20 Oktober

Schwarze Symbolik: Die Fledermaus

Kategorie: Hintergründe1 Kommentar

Darstellung einer grossen VampirfledermausTiere haben in der Gothic-Szene eine lange Tra­di­tion, die meis­ten davon wer­den als Schmuck in Form von Rin­gen, Anhän­gern, Hals­ket­ten oder Ohr­rin­gen getra­gen und lan­den auch nicht sel­ten als Form von Kör­per­kunst­wer­ken auf der Haut. Dabei han­delt es sich aus­nahms­los um sol­che, »die im Volks­glau­ben auf­grund ihrer Auf­ent­halts­orte, ihrer Farbe, ihres Ver­hal­tens oder ihrer nächt­li­chen Lebens­weise mit Nega­tiv­vor­stel­lun­gen behaf­tet sind, also das Schlechte, das Böse, die Sünde oder den Tod ver­sinn­bild­li­chen.« Tiere, die schon seit je her mit Magie, Hexen, Okkul­tis­mus oder ganz pau­schal dem Bösen in Ver­bin­dung gebracht wer­den sind beson­ders beliebt, Fle­der­mäuse, Eulen, Schlan­gen oder auch Spin­nen. Die Fle­der­maus ist mit Abstand das popu­lärste inner­halb und außer­halb der Szene.

In den frü­hen 80ern öffnete ein legen­dä­rer Club in Lon­don seine Pfor­ten, der Stil– und Sinn­prä­gend für eine ganze Szene wirkte. Das Batcave ver­wen­det dabei in mehr­fa­cher Hin­sicht die Fle­der­maus als Wap­pen­tier, zum einen als Logo, wie auch als Namens­ge­ber — der wohl auch auf die Comic­se­rie Bat­man zurück­zu­füh­ren sein dürfte. Aus den Besu­chern die­ses Club’s wur­den spä­ter die Batca­ver, die dort bevor­zugte Musik nannte man Batcave. Dar­aus resul­tierte im Laufe der 80er ein weit­rei­chende Ver­wen­dung der Fledermaus-Symbolik. Als Sym­bol ziert es zahl­rei­che Mailorder-Versender und Mode­la­bel der Szene (XtraX, Bat Attack) und zieht sich so wie ein roter Fader durch die Anfänge der Szene und ist auch heute noch ebenso prä­sent wie zu Zei­ten des Batcave, der das Sym­bol als ers­tes mit der Szene in Ver­bin­dung brachte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Januar

Cooltour - Zur Jugendszene 1985

Cover des Videos CoolturKöln, Alter War­te­saal. Die in fades Licht gehüllte Tanz­flä­che ist dicht von den soge­nann­ten Gruf­ties besie­delt, Fri­su­ren for­men ein erstaun­li­ches Bild das der Sky­line eine Metro­pole ähnelt. Glo­cken­ge­läut und der Klang einer Orgel bil­det den Eröffnungs-Choral in der Sams­tags Disco des Alten War­te­saals in Köln. Der Chor der nun die ehr­wür­di­gen Mau­ern unter den Glei­sen des Haupt­bahn­hofs zu Köln durch­flu­tet wirft ein bizar­res Licht auf die Men­schen die sich im Schein der bun­ten Lam­pen tum­meln. Sollte das etwa eine beson­ders moderne Form der christ­li­chen Glau­bens­aus­übung sein?

Für den Außen­ste­hen­den ist die Kom­bi­na­tion aus schwe­ren Kreu­zen, die man als Schmuck trägt und den größ­ten­teils schwar­zen Kla­mot­ten schwer zu ver­dauen. Für die Jugend­li­chen, die sich an die­sem Sams­tag Abend in der Dis­co­thek tref­fen ist es das ganz eigene Ver­ständ­nis von Ästhe­tik und nur Mit­tel zum Zweck die Auf­merk­sam­keit sei­nes Umfelds auf sich zu len­ken. Madonna hat es schließ­lich in ihrem 84er Video zu Like a Vir­gin vor­ge­macht, Billy Idol bringt mit sei­nem Video zu White Wed­ding die Sze­ne­ty­pi­schen Stil-Elemente auf den Punkt. Ein häm­mern­der Beat und sprü­hende Fun­ken zerei­ßen die andäch­tige Stim­mung, die Jugend­li­chen tan­zen wild zum trei­ben­den Rhyth­mus der Musik…

Fol­gen die Künst­ler nun der Strö­mung der Jugend, oder iden­ti­fi­zie­ren sich die Kids vor der Bühne mit den Künst­lern in dem sie ihren Style auf­neh­men? Die Frage lässt sich nicht abschlie­ßend klä­ren, doch das ist auch nicht das, was Tho­mas Schmitt mit sei­nem Film errei­chen möchte. Die Ein­lei­tung erklärt: »…Kids aus der Samstags-Disco des Alten War­te­saals, die schril­ler und exo­ti­scher gestylt denn je „No Future“ blöd fin­den und auf eine gere­gelte Zukunft hof­fen. „Etwas rich­ti­ges wer­den“ wol­len sie alle – am liebs­ten Mode­de­si­gner. Pro­test ist passé auch bei den jun­gen Kul­tur­schaf­fen­den aus der Sze­ne­kneipe Wave… ». Fünf Jahre zuvor, also 1980 drehte Schmitt ein Video mit dem Titel Ran­dale & Liebe, das die deut­schen Aus­läu­fer der Punk-Bewegung zeigt, die mit ihrem Pro­test die Fes­seln der eige­nen Ver­gan­gen­heit abschüt­teln wol­len und hof­fen das kalte und graue Sys­tem mit Pro­test zu ihren Guns­ten zu len­ken. Die Jugend 1985 zeigt da ein ande­res Bild und ist offen­bar auf ihr Aus­se­hen fixiert und schert sich nicht mehr um poli­ti­sche Inhalte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Juni

Eine Fledermaushöhle - Das Batcave (1982-1985)

batcaveDas Lon­don der 80er war ein Schmelz­tie­gel für musi­ka­li­sche Stile, Bands und Jugend­kul­tu­ren. Mit dem Punk hatte man der Jugend die Lust am Dilet­tan­tis­mus mit­ge­ge­ben, jeder konnte und wollte Musik machen. Im Stadt­teil Soho, genauer auf der Dean Street 69 eröff­nete im Juli 1982 das Batcave im Gebäude-Komplex des Gar­go­yle Clubs. Unzäh­lige kuriose Gestal­ten bela­gern den Sarg­för­mi­gen Ein­gang der in einen mit Spinn­we­ben geschmück­ten Raum führte, es ist die »Nacht der bren­nen­den Mär­ty­rer« und das Motto Blas­phe­mie, Lüs­tern­heit und Blut. Grün­der es Clubs war die Band Spe­ci­men, und Mit­ge­stal­ter Nik Fiend, Sän­ger der Band Alien Sex Fiend. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Dezember

Subkultur! - Batcave

Kategorie: SubKultur!42 Kommentare

Der Batca­ver ist der pun­kigste aller Gruf­ties. Mar­ken­zei­chen sind Iro­ke­sen­fri­sur oder hoch­tou­pierte Haare, die oft­mals mit pin­ken oder grü­nen Farbe ver­se­hen sind, am liebs­ten in Neon. Netz­hem­den, Hand­schuhe und Strumpf­ho­sen trägt man grund­sätz­lich kaputt, eine kleine Indus­trie ver­sorgt den Batca­ver sogar mit vor­kon­fek­tio­nier­ten Löchern in Strumpf­ho­sen. In der sonst düs­te­ren Umge­bung mit trau­ri­gen Gesich­tern lacht er fre­cher­weise. In Dis­cos wird hem­mungs­los gehüpft, gerne auch mal gesprun­gen.  Den Namen hat man nicht etwa von Bat­man, son­dern einem im Juli 1982 eröff­ne­ten Club in Lon­don, dama­li­ger Kno­ten­punkt der bri­ti­schen Gothic Szene, der hat sei­nen Namen aber von Bat­man. Frü­her hörte man Alien Sex Fiend, The Spe­ci­men und Cinema Strange. Heute auch. Den gan­zen Arti­kel lesen… »