17 August

Die Selektion - Noire

Kategorie: Dunkle Klänge2 Kommentare

Die Selektion - NoireIn dunk­len Zei­ten, in denen Techno mit Indus­trial ver­wech­selt wird und auf musi­ka­li­schen Müll das Label  EBM geklebt wird um lust­los anein­an­der­ge­reihte Beats einen Hauch von Manu­fak­tur zu geben, ist man froh, wenn sich echte dunkle Per­len durch den Unter­grund an die Ober­flä­che spie­len, um dort ein­drucks­vol­len Wel­len zu schla­gen. Bereits im März berich­tete ich über die tan­zen­den Träu­mer der Selek­tion, nun halte ich das ange­kün­digte Album »Noire« in elek­tro­ni­scher Form und als Tape (!) in mei­nen Hän­den. Ein ver­reg­ne­ter Tag wie die­ser, ist genau die rich­tige Gele­gen­heit, dar­über zu schreiben.

Ich habe mir die Freude gemacht, ein altes Tape-Deck anzu­schlie­ßen, das Band ein­zu­le­gen und die Play-Taste zu drü­cken. Still und leise schleicht sich das erste Stück Du Rennst in die Gehör­gänge, bevor der trei­bende Beat, die für die Selek­tion so typi­sche Trom­pete (Han­nes Rief) und die brei­ten Synthie-Teppiche (Max Rie­ger) aus­ge­brei­tet wer­den, auf die man sich sofort legen möchte, um sich im Klang der Musik zu wäl­zen, was zunächst ver­wirrt und sich den­noch als ange­nehme Dis­har­mo­nie prä­sen­tiert ist der ver­zerrte Gesang (Luca Gil­lian), der mich schon im März sofort an Gabi Del­gado erin­nerte, dem aber in nichts nach­steht, nicht imi­tie­ren will, son­dern eine ganz eigene Dyna­mik erzeugt. Ein groß­ar­tige Eröffnung.

Ähnlich tanz­bar prä­sen­tiert sich Steine auf dein Haupt, das der Eröff­nung folgt und die Beine auf der Tanz­flä­che in Bewe­gung hält, sich aber deut­lich zurück­hal­ten­der prä­sen­tiert. Die Asso­zia­tion mit der sprich­wört­li­chen Asche, bei dem man sei­nen Feh­ler ein­ge­steht, kann ich nicht nach­voll­zie­hen, denn ein Feh­ler war das sicher nicht, auch wenn das Stück nicht ganz an die Ener­gie des Vor­gän­gers her­an­reicht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 Juni

Wir werden beobachtet!

Kategorie: Szene im Blick6 Kommentare

Die Gothic-Szene erfährt Auf­merk­sam­keit aus vie­len Rich­tun­gen. Sei es der Ein­fluss auf Mode­de­sign, Woh­nungs­ein­rich­tun­gen oder Pop­mu­sik, unsere Außen­dar­stel­lung scheint für viele Men­schen nicht mehr pro­vo­zie­rend, son­dern inspi­rie­rend zu sein. Da erscheint es nur logisch, dass auch die Wis­sen­schaft ein Auge auf die Schwarz­ge­wan­de­ten gewor­fen hat.

Doch was neh­men die For­scher von uns wahr? Was geben wir wil­lent­lich und unbe­ab­sich­tig preis? Und wel­che wis­sen­schaft­lich ver­wert­ba­ren »Erkennt­nisse« wer­den ver­öf­fent­licht? Frei nach dem Motto aller mün­di­gen Netz­bür­ger »Watch Your Back!« wer­fen wir hier einen Blick zurück auf die, die uns beob­ach­ten, und gehen auf die Suche nach unse­rem »Blin­den Fleck«. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 Juni

Schwarz-Braun sind auch wir?

Kategorie: Szene im Blick9 Kommentare

Viele Sze­nen blei­ben von der Anklage ver­schont, da man ihnen beim bes­ten Wil­len keine Rechts­ori­en­tiert­heit unter­stel­len mag. Manche Sze­nen wur­den der­art von rechts unter­wan­dert, dass diese daran zer­bra­chen. Beste Bei­spiele hier­für wäre die Skinhead-Bewegung.

In die­sem schwarz-bunten Hau­fen bro­delt der Vor­wurf und schwappt von Mal zu Mal stär­ker an die Ober­flä­che. Ob die Auf­schreie objek­tiv begrün­det oder nur einer sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ver­schul­det sind, wer ver­mag das schon zu sagen? Den­noch sei nicht zu über­se­hen, dass wirk­lich rechte Gesin­nun­gen inner­halb die­ser schwar­zen Schafe exis­tie­ren. Nicht bei der Masse, aber bei Ein­zel­nen inner­halb der Masse. So etwas lässt sich nicht aus­schlie­ßen. Weder hier noch in der Nachbarschaft.

Doch diese gilt es her­aus­zu­fil­tern. Alle diese Kame­ra­den, die das Stroh wie­der­käuen, das man in den Köp­fen der Sym­pa­thi­san­ten von NPD und Kon­sor­ten vor­fin­det. Diese gilt es zu selek­tie­ren, zu kri­ti­sie­ren und rechts lie­gen zu las­sen. Damit der letzte Rest Kunst und Kul­tur inner­halb die­ser Nachtschatten-Szene alleine einen Platz für Pro­vo­ka­tion bie­tet und nicht zum Forum der Pro­pa­ganda verkommt.

Es ist nur bedau­er­lich, dass man dahin­ge­hend bevor­mun­det wird. Denn statt ihrer Ahnungs­lo­sig­keit mit Schwei­gen nach­zu­kom­men, meckern viele Außen­ste­hen­den die Medien voll. Und spre­chen einem damit so ganz neben­bei die eigene geis­tige Leis­tung ab. Näm­lich das Ver­mö­gen, selbst­stän­dig selek­tie­ren, hin­ter­fra­gen und dif­fe­ren­zie­ren zu kön­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Mai

Es war einmal: Front 242 in der Münchener Theaterfabrik

Es dürf­ten wohl die spä­ten 80er gewe­sen sein, als Front 242 im Zenit ihres Schaf­fens stan­den und jeder Live­auf­tritt vor aus­ver­kauf­ten Rän­gen statt­fand.  Aus die­ser Zeit stammt ver­mut­lich auch das Video, das mir der Post­punk auf meine Pinn­wand hef­tete, vie­len Dank dafür. Die Bel­gier, die als ein­fluss­reichste Größe der EBM (Elec­tro­nic Body Music) zäh­len sind die feh­lende Evo­lu­ti­ons­stufe vom New Wave zum Electro-Sound der frü­hen 90er und wer­den auch heute noch von unzäh­li­gen Bands als maß­geb­li­cher Ein­fluss benannt. Dabei zei­gen sich Front 242 selbst beein­flusst, strei­ten eng­li­sche Ein­flüsse ab und ver­schrei­ben sich ganz der frü­hen deut­schen Elek­tro­ni­schen Musik. Kraft­werk, DAF, Die Krupps oder auch Liai­sons Dan­ge­re­u­ses haben sich wohl in den frü­hen 80er unter­ein­an­der beein­flusst, Front 242 oder auch Nit­zer Ebb ent­wi­ckel­ten den EBM kon­se­quent wei­ter und mach­ten ihn vor allem in Deutsch­land selbst sehr popu­lär. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 Februar

Subkultur! - Industrials

Kategorie: Hintergründe16 Kommentare

irlogoTrägt vor­nehm­lich Carg­o­ho­sen und andere mit D-Ringen ver­zierte Klei­dungs­stü­cke, die stark an die Lade­flä­che eines Passat-Kombi erin­nern, gerne trägt er Ober­be­klei­dung mit der Dar­stel­lung von Zahn­rä­dern und Alt­deut­scher Schrift. Tanzt als Extre­mi­tä­ten­schwin­ger und braucht dazu oft eine eigene Bühne, da er sonst seine Mit­men­schen mit dem Her­um­wer­fen der Arme leicht ver­let­zen kann.  1975 auch Aus­druck einer Kunst­form hat die Szene ihren Namen vom gleich­na­mi­gen Plat­ten­la­bel Indus­trial Records. Von Laien oft­mals mit Krach ver­wech­selt gehört das expe­ri­men­tie­ren mit offen­sicht­lich unge­eig­ne­ten Gegen­stän­den als Instru­ment zur künst­le­ri­schen Frei­heit. Frü­her hörte man Ein­stür­zende Neu­bau­ten und Throb­bing Gristle, heute hört man eher KMFDM und Minis­try.

Rein Begriff­lich gese­hen, han­delt es sich bei Indus­trial nicht um eine Sub­kul­tur son­dern um eine Musik­genre, das Mitte der 70er ent­stand und von Bands wie Throb­bing Gristle und Ein­stür­zende Neu­bau­ten eta­bliert wurde. Es han­delt sich dabei um eine sehr expe­ri­men­telle Art von Musik deren Wur­zeln wohl im Avant­garde der Kon­zept– und Akti­ons­kunst zu suchen sind. SPK aus Aus­tra­lien han­tierte schon 1978 mit Flam­men­wer­fern auf der Bühne und pro­vo­zierte das Publi­kum auch mit dem ver­spei­sen eine Schaf­hirns. Ramm­stein wirkt dage­gen wie Kin­der­ge­burts­tag. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 November

Subkultur! - Electronic Body Music (EBM)

Kategorie: SubKultur!11 Kommentare

EBM steht für Elec­tro­nic Body Music und wird vor­nehm­lich von der als Techno-Grufties benann­ten Spe­zies bevor­zugt. Ent­stand 1980 mit Auf­kom­men der ers­ten bezahl­ba­ren Syn­the­si­zern, wie dem Korg MS-20. Fri­suren­tech­nisch recht unspek­ta­ku­lär, tra­gen Bri­kett­fri­sur, auch Flat­top genannt. Sehen alle ein biss­chen aus wie der junge Dave Gahan bei der Bun­des­wehr, obwohl der nie gedient hat und deren Musik höchs­tens Ein­stiegs­droge ist. Aus anfäng­li­chem Pogo ent­wi­ckelte sich der mar­schie­rende Zwei­schritt­tanz der ihn auf der Tanz­flä­che cha­rak­te­ri­siert, wo er ja eigent­lich gar nicht gese­hen wer­den will, denn sein Lieb­lings­mus­ter ist Camou­flage. Vor­schlag­ham­mer und Maschi­nen­teile nutzt er als T-Shirt Audruck und lässt keine Rück­schlüsse auf seine Berufs­wahl zu. Obwohl oft mit brau­ner Soße ver­wech­selt, hat der EBM­ler damit nichts zu tun. Als Able­ger ent­stand mitte der 90er Jahre Techno. Der EBM­ler hörte Front 242 und Nit­zer Ebb, hört jetzt Spets­naz und Dupont. Den gan­zen Arti­kel lesen… »