13 November

Von guten Freunden und unerfüllten Wohnträumen

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Es dürfte den regel­mä­ßi­gen Lesern nicht ent­gan­gen sein, dass es ruhig gewor­den ist im Blog. Eigent­lich ist es nicht meine Art einen Abwe­sen­heits­ar­ti­kel zu ver­fas­sen, denn ich selbst finde das schreck­lich und über­flüs­sig. Ent­we­der man schreibt, oder man schreibt eben nicht. Ich möchte die­sen Arti­kel zum Anlass neh­men, etwas von Träu­men zu schrei­ben, von guten Freun­den und uner­war­te­ter Hilfe.

Ich bin ein Spät­zün­der und das in jeder Hin­sicht. Ich habe Jahre gebraucht um mich selbst zu fin­den und bin Träu­men hin­ter­her­ge­lau­fen, die unrea­lis­tisch und unmög­lich erschie­nen. Kom­pro­misse, so dachte ich, gehö­ren zum pri­va­ten Leben dazu.  Kom­pro­miss­lo­sig­keit erschien mir ego­is­tisch. So blieb es bei Träu­men von der per­fek­ten Woh­nung, von einem Refu­gium, das ganz und gar den eige­nen Ansprü­chen, Vor­stel­lun­gen und Wün­schen ent­spricht. Kleine Schritte wur­den erkämpft und mün­de­ten in einem Zim­mer, einem Raum. Ein Rück­zugs­ort im Rück­zugs­ort. Fal­sche Kli­schee­vor­stel­lung brems­ten den Drang zusätz­lich, was ich als schön und ästhe­tisch emp­fand, wurde als kit­schig und lächer­lich abge­stem­pelt. Ich bin 37 und end­lich richte ich eine Höhle so ein, wie es mir gefällt. Nennt mich einen Spätzünder.

»Man muss erst her­aus­fin­den, dass es auch anders geht.« sagte eine gute Freun­din zu mir. Und so uto­pisch das für mich klang, ich habe es her­aus­ge­fun­den und das in jeder Hin­sicht. Seit ein paar Wochen reno­vie­ren wir eine gemein­same Höhle vol­ler Gemein­sam­kei­ten, ver­brin­gen viel Zeit in Ein­rich­tungs­häu­sern, Bau­märk­ten um nach den schwar­zen Per­len zu tau­chen. Die ein­zi­gen Kom­pro­misse sind dem Geld­beu­tel geschul­det. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Oktober

Farblos: Schwarzer Streif am Firmament

Bis­her habe ich Karn­stein von den Otranto-Archiven als elo­quen­ten Blog­ger, begna­de­ten Tän­zer, gewand­ten His­to­ri­ker und guten Freund ken­nen­ge­lernt. Doch es steckt mehr in dem sym­pa­thi­schen Gruf­tie aus Hes­sen, als ein zwei­fel­haf­ter Blick ver­mu­ten las­sen könnte. Vor rund 3 Jah­ren stu­dierte er ein Min­ne­lied von Hein­rich von Vel­deke, des­sen melan­cho­li­scher Text ihn gleich in sei­nen Bann zog. Es schien unaus­weich­lich, eine Idee und die pas­sende Melo­die fan­den schnell den Weg in sei­nen Kopf. Ein E-Bass, ein Key­board und ein Sequen­zer­pro­gramm bil­de­ten die Grund­lage für seine Ers­ten musi­ka­li­sche Ver­su­che, das Stück in die Moderne zu über­füh­ren und ihn in ein wavi­ges Kleid zu hül­len. »Win­ter­herz« war gebo­ren, das Erst­lings­werk sei­nes Pro­jek­tes Farb­los.

In einem Arti­kel vom Februar schreibt er dazu: »Den Ein­fluss von The Cure würde man deut­lich hören, wurde mir schon gesagt, dabei war das lus­ti­ger­weise eben nicht­mal wirk­lich inten­diert. Auch Depe­che Mode wollte da schon jemand raus­hö­ren, an die ich aller­dings noch über­haupt grad gar nicht gedacht hatte.« Seit dem fand das Stück in eini­gen selbst­ge­dreh­ten Videos und sogar in einem Radio-Bericht des Deutsch­land­funk Ver­wen­dung und ist eini­gen im Gehör geblie­ben. Es mag an dem puris­ti­schen Mini­ma­lis­mus lie­gen, an der Ein­fach­heit des Arran­ge­ments oder auch an der Stim­mung, die die­ses Stück beim Hörer erzeugt, es hat mir damals schon sehr gut gefal­len. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 August

Zwischenfall im Zwischenfall: Großbrand zerstört die legendäre Bochumer Discothek (Update)

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Wenn der Him­mel sich ver­dun­kelt und die Welt in ein tie­fes Grol­len hüllt, das nur von Blit­zen für den Bruch­teil von Sekun­den erhellt wird, füh­len sich Gruf­ties wohl. Die Stim­mung lässt sie ehr­fürch­tig und glück­se­lig vor den Fens­ter­schei­ben ihrer Höh­len hocken, wäh­rend von drau­ßen der Regen gegen die Schei­ben pras­selt. Doch das ist nun anders, die Stim­mung vie­ler schwar­zer Gestal­ten ist eine tiefe und kli­schee­hafte Depres­sion gefallen.

Ges­tern Abend ist gegen 19 Uhr ein Feuer im Dach­stuhl der Dis­ko­thek Zwi­schen­fall aus­ge­bro­chen, das ver­mut­lich durch einen Blitz­ein­schlag aus­ge­löst wurde und hat das Gebäude in Bochum-Langendreer nahezu unbrauch­bar gemacht. Wie »Der Wes­ten« berich­tet, wütete das Feuer so stark, dass der Dach­stuhl zwi­schen­zeit­lich ein­zu­stür­zen drohte. Die Bochu­mer Feu­er­wehr konnte das schwie­rig zu errei­chende Feuer in dem ver­win­kel­ten Gebäu­de­kom­plex nur durch den Ein­satz von 8 Strahl­roh­ren und 3 Dreh­lei­ter­fahr­zeu­gen löschen.

Das Lösch­was­ser hat den gro­ßen Raum in der ers­ten Etage des Zwi­schen­fall voll­kom­men zer­stört, im Erd­ge­schoss und dem Café sei es »nur nass«. Fast Live berich­tete die Dis­ko­thek ges­tern Abend über ihre Facebook-Seite: »Seit 19h steht der Dach­stuhl des Hau­ses in dem sich der Zwi­schen­fall befin­det in Flam­men (sowie von drei wei­te­ren Häu­sern) . Tau­sende von Litern Was­ser wur­den seit dem ins Gebäude gepumpt. Blitz­schlag ist wohl die Ursa­che. Da kei­ner außer der Feu­er­wehr ins Haus darf kön­nen wir noch nicht sagen wie es bei uns aus­sieht und ob das Haus zu ret­ten ist.«

Mit dem Tages­licht wird das ganze Aus­maß der Kata­stro­phe deut­lich. Feu­er­wehr, Sta­ti­ker und Ver­si­che­rer habe die Räum­lich­kei­ten und die betrof­fe­nen Gebäude gesperrt, trotz­dem konnte man trotz­dem kurz in den Räume der Dis­ko­thek und sich ein Bild der Zer­stö­run­gen machen. »Wir durf­ten gerade für 5 min rein um ein paar Sachen zu holen. Kata­stro­phe. Die Decken hän­gen ca 1m run­ter, voll mit Was­ser. Es tropft und plät­schert so vor sich hin. Sieht aus wie in ner Tropf­stein­höhle. Kein Feu­er­scha­den. Oben is wohl kom­plett hin… Das Cafe ist »nur« nass.« Die Dis­ko­thek ist somit vor­erst geschlos­sen, ob und wie es wei­ter gehen wird, ist unklar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 August

Ohne Worte: Big Hair, again

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

»Mega­fri­su­ren gehö­ren zu den archi­tek­to­ni­schen Welt­wun­dern unse­rer Zeit. Sie tür­men sich auf. Sich machen sich breit. Sie tre­ten vor und for­dern zum Hin­se­hen her­aus. Rie­sen­fri­su­ren zie­len auf Wir­kung, auf Dra­ma­tik und Extra­va­ganz. Weni­ger auf Raf­fi­nesse, Sub­ti­li­tät oder gar Zart­heit. Und kein biss­chen auf Natür­lich­keit. Sie sind viel zu beschäf­tigt damit, der Schwer­kraft zu trot­zen und um unsere Auf­merk­sam­keit zu buh­len.« (Grant McCra­cken: Big Hair, 1995, dtv Ver­lag | Bild­quelle: Now this is Gothic)


18 Juli

Amphi 2011 - Schwarzer Karneval in Köln

Die möchten nur spielenAls ich ein paar Bekann­ten davon erzählte, dass ich am ver­gan­ge­nen Wochen­ende zum Amphi 2011 nach Köln fah­ren werde, ent­lockte ich ihnen den zyni­schen Kom­men­tar: »Du fährst also zum dei­nem schwar­zen Kar­ne­val nach Köln!«  Ich war bestürzt, ent­rüs­tet und zur Gegen­ar­gu­men­ta­tion bereit. Ich holte tief Luft und bereite mich dar­auf vor, einen län­ge­ren Vor­trag dar­über zu hal­ten, was Klei­dung und Sty­ling für mich bedeu­ten, als ich einen Augen­blick inne hielt und nachdachte.

Hat­ten sie denn wirk­lich Unrecht? Wie viel Wahr­heit schlum­mert in die­ser unbe­dach­ten Bemer­kung über das Fes­ti­val in der Domstadt?

Mit guten Vor­sät­zen und einer opti­mis­ti­schen Grund­hal­tung machte ich mich also auf, mög­li­che Vor­ur­teile aus­zu­räu­men und das Kli­schee des schwar­zen Kar­ne­vals zu ent­kräf­ten. Das diese Mis­sion zum Schei­tern ver­ur­teilt sein sollte, ahnte ich zu die­sem Zeit­punkt noch nicht.

Als ich gemein­sam mit Sabrina am Tanz­brun­nen saß und die fla­nie­ren­den Besu­cher des Fes­ti­vals betrach­tete, stol­per­ten meine Gedan­ken in die Ver­gan­gen­heit. Unwei­ger­lich stellte sich mir die Frage, ob es frü­her mög­lich gewe­sen wäre, dass Leute im wei­ßen Lack-Krankenschwester-Kostüm, Leute mit Wikinger-Mützen aus Stoff, Leute mit Jeck-is-Jut-Shirts, Leute mit neon­far­be­nen Plas­tik­haa­ren, Leute mit Uni­for­men oder Leute mit Schul­ter­dra­chen und Spongebob-Sweatshirts in der Darkwave-Disko auf­ge­taucht wären.

Mit fort­schrei­ten­der Uhr­zeit und stei­gen­dem Alko­hol­pe­gel schloss sich die Frage an, ob es damals schon so war, dass Gruf­ties ihren Müll in die Blu­men­beete schmis­sen, laut gröh­lend die Songs ihrer Bands ver­ulk­ten oder völ­lig besof­fen die Trep­pen run­ter tor­kel­ten. Ist es schon immer so gewe­sen, dass Leute mit Camouflage-Hosen und nack­tem Ober­kör­per durch den Regen stol­zier­ten und leicht beklei­dete Mäd­chen mit Plas­tikrö­cken bar­fuß über den mit Müll über­sä­ten Boden stapf­ten? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Februar

Ohne Worte: Ostdeutschland, späte 80er

Kategorie: Dunkelkunst6 Kommentare

Die Szene von Innen, Merit Pietzker

Wenn der Ver­stand siegt, ist die Schlacht nicht immer gewon­nen: »Die schöns­ten Träume von Frei­heit wer­den im Ker­ker geträumt.« (Johann Chris­toph Fried­rich von Schil­ler, aus­ge­sucht von Sabrina Kir­napci)

(Bild­quelle: Die Szene von Innen,von Man­fred Stock und Phil­lip Mühl­berg (1990) — Bild­quelle: Merit Pietz­ker — via audio­gruft)


13 Februar

Ratte macht die Fliege - Dagmar beichtet Timmy alles (8)

Ratte macht die Fliege»Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte. Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte.

Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Dagmar beichtet Timmy alles (Teil 8)

»Vero und Dag­mar wol­len sich an die Wave-Welle anhän­gen: Weil ihr »Idol« Ratte, die »Grufti«-Königin von Mün­chen, nach Lon­don gezo­gen ist, sind sie ihr nach­ge­reist und haben bei Ratte Unter­schlupf gesucht. Aber die Begrü­ßung war sehr kühl; Vero und Dag­mar haben schon nach einem Tag Lon­don die Segel gestri­chen und sind nach Mün­chen zurück­ge­fah­ren. Beson­ders ent­täuscht ist Dag­mar: Wegen Ratte und dem Wave-Tick hat sie sich mit ihren Freund Timmy ver­kracht. Das tut ihr inzwi­schen unheim­lich leid — wie über­haupt der miß­lun­gene London-Trip. Ihre Eltern sind stink­sauer, und in der Klasse wer­den Vero und Dag­mar von ihren Mit­schü­lern dumm ange­re­det…« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Februar

Ratte macht die Fliege - Ratte schläft im gemieteten Sarg (7)

Ratte macht die Fliege»Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte. Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte.

Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Ratte schläft im gemieteten Sarg (Teil 7)

»Vera und Dag­mar sind aus­ge­ris­sen nach Lon­don. Ihre Freunde in Mün­chen wis­sen nicht, wo die bei­den ste­cken. An der Themse lebt ihr Idol »Ratte«, eine total aus­ge­flippte Wave­rin, zusam­men mit ein paar ande­ren Deut­schen als Haus­be­set­zer in einem abbruch­rei­fen Gebäude. Ratte hat keine Ahnung, daß sie Besuch bekommt — und springt vor Begeis­te­rung auch nicht gerade an die Decke, als sie die bei­den Aus­rei­ße­rin­nen vor ihrer Haus­tür sieht. Vero und Dag­mar, völ­lig geschafft von der anstren­gen­den Zug­fahrt, sind heil­froh, daß sie Ratte über­haupt hier antref­fen.« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Januar

Ohne Worte: Back to the Roots

Kategorie: Dunkelkunst21 Kommentare

»Erst­mals im 12. Jahr­hun­dert in Mode gekom­men, fun­gier­ten diese Schna­bel­schuhe bald als Sta­tus­sym­bol und per Klei­der­ord­nung als fest­ge­leg­tes Dis­tink­ti­ons­mit­tel gesell­schaft­li­cher Klas­sen. Auf­grund ihrer phal­li­schen Form vom mit­tel­al­ter­li­chen Kle­rus ver­dammt, erleb­ten sie wäh­rend der Bau­ern­kriege durch die Bund­schuh­be­we­gung eine Art regio­nale Wie­der­ge­burt auf sym­bo­li­scher Ebene« (Bild­quelle: Karn­stein)


17 Januar

Ratte macht die Fliege - Timmy macht sich große Sorgen (6)

Ratte macht die Fliege»Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte. Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte.

Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Timmy macht sich große Sorgen (Teil 6)

»Ratte, die Waver-Königin von Mün­chen, ist zu ihrer Freun­din Marion in ein Abbruch­haus in Lon­don gezo­gen. Dort ist sie gerade dabei, »ihr« Zim­mer ein­zu­rich­ten: schwarze Wände, viele Ker­zen, Pos­ter von »Cure« und »Dam­ned« und sogar ein ech­ter Sarg, den sie als Bett benutzt… Ratte hat natür­lich keine Ahnung, daß Dag­mar und Vero, zwei Fans von ihr, auf dem direk­ten Weg nach Lon­don sind. Sie haben über die Mut­ter von Ratte ihre Adresse bekom­men…« Den gan­zen Arti­kel lesen… »