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	<title>SpontisSchlagwort: Castings &#8211; Spontis</title>
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	<description>Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.</description>
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		<title>Vom Klischee und seiner Geburt</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 15:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarze Szene]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie entsteht eigentlich so ein Klischee? Und vor allem, warum drängen sich immer mehr Jugendkulturelle Szene in das mediale Licht der Öffentlichkeit? Ein Klischee ist eine übertriebene Vorstellung der Realität, die häufig durch ein überbeanspruchtes Bild oder Stilmittel ausgelöst wird. Seitdem der visuelle Markt mit immer neuen Marotten einiger Menschen gefüttert werden will um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/02/casting-show.jpg"><img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft size-medium wp-image-5566" title="casting-show" src="http://www.spontis.de/wp/wp-content/uploads/2010/02/casting-show-225x300.jpg" alt="Menschen vor dem Admiralpalast" width="135" height="180" /></a>Wie entsteht eigentlich so ein Klischee? Und vor allem, warum drängen sich immer mehr Jugendkulturelle Szene in das mediale Licht der Öffentlichkeit? Ein Klischee ist eine übertriebene Vorstellung der Realität, die häufig durch ein überbeanspruchtes Bild oder Stilmittel ausgelöst wird. Seitdem der visuelle Markt mit immer neuen Marotten einiger Menschen gefüttert werden will um die Zuschauer zu beeindrucken, rücken Jugendkulturelle Szenen wieder in der Vordergrund und werden ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt, obwohl sie das in der Regel ablehnen.</p>
<p>Neulich stolperte ich über folgende Anzeige: „<em>Sexy Mädels für HOT5 (ProSieben) gesucht! Jetzt bewerben!</em> […] <em>Für die bekannte Kult-Rubrik „Hot5” bei ProSieben taff werden wieder Teilnehmerinnen im Alter von 18–29 Jahren aus ganz Deutschland gesucht!</em> […] <em>Die kommenden Ausgaben von HOT5 stehen jeweils unter einem Motto</em>.”</p>
<p><strong>Hot 5</strong> ist eine Rubrik die  im Rahmen der Sendung <em>taff</em> gezeigt wird, bei der es um die weibliche Selbsteinschätzung und deren Wirkung auf Männer geht. Sie sollen ihre Wirkung auf Männer einschätzen, die sie dann in einem zweiten Schritt „ranken”.  Ein Blick in die jüngste Staffel vom Dezember 2009 wirkt auf mich wie ein Fleischbeschau, bei dem sich die vorwiegend sehr jungen Mädchen von etwa gleichaltrigen Männern bewerten lassen. Die meisten davon sind  nach eigenen Angaben in der Model-Branche tätig und versuchen vielleicht ihren Bekanntheitsgrad zur erhöhen oder ihren Geldbeutel zu bereichern, vielleicht auch aus Spaß an der Freude doch ohne sich ein genaues Bild davon zu machen welche Wirkung sie dabei auf den Zuschauer haben. Letztendlich bestimmt ja Regie und Produktion wie etwas dargestellt wird.<span id="more-5564"></span></p>
<p>Das Motto der ersten Staffel lautet: „<em>Hierfür suchen wir krass Tätowierte, Gepiercte, Rockerinnen, Punkerinnen, Gothic-Mädels und alle anderen, die optisch auffallen!</em>” Hier wird also klargestellt, das es offenbar nur um Äußerlichkeiten geht.</p>
<p>Wenn ich mir Sendungen in diesem Stil ansehe fällt mir auf, das die Mädchen, die sich auf so einen Aufruf in der Regel melden eine Jugendkultur zum Stil degradiert haben und sich rein äußerlich in diese versetzen. Sie verkleiden sich. Sie tätowieren sich, weil sie es cool finden, sie piercen sich weil das viele so machen, sie sind Punk weil das gerade In ist und fühlen sich Gothic, weil das so schön Mysteriös erscheint. Vielleicht hegen sie die Hoffnung durch ihre gefühlte „Andersartigkeit” Aufträge zu bekommen oder Aufmerksamtkeit zu erhaschen, ich weiß es nicht. Doch hier wird der Grundstein für ein Klischee gelegt. Eine äußerliche Hülle repräsentiert für die Sendung eine Jugendkultur, eine Bewegung oder Lebenseinstellung. Dabei ist der Kern einer Jugendkultur genau anders herum, wenn wir uns die Äußerlichkeiten ansehen. Für die ist ihre Andersartigkeit nämlich keine Verkleidung sondern ein Teil ihres Lebens.</p>
<p>Das da nicht viel Inhalt rüberkommt dürfte wohl klar sein. Trotzdem werden sie vom Zuschauer als „stellvertretend für…” angesehen, denn man projiziert den Eindruck den man gewinnt auf andere, die „genauso aussehen”. Das was die Kandidatinnen in Interviews dann über sich erzählen, oder was man wie Sprechgesang unter eine solche Sendung schreibt rutscht in die selbe Schiene.  Aus der Pro Sieben Sendung Styling-Tausch vom 04.02.2010: „<em>…Und jetzt soll auch noch Gothic-Puder auf’s Näschen bzw. das Szenetypische Muster auf die Augen…</em>” Ein Klischee ist geboren.</p>
<p>Doch wie damit umgehen? Mittlerweile ist es ein Phänomen dieser Sendungen sich damit zu beschäftigen und der Quell der Menschen, die gerne daran teilnehmen scheint niemals zu versiegen. Ich denke man muss sich damit abfinden das es immer wieder einen Markt für so etwas gibt. Das ein oder andere löst die Zeit, denn der Fokus rückt immer wieder andere Dinge in den Vordergrund um den Zuschauer nicht zu langweilen und mit Einschaltquoten die Werbekunden nicht zu vergraulen. Kommunikation ist das Stichwort, erzählt euren interessierten Menschen von euch und gebt euch nicht verschlossen und arrogant, das ist nicht besonders hilfreich aber eben so weit verbreitet.</p>
<h5>(Bildquelle: <a href="http://blog.admiralspalast.de/raus-aus-hartz-iv-rtl-sucht-das-supertalent-2009-jetzt-auch-bei-uns/">Admiralspalast Berlin</a> via <a href="http://www.flickr.com/photos/admiralspalast/3946869665/">flickr.com</a>)</h5>
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