27 Januar

Spontis Wochenschau #3/12

Kategorie: Wochenschau9 Kommentare

Spontis WochenschauDas Resü­mee der Wochen­schau steht noch auf der Agenda, unzäh­lige Bei­träge wol­len noch noch bewer­tet und kate­go­ri­siert wer­den, wäh­rend wei­tere Arti­kel dar­auf war­ten, ein­ge­pflegt zu wer­den. Spon­tis wird umstruk­tiert, umge­baut, umge­krem­pelt. Und ich habe nichts ande­res zu tun, als mich durch den Fee­dre­a­der zu kli­cken um neue und inter­es­sante Bei­träge ande­rer zu lesen. Ver­dammt! Es ärgert mich, dass ich immer noch nicht fer­tig bin. Ich will wie­der in einer fer­ti­gen Umge­bung schrei­ben und suche hän­de­rin­gend nach Zeit um all die gro­ßen Pläne umzu­set­zen. Auch die Frau mit den magi­schen Augen drängt auf die Fer­tig­stel­lung, schließ­lich ist unsere gemein­same Ankün­di­gung schon wie­der fast eine Woche alt. Klick! Der nächste Link. Shan Dark schreibt wie­der einen fas­zi­nie­ren­den Arti­kel über eine Schä­del­aus­stel­lung in Mann­heim. Schon wie­der ist eine vier­tel Stunde ver­gan­gen in der ich nichts wei­ter gemacht habe, als zu lesen. Immer­hin hat es sich gelohnt. Neid ist die höchste Form der Aner­ken­nung und zu gerne wäre ich selbst zu der Aus­stel­lung gegan­gen. Klick! Sel­ber Schuld, denke ich. Ich könnte ja end­lich mal das fer­tig machen, was ich ange­fan­gen habe. Ach was, nur noch einen. Klick! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


4 Mai

Unsere Kinder - Grufties, Skinheads und Neonazis in der DDR 1989 (DEFA)

Unsere Kinder - DEFA 1989Lang­sam fährt die Kamera die Straße hin­un­ter, wäh­rend die Nacht her­ein­bricht oder der Mor­gen erwacht. »Zuerst war es nur ein Gerücht. Doch das Gerücht hat eine selt­same Eigen­schaft, es ver­brei­tet sich schnel­ler als eine Nach­richt. Manch­mal auch, ist das Gerücht glaub­wür­di­ger als die Nach­richt, denn sie bestä­tigt nur, was alle schon wis­sen.« Wie ein Impuls ver­lei­tet die ruhige Stimme des Spre­chers dazu, zuzuhören.

Als Roland Stei­ner zwi­schen 1985 und 1989 die Dreh­ar­bei­ten des Film »Unsere Kin­der« für die DEFA absol­vierte, wollte er einen Film über rechts­ex­tre­mis­ti­sche Jugend­li­che in der DDR machen, erkannte aber schnell, das mehr zwi­schen Schwarz und Weiß liegt, als sich dem Betrach­ter auf den ers­ten Blick erschließt. »Skin­heads, Neo­na­zis rasen durch unsere Stra­ßen. Sehr schnell haben wir fest­ge­stellt, dass man diese Gruppe jun­ger Leute nicht iso­liert betrach­ten kann, wir sind also auch zu ande­ren jun­gen Leu­ten gegan­gen. Fast scheint es, als gäbe es da noch andere Unter­schei­dungs­mög­lich­kei­ten: Täter, Opfer, Ver­mitt­ler. Aber es sind Men­schen, die Ihren Weg suchen.«

Ein stei­ni­ger Weg. In der DDR gilt man als nicht sys­tem­kon­for­mer Jugend­li­cher mit ande­rem Aus­se­hen oder ande­ren Ideen sowieso als poten­ti­el­ler Staats­feind und wird von einem Appa­rat kri­mi­na­li­siert, der grau­sa­mer nicht sein könnte. »Man nennt sie Gruf­ties, sie selbst nen­nen sich Hol­ger, Ines und Mark. Zumeist in der Nacht über­win­den sie Fried­hofs­mau­ern und die Grenze zwi­schen ihrer Umwelt und sich, jeden­falls, ist es der Ver­such. Warum fin­den sie kei­nen Platz im Dies­seits?« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


31 Januar

Spontis Wochenschau #3/11

Kategorie: Wochenschau7 Kommentare

Spontis WochenschauAuf­merk­sa­men Lesern, die sich natür­lich den gan­zen Tag hier her­um­trei­ben, dürfte es nicht ent­gan­gen sein. Am Wochen­ende ist dem Blog einige Male die Nase aus dem Gesicht gefal­len. Aus­lö­ser war ein Kon­flikt zwi­schen einem Plu­gin und dem ein­ge­bau­ten Java­script, die sich nicht ganz über ihre Auf­ga­ben im kla­ren gewe­sen sind. Da es mir unmög­lich erschien die Streit­hähne zu har­mo­ni­sie­ren, habe ich kur­zer­hand beide gefeu­ert und mich um andere Lösun­gen bemüht. Davon erzähle ich aber ein ande­res mal, ich hoffe das jetzt wie­der alles funk­tio­niert — wenn nicht benut­zen groß­ar­tige Besu­cher die Kontaktmöglichkeit.

Erst die Arbeit dann das Ver­gnü­gen. Wäh­rend mei­ner unfrei­wil­li­gen Hausmeister-Tätigkeit im Blog hatte ich dann noch aus­rei­chend Gele­gen­heit bei hei­ßem Tee, Salz­stan­gen und einer fla­ckern­den Kerze mei­nen Fee­dre­a­der zu begut­ach­ten um fest­zu­stel­len, das Ihr es wie­der ohne mich gemacht habt: Guten Con­tent pro­du­ziert. Gibt’s ja gar nicht!  Hier die dritte Wochen­schau 2011: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 April

Hooligan Dokumentation "About the I.C.F." (1985)

Kategorie: Vernetzt1 Kommentar

Bei mei­ner Recher­che zum Film von und über Cass Pennant, den ich jüngst auf DVD gese­hen habe, ist mir auch eine tolle Doku­men­ta­tion über die ICF, die Inter City Firm aus dem Jahre 1985 auf Youtube über den Weg gelau­fen. Die ICF war eine soge­nannte »Hoo­li­gan Firma«, eine Grup­pie­rung um den Lon­do­ner Fuß­ball­ver­ein West Ham United.  In der Doku­men­ta­tion Hoo­li­gan geht es um das, was die jun­gen Leute dazu bewegt sich mit gleich­ge­sinn­ten auf die Mütze zu hauen.

Um ein Urteil über das, was es bedeu­tet ein Hoo­li­gan zu sein, geht es hier nicht. Viel­leicht um eine alter­na­tive Sicht­weise auf das, was bei den meis­ten auf Unver­ständ­nis stößt. Die Doku­men­ta­tion zeigt wirk­lich gelun­gen, das die Hooligan-Bewegung in Eng­land zum Fuß­ball gehört wie die Ball zum eigent­li­chen Spiel, die Wur­zeln rei­chen ein halbe Ewig­keit zurück und sind schon in den Anfän­gen des 20. Jahr­hun­derts zu suchen. Durch den mas­si­ven Ein­satz der staat­li­chen Video­über­wa­chung (CCTV) und kon­se­quen­ter Straf­ver­fol­gung konnte diese Szene weit­ge­hend aus den Sta­dien ver­drängt wer­den. Die Bemü­hun­gen ver­schärf­ten sich, als es im Mai 1985 zu Unglück im Brüs­se­ler Heysel-Stadion kam, das den Hoo­li­gans der Mann­schaf­ten von Juven­tus Turin und des FC Liver­pool zuge­schrie­ben wurde. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Februar

Auch die brauchen mal Urlaub: Goth Cruise

Goth Cruise Banner150 Goths, 2500 Nor­ma­los, Son­nen­schein, Meer und eine Kreuz­fahrt. Passt nicht zusam­men? Ich musste mich eines bes­se­ren beleh­ren las­sen. Ein­mal im Jahr buchen rund 150 Goths eine gemein­same Kreuz­fahrt in die Kari­bik und pola­ri­sie­ren gleich meh­rere Dinge zur glei­chen Zeit. Der Goth Cruise fand erst­mals 2004 statt als Reak­tion auf eine durch­zechte Nacht und der Idee mit gleich­ge­sinn­ten Freun­den in Urlaub zu fah­ren. Der Event wurde musi­ka­lisch ange­rei­chert und ent­wi­ckelte sich nicht zum größ­ten, aber zu einem der außer­ge­wöhn­lichs­ten Events der inter­na­tio­na­len Gothic Szene, auch wenn die Teil­nahme bereits an pure Deka­denz grenzt, denn die etwa 600€ für die 5-tägige Kreuz­fahrt spricht keine breite Kli­en­tel an. In den USA kon­kur­rie­ren zwei unter­schied­li­che Rei­sen, bei denen es wegen der Namens­gleich­heit zu Ver­wechs­lun­gen kommt. Der Goth Cruise, um den es hier geht und den älte­ren und grö­ße­ren Gothic Cruise, zu dem wir ein ande­res mal kom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Oktober

H.P. Lovecraft - Fear of the unknown

Kategorie: Vernetzt4 Kommentare

lovecraft fear of the unknownEiner DER Schrift­stel­ler für jeden ambi­tio­nier­ten Grufti, den man mal gele­sen haben sollte. Zumin­des­tens sollte man ein Buch von ihm sein Eigen nen­nen und es sich ins Regal stel­len, oder auf einer Fes­ti­val­wiese drin blät­tern — dann erweckt es wenigs­tens den Anschein.

Jetzt bringt Wyrd Docu­men­tary die Doku­men­ta­tion Love­craft — fear of the unknown (Furcht vor dem unbe­kann­ten) her­aus, in der einige nam­haf­ten Auto­ren und Fil­me­ma­cher über ihre Inspi­ra­ti­ons­quelle berich­ten. Love­craft gilt als einer der bes­ten Auto­ren für anspruchs­volle Horror-Literatur, doch er konnte noch viel mehr: Von Schau­er­ge­schich­ten bis zu Hor­ror­ro­ma­nen, von Traum­welt­ge­schich­ten und Fan­ta­sys­to­rys bis hin zu Mythos­ge­schich­ten. Außer­dem betä­tigte er sich als Schrei­ber von Gedich­ten und Brie­fen. Bis zu sei­nem Tod durch Darm­krebs 1937 soll er 87000 Briefe  geschrie­ben haben.

Unzäh­lige Werke von Love­craft wur­den ver­filmt, die größte Zahl sind B-Movies und Hor­ror­filme, die letzt­end­lich auch als Inspi­ra­ti­ons­quelle der Horror-Punk und Grufti-Szene gel­ten und nicht sel­ten auch von Musi­ker direkt in ihre Werke mit ein­ge­bun­den wer­den. Gute Ver­fil­mun­gen wie Hemo­glo­bin (1997), Dagon (2001) oder auch Re-Animator (1985) soll­tet ihr euch unbe­dingt mal rein­zie­hen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


23 Februar

Aufbruch in die Endzeit

Aufbruch in die Endzeit

Wenn wir der Musik­in­dus­trie glau­ben schen­ken, bestand New Wave in Deutsch­land Anfang der 80er aus Nena, Hubert Kah und Geier Sturz­flug und nannte sich Neue Deut­sche Welle. Doch hin­ter dem Begriff ver­birgt sich viel mehr als nur ein Musik­genre oder eine plumpe Mode­er­schei­nung und außer­dem glau­ben wir der Musik­in­dus­trie grund­sätz­lich erst­mal gar nichts. New Wave sym­bo­li­siert den Wil­len zur musi­ka­li­schen Ver­än­de­rung, denn man ent­deckte, das jeder und alles Musik machen kann. Aus einer Mischung von Dile­tan­tis­mus, Krea­ti­vi­tät und Talent ent­stand die New Wave Bewe­gung auch in Deutsch­land. Wenn man so möchte ist die aus­lö­sende Sub­kul­tur der Punk, der in einer Neuen Welle der Musik die Welt und Deutsch­land flu­tete. Für mich jeden­falls ist das die größte musi­ka­li­sche Revo­lu­tion seit Rock’n’Roll.

Die DVD Auf­bruch in die End­zeit — 1980 New Wave Hit Explo­sion ist eine Video Doku­men­ta­tion über diese Musik in Deutsch­land und ist eine Samm­lung von Kurio­sen Live-Auftritten, Inter­views und Musik­vi­deos die­ser Zeit, die zu einer ein­zig­ar­ti­gen und sehr pun­ki­gen Col­lage zusam­men­ge­fügt wur­den und damit eine sehr authen­ti­sches Werk die­ser Zeit dar­stel­len. Was Jür­gen Tei­pel mit sei­nem Werk Ver­schwende deine Jugend begann, fin­det hier sei­nen media­len Abschluss in Ton und Bild. Sein Vor­wort bringt dabei den Zeit­geist und die Idee die­ser Zeit auf den Punkt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »