21 November

Spontis Wochenschau #39

Spontis WochenschauIst die Woche schon wie­der vor­bei? Zeit ist ein äußerst sub­jek­ti­ves emp­fin­den. Glaubt man an man­chen Tagen die Zeit rinnt durch die Fin­ger wie der Sand am Strand von Rimini, so läuft man an ande­ren Tagen Gefahr von der eige­nen Decke erschla­gen zu wer­den, weil der Zei­ger der Uhr wie fest­ge­klebt erscheint. Kurio­ser­weise und reflek­tie­rend betrach­tet neh­men die Tage am Strand deut­lich zu, denn die Woche, die sich so ver­hei­ßungs­voll ankün­digte, ist schon so gut wie gelau­fen. Was ist gelau­fen? Neben den Links die nach die­ser klei­nen Ein­füh­rung in meine Welt der Zeit fol­gen, habe ich auch noch 2 Kar­ten für das Anne Clark Kon­zert am 2.12.2010 im Pulp in Duis­burg ergat­tern kön­nen. Wer von mei­nen geschätz­ten Lesern auch kommt darf sich auf ein Getränk ein­ge­la­den füh­len, inso­fern man mich dann dar­auf anspricht. Klei­ner Tipp: Ich trage schwarz. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Mai

Bettina Köster bei ARTE Tracks

Kategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

Wer ist Bet­tina Kös­ter? 1981 grün­den Gudrun Gut und Bet­tina Kös­ter das New Wave Pro­jekt Mala­ria! und wer­den zusam­men Manon Pepita Duursma, Chris­tine Hahn und Susanne Kuhn eine zunächst belä­chelte und spä­ter gefei­erte Frauen-Combo, die mit den Ideen des Punk und einem elek­tro­ni­schen Arm die begin­nende Neuen Deut­schen Welle wür­zen. Traute man den Frauen zunächst keine Glanz­leis­tun­gen zu, sind sie spä­tes­tens mit ihrem Klas­si­ker »Kal­tes Kla­res Was­ser« eine Underground-Sensation. Den meis­ten wird die Neu­auf­lage der Chicks on Speed von 2001 ein Begriff sein, bei dem es sich um ein Cover des eins­ti­gen Hits han­delt. Ein aus­führ­li­chen Arti­kel über die Band Mala­ria!  habe ich bereits geb­loggt.

2010, also fast 30 Jahre spä­ter, ist Bet­tina Kös­ter zu Gast auf dem Wave-Gotik-Treffen und sicher­lich ein High­light für jung geblie­bene und neu­gie­ri­gen Nach­wuchs. Pas­send dazu gab es neu­lich auf ARTE Tracks einen kur­zen und zusam­men­fas­sen­den Bericht über Mala­ria! und Bet­tina Kös­ter, die ich euch nicht vor­ent­hal­ten möchte. Wer zum WGT fah­ren sollte und am Mon­tag noch dort ver­weilt, sollte sich um 20:15 in der Moritz­bas­tei ein­fin­den und ein Stück von dem Gefühl kon­ser­vie­ren, doch dabei gewe­sen zu sein. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 März

Kaltes, klares Wasser - Bettina Köster beim WGT 2010

Bild von Bettina KösterHeute wurde Bet­tina Kös­ter als Act auf dem Wave-Gotik-Treffen 2010 in Leip­zig offi­zi­ell bestä­tigt. Bet­tina Kös­ter? Etwas ungläu­big war ich bereits beim Ver­fas­sen der Zusam­men­fas­sung schwar­zer Som­mer ja schon, denn die Dame, über die John Peel mal gesagt hat sie sei die »Köni­gin der Geräu­sche«, ist jeden­falls für mich keine Unbe­kannte. Doch wer ist die bur­schi­kose Frau auf dem Bild?

Es muss wohl 1978 gewe­sen sein, als drei Frauen beschlos­sen für die weib­li­che Seite des Punk zu sor­gen und die Band Mania D zu grün­den. Bet­tina Kös­ter, Gudrun Gut und Beate Bar­tel stan­den jedoch für eine neue und expe­ri­men­tel­lere Art der Musik und waren eher Teil der auf­kom­men­den New Wave Bewe­gung, obwohl eine Ein­ord­nung auch hier schwer fällt. Als Teil einer neuen Eman­zi­pa­tion woll­ten sich die Ber­li­ne­rin­nen jedoch nicht ein­span­nen las­sen, son­dern brach­ten etwas sehr per­sön­li­ches und eige­nes an Tag, was sie schnell in Ber­li­ner Under­ground Krei­sen berühmt machte.

1981 grün­de­ten Gudrun Gut und Bet­tina Kös­ter die Band Mala­ria! und hol­ten sich Manon Pepita Duursma dazu, die als Gitar­ris­tin beim Nina-Hagen Pro­jekt OUT bereits Erfah­run­gen gesam­melt hatte. Zusam­men mit Chris­tine Hahn und Susanne Kuhnke ent­wi­ckel­ten sie dann eine sehr unter­kühlte Form des New Wave, das man spä­ter dem Dark-Wave zuord­nete und als tanz­bare Avantgarde-Musik auch in Künst­ler­krei­sen schwer ange­sagt war. Auf einer Tour­nee in Brüs­sel ent­wi­ckelte man den Song Kal­tes kla­res Was­ser als Teil eines Live-Programms, das sich aber zum Underground-Knüller ent­wi­ckelte und Mitte der 90er von den Chicks on Speed in seine popu­läre Ver­sion erho­ben wurde. Trotz ihrer musi­ka­li­schen Band­breite wur­den sie die­sen Song nie wie­der los, der so per­fekt reprä­sen­tiert, was hin­ter der neuen Deut­schen Welle wirk­lich steckt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »