Ich mag Depeche Mode, wirklich jetzt. Die Band begleitet mich mit ihrer Musik schon mein ganzes musikalisches Leben. War es noch »Just can’t get enough« im Kinderzimmer, sind die Klänge von »The things you Said« stellvertretend für weiße Strümpfe in Halbschuhen mit Stahlkappe, für ein Originales 101-Shirt und auch für meine ersten Ohrringe. Regelmäßige Leser wissen natürlich, dass ich maßlos untertreibe, aber eine Einleitung im Stile von »Depeche Mode sind total der Hammer!« klingt dann doch eher überschwänglich und unglaubwürdig.
Mein erstes Konzert war ein entsprechende Nahtoderfahrung, jedenfalls schlug der Puls weit über das von Ärzten empfohlenen Maß hinaus. Das war 1990. Was müssen die Jugendlichen in DDR gefühlt haben, als sie 1988 erfuhren, dass Depeche Mode im März ihr einziges Konzert anlässlich des FDJ Geburtstages gaben? In welche Sphären schlug der Puls derer, die es tatsächlich geschafft hatten, eine Karte zu bekommen? Ihr wusstest noch nicht, dass Depeche Mode ein Konzert in der DDR gaben?
Ein großartiger Artikel bei einestages und ein wieder aufgetauchtes Video vom damaligen Jugendsender DT’64 lassen Erinnerungen wach werden. Nicht weil ich etwa dabei war, sondern weil ich vielleicht das Gefühl während dieser besonderen 90 Minuten gut verstehen kann. Heute läuft schon die ganze Zeit Depeche Mode und ich habe einfach Lust, etwas darüber zu schreiben. Etwas von Gefühl, Musik und Kontrolle. Den ganzen Artikel lesen… »







