31 März

Spontis Wochenschau #11

Dun­kel ist die Nacht. Der März neigt sich dem Ende und auch die letz­ten Tage der dunk­len Jah­res­zeit schei­nen gezählt. Die Uhren sind (hof­fent­lich) umge­stellt und die Win­ter­ja­cken ein­ge­mot­tet. Ein Besuch beim frisch ver­grö­ßer­ten Piercing-Studio brachte mir neben 2 wei­te­ren Löchern auch die Erkennt­nis, das Pier­cing und Täto­wie­rung end­gül­tig in der brei­ten Masse ange­kom­men sind. Das Stu­dio in Mön­chen­glad­bach, das ich seit ewi­gen Zei­ten besu­che begann stil­echt mit einem Mit­ar­bei­ter in einer klei­nen und pop­li­gen Hin­ter­hof­bude und mutierte nun zum Hochglanz-Studio mit 2 fest ange­stell­ten Pier­cern, 1 fes­ten Täto­wie­rer und einem Lehr­ling. Löchern im Dauertakt.

Wie lange dau­ert es wohl noch, bis pro­fes­sio­nelle Tattoo-Entfernung mit ins Pro­gramm auf­ge­nom­men wird? Wie bekommt man das Loch eines Plug wie­der zu? Kör­per­ver­än­de­run­gen wer­den zwar immer gesell­schafts­fä­hi­ger, aber im glei­chen Maße auch schnell­le­bi­ger. Was heute Hip und Modern erscheint, ist in 10 Jah­ren viel­leicht schon wie­der schlecht und häss­lich. Man betrachte die Kar­riere des Steiß­bein­bilds, das man umgangs­sprach­lich auch Arsch­ge­weih beti­telte, fehlt nur noch eine Fern­seh­sen­dung »Die Tattoo-Entferner«. Kommt noch. War­tet ab. Und dann, wenn es kei­nem mehr gefällt und sich jeder labile sei­ner Taten schämt, werde ich es wie­der mögen und Lebens­in­halt unzäh­li­ger, arbeits­lo­ser Täto­wie­rer wer­den. Vor­aus­ge­setzt, in mei­ner dann alten und fal­ti­gen Haut fin­det sich über­haupt noch eine eini­ger­ma­ßen benutz­bare Stelle.  Links ? Achso, ich ver­gaß: Den gan­zen Arti­kel lesen… »