25 Februar

Schattenwelt - Helden und Legenden des Gothic Rock

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Schattenwelt - Dave ThompsonSel­ten wird mir ein Buch so voll­mun­dig ange­kün­digt wie das Werk Schat­ten­welt von Dave Thomp­son. Der eng­li­sche Autor und Musik­jour­na­list gehört zu einem der flei­ßigs­ten Schrei­ber der alter­na­ti­ven Musik­szene und brachte schon in frü­hen 80ern Fan­zines und Bücher her­aus, mit die­sem Buch möchte er die Ent­ste­hung des Gothic Rock anhand sei­ner Hel­den und Legen­den nach­zeich­nen. Ich habe mich 424 Sei­ten durch die sehr gute Über­set­zung von Kirs­ten Bor­chardt gewühlt und mir ein eige­nes Bild von dem Buch gemacht, über das der Zillo schrieb: »Einen defi­ni­ti­ve­ren Über­blick über die Geburt der schwar­zen Szene wird es wohl nicht mehr geben.«

Das Buch zeich­net den Ver­lauf der schwar­zen Szene sehr genau nach und beginnt etwa 1976 mit den ers­ten Live-Auftritten von Sioux­sie & The Bans­hees und eröff­net die musi­ka­li­sche Chro­nik mit Iggy Pop und sei­nem legen­dä­rem Album The Idiot, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Sehr detail­liert beschreibt Thomp­son das Erschei­nen sämt­li­cher Prot­ago­nis­ten auf der Bühne des Gothic Rock und kon­zen­triert sich dabei auf die Haupt­dar­stel­ler und ihre musi­ka­li­schen Pro­jekte. Als sich The Cure, Bau­haus und Joy Divi­sion vom fast schon eta­blier­ten Punk lösen sucht man förm­lich nach einem neuen Ober­be­griff, der den Bands der ers­ten Stun­den anhef­ten wird wie eine Täto­wie­rung. Mit The Mis­sion, The Dam­ned und The Sis­ters of Mercy macht er die Bewe­gung dann ein­deu­tig zu einem eng­li­schen Phä­no­men, woran ver­ein­zelte Aus­flüge mit The Birth­day Party, Chris­tian Death oder den Fields of the Nephilim nichts ändern kön­nen. Der Wech­sel zwi­schen den vie­len par­al­le­len Ent­wick­lun­gen ist mit­un­ter etwas umständ­lich und kon­fus gera­ten, so das man als Leser immer wie­der reflek­tie­ren muss, in wel­chem Teil der Zeit man sich befin­det. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Dezember

Tintenkleckse: Leichenliebe

leichenliebeWie bereits ange­kün­digt, widme ich mich erst­mals den musi­ka­li­schen Tin­ten­kleck­sen. Erst­mal möchte ich mich nur auf eine Band kon­zen­trie­ren um über den übli­chen Rah­men eines plum­pen Links hin­aus­zu­ge­hen. Ob es ein­mal mehr wer­den, hängt natür­lich auch vom Erfolg bei Euch, mei­nen lie­ben Lesern, ab. Mit­ar­beit ist erwünscht und sehr ein­fach, nutzt die unzäh­li­gen Mög­lich­kei­ten mir einen Link zu eurem Tin­ten­klecks zu geben, ein­fach einen Kom­men­tar auf einen der Tin­ten­kleckse abge­ben. Ich hänge mich dann voll rein um etwas über die Musik zu erfahren.

Der Trop­fen fällt, sorg­fäl­tig falte ich das Blatt und betrachte das Werk: Leichenliebe.

Der mor­bide Name der Band schreckt zunächst ab, denn Lei­chen­liebe wird im all­ge­mei­nen als mensch­li­che Per­ver­sion betrach­tet. Ursprung kön­nen viel­leicht die Filme von Jörg Butt­ge­reit sein, der bereits in den 80er mit sei­ner Nekro­man­tik die Gren­zen des guten Geschmacks sprengte. Die erste Asso­zia­tion täuscht aber über die sehr ein­fühl­same und klang­starke Musik hin­weg und lässt even­tu­ell etwas aus dem Metal-Bereich ver­mu­ten. Doch ich war über­rascht was meine Ohren durch­dran­gen, nach­dem sich das läu­ten der Glo­cken zu Beginn des Stü­ckes Sonn­tag gelegt hat­ten. Hätte ich nicht nach­ge­schla­gen, das es sich dabei um ein Stück aus dem Jahr 2005 han­delt, würde ich mich zutiefst in die 80er ver­setzt fühlen.

»Lei­chen­liebe wurde 2005, mit der Inten­tion Goth Musik im Stil der 80er und frü­hen 90er zu spie­len, gegrün­det. Im Okto­ber 2005 wurde das erste 3 Track Demo, wel­ches hier kom­plett zum Down­load bereit steht, auf­ge­nom­men und ver­öf­fent­licht. Im Moment arbei­tet die Band an neuen Songs wel­che hier von Zeit zu Zeit ver­öf­fent­licht wer­den.«

Natür­lich ist frag­lich, ob eine Band mit dem nach­ah­men einer zeit­li­chen Epo­che auch heute Erfolg haben kann. Für mich ein kla­res Jahr, denn nach­dem die 80er den Kla­mot­ten­markt beein­flusst haben, stür­men jetzt auch die ers­ten 80er Retro Bands– und Künst­ler die Bühne, wie am Bei­spiel von La Roux zu sehen ist. Doch zurück zu Lei­chen­liebe. Das Pro­fil auf MyS­pace gibt nicht viele Infor­ma­tio­nen her, die Demo­songs, die als kos­ten­lo­ser Down­load ange­bo­ten wer­den sind jedoch sehr viel­ver­spre­chend. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Dezember

Subkultur! - Gothic Rocker

Die Anhän­ger sind im Schnitt über 30 und tra­gen noch die glei­che Jeans­ja­cke, die sie sich vom Jugend­wei­he­geld gekauft haben. Das war eben­falls der Tag, an dem sie von Mutti das letzte Mal zum Fri­seur geschickt wur­den, gene­tisch beding­tem Haar­ver­lust begeg­nen sie mit Igno­ranz. Sie hal­ten Kiew für den Erfin­der der Sta­lin­or­gel und mit ihren Bier­kon­sum könn­ten sie bei »Wet­ten dass« auf­tre­ten. Fälsch­li­cher­weise wird auch die Musik von deut­schen Bands wie Oomph! oder Ramm­stein als Gothic Rock bezeich­net. Die Künst­ler leh­nen diese Kate­go­ri­sie­rung aller­dings ab. Hör­ten Sis­ters Of Mercy ohne Ofra-Haza-Gesang, Dre­ad­ful Shadows und hören heute Lon­don after Mid­night und The Cult.

Man nennt ihn auch Gothic Cow­boy und zielt damit auf das tra­gen von ent­spre­chen­dem Schuh­werk und Leder­ho­sen mit Schnü­ren ab. Der Rocker unter den Gothics zählt zu den treu­es­ten sei­ner Art und bleibt Szene und Aus­se­hen treu. Eigent­lich ist er ja ein Rocker mit düs­te­rer Ader für den Musik immer mit schnei­di­gen Gitar­ren­riffs zu tun hat. Bei den Gothic Rockern han­delt es sich nicht um eine Jugend­szene, son­dern viel­mehr um ein Post­pu­ber­tä­res Phä­no­men, deren Anhän­ger so ihren Aus­gleich vom All­tag fin­den. Es wird deut­lich, das sich die Lebens­ein­stel­lung auf grund­le­gende rebel­li­sche Ideale des Rock stützt und mit einer klas­si­schen, schwar­zen Ein­stel­lung der Gothics nicht zu tun haben. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Dezember

Subkultur! - Batcave

Kategorie: SubKultur!42 Kommentare

Der Batca­ver ist der pun­kigste aller Gruf­ties. Mar­ken­zei­chen sind Iro­ke­sen­fri­sur oder hoch­tou­pierte Haare, die oft­mals mit pin­ken oder grü­nen Farbe ver­se­hen sind, am liebs­ten in Neon. Netz­hem­den, Hand­schuhe und Strumpf­ho­sen trägt man grund­sätz­lich kaputt, eine kleine Indus­trie ver­sorgt den Batca­ver sogar mit vor­kon­fek­tio­nier­ten Löchern in Strumpf­ho­sen. In der sonst düs­te­ren Umge­bung mit trau­ri­gen Gesich­tern lacht er fre­cher­weise. In Dis­cos wird hem­mungs­los gehüpft, gerne auch mal gesprun­gen.  Den Namen hat man nicht etwa von Bat­man, son­dern einem im Juli 1982 eröff­ne­ten Club in Lon­don, dama­li­ger Kno­ten­punkt der bri­ti­schen Gothic Szene, der hat sei­nen Namen aber von Bat­man. Frü­her hörte man Alien Sex Fiend, The Spe­ci­men und Cinema Strange. Heute auch. Den gan­zen Arti­kel lesen… »