17 Juni

Kreative Randgruppenreflektion: Emo Assault Squadron 2

Der Humor ihrer Video­pro­duk­tio­nen ist so schwarz wie die Prot­ago­nis­ten selbst. Über die Agents of S.O.R.P. (Sacred Order of the Ring Pop) hatte ich bereits geb­loggt, jetzt sind sie mit neuem Video und neuer Inter­net­seite zurück. Nach ihrem Klas­si­ker Emo Assault Squa­dron gibt es jetzt den lange erwar­te­ten zwei­ten Teil, bei dem man sich inten­si­ver mit Hips­tern und den Twilight-Kids aus­ein­an­der­setzt. Das ich mich wie­der köst­lich amü­siert habe, brau­che ich sicher­lich nicht wei­ter erwäh­nen, ich mag ein­fach die unver­krampfte Art mit der eige­nen Rand­grup­pen­iden­ti­tät umzugehen.


21 Januar

Subkultur! - Visual Kei

Kategorie: SubKultur!86 Kommentare

Japanisches MädchenVisual kei (japa­nisch: vijuaru kei) lässt sich sinn­ge­mäß als  »visu­elle Her­kunft« übersetzen.Es han­delt sich dabei um eine Szene die eine ganze Reihe von Aspek­ten in sich ver­eint. So ent­wi­ckelte sie sich nicht aus der ursprüng­li­chen Musik, dem J-Rock oder J-Pop son­dern aus dem auf­tre­ten der Band­mit­glie­der das stark an einen Mensch gewor­de­nen Aus­gabe eines Manga oder Anime. Zunächst habe ich mich ein wenig gesträubt einen der­ar­ti­gen Arti­kel hier auf­zu­neh­men, ent­schloss mich aber zur akti­ven Auf­klä­rungs­ar­beit und möchte euch meine Recher­chen und Mei­nun­gen nicht vorenthalten.

Die in den 80er ent­stan­de­nen Musik­rich­tung J-Rock/J-Pop (Japan Rock/Pop) ist als Anleh­nung des west­li­chen Rock ent­stan­den und ver­bin­det die­sen mit klas­si­schen japa­ni­schen Ele­mente der Musik. Musik von Aeros­mith, Twis­ted Sis­ter und David Bowie trifft auf die tra­di­tio­nelle Enka-Musik und die moder­nen japa­ni­sche Pop­mu­sik Kayōkyoku. Bekannte Bei­spiele die­ser Musik sind X Japan, D’espairsRay, Moi dix Mois oder auch Buck-Tick. Die meis­ten Fans schät­zen die Kraft und Ener­gie der Musik und hal­ten diese für ehr­lich, was viel­leicht dar­aus resul­tie­ren mag, das diese die oft japa­ni­schen Texte nicht ver­ste­hen und so inten­si­ver die Emo­tio­nen der Musik wahr­neh­men kön­nen. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Geht mit so ähnlich bei eini­gen Songs von Tri­so­mie 21.

Die meis­ten Jugend­li­chen in Japan sind durch Klei­der­ord­nun­gen und Schul­uni­for­men in ihren Ent­fal­tung ein­ge­schränkt, was sich schließ­lich in den Erschei­nungs­bil­dern der Frei­zeit wie eine Explo­sion der Far­ben anfühlt. Dabei nahm die Szene west­li­che Styles der Gothic– Batcave-, Punk– und New Wave Szene auf, ver­mischte sie mit dem Aus­se­hen der Figu­ren in Man­gas und formte dar­aus den Visual Kei. Viele Jugend­li­che in Deutsch­land fin­den über Anime und Manga zum J-Rock und letzt­end­lich zum Visual Kei. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 November

Agents of SORP - Emothirst

Agents of SorpGrund­sätz­lich bin ich gegen die Dis­kri­mi­nie­rung von Rand­grup­pen, wirk­lich. Gut, das ein EMO zu kei­ner Rand­gruppe gehört, schließ­lich sind diese in der gefühl­ten Über­macht und besie­deln rudel­ar­tig Plätze und Trep­pen an öffent­li­chen Plät­zen und haben mitt­ler­weile auch Kla­mot­ten­la­bels wie H&M, Pim­kie und New Yor­ker infil­triert. Dies ist nur mit einer ein­zi­gen Sache zu bekämp­fen, mit Humor und der unver­blüm­ten Lust am Leben.

Außer­dem gehört die Selbst­iro­nie und das Kön­nen über sich selbst zu lachen zu den groß­ar­tigs­ten Fähig­kei­ten hof­fent­lich jeder Rand­gruppe. Meine Devise: Nicht gleich heu­len, son­dern auch mal lachen, neben­ein­an­der tan­zen statt ste­hen zu blei­ben, ein­fach mal genie­ßen ohne zu den­ken. Des­halb nehme es mit Humor und kom­men­tiere das ganze mit dei­ner Bot­schaft oder Video­schnip­sel, statt mit Vor­ur­tei­len zu hau­sie­ren soll­tet ihr sie ein­fach mal weg­la­chen, nähert euch ein­an­der statt sich von zu dis­tan­zie­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 September

Subkultur! - Das Emo als Subkultur?

800px-FugaziEmo´s sind keine Kuschel­tie­ren die bei Berüh­rung nach Nah­rung ver­lan­gen, Emo ist die Abkür­zung für Emo­tio­nal Hard­core, einer Musik­rich­tung die ihre Ent­ste­hung in den USA der frü­hen 90ern fei­erte. Die als mehr emo­tio­na­lere und gefühl­vol­le­rer Ver­sion des Hard­core Punks mit anspruchs­vol­le­ren Tex­ten rund um Liebe und Ver­zweif­lung gedachte Musik­rich­tung fand schnell viele Anhän­ger, gerade in der Gene­ra­tion der Jugendlichen.

Mit Titeln wie »Ceme­tery Drive« oder »Roses for the Dead« gibt sich die Musik mor­bide, hat aber mit Gothic nicht viel zu tun. So ziem­lich jeder Emo ver­wech­selt die eige­nen hor­mon­be­grün­de­ten Pro­blem­chen mit tie­fem Welt­schmerz und lebt die­sen hem­mungs­los aus. Im abge­dun­kel­ten Zim­mer sit­zend wer­den trau­rige Gedichte ver­fasst, die größ­ten­teils in Metrik und Seman­tik ebenso gru­se­lig sind wie in der dunk­len Wortwahl.

Es wird wohl 2000 gewe­sen sein, als sich Emo auch als Stil­aus­prä­gung der jugend­li­chen Mode eta­blierte, letzt­end­lich wird sie auch dar­auf von den meis­ten redu­ziert. Dabei wer­den viele Stil­ar­ten zu einem ganz neuen indi­vi­du­el­len Stil gemischt. Die Szene greift Ele­mente aus Bewe­gun­gen wie Punk, Gothic, Metal, Rocka­billy und Visual-Kei auf und kom­bi­niert das ganze auf neue Art. Röh­ren­jeans, Hoo­dys, Vans und Chucks gehen als ein­deu­tige Merk­male die­ses Genre durch. Die Haar­farbe ist meist schwarz, kom­bi­niert mit grü­nen, blauen oder lila far­be­nen Sträh­nen, der in dem Mar­ken­zei­chen der Emos endet, dem lan­gen Pony der übli­cher­weise ein Auge bedeckt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »