Es dürfte den regelmäßigen Lesern nicht entgangen sein, dass es ruhig geworden ist im Blog. Eigentlich ist es nicht meine Art einen Abwesenheitsartikel zu verfassen, denn ich selbst finde das schrecklich und überflüssig. Entweder man schreibt, oder man schreibt eben nicht. Ich möchte diesen Artikel zum Anlass nehmen, etwas von Träumen zu schreiben, von guten Freunden und unerwarteter Hilfe.
Ich bin ein Spätzünder und das in jeder Hinsicht. Ich habe Jahre gebraucht um mich selbst zu finden und bin Träumen hinterhergelaufen, die unrealistisch und unmöglich erschienen. Kompromisse, so dachte ich, gehören zum privaten Leben dazu. Kompromisslosigkeit erschien mir egoistisch. So blieb es bei Träumen von der perfekten Wohnung, von einem Refugium, das ganz und gar den eigenen Ansprüchen, Vorstellungen und Wünschen entspricht. Kleine Schritte wurden erkämpft und mündeten in einem Zimmer, einem Raum. Ein Rückzugsort im Rückzugsort. Falsche Klischeevorstellung bremsten den Drang zusätzlich, was ich als schön und ästhetisch empfand, wurde als kitschig und lächerlich abgestempelt. Ich bin 37 und endlich richte ich eine Höhle so ein, wie es mir gefällt. Nennt mich einen Spätzünder.
»Man muss erst herausfinden, dass es auch anders geht.« sagte eine gute Freundin zu mir. Und so utopisch das für mich klang, ich habe es herausgefunden und das in jeder Hinsicht. Seit ein paar Wochen renovieren wir eine gemeinsame Höhle voller Gemeinsamkeiten, verbringen viel Zeit in Einrichtungshäusern, Baumärkten um nach den schwarzen Perlen zu tauchen. Die einzigen Kompromisse sind dem Geldbeutel geschuldet. Den ganzen Artikel lesen… »








