In dunklen Zeiten, in denen Techno mit Industrial verwechselt wird und auf musikalischen Müll das Label EBM geklebt wird um lustlos aneinandergereihte Beats einen Hauch von Manufaktur zu geben, ist man froh, wenn sich echte dunkle Perlen durch den Untergrund an die Oberfläche spielen, um dort eindrucksvollen Wellen zu schlagen. Bereits im März berichtete ich über die tanzenden Träumer der Selektion, nun halte ich das angekündigte Album »Noire« in elektronischer Form und als Tape (!) in meinen Händen. Ein verregneter Tag wie dieser, ist genau die richtige Gelegenheit, darüber zu schreiben.
Ich habe mir die Freude gemacht, ein altes Tape-Deck anzuschließen, das Band einzulegen und die Play-Taste zu drücken. Still und leise schleicht sich das erste Stück Du Rennst in die Gehörgänge, bevor der treibende Beat, die für die Selektion so typische Trompete (Hannes Rief) und die breiten Synthie-Teppiche (Max Rieger) ausgebreitet werden, auf die man sich sofort legen möchte, um sich im Klang der Musik zu wälzen, was zunächst verwirrt und sich dennoch als angenehme Disharmonie präsentiert ist der verzerrte Gesang (Luca Gillian), der mich schon im März sofort an Gabi Delgado erinnerte, dem aber in nichts nachsteht, nicht imitieren will, sondern eine ganz eigene Dynamik erzeugt. Ein großartige Eröffnung.
Ähnlich tanzbar präsentiert sich Steine auf dein Haupt, das der Eröffnung folgt und die Beine auf der Tanzfläche in Bewegung hält, sich aber deutlich zurückhaltender präsentiert. Die Assoziation mit der sprichwörtlichen Asche, bei dem man seinen Fehler eingesteht, kann ich nicht nachvollziehen, denn ein Fehler war das sicher nicht, auch wenn das Stück nicht ganz an die Energie des Vorgängers heranreicht. Den ganzen Artikel lesen… »

Trägt vornehmlich Cargohosen und andere mit D-Ringen verzierte Kleidungsstücke, die stark an die Ladefläche eines Passat-Kombi erinnern, gerne trägt er Oberbekleidung mit der Darstellung von Zahnrädern und Altdeutscher Schrift. Tanzt als Extremitätenschwinger und braucht dazu oft eine eigene Bühne, da er sonst seine Mitmenschen mit dem Herumwerfen der Arme leicht verletzen kann. 1975 auch Ausdruck einer Kunstform hat die Szene ihren Namen vom gleichnamigen Plattenlabel 

