14 August

Die ganze Wahrheit – Als der Zillo mich über Cyber-Gothic interviewte

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache18 Kommentare

Zillo - Titelbild Ausgabe Juli 2012Zugegeben. Der Titel des Artikels ist ein wenig überzogen, erwartet man doch einen handfesten Skandal oder Verdrehung der Tatsachen als mich der Zillo für einen Artikel über das Thema “Cyber-Gothic” interviewte. Nichts davon ist eingetreten. Und doch gibt es eine ganze Wahrheit, denn das, was in der Juli/August-Ausgabe zu lesen gab, ist nicht das vollständige Interview.

Es begann mit einer Nachricht von Daniel Dreßler, der als Autor für den Zillo tätig ist. Ich gebe zu, dass ich skeptisch war, erwartete ich eine oberflächliche Darstellung des Status Quo der Cyber-Szene. Ich wurde eines besseren belehrt. Die Fragen, die mich per E-Mail erreichten, hatten es in sich und zeigten, dass sich hier jemand ernsthaft und kritisch mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Ich beantwortete alle Fragen und war gespannt, wie viel davon und in welchem Zusammenhang Daniel in seinem Artikel verarbeiten würde.

Das Ergebnis hat mich positiv überrascht, denn der Artikel versucht tatsächlich dem Phänomen “Cyber” objektiv auf den Grund zu gehen.  Daniel hat Befürworter und Gegner der Szene zu Wort kommen lassen und so beiden Seiten dieser “Bewegung” eine Plattform geboten. Der Artikel zeigt ein überraschend hohes Niveau, das ich zunächst nicht erwartet habe.  Sicher, ich bin in einigen Punkten nicht seiner Meinung, aber das muss ich auch gar nicht, denn ein solcher Artikel lässt immer Raum für die eigene Sicht der Dinge.

Ich möchte das Thema “Cyber Gothic” mit diesem Artikel für mich abschließen, denn in zahlreichen Diskussionen hier im Blog wurde das Phänomen gründlich durchleuchtet. Im folgenden Interview und meinem Fazit zeige ich, warum ich das Thema abschließen möchte: Den ganzen Artikel lesen… »


11 Oktober

Pamphlet für eine überfällige Trennung – Cyber und Gothics

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache37 Kommentare

Ist es nicht witzig, wenn bunte Glühwürmchen – oder auch Cyber genannt – zu technoider Musik tanzen? Kann man sich nicht herrlich darüber amüsieren, wenn im Netz wieder ein besonderes Fundstück auftaucht, in dem tanzende Knicklichtgrufties – oder auch Cyber genannt – an öffentlichen Orten ihre “Moves” präsentieren? Sind sie nicht einfach lächerlich, diese sogenannten Cyber-Gothics?

Man mag von dieser Form der Selbstdarstellung halten was man möchte, ich finde sie ganz und gar nicht lächerlich und rege mich zunehmend darüber auf, dass sich andere darüber lustig machen.

Ich stelle für mich fest: Cyber hat mit Gothic nichts zu tun. Weder musikalisch, noch optisch und schon gar nicht inhaltlich. Diese Szene hat längst ihren eigenen Weg gefunden und ist vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders beliebt. Das es zu ständigen verbalen und thematischen Konflikten innerhalb der schwarzen Gemeinde kommt liegt einzig und allein an der Tatsache, dass Veranstalter von Festivals und Diskothekenbetreiber immer noch mischen, was nicht mehr zusammengehört. Ob es jemals zusammengehörte, bleibt fraglich. Die Gründe sind offensichtlich: Man möchte ein möglichst breites Publikum ansprechen um Veranstaltungsorte und Festivalgelände ausreichend zu füllen, damit Geld verdient wird. Den ganzen Artikel lesen… »


9 September

Spontis Wochenschau #23/11

von Robert ForstKategorie: Wochenschau6 Kommentare

Spontis WochenschauIch bin mittlerweile seit etwa 20 Jahren Online unterwegs. Über Modems, in die man einen Telefonhörer drückte, zu BTX und dann zu den ersten 56k Modems, die mit ihrem unverwechselbaren Einwahlgeräusch von der großen weiten Welt zeugten. Später kam dann DSL, als das Wort noch niemand kannte und die Splitter so groß waren wie Videorekorder. Heute ist das Internet ein zentraler Bestandteil meines Lebens geworden. Ich sitze auf dem Sofa, der Kaffee dampft und in der gedruckten (!) Zeitung lese ich einen Artikel von den “Netzkulturverstehern”, von denen die uns erzählen wollen, was denn das so abgeht im Internet, wie sich die User voneinander unterscheiden, wie Kultur kriminalisiert und hochgelobt wird. Niemand scheint sich einig, nicht einmal das Netz selbst. Es scheitert wie immer daran, sich selbst erklären zu wollen um sich für andere greifbar zu machen um Verständnis zu erzeugen wo überhaupt nicht verstanden werden will. Früher war wir ein Kreis von Spinnern, wurden belächelt, ignoriert. Nun sitze ich hier mit meiner Zeitung und schüttele den Kopf über den Erklärungsversuch. Doch auch so sehr ich mich bemühe, ich kann mich selbst nicht mal erklären, schon gar nicht in Schubladen, die andere beschriften. Das Netz war eine kleine, undergroundige Szene, aus der Mainstream wurde und die jetzt ein Bestandteil des gesellschaftliche Alltags ist. Woher kenne ich das? Den ganzen Artikel lesen… »


10 Mai

Ohne Worte: Crossdressed

von Robert ForstKategorie: Dunkelkunst2 Kommentare

Crossdressed

Crossdressing? Nicht im Sinne des Geschlechts, das ist nur ein viktorianisch-japanisch Cyber-Geisha-Goth. Sonst nichts.

(Bildquelle: Craig Wilkinsion | CC by-nc-nd)


16 Februar

Cyber: Nur noch eine Mode?

von Robert ForstKategorie: Szene im Blick126 Kommentare

Ihre Welt ist bunt bis schwarz, ihre Musik laut und schnell. Als Verschmelzung einer Gothic-Attitüde und der technoiden Musikform die man fälschlicherweise als Industrial bezeichnete, entwickelt sich etwas, das zunächst einige Clubs im Ruhrgebiet eroberte und schließlich auf Festivals und auch dem WGT einen festen Platz ergatterte. Hier sorgten sie nicht allein wegen ihres Musikgeschmacks und der Art sich zu kleiden für Aufsehen und ungeahntes Konfliktpotential. Handelt es sich um eine eigenständige Szene oder ist es nur ein Trend?

Zu meinem Artikel Subkultur! Cybergothic, in dem ich versuchte die Verkettung der Szenen und den Hintergrund der Cyber zu ergründen, erhielt ich mittlerweile über 100 Kommentare die sich mit der Frage beschäftigen, was Cyber den nun eigentlich ist, woher es kommt und was es darstellt. Eine abschließende und definierende Antwort steht noch immer aus, doch vielleicht ist die auch bald nicht mehr notwendig.

Potential für die Entwicklung einer eigenständigen Kultur sehe ich persönlich nicht, zu oberflächlich agiert der Großteil dieser Szene, zu partyorientiert zeigen sich deren Mitglieder. Es scheint so, als gäbe es zu wenig Interesse, der eigenen Szene Hintergründe zu vermitteln und Sichtweisen zu verleihen. Den ganzen Artikel lesen… »


14 Dezember

Spontis Wochenschau #42

von Robert ForstKategorie: Vernetzt, Wochenschau6 Kommentare

Spontis WochenschauRatte macht mich fertig. Bei der Recherche zur Serie “Ratte macht die Fliege” ist mir jüngst aufgefallen, das ich von einer völlig falschen Reihenfolge ausgegangen bin und habe erfahren das der Foto-Love-Roman aus wesentlich mehr Teilen besteht als zunächst angenommen. Glücklicherweise konnte ich fehlende Ausgabe auf einschlägigen Plattformen ausmachen und habe dann sogleich mein Interesse daran bekundet. Gleich mit dem Debüt der Serie in der 6. Ausgabe 1987 wurde es knifflig, gleich 2 Exemplare habe ich ergattert, bei denen die erste Seite des Serie herausgerissen war. Aufgeben gehört natürlich nicht zu meinem Wortschatz, deshalb bleibe ich am Ball und gelobe baldige Fortsetzung, auf die schon einige Leser ganz ungeduldig warten. Immerhin gibt es wieder zur Überbrückung ein paar Links, die es mir in der letzten Woche besonders angetan haben und die ich euch nicht vorenthalten will: Den ganzen Artikel lesen… »


5 Oktober

Knicklichtgruftis im Galileo-Szene Check

von Robert ForstKategorie: Szene im Blick8 Kommentare

Galileo.arp.300pixWie oft würde sich der Mann im Grabe umdrehen, wenn man einen Fernseher auf seine Überreste stellen würde. Galileo Galilei war nämlich nicht nur ein italienischer Mathematiker, Physiker und Astronom sondern auch Namensgeber für die Pseudo-Populär-Wissenschaftliche Unterhaltungs-Sendung Galileo, die jedes mal anstrebt, uns die Welt zu erklären. Und weil die Welt der Wissenschaft offenbar schon erschöpft ist, widmet man sich seit einiger Zeit auch eher Fragen die uns wirklich alle beschäftigen. “Wieviele Leute pinkeln eigentlich in so ein Freibadbecken?“  oder auch “Wieviel Gewicht kann man an einem Tag zunehmen?“  Mich schüttelt es immer noch bei dem Gedanken, was ich ohne dieses so erworbene Wissen gemacht hätte. Wohl möglich, dass mich der schiefe Turm von Pisa erschlagen hätte.

Doch jetzt wagt sich das TV-Magazin auch an die Jugendszenen heran und stellt die bekanntesten davon im Szene-Check vor. Dieses mal müssen die Cybernauten dran glauben, die im folgenden auch Cybergothic genannt werden. “Sie sehen aus wie von einem anderen Planeten, wie Manga-Männchen die in einen Farbtopf gefallen sind…” so die Einleitung des Moderators. Kann ja heiter werden. Ich verweise an dieser Stelle an meinen Artikel: Subkultur! – Cybergothic, in dem ich mich neutraler und sachlicher mit dem Thema auseinandersetze, denn ein ironischer und vielleicht leicht spöttischer Eindruck im folgenden Artikel ist beabsichtigt und schwingt nicht nur subjektiv mit. Den ganzen Artikel lesen… »


3 Oktober

Subkultur! – Cybergothic

von Robert ForstKategorie: Hintergründe223 Kommentare

Cybergoth (c) LoanP89 CC by-nc-nd 2.0

Schon die Überschrift ist verwirrend und kontrovers zugleich. Cybergoth lässt vermuten, dass es sich bei dieser Jugendkultur um einen direkten Ableger der Gothic-Szene handelt. Die Cybergothics sind aber eine Cross-Over Kultur, die sich aus vielen unterschiedlichen Stilen und Einflüssen zusammensetzt.  Visual Kei, Techno, Punk, Rivethead und Gothic fusionieren beim Cyber zu einer neuen, rein äußerlich und optisch inspirierten Subkultur. Die Anzahl der tatsächlichen äußerlichen Gemeinsamkeiten zum Gothic sind sehr gering.

Der Kleidungsstil ist futuristisch und erinnert – wie beabsichtigt – an ein farbenfrohes Endzeitszenario. Schwarz, das mit weiß oder grellen Neofarben akzentuiert wird, ist typisch für die Anhänger dieser Szene. Die Kleidungsstücke und auch die Schuhe sind reichhaltig mit Metallbeschlägen verziert. Besonderen Einfallsreichtum zeigt man bei der Wahl des Accessoires, Schweißerbrillen (Goggles) gehören zum guten Ton, ebenso wie Gasmasken und lange Spitznieten. Elemente der Fetish-Bekleidung sorgen für einen sehr körperbetonten und freizügigen Kleidungsstil mit Lack- und Latex-Bekleidung. Besonderes Augenmerk wird auf die Verzierung der Haare mit neonfarbenen Extensions und Cyberloxx gelegt, den Aufwand den einige dafür betreiben ist bemerkenswert und erinnert auch an die frühen Haarspray und Styling-Orgien in der Wave und Grufti-Szene der späten 80er. Cyber der neueren Generation verzichten mittlerweile auf eine schwarze Basis und geben sich noch farbenfroher (siehe Bild) Den ganzen Artikel lesen… »