manche machen das ganz bewusst und haben auch noch Spaß dran.

Es gibt spezielle Konstellationen in der Bundesliga, die besonders prickelnd sind, gerade weil sie in der Vergangenheit immer wieder traurige Höhepunkte setzen. Borussia Mönchengladbach gegen den 1.FC Köln beispielsweise, oder auch Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Von diesem Ruhrpottderby handelt auch die Dokumentation "...die sind eben so" aus dem Jahre 1983.

Zwischen Krawallen und Schlägereien in beiden Lagern zeigt man auch Fanclubs beider Seiten, die in ihren Vereinsheimen ihre Meinung zum Besten geben, die mit Verlaub gesagt, sprachlos macht. "Das ganze blau-weiße Getümmel», so ein Fan von Dort­mund über Schalke, »sollte man ein­fach aus­rot­ten.« Und ein Schal­ker Fan meint: »… das Emblem, der Toten­kopf mit Stahl­helm, soll ein biss­chen an die SS erin­nern, da wir poli­tisch fast alle total rechts gerich­tet sind. Wir has­sen Aus­län­der wie die Pest, weil sie zu viel hier sind und wol­len den dicken Mecki hier machen, genau wie die Dort­mun­der.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »