30 Januar

Black Friday im Louvre: Was, wenn Provokation plötzlich funktioniert?

von Kategorie: BrennpunktDiskussion: 29 Kommentare

Black Friday und Schwarzkittel in ParisWas für das Grufti-Ehepaar Freyja und Matthias als romantischer Urlaub in die Stadt der Liebe geplant war, endete in einem Drama. In den Louvre, eines der berühmtesten Museen der Welt, gewährte man ihnen keinen Einlass, weil es wegen ihres Aussehen angeblich Sicherheitsbedenken gäbe. Der eigentliche Grund war, davon sind die beiden fest überzeugt, allein ihr Aussehen und nicht die vorgeschobenen Sicherheitsbedenken. Als sie einen Tag später den historischen Pariser Friedhof Père-Lachaise besuchten, wurden sie erst von der Security verfolgt, dann hielt man sie gegen ihren Willen fest. Freyja wurde gezwungen, die für ihren Youtube-Kanal „Black Friday“ entstandenen Videoaufnahmen, die sie während ihres Rundgangs gemacht hatte, zu löschen. Während man angeblich auf die Polizei wartete, gab man dem Ehepaar zu verstehen, dass ihre Kleidung und Schmuck respektlos gewesen wären. Für die beiden Gothics, die ausleben was sie sind, ein herzzerreißender und negativer Höhepunkt der Reise in die Stadt der Liebe.

Haben die beiden einen Fehler gemacht, indem sie sich nicht anpassten? Sind die Wachleute schuld, die aufgrund von Äußerlichkeiten über die Menschen urteilen? Was tun, wenn die Provokation plötzlich funktioniert? Den ganzen Artikel lesen… »


23 Dezember

Spontis Wochenschau #7/2016 – Eine Bande von heuchelnden Mitläufern

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 16 Kommentare

Spontis WochenschauWeihnachten steht vor der Tür und doch ist vielen nicht so richtig zum feiern zumute. Die Welt erscheint wie ein Trümmerhaufen, selbst vor der eigenen Haustüre ist der Terror nun angekommen. Wohin mit der Angst? Es wird die Lauten geben, die feurige Statements abgeben, die Leisen, die sich verkriechen, die Gläubigen, die glauben wollen, die Denker, die nach Lösungen suchen, die Aggressiven, die aus Angst Wut machen und die Durchtriebenen, die aus dieser Angst und Unsicherheit eine politische Macht kreieren wollen. Die breite Masse bildet sich derweil ihre Meinung und ordnet sich einem der Lager zu, vielleicht auch irgendwo dazwischen. Aber das ist schon das höchste der Gefühle wenn es um Differenzierung zwischen gut und böse oder zwischen schwarz und weiß geht. Jetzt freut man sich erstmal via Facebook über die gebildete Meinung, versucht dann für sich den geschmückten Weihnachtsbaum zu rechtfertigen, bereitet den Festtags-Braten für den heiligen Abend vor und freut sich auf Filme wie „Con Air“ oder „Der Herr der Ringe“ im abendlichen Fernsehprogramm, die ablenken von dieser Welt mit ihren merkwürdigen Menschen. Ich bleibe hier in meinem schwarzen Biotop, ganz ohne Hetzjagd, politischen Parolen, Schuldzuweisungen und dem zwanghaften Verhalten Gründe für etwas zu suchen, wofür es keine Gründe geben kann. Die laute Welt mit ihren kaputten Menschen kann mir gestohlen bleiben. Wenn es Euch genauso geht und ihr Zerstreuung sucht, seid ihr hier richtig: Den ganzen Artikel lesen… »


25 Oktober

Spontis Wochenschau #6/2016 – More Dead than Alive

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 7 Kommentare

Spontis WochenschauBevor ich jetzt für jede Meldung ein Fass – oder auch einen Artikel – aufmache, das wichtigste in Kürze. Im Oktober gibt es keinen Gothic Friday. Die Themensuche nahm Zeit in Anspruch und dieses verdammte echte Leben raubte vielen Helfern aus unserem Team die Zeit und jetzt ist einfach zu spät, um noch im Oktober einen Gothic-Friday zu starten. Dafür geht es Anfang November weiter und endet auch erst mit dem Februar 2017. Oder so. Man muss auch einfach mal aus dem kleinbürgerlichen Plänemachen ausbrechen! Nach einer Anregungen aus den Kommentaren habe ich jetzt ein Spontis-Fotoalbum begonnen, in dem ich die Bilder, die teilweisen zu vielen Artikeln erschienen sind, sammle und zum durchstöbern bereit stelle. Hier wird auch nicht aussortiert und zurechtgefummelt. Sozusagen der Directors Cut. Momentan sind Friedhofsbilder und die Bilder von den Spontis-Treffen geplant, auch Galerien von Lesern finden hier ihren Platz. Und dafür, dass es dieses Ausgabe keine Lebensweisheiten von mir gibt, ist die Wochenschau deutlich voller geworden. Das waren die Guten Nachrichten, die schlechte: Pete Burns ist tot. Kein großer Künstler, Musiker oder Sänger, dafür einer der letzten echten Freaks unter den ganzen Angepassten. Den ganzen Artikel lesen… »


27 Juli

Cementiri de Montjuïc – Prunkvoller Friedhof in Barcelona

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 3 Kommentare

Cementiri de Montjuïc - Schmiedekunst im Verfall der ZeitMan hat mir erzählt, dass die Einheimischen den Friedhof auf Barcelonas Berg, dem Montjuïc, nicht mögen. Die Vorstellung, dass ein Friedhof eine Sehenswürdigkeit sein könnte, ist ihnen fremd. So ist es, nicht ganz unerwartet, menschenleer als ich den Eingangsbereich des Friedhofs erreiche, nur ein gelangweilter Wärter im klimatisierten Häuschen spielt mit seinem Smartphone. Ich freue mich auf einen ungestörten Tag auf dem Friedhof, der 150 Jahre spanische Gräberkultur präsentiert und den man anhand eines Tourplans auf drei unterschiedliche Routen erkunden kann. Auf der Suche nach den Plänen betrete ich das Gebäude der Friedhofsverwaltung. Der Infostand ist ebenfalls leer, nur eine lächelnde Putzfrau zeigt mir – sie ahnte wohl mein Begehren – die entsprechenden Ständer. Mit meinem Plan für die historische Route und meinem Fotoapparat bewaffnet, meistere ich die ersten Treppen, die den Eingang des Friedhofs markieren. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Juli

Friedhof Ohlsdorf – Eine beruhigende Lebendigkeit

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 3 Kommentare

Engelskind ruht in Frieden - OhlsdorfEin Friedhof, auf dem Autos und Fahrräder herumfahren? Eine Unmöglichkeit, dachte ich bisher. Leserin Kerstin, die einige schon von ihren Bildern vom Frankfurter Hauptfriedhof kennen, empfindet jedoch genau diese Lebendigkeit auf dem Ohlsdorfer Friedhof als beruhigendes Element. Und schon verliert man sich in Gedanken über Pietät und das Verhältnis zum Tod, ob man will oder nicht. Ein Fernsehbeitrag vom NDR, auf den sie mich auch aufmerksam machte,Ihre Bilder – eine Mischung aus neuem und altem Material – hat sie diesmal mit ihren ganz eigenen Eindrücken versehen, die ein Stück ihre Faszination für diesen Friedhof erklären.

Der Hamburger Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. Auf einer Fläche von rund 391 Hektar wurden seit dem 1. Juli 1877 – heute feiert er seinen 138. Jahrestag – über 1,4 Millionen Beerdigungen durchgeführt unter anderem die von Gustaf Gründgens, Hans Albers, Inge Meysel und Heinz Erhardt. Doch bevor ich mich über einen Friedhof auslasse, den ich leider noch nicht besucht habe, lasse ich Kerstin zu Wort kommen. Den ganzen Artikel lesen… »


21 Juni

Spontis Wochenschau #03/2015

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 1 Kommentar

Spontis WochenschauVorgestern war ich mit meinem besten Freund und seinem 12-jährigen Sohn im Kino. Ich wurde eingeladen, den neusten Teil aus der „Jurassic Park“ Reihe anzuschauen, der sich nun „Jurassic World“ schimpft und sich anschickt, zum Blockbuster des Jahres zu avancieren. Und während auf der Leinwand – vom Dolby-Klang knackender Knochen untermalt – reihenweise Menschen gefressen, durch die Luft geschleudert und zu Tode getrampelt wurden, machte ich mir darüber Gedanken ob Filme ab 12 Jahren auch in meiner Jugend so blutrünstig gewesen sind. Ihr merkt schon, so doll fand ich den Film jetzt nicht – oder besser gesagt, die Anspruchslosigkeit der Story ließ Raum für Grübeleien. Meine altersgerechte Empörung (bin nun offiziell Ü40) über die Gruseligkeit und Brutalität aktueller Kinofilme verfolg jedoch schnell, denn so war es eigentlich schon immer, man denke nur an „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, der auch ab 12 war. Gut, ein klein bisschen strenger war man früher schon, so konnte ich damals „Gremlins“ (FSK 16) nur in Begleitung meiner Schwester gucken – der Film läuft heute im Nachmittagsprogramm. Man geht eben mit der Zeit oder irre ich mich etwa? Es ist schwieriger geworden die Jugend zu schützen, soviel ist mal sicher. In der 80ern war es kaum möglich, sich „Halloween“ ins Kinderzimmer zu schmuggeln, schon gar nicht wenn man keinen VHS-Rekorder hatte und „nur“ eine ältere Schwester die so etwas überhaupt nicht toll fand. Heutzutage ist das alles ein paar Mausklicks entfernt. Ich finde, es ist schwieriger geworden seinen Nachwuchs zu „schützen“ oder deutlich anstrengender, seinen Kinder bei der Bewältigung der Reizüberflutung zu helfen.  Jetzt aber zur Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »


5 April

1999: Eine Bildertour über den Hauptfriedhof Frankfurt

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 10 Kommentare

SehnsuchtLeserin Kerstin – alias Hexenstern von Horn – hat eine besondere Leidenschaft für Friedhöfe, schon seit Jahren ist sie unterwegs, um Eindrücke mit ihrer Kamera festzuhalten. Als die Wahl-Hamburgerin vor rund 15 Jahren in Frankfurt lebte, erforschte sie den Hauptfriedhof, einer der eindrucksvollsten und größten Friedhöfe Deutschlands. Beim stöbern in diesen alten Aufnahmen entschloss sie sich, sie Spontis – und damit einer breiten Menge ästhetisch gleichgesinnter Menschen – zur Verfügung zu stellen. Eine schöne Entscheidung, denn mich haben die Bilder gleich gepackt, sei es wegen der Wahl der Motive oder wegen dieser angenehmen Patina, die auf den alten und rauschigen Bilder ruht und diese Art der Wärme versprühen, die man auch beim knistern alter Schallplatten spüren kann. Den ganzen Artikel lesen… »


2 April

Spontis Wochenschau #02/2015

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 6 Kommentare

Spontis WochenschauÜberrascht haben mich in den letzten Wochen meine Posteingänge. Der virtuelle und der reale. Im virtuellen Postfach landete eine E-Mail einer Redakteurin die für den WDR eine Sendung aus der Reihe „b.sucht“ recherchiert und Protagonisten aus der schwarzen Szene sucht und sich von mir Hilfe dabei versprach. Die Nachricht war ausführlich und durchaus plausibel, das Format halbwegs ansprechend. Nach einigem zögern willigte ich ein, bei der Suche zu helfen. Ich wollte die Gelegenheit ergreifen, endlich ein paar Menschen vor die Kamera zu bringen, die etwas von dem repräsentieren, was ich schwarze Szene nennen würde. Also legte ich mich in Zeug, sprach einige Menschen an, fragte nach ihrem Einverständnis, trug Informationen zusammen und schickte eine entsprechende Liste zurück. Ich weiß leider noch nicht, wer mit dabei ist und wer nicht und bleibe gespannt was dabei herauskommen wird. Meine Erfahrungen werde ich in einem Artikel zusammenfassen, wenn der entsprechende Bericht im Sommer gezeigt wird. Ich verbleibe pessimistisch. Warum, zeigte mein echtes Postfach. Kurz nachdem ich die Mail abschickte, leerte ich den echten Briefkasten, der eine Postkarte aus Meldorf offenbarte, die ein Foto von Wellen zeigt, die an Steinen zu Gischt zerschellen. Einfach so eine Postkarte, nur ein Absender und liebe Grüße. Ihr könnt euch vorstellen, welches Kopfkino losging: Meine Vorstellungen von einem guten Bericht zerschellen zu salzigem Schaum. Großartig. Ich werde den Leser auf dem laufenden halten, auch mit dieser Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »


18 Dezember

Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof Lauheide

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 1 Kommentar

Verwitterte GrabsteineAnimiert durch den Bericht von „Gruftfrosch“, der seine Eindrücke vom Eliasfriedhof in Dresden schildert, verspürte auch „Irmin“ die unstillbare Lust über seinen Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof zu schreiben. Ich habe mich wieder einmal sehr darüber gefreut, dass sich Leser hinsetzen um ihren Eindrücke und Gedanken aufzuschreiben um sie hier zu veröffentlichen. Eine wunderschöne Entschleunigung zur Schnelllebigkeit geschriebener Nachrichten in den sozialen Netzwerken. Lange Rede, kurzer Sinn – Hier der Artikel von „Irmin“ über seinen Besuch auf dem Waldfriedhof Lauheide:

Was es nicht alles für Auszeichnungen gibt: Der Waldfriedhof Lauheide wurde zum „Schönsten Friedhof Deutschlands 2014“ gewählt. Und das nicht von irgendwem, nein, sondern vom „Online-Portal bestattungen.de“. Von wem nicht so alles Auszeichnungen vergeben werden. Ich muss zugeben, dass ich vom Friedhof zwar schon gehört, ihm aber nie eine besondere Beachtung geschenkt hatte. Wie jedem Friedhof in Münster, und das, obwohl ich hier schon einige Jahre mein Dasein verbringe.

Wie dem auch sei, ein „Award des Online-Portals bestattungen.de“ (welch’ höhere Weihen könnte es geben?) ist doch zumindest ein Grund, diesen Friedhof einmal zu besuchen. Der Name „Lauheide“ leitet sich aus der ursprünglichen Heidelandschaft her, die dieser Wald einmal war, sowie der Tatsache, dass hier Gerberlohe gesammelt wurde (im Münsteraner Platt „Lau“ genannt). Im 19. Jahrhundert kam dann erstmals die Idee auf, einen naturnahen Waldfriedhof hier, im äußersten Nordosten Münsters, anzulegen. Tatsächlich geschah dies aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist der Friedhof nicht nur jung: Im Norden befinden sich einige Hügelgräber, die schon Jahrtausende überstanden haben. Den ganzen Artikel lesen… »


29 November

Gräber im Dornröschenschlaf – Eliasfriedhof Dresden

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 6 Kommentare

EliasfriedhofStefan, den einige Leser unter dem Namen „Gruftfrosch“ schon in den Kommentaren lesen konnten, hat eine Leidenschaft für Dresden und seine Friedhöfe. Vor einer Weile war er auf dem Eliasfriedhof unterwegs um Eindrücke zu sammeln und einen kleinen Text über seinen Rundgang zu verfassen. Schön, dass er seine Eindrücke mit Spontis teilt um den Leser den beschaulichen Friedhof in Dresden näherzubringen:

Etwas unscheinbar liegt er da, flankiert von Güntz- und Ziegelstraße unweit des Sachsenplatzes – am Übergang der Johannstadt zur Pirnaischen Vorstadt – einer der schönsten und ältesten erhaltenen Friedhöfe Dresdens: Der Eliasfriedhof. Rauschen draußen noch die Autos hektisch an einem vorbei, wird es schlagartig still, wenn man durch das Tor in der Ziegelstraße tritt. Ganz so, als ob der dichte Baumbestand den Lärm unsrer Zivilisation abschirmen würde. Dann tritt man in eine andere Welt. Alte sandsteinerne Grabmale, von der Patina geschwärzt, teils schief, halb oder ganz kaputt durch jahrzehntelange Vernachlässigung oder Kriegseinwirkung vom 13.Februar 1945, pittoresk von Efeu und Farnen überwuchert, mal mehr mal weniger schmuckvoll, aber ganz einfach wunderbar in der Gesamtheit. Den ganzen Artikel lesen… »