Emo´s sind keine Kuscheltieren die bei Berührung nach Nahrung verlangen, Emo ist die Abkürzung für Emotional Hardcore, einer Musikrichtung die ihre Entstehung in den USA der frühen 90ern feierte. Die als mehr emotionalere und gefühlvollerer Version des Hardcore Punks mit anspruchsvolleren Texten rund um Liebe und Verzweiflung gedachte Musikrichtung fand schnell viele Anhänger, gerade in der Generation der Jugendlichen.
Mit Titeln wie »Cemetery Drive« oder »Roses for the Dead« gibt sich die Musik morbide, hat aber mit Gothic nicht viel zu tun. So ziemlich jeder Emo verwechselt die eigenen hormonbegründeten Problemchen mit tiefem Weltschmerz und lebt diesen hemmungslos aus. Im abgedunkelten Zimmer sitzend werden traurige Gedichte verfasst, die größtenteils in Metrik und Semantik ebenso gruselig sind wie in der dunklen Wortwahl.
Es wird wohl 2000 gewesen sein, als sich Emo auch als Stilausprägung der jugendlichen Mode etablierte, letztendlich wird sie auch darauf von den meisten reduziert. Dabei werden viele Stilarten zu einem ganz neuen individuellen Stil gemischt. Die Szene greift Elemente aus Bewegungen wie Punk, Gothic, Metal, Rockabilly und Visual-Kei auf und kombiniert das ganze auf neue Art. Röhrenjeans, Hoodys, Vans und Chucks gehen als eindeutige Merkmale dieses Genre durch. Die Haarfarbe ist meist schwarz, kombiniert mit grünen, blauen oder lila farbenen Strähnen, der in dem Markenzeichen der Emos endet, dem langen Pony der üblicherweise ein Auge bedeckt. Den ganzen Artikel lesen… »