26 September

The Cure - Rabenschwarz und total verrückt

The Cure aus der Bravo 1984 klein

Die Entwicklung einer Szene spiegelt sich auch immer in der Szenetypischen Musik wieder. Magazine schreiben erst über die Bands und interessieren sich dann für den Stil, den die Musiker ihren Fans vorleben und der von diesen häufig kopiert wird. Mit ihrem 1984 erschienen Album The Top widmet sich auch wieder eine große deutsche Jugendzeitschrift der Band The Cure und deckt schonungslos Fakten auf, die uns auch heute noch schockieren.  Außerdem ist dieser Bericht auch die Einleitung einer kleinen Artikelserie zur Band The Cure und über die Fans und ihr Lebensgefühl, dem wir uns in einem der nächsten Artikel widmen. Den Text dieses Artikel muss man sich aber auf der Zuge zergehen lassen:

"Die Truppe auf der Bühne wirkt wie eine Trau­er­ver­samm­lung. Diverse bunte Schleif­chen in Robert Smith” (25, Gesang, Gitarre) kreuz und quer tou­pier­ten Schopf sind der ein­zige Farb­tup­fer im Raben­schwar­zen Bild von The Cure. Rosen­kränze, die die Jungs tra­gen und ein dickes Pries­ter­kreuz um Boss Roberts Hals sol­len den Fans wohl Ernst und Fei­er­lich­keit eines Cure-Gigs klarmachen.

Die sche­ren sich aller­dings wenig um die andächtig-gesammelte Stim­mung, mit der die Band zu Werke geht. Die schwar­zen Cure-Vögel unter­drü­cken mit äußers­ter Selbst­be­herr­schung jede Regung und Bewe­gung, wäh­rend sie ihren Schnellfeuer-Rhythmus und ihre glas­kla­ren psy­che­de­li­schen Töne aus ihren Instru­men­ten zau­bernDen gan­zen Arti­kel lesen… »


24 September

Carla, Die Schock-Friseuse

Carla-die-SchockfriseuseEs gibt wie­der neues von der Front der Jugend­zeit­schrif­ten. Bes­ser gesagt altes neu ent­deckt, denn wie das so in der Jugend mit den Zeit­schrif­ten ist, hat man meis­tens sowieso keine Knete sich wel­che zu kau­fen und wenn weiß man deren Wert, den sie in 20 Jah­ren viel­leicht ein­mal haben wer­den, noch gar nicht abzu­schät­zen. Umzüge, müt­ter­li­che Ent­sor­gungs­wut oder natür­li­cher Ver­schleiß sind ebenso Gründe vor­zei­ti­gen Ver­lus­tes. So auch mit Carla, der Schock-Friseuse, die 1985 Thema war.

»Stellt euch vor, Ihr kommt zum Fri­seur und seht Euch plötz­lich die­ser schwarz geklei­de­ten Gestalt gegen­über: Sie nennt sich „Ratte” oder „Dead Child”, läuft mit Pries­ter Talar, bleich­wei­ßem Gesicht und pech­schwar­zen, knie­lan­gen Haa­ren herum. Manch­mal flicht sie auch ein paar aus­ge­kochte Hüh­ner­kno­chen in die Mähne oder behängt sich mit Rosen­krän­zen. Selbst in der ver­rück­ten Mün­che­ner Waver-Szene ist Carla, so heißt die­ses Mäd­chen rich­tig, einer der schrills­ten Vögel.«

Carla wurde übri­gens in den nächs­ten Aus­ga­ben eine Son­der­se­rie gewid­met und eine Foto-Love-Story insze­niert, deren Wahr­heits­ge­halt ich natür­lich nicht über­prü­fen kann, für eine Kon­takt­auf­nahme über einen der bekann­ten Wege bin ich aber immer bereit. Im fol­gen­den schleppt man die arme Carla in die Innen­stadt und lässt sich von zufäl­lig anwe­sen­den gleich­alt­ri­gen unter die Lupe nehmen.

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16 September

Wave ist eine Lebenseinstellung

wave ist eine Lebenseinstellung teaserIst nicht meine Weis­heit, son­dern die einer gro­ßen Deut­schen Jugend­zeit­schrift in einer Aus­gabe etwa um 1986. »Warum lau­fen immer mehr Jugend­li­che in schwar­zen Kla­mot­ten, spit­zen Schu­hen und mit hoch­tou­pier­ter Mähne herum — inzwi­schen sogar in Klein­städ­ten und auf dem Land?« Hier wer­den Fra­gen auf­ge­wor­fen, die sich viele Jugend­li­che in der 80er gestellt haben. Heute erschei­nen sol­che Arti­kel und Berichte als fremd und lächer­lich, aber die Jugend­zeit­schrif­ten waren die Medien, die die Sze­nen in die Repu­blik ver­teil­ten, nach­dem sie sich im Unter­grund form­ten. Sol­che Arti­kel waren für man­che der Aus­lö­ser sich über­haupt der Szene anzu­schlie­ßen oder sich über die Waver seine Vor­ur­teile zu bil­den.
Waver, das sind die ursprüng­li­che­ren, die direk­ten Able­ger des Punk aus denen sich zeit­gleich die unter dem heute bekann­ten Ober­be­griff bekann­ten Gothic ent­wi­ckel­ten, die gab es zu die­ser Zeit noch nicht, man sprach viel­mehr von den Gruf­ties. Als ich meine ers­ten Plat­ten von Depe­che Mode hörte war ich 12, was das alles zu bedeu­ten hatte wusste ich nicht. Ich wollte es auch gar nicht wis­sen, ich fand es ein­fach geil wie die Band­mit­glie­der auf der Rück­seite der Plat­ten­hülle posier­ten. Das ich ein­mal so sein wollte war mir klar, das es noch lange dau­ern würde nicht.

Hier in der Pro­vinz bekam man sei­nen Weit­blick aus eben sol­chen Jugend­zeit­schrif­ten, von denen ich einige Arti­kel per E-Mail bekomme habe und die es ein­fach Wert sind, noch ein­mal in Wort und Bild auf­ge­ar­bei­tet zu wer­den. Was also erfah­ren wir über die Waver im Jahre 1986? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Oktober

Aktion Kinder in Gefahr - Stoppt die BRAVO!

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache9 Kommentare

Skan­dal oder Wahr­heit? In sei­nem Blog schreibt Robert Basic über die Aktion Kin­der in Gefahr und der Peti­tion die Bravo zu stop­pen. Was zunächst unglaub­lich erschien ent­puppte sich dann aber als bit­tere Wahr­heit. Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für eine Christ­li­che Kul­tur fin­det die Por­no­gra­phi­schen und Ero­ti­schen Inhalte der BRAVO als Kin­der­ge­fähr­dend. Ist das wirk­lich so? In der Tat fin­den sich in der BRAVO immer wie­der Bil­der von nack­ten Jugend­li­chen und die letzte Foto-Love Story endete im Bett. Tokio Hotel hat mal über den Sex mit Fans gespro­chen. Inter­es­sant finde ich das auch nicht, Por­no­gra­phie defi­niere ich jetzt anders, aber jeder hat da wohl eine andere Meinung.

Mein Arbeits­kol­lege zum Bei­spiel, mit dem ich gleich dar­über dis­ku­tie­ren musste. Der sieht das genauso und führt zu recht an, das ich selbst noch keine Kin­der habe um das über­haupt zu beur­tei­len. Ich denke es liegt an den Eltern dafür zu sor­gen, das sol­che Inhalte nicht auf offene Ohren stos­sen, son­dern auf Infor­mierte. Wenn Kin­der die Eltern auf sol­che Sachen anspre­chen sollte dar­über offen gespro­chen wer­den, Ver­bote haben noch nie funk­tio­niert und erhö­hen nur den Reiz. Aber das bleibt eben Ansichts­sa­che. Den gan­zen Arti­kel lesen… »