Ob es am neuen Jahr liegt oder am kalten Wetter ich weiß es nicht. Depressionsbloggen macht die Runde. Wieder einmal in aller Munde ist das Blogsterben, das mit jedem neuen Jahr auf’s neue zelebriert wird. Beispiel? Letzte Woche schrieb Marek Hoffmann von Basic Thinking: Nicht die Blogs sterben aus, sondern die Blogger, denn viele und vor allem Jugendliche würden immer mehr in die Sozialen Netzwerke verschwinden oder zum Micro-Blogging-Dienst Twitter wechseln. »Nur noch 14 Prozent der 12–17-Jährigen hätte demnach im vergangenen Jahr noch gebloggt, das entspricht einem Rückgang um fünfzig Prozent im Vergleich zu 2006.« Ich finde es zunächst einmal faszinierend, das 12-jährige schon bloggen oder gebloggt haben, bis jetzt scheint mir das entgangen zu sein. Aber wer von Jugendlichen diesen Alters eine Form von Konstanz erwartet ist meiner Meinung nach sowie zum Scheitern verurteilt. Für mich ist das eine Form der Selbstfindung gepaart mit Neugier und Enthusiasmus.
Eigentlich kann man auch gar nicht von einem neuen Trend sprechen. Twitter ist, wenn man so möchte, eine abgewandelte Form des Chattens das es bekanntermaßen schon gibt, seit das Internet seinen Siegeszug angetreten hat. Darunter zähle ich auch das Derivat SMS, das ebenfalls nur eine abgewandelte und langsamere Form des chattens darstellt. Marek Hoffmann schreibt weiter: »Immerhin zeigt die Studie, dass die Zahl der Blogger im Alter von über 30 Jahren von sieben Prozent im Jahre 2006 auf 11 Prozent im vergangenen Jahr geklettert ist. Bis dahin dürfte aber gelten: Nicht die Blogs sterben aus, sondern die Blogger.« Was bei näherer Betrachtung dann doch etwas polemisch wirkt, denn offensichtlich ist das Bloggen wohl eher einem demografischen Wandel unterworfen. Den ganzen Artikel lesen… »

